Willkommen!

Seit Jahren freue ich mich auf ein Pflichtspiel des 1. FC Wundervoll gegen die Tante aus Charlottenburg. Unerreichbar. Da Olympiastadion und einziger ernstgenommener Fußballbezugspunkt in Berlin. Der Hauptstadtklub eben. Hier die Skandalnudel mit marodem Stadion und einem kleinen aber leidensfähigen Kreis an Anhängern. Da erfolgreich. Hier erfolglos. Die einzige Hoffnung auf ein Aufeinandertreffen war die Losfee für den DFB-Pokal.

Nun wird es also immer klarer. Hertha kommt in die zweite Liga. Für welche Dauer vermag kaum jemand zu beschreiben. Das wird eine Zäsur für den Klub, der auf diesen größten anzunehmenden Unfall nicht vorbereitet war. Aber das ist vielleicht auch eine Chance, wieder zu sich selbst zu finden. Ich freue mich jedenfalls auf die beiden Punktspiele. Und eines davon im Stadion an der Alten Försterei: Willkommen!

Wo freundliche Menschen sich gegenseitig gut verstehn.

In Küchen nämlich. In Küchen kann man sich fast alles erzählen, Küchen befördern die Gesprächskultur. Alles andere als Zufall also, dass wir uns mit Birger Schmidt, den Leiter des 11mm-Festivals, ebendort unterhielten. In seiner Küche nämlich. Über Fußball. Über Fußballfilme. Über Fußballfilmfestivals. Über Fußballfilmfestivalförderung. Und auch über das Belächeltwerden.

Birger beschäftigt sich neben dem Fußballfilmfest mit vielen, vielen Dingen – alle haben Ballbezug und brauchen Enthusiasmus. Er unterrichtet an der Alice Salomon Hochschule in Berlin zum Thema Sportsozialarbeit, engagiert sich im Berliner Fanprojekt und hat den “Brot und Spiele e.V.” mitgegründet. Fußball und Bildung. Fußball und Kultur. Weite Themenfelder, auf denen ein kleines, grasgrünes Fußballfilmfestival prächtig wächst und gedeiht.

Die Vielfalt der Fußballfilme hat Birger in England entdeckt, und wer jetzt “Mutterland” murmelt, hat der Phrase zum Trotz Recht. Es entstand daraus die Idee, solche Filme im Rahmen eines Filmfestes auch in Deutschland zu zeigen – dem British Council sei Dank wurde das möglich. Inzwischen ist das 11mm-Festival eine feste Größe, deren Arbeit auch von der Kulturstiftung des Deutschen Fußball-Bundes unterstützt wird.

Ihr seid mit dem Festival inzwischen im siebenten Jahr. Hattet ihr die Fortsetzung geplant, oder war es ursprünglich als einmalige Veranstaltung gedacht?

Wir haben gehofft, dass es weitergeht, aber wir sind nicht davon ausgegangen, dass es jährlich weitergeht. Wir dachten zunächst an “die großen Jahre”, Weltmeisterschaft oder Europameisterschaft. Wir sind aber bei den Recherchen auf so viele Filme gestoßen, und im gleichen Jahr kam das Fußballfilmlexikon mit über 700 Einträgen heraus – bis wir die alle gespielt haben … können wir noch ein paar Jahre machen. Da sind so irre und kuriose Sachen dabei – von Cartoons über Pornos bis zum Kinderfilm – wirklich jedes Genre wird abgedeckt. Es gibt sogar Western, bei denen Fußball eine Rolle spielt. Dadurch, dass wir so ein sympathisches Feedback auf die erste Veranstaltung bekommen haben, obwohl es nur englische Filme waren, fanden wir, das sollte weitergehen.

Ihr seht euch im Vorfeld des Festivals Unmengen Fußballfilme an. Einerseits: was kann es Schöneres geben. Andererseits: kommt irgendwann der Moment, in dem man einfach nicht mehr mag?

Den Punkt des Genervtseins erreicht man so etwa sechs Wochen vor dem Festival. Dann kommen noch Einreichungen, mit denen man nicht mehr gerechnet hatte, und man sieht ja eben nicht nur schöne Filme.

