Eine Nacht ist vorüber und ich habe immer noch keine Meinung zu den Ereignissen des Relegationsspiels zwischen Hertha und Fortuna in Düsseldorf. Der Pyroregen während der regulären Spielzeit, begleitet von massiven Böllerwürfen, hat sämtlichen Bemühungen der Initiative Pyrotechnik legalisieren – Emotionen respektieren Hohn gesprochen. Hertha ist beim 2:1 völlig weg, Hertha ist beim 2:2 wieder da. Und plötzlich stürmen Zuschauer in der Nachspielzeit das Feld. Alles ist unwirklich. Selbst als eine gefühlte Ewigkeit später die verlorene Zeit nachgeholt wird, ist nichts mehr gut. Das Ergebnis ist egal. Das ist nicht mehr mein Fußball. Damit möchte ich nichts mehr zu tun haben.
Nunja. Nicht ganz. Den Nahost-Konflikt können wir mit dem Inhalt unserer Phrasenschweine noch nicht kitten. Aber der Unionjugend können wir ihn zukommen lassen. Dieses Jahr ist es sogar ein wenig mehr geworden als letztes Jahr – alleine deswegen hat es sich also schon gelohnt, Gero dazuzuholen. Die notariell beaufsichtigte Auszählung seht Ihr im folgenden Video, die insgesamt 80€ übergeben wir vor dem nächsten Saisonstart Susanne Kopplin von der Nachwuchsabteilung, die schon die 50€ letztes Jahr bekam.
Saisonabschluss. Jetzt auch offiziell. Nachdem wir uns letzte Woche beim letzten Heimspiel gegen Rostock schon geistig von der Saison verabschiedet hatten, gab es überraschend doch noch ein Auswärtsspiel. Zur Feier des Tages haben wir tanzende Pudel, eine Torte und 1,966 rot-weiße Wunderkerzen im Textilvergehen HQ und prosten uns zu. Und nebenbei ist tatsächlich noch so etwas wie ein Fußballpodcast entstanden.
Unverdient verloren? Ja. Nein. Doch! – Verpfiffen vs. verspielt – Union & das Schönspielproblem – Kleine Regelkunde: Korrektes Verhalten bei Strafstößen – Pomadig spielen: Zäh und mit klebrigen Haaren – Ein T-Shirt aus Düsseldorf erregt die Gemüter – Marcel Höttecke spielt für Jan Glinker und wirkt überraschend teilnahmslos – “Jan hätte den gehalten” – Eine Niederlage, die nicht weh tut – Ein Plädoyer für kurze Dienstreisewege – Blöde T-Shirt-Ideen haben wir selber: DDR-Meister – Die Zweete steigt auf – Bunki erklärt die wunderbare Welt der Spielklassen – Abriss leicht gemacht: Rostock auf die Haupttribüne! – Wir schweifen ab nach Köln: Wilde Horde – “Wir haben unsere Tätlichkeiten eingestellt” – Verbesserungsvorschläge: Sandhausen & Co. als Blitzturnier – Aalen und Ahlen: Wir suhlen uns in schlimmen Erinnerungen – Wir blicken zurück und sind ganz entspannt – Was für eine Saison wünschen wir uns als nächstes? – “Und wenn ich Langeweile sage, meine ich Spannung!” – Unsere Heimat, die Zweite Liga – Gegnerbeobachtungen – Die Köpenick-Globetrotters – Summer of Champions – Zombie Nation: Kernkraft 400 (Unionversion) – In Cottbus ist die Musik traditionell – Wir haben´s so gut. Danke, Wumme! – Fußball mit Energie – Die letzte ostdeutsche Mannschaft – RB ist der Voldemort unter den Softdrinks, “him who must not be drunk” – Sascha Rösler wird Fair Play-Beauftragter
Die im Intro verwendeten O-Töne stammen allesamt mit freundlicher Genehmigung von AF-TV.
Zum letzten Heimspiel der Saison haben wir nochmal die grüne Matte ausgepackt. Alle neun Tore des Spiels gegen Hansa in FullHD – was sonst im Bezahlfernsehen Unsummen kostet, hier für lau:
Rostock. Die stehen ja nicht umsonst da unten drin. Das gewinnen wir. Das wäre ja gelacht. So ähnlich war die Herangehensweise der “Fußballgötter” in den ersten Minuten. Und plötzlich schießt der FC Hansa Tore. Das verrückte Hinspiel in der Younameit-Arena endete letztes Jahr 5:3 5:2 für die Guten. Das viel verrücktere Rückspiel ging am Sonntag 5:4 aus. Dabei hätten noch viel mehr Tore fallen müssen. Nicht wahr, Simon?
