Ausgesperrte immer bei uns

Dass nach der knappen Niederlage in München und vor dem Pokalspiel in Freiburg morgen Abend wenig Zeit bleibt, um über das Spiel nachzudenken, passt eigentlich ganz gut. Denn einerseits ist es relativ einfach, im Frieden damit abzuschließen, und andererseits bleibt so keine Zeit, vielleicht doch damit zu hadern, dass auch ein Ergebnis für Union möglich gewesen wäre.

So beschäftigt sich auch unser Podcast nicht allzu lange mit dem eigentlich Spiel gegen den FC Bayern, sondern ausführlicher mit dem drumherum – das wird ungefähr so lange erörtert, wie es für manche gedauert hat, sich etwas zu trinken zu holen.

Zur Sprache kommt dabei auch die etwas lieblose Support-Tshirt-Aktion der Bayern für die verletzten Spieler Niklas Süle und Lucas Hernandez. Allerdings muss man dazu dann auch dieses sehr lustige Video mit Javi Martinez erwähnen:

Die sportliche Seite des Spiels bespricht natürlich wie immer der Rasenfunk in der Schlusskonferenz. Und weil Hans-Martin und ich am Sonntag ohnehin gerade in den Giesinger Rasenfunk Studios waren, haben wir im Segment zu Bayern gegen Union auch noch etwas über den Auftritt von Union, Christian Gentner und Felix Kroos gesprochen (über letzteren schreibt auch der Kicker).

Außerdem habe ich hier noch eine kleine taktische Analyse des Spiels geschrieben – auch da geht es um Felix Kroos und Unions Defensivkonzept.

Grischa Prömel Auswärtsblock Wuhlesyndikat

Grischa Prömel steht in München im Auswärtsblock der Fans von des 1. FC Union Berlin, Photo: Matze Koch

Eine schöne Geschichte aus München erzählt der Kurier: Grischa Prömel stand während des Spiels in der ersten Reihe beim Wuhlesyndikat – ganz getreu dem Motto ‘Ausgesperrte Verletzte immer mit uns’ stand er dabei auch direkt hinter der “SEZ. DIFFIDATI” Zaunfahne.

Spiel-Plan: SC Freiburg – 1. FC Union

Dass morgen schon das Spiel gegen den Sportclub Freiburg ansteht, heißt natürlich auch, dass es jetzt hier Zeit für die taktische Vorschau darauf ist. Freiburg hat am Wochenende Raba Leipzig mit 2-1 geschlagen. Eine taktische Analyse dieses Spiels – das aber dem gegen Union kaum ähnlich sehen wird – gibt es bei Mischas Zerstreuung Fußball.

In seiner Pressekonferenz vor dem Wochenende hat Christian Steich noch einmal über das “Hinspiel” gegen Union am letzten Samstag gesprochen (6:30). Daran, “dass wir fünf Chancen in der ersten Halbzeit zugelassen haben, was viel zu viel war für das, was Union ansonsten an Ballbesitz hatte”, machte Streich dabei seine Unzufriedenheit mit dem Spiel fest.

Das habe einerseits daran gelegen, dass Freiburg der Aggressivität und Intensität von Union nicht genug entgegengesetzt hat. Und andererseits daran, dass es einen taktischen Fehler im Umgang mit Unions langen Bällen gemacht hat: Damit, Unions Abwehr anzulaufen, habe man diese nicht verhindern können, aber im Gegenteil die Räume, in die sie gespielt werden, mehr geöffnet. Stattdessen, so Streich, wäre es klüger gewesen, abwartender zu stehen und dann nach Ballgewinnen ins Umschaltspiel zu kommen.

Interessanterweise hat Streich das Aufbauspiel seiner Mannschaft bis ins letzte Drittel besser gesehen als viele andere Beobachter des Spiels, mich eingeschlossen. Trotzdem gäbe es da klare Potentiale zu Verbesserung aus Freiburger Sicht, zum Beispiel, in dem Unions zwei zentrale Mittelfeldspieler im 343 öfter mit ausweichenden Bewegungen der Halbstürmer oder Flügelverteidiger überladen worden wären. Es kann natürlich auch sein, dass Streich sich solche Anpassungen noch für das Spiel morgen aufhebt. Und auch dass Unions Trainer Urs Fischer wieder mit der selben Grundordnung wie vor eineinhalb Wochen antritt, ist ja längst nicht gesagt.

Relativ wahrscheinlich sind so oder so personelle Wechsel. Bei Union kommt dafür Sebastian Polter in Frage, über dessen Status Kurier, Morgenpost, Bild/BZ und der Tagesspiegel schreiben. Für Dienstag kommen neben Polter vor allem Manuel Schmiedebach, Joshua Mees und Suleiman Abdullahi für einen Startelf-Einsatz in Frage.

9 (Neun) – 1

Die Frauen von Union haben gestern in Aue mit sage-und-schreibe 9-1 gewonnen. Lisa Heiseler legte nach zwei Toren gegen Bischofswerda einen Hattrick auf, außerdem trafen Nadia Pearl (2), Josephine Ahlswede, Marie Weidt, Marta Stodulska und Selin Arslan für Union.

Union Frauen gegen Aue 9:1

Die Frauen von Union freuen sich über einen sehr hohen Sieg im Schacht. Screenshot: Haupstsadtarroganz auf Facebook

Wenig überraschend war Trainer Falko Grothe sehr zufrieden mit seinem Team, es habe “einfach gut gespielt, mit viel Spielfreude und auf den letzten 20 Metern mit der nötigen Konsequenz. Haben die Spielerinnen einfach richtig gut gemacht,” sagte er uns.

Union steht damit jetzt auf Platz zwei in der Regionalliga, weil Phoenix Leipzig nach sehr gutem Saisonstart jetzt auch gegen Raba hoch verloren hat (1-6). Raba liegt nun sechs Punkte vor Union und Viktoria auf Platz eins.

Und sonst so

Diesen sehr süßen Moment aus der U-Bahn in München wollen wir euch nicht vorenthalten:

6 Gedanken zu „Ausgesperrte immer bei uns

  1. Dass so viele immer noch nicht die geänderte Zeile im Lied beherrschen. 🤷🏻‍♂️

  2. Noch schlimmer ist, dass so viele den F zwodreivier C zwodreivier…U… Takt nicht hinbekommen. Immer wieder peinlich :(

  3. warum isn der link zu dem kleenen insta video mit dem unionständchen für dit baby nich meht da?
    meene frau is untröstlich!

  4. Pingback: 1. FC Union im Pokal in Freiburg: Warum machen die Union-Fans keine Stimmung? › Textilvergehen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.