Ich fahr auch zu verschiedenen Filmfestivals und lass mich dort gerne belächeln, wenn ich frage, ob die auch Fußballfilme haben. Inzwischen ist es schon so, dass immer ein, zwei Fußballfilme auftauchen. Man sieht dabei aber auch, wie unterschiedlich die Geschmäcker sind. In Norwegen gab es 2006 einen Film, der hieß “Lange flache Bälle” und hatte in Norwegen über eine Million Zuschauer. Die Leute dort haben sich gebogen vor Lachen – wir haben den zweimal gesehen und uns gefragt: Was ist das denn? FC Venus ist dagegen ein richtig guter Film …

Welche Kriterien muss denn ein Film erfüllen, damit er bei euch auf dem Festival gezeigt wird?

Es reicht nicht, dass ein Ball durchs Bild rollt. Die Faszination Fußball muss im Mittelpunkt stehen, zumindest auf einer Erzählstrecke des Films. Gerade bei Spielfilmen ist es im Vergleich zum Dokumentarfilm schwer zu sagen: das ist ein Fußballfilm. Anhaltspunkte können sein, dass für den Protagonisten Fußball eine besondere Rolle im Leben spielt, oder dass das Umfeld stark fußballlastig ist, etwa bei einem Verein oder Stadtteil, der Fußball lebt.

Aber man kann auch Romeo und Julia als Fußballfilm erzählen. In mehreren Ländern gibt es das inzwischen. In der portugiesischen Version ist das Mädel beispielsweise Anhängerin von Benfica Lissabon, der Junge geht zu Sporting, und die Eltern verbieten den beiden zusammenzukommen.

Wie lange habt ihr gebraucht, bis ihr als ernsthafte Veranstaltung wahrgenommen wurdet, so dass sich eben auch die DFB-Kulturstiftung für euch interessiert hat?

Fünf Jahre hat’s gedauert. Letztes Jahr gelang der Durchbruch, sowohl auf der filmischen als auch auf der finanziellen Seite. Die Kulturstiftung war erstmals vor Ort. Besonders gefreut hat uns die Anerkennung für die Sachen, die uns am meisten wert sind. Beispielsweise dafür, dass wir engen Kontakt zum Publikum halten, die Leute begrüßen, was zu den Filmen sagen und Foyergespräche über die Filme anbieten. In diesem Jahr haben wir den Zuschlag erhalten, weil wir das Festival nicht nur in Berlin veranstalten, sondern damit bundesweit auf Tour gehen.

Sind die 11Freunde, die mit ihrer Arbeit andere Texte und Bilder als man zu sehen gewohnt war, in die deutsche Fußballlandschaft eingebracht haben, auch Wegbereiter eures Festivals, oder war das eher eine Parallelentwicklung?

Bei mir hat Nick Hornby eine große Rolle gespielt. Das war das erste Mal, dass es so eine Geschichte zwischen zwei Buchdeckeln gab. Er ist als erster so offensiv mit seiner Fußballbegeisterung umgegangen, darin hab ich mich wiedergefunden.

Phillip Köster kenn ich seit der Gründungszeit der 11Freunde. Sie haben vor uns angefangen, und ich fand das sehr, sehr wichtig und auch mutig, was sie gemacht haben. Insofern sind sie Wegbereiter.

Aber – und da muss ich nochmal auf die Insel zurück – solche Zeitschriften gab es in England schon in den tiefen Neunzigern, beispielsweise “When Saturday Comes”.

Was macht für Dich Fußballkultur aus, gerade im Zusammenhang mit dem Festival?

Man kann sich über bestimmte Phänomene nähern, oder über Zeitgeschichte. Wo gabs das erste Mal Fußball? In welcher Nation spielte das eine Rolle? Fußball hat aber auch viel Symbolhaftes, es hat mit Farben zu tun, mit Ausdruck und den Ritualen drumherum.

Wenn wir sagen, wir wollen ein fußballkulturelles Filmfest machen, müssen bestimmte Bausteine enthalten sein. Es kann nicht sein, dass wir nur Vereine oder Spieler porträtieren, sondern wir müssen darstellen, welche Rolle der Fußball in den einzelnen Nationen hat. Wir legen außerdem Wert darauf, Retrospektiven zu machen.