Rostock macht alles richtig, bekommt aber die Offensive von Union nicht in den Griff. 6 Tore in 30 Minuten sind kein schlechter Schnitt. Ab irgendwann lacht man nur noch. Ein typisches Spiel für die Rückrunde von Union. Robert ist unzufrieden. So geht es nächste Saison nicht weiter! Die Rostocker Achterbahn: “Im Erfolg macht man die schlimmsten Fehler”. Simon Terodde erhält einen neuen Beinamen: “Die einfachen kann er nicht”. Jan Glinker & warum wir ihn cool finden. “Nach hinten raus hat er uns das Spiel gewonnen.” Wetterfühligkeit im Fußball. Alle sind albern. Patrick Zoundi wird für Spielbelebung gelobt. Wer alles keine Flankengötter sind. Marc Pfertzel dosiert die Laufleistung. Noch ein Tuschekreisel im gegnerischen Strafraum. Wir erinnern uns leider ganz genau an den letzten Union-Angriff. Tusches Elfmeter: Wie Bastian Schweinsteiger gegen Real Madrid. Leider geil! – Wer ist auf dem Spielankündigungsplakat? Daniel Göhlert! – Dominic Peitz über einen vermeintlichen Traumberuf, leider ohne Windpuschel. Die Bereitschaft zum Beruf ist die Bereitschaft zum Risiko. Ein ungewöhnlicher Vorgang im Fußballgeschäft: Union-Augsburg-Rostock. – Kommen, Gehen, Bleiben – Wir spekulieren uns dumm & dusselig. Noch ein Innenverteidiger. Ein Stuff in breit. Ein Stürmer für die Bank. Ahmed Madouni. Marcel vs. Kilian. Tijanis Visitenkarte. Was wird ihm zugetraut? Barock & protestantisch statt preußisch-nüchtern. Christoph Menz soll bleiben. Für eine polyvalente Abwehr.
Es gibt Choreografien, die sagen laut und deutlich: Mehr ist mehr. Fünf Tore sind zum Beispiel mehr als vier. Zartbitter war er trotzdem, dieser letzte Heimspieltag. Rostock hin oder her, ich sehe nicht gern, wie Steffen Baumgart vor Verzweiflung seine Mütze isst.
Düsseldorf hat einen uneinholbaren Vorsprung in der Elfmeterstatistik. Zwischen den Fortunen und Union steht es nach dem 32. Spieltag 14:7 nach gegebenen Strafstößen. Das Spiel ging ebenso verloren, wenn auch nicht so hoch: 2:1. Schade, wir hätten uns gerne gefreut. Aus Gründen.
Huch! Der an einer Oberschenkelverletzung laborierende Christopher Quiring machte gestern Vormittag mit der Mannschaft die Kraft- und Stabilisationsübungen mit. Gibt es etwa eine Blitzheilung? Nein, macht der Trainer klar: „Stabi ist wie Bauch-Beine-Po, das hat nichts zu sagen, wenn er da mitmacht“, so Fitness-Papst Uwe Neuhaus. Gut, dann hat Quiring wenigstens etwas für seine Figur gemacht.
Saison 2011/12, 31. Spieltag – Union gewinnt zuhause gegen Braunschweig 1:0, Simon Terodde hat ab sofort die meisten Tore, die kompliziertesten sowieso. Choreo gut, alles gut.
Zwei Spiele, eine Meinung. Der englischen Woche sei Dank frühstücken wir die 1:2 Niederlage beim FC St. Pauli und den 1:0 Sieg über Eintracht Braunschweig einfach in einem Podcast ab. Und mit Frühstück meinen wir natürlich Mittag, denn die Aufnahme fand am Samstag gegen 13 Uhr statt.
00:00 Min – Mannschaftsaufstellung im Stadion
23:06 Min – Erik von stpaulinu.de zu Ebbers Handspiel und Geständnis
45:01 Min – Torsten Mattuschka ist im Sack
65:13 Min – Simon Terodde zur Elfersituation
85:49 Min – Uwe Neuhaus zu Teroddes Torchancen
Fragen wurden unter anderem von Mathias Bunkus (Berliner Kurier) und Michael Kranz (BZ) gestellt.