Gibt es aus deiner Sicht eine spezielle Berliner Fußballkultur?

Ich habe Berlin nur durch den Fußball kennengelernt. Ich bin 1987 von der Insel Fehmarn zum Studieren nach Berlin gezogen und habe erst beim TSC Friedenau, in den Neunzigern dann beim FC Internationale Fußball gespielt. 1994 habe ich beim Fanprojekt angefangen, und meine ersten Einsätze waren in Ahrensfelde und Marzahn.

Was mich an Berlin begeistert, ist die Vielfalt der Fankultur. Das Union-Phänomen ist für mich auch so ein Beispiel. Als ich nach Berlin kam, hatte ich nicht den Eindruck, dass Berlin eine Fußballstadt ist.

Den Eindruck habe ich aber immer noch.

Die Berliner haben von allem zuviel, es ist ihnen nicht gegeben, treu zu sein – da ist euer Verein eher die Ausnahme.

Die Leute bringen auch eher ihre Fußballvereine nach Berlin mit.

Ja, stimmt. Ich verteile mit meiner Tochter zusammen unser Programmheft in den Kneipen im Prenzlauer Berg, immer am letzten Spieltag vor Festivalbeginn, und es ist genau wie du sagst: wir sind losgegangen in Köln, an Bremen vorbei, dann HSV, Hertha, Schalke – das ist auch Berliner Fußballkultur.

Wir danken sehr für Kaffee & Kekse, vor allem aber für das, wovon Birger momentan am wenigsten hat: Zeit. Wir sehen uns im Kino!

Das 11mm-Festival, bei dem in diesem Jahr Afrika im Mittelpunkt steht, beginnt am Sonnabend, 13.März 2010 um 17:00 mit “Fimpen, der Knirps” im Kino Babylon in Mitte. Die Karten kosten 6,50 EUR.

Die Unioner werden vor allem an der Doppelvorstellung am Montag viel Freude haben. Ab 19:00 Uhr läuft der Stadionbauerfilm “Eisern vereint”, direkt im Anschluss folgt “Das Rudel”, ein Film über die Union-Ultras.

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Weiterbauen

Es ist so ruhig rund um das Stadion an der Alten Försterei. Hier und da wird ein bißchen gewerkelt. Der Rasen wird umsorgt. Brötchen gereicht. Fragen gestellt. Und die Spieler trainieren. Beschaulicher Alltag eines Zweitligavereins.

Am Mittwoch ereignete sich im Forsthaus allerdings folgendes: MK Medien Beteiligungsgesellschaft mbH (Michael Kölmel) verlängerte das zum 30. Juni dieses Jahres fällig werdende Darlehen um 15 Jahre. Bei diesem Darlehen geht es um fünf Millionen von insgesamt 15 Millionen Euro, die Kölmel Union geliehen hat, um wieder auf die Beine zu kommen. In der jetzigen Verlängerung wurden erfolgsabhängige Tilgungsziele vereinbart. Interessant ist, dass die MK Medien Beteiligungsgesellschaft das Darlehen ohne zusätzliche Zinsen verlängert hat. Das ist ungewöhnlich und sicherlich nicht nur aus Nächstenliebe geschehen. Die Verlängerung des Darlehens an sich war zu erwarten, da Kölmel ansonsten wie in Jena oder Leipzig seinem Geld hätte hinterschauen können. Aber wieso auf eine Verzinsung verzichten?

Auf der Mitgliederversammlung wurde der Stadionbau als identitätsstiftend und zukunftsweisend für den Verein gefeiert. Zusätzlich sorgte die auf den ersten Blick sehr positive Bilanz für gute Stimmung. Aber zur Zukunftsfähigkeit des Vereins gehört die Frage nach dem Schuldenabbau und dem weiteren Ausbau des Stadions dazu. Zehn Millionen Euro des Darlehens von Kölmel sind mit Rangrücktritt verbunden, werden also erst fällig, wenn Gewinn erwirtschaftet wird. Ob zwischendurch dafür weitere Zinsen anfallen, ist nicht bekannt. Durch diese Vereinbarung hat sich der Verein Luft verschafft. Spielraum für Investitionen im sportlichen Bereich, wie es zum Beispiel die Berliner Morgenpost sieht, sind nicht vorhanden. Es gab ja kein Geld geschenkt, sondern es muss nur später zurückgezahlt werden. Und die Vorstellung, Union hätte fünf Millionen Euro bereits zur Rückzahlung geparkt und könne sie jetzt anderweitig verwenden, ist schlichtweg naiv.

Präsident Dirk Zingler sprach auf der Mitgliederversammlung vom Bau der neuen Haupttribüne inklusive Funktionsgebäude. Baubeginn soll 2010 sein. Vor der Mitgliederversammlung gab es die Spekulation, Kölmel könnte sich von seinem Darlehen verabschieden und dafür in die Stadionbetreibergesellschaft einkaufen, wie es eigentlich mit der ISP vorgesehen war. Und damit ließe sich die Haupttribüne finanzieren. Dem erteilte Zingler eine klare Absage. Grundtenor: Die Gewinne sollen dem Verein zufließen. Daher sollte eine separate Vereinbarung mit Kölmel zum Darlehen erreicht werden und ein Investorenpool, dem sich Kölmel anschließen könne, den Neubau der Haupttribüne finanzieren. Auf der präsidialen To-Do Liste steht jetzt hinter Darlehen: ✔. Wenn sich hinter “Investorenpool finden” ein ebensolches Häkchen findet, können die Bagger wieder rollen.

Mosquera – ein zweiter Younga-Mouhani?

Stefan macht sich in Glasgow Gedanken um Mosquera und zieht eine Parallele zur Situation von Younga-Mouhani vor einiger Zeit.

Schlägt man die Zeitungen auf, so findet man fast alle Nachrichten bezüglich des 1.FC Union in Zusammenhang mit unserem jungen Stürmer, John Jairo „Mosquito“ Mosquera.

Der Sturm – sage und schreibe fünf etatmäßige Stürmer sind bei Union im Kader (Sahin, Jahn, Benyamina, Biran und Mosquera). Letzterer hatte in den letzten Wochen das zweifelhafte Vergnügen als einzige Sturmspitze zu fungieren. Das er seit sieben Spielen nicht mehr getroffen hat, zeigt allerdings, dass das nicht immer die beste Idee war. Er macht gute Wege und ist viel unterwegs und ohne Zweifel reißt er Räume auf – aber für wen? Sicherlich sticht Mosquito nicht so, wie in den ersten Wochen, aber das kann passieren. Viel wichtiger ist es was der Verein aus dieser Situation macht.

Uwe Neuhaus stellt sich seit einiger Zeit schützend vor den jungen Stürmer und stellt ihn auch ohne zählbaren Erfolg immer wieder auf. Ein Trainer, der sonst bis zum letzten Tag vor dem Spiel alles im Training fordert, bevor er die Aufstellung bekannt gibt. Mosquera darf immer ran. Welches Signal sendet das an die vier anderen Stürmer, die auch Ihre Chancen haben wollen. Sich beweisen und dem Klub helfen wollen? Das, was Neuhaus vor Wochen als Schutzhandlung für den jungen Stürmer aufgebaut hat, um ihm den Druck abzunehmen, schlägt jetzt genau andersherum durch.

Wir haben einen sehr guten Spieler in unseren Reihen, der vor einiger Zeit bereits durch eine ähnliche Situation gegangen ist. Younga Mouhani wurde immer wieder aufgestellt, obwohl nicht alles zusammenlief. Und das wurde dann beim Publikum irgendwann nicht mehr gut aufgenommen. Gegen den eigenen Spieler gepfiffen, Auswechlung lautstark gefordert und später beklatscht. Das Spiel auf Zeit für den Trainer und Mosquera neigt sich dem Ende zu. In den letzten Spielen wurden bereits andere Stürmer lautstark gefordert und ich persönlich kann mir nicht vorstellen, dass sich dass positiv auf Mosquera auswirkt. Es können jetzt genau drei Dinge passieren:

Mosquera trifft und alle sind glücklich. Neuhaus setzt ihn auf die Bank und alle sind erstmal ruhig oder er bringt ihn und er trifft nicht – und dann hoffe ich auf gutes Ende und mehr Besonnenheit beim Publikum, als es damals bei Younga Mouhani der Fall war…

In diesem Atemzug will ich mal auf die Fantastischen Vier und den Song „Troy“ verweisen:

du hattest gute zeiten
wir waren mit dabei
wir werden dich begleiten
wir bleiben troy

du hattest schlechte zeiten
und wir war’n auch dabei
wir werden dich begleiten
wir bleiben troy

In diesem Sinne: Und niemals vergessen Eisern Union!

Aufwand betrieben

5 Stürmer. Null Tore. 5Ziegen. 4Männer.

Im Podcast wird natürlich darüber diskutiert, wie man Stürmern das Toreschießen beibringen kann. Gesellschaft leistet uns dabei wieder der Starreporter vom Berliner Kurier, Mathias Bunkus, der die These aufstellt, dass Union noch kein Ausbildungsverein sei, weil man sich noch nicht in der 2. Liga etabliert habe und dass man den Durchbruch zum Profi eher nicht im Heimatverein schaffen wird.

Falls Ihr herausbekommt, wer von den verbissenen GO-Spielern im Hintergrund gewonnen hat, gebt Bescheid. Der nächste Podcast dann wieder aus einer Berliner Küche.

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Schlagzeilen.

Pleiten, Pech und Pannen. Alles so schön geplant. Kurztrainingslager auf echtem Rasen, Teambuilding und mal schnell noch drei Punkte beim Tabellenletzten mitnehmen. Friede, Freude Eierkuchen. Und dann schön Ruhe haben.

Manchmal hilft die beste Planung nicht. Und alles, was man anfässt, geht schief. Wir unterhalten uns über das Spiel auf dem Dorfanger in Ahlen und über die Figur, die die Verantwortlichen des 1. FC Wundervoll bei der Berichterstattung zum Überfall auf Spieler am Rande des Spiels Schalke gegen Dortmund abgegeben haben.

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Motivationskrise.

So zeichnet kein fröhlicher Mensch.

Verschiedene Perspektiven einer teambildenden Maßnahme

Manchmal ist es ganz interessant zwischen den Zeilen zu lesen. Daniel Göhlert, heute gegen Ahlen mit Gelb-Rot vom Platz gegangen, schrieb im Trainingslagertagebuch vom Besuch des Spiels Schalke – Dortmund:

“Erst kommt man nicht hin – dann kommt man nicht weg. Obwohl wir pünktlich los gefahren sind, haben wir es gerade so zum Anpfiff geschafft und bis man nach Abpfiff wieder losfahren kann, geht auch eine halbe Ewigkeit ins Land. Wir waren dementsprechend spät im Hotel, für unsere Verhältnisse jedenfalls… “

Die Berliner Morgenpost schilderte die Ereignisse, die die Abreise aus der Werbename-Arena verzögert haben, gespickt mit vielen Konjunktiven etwas anders:

Nach Informationen von Morgenpost Online wartete eine Gruppe von zehn bis 15 Schalker Hooligans am Mannschaftsbus und griff die Berliner an, als diese ihr Gefährt besteigen wollten. Spieler und Trainer flohen daraufhin über den Parkplatz und versteckten sich hinter parkenden Autos. Mittelfeldspieler Hüzeyfe Dogan soll bei der Attacke ein blaues Auge erlitten haben, außerdem soll ein weiterer Spieler leicht verletzt worden sein.

Mal abwarten, was sich hieraus noch ergibt.

[Update]: Von Vereinsseite wird es keine Stellungnahme zu dem Text aus der Morgenpost geben. Pressesprecher Christian Arbeit gab an, dass es keine Anzeige bei der Polizei gegeben habe und kommentierte die Meldungen mit “Alles Quatsch!”.

[Update 01.03.2010]: Mathias Bunkus schreibt im Berliner Kurier sehr nüchtern:

Bei diesem Trip hat auch gar nichts geklappt. Erst geriet das Team am Freitag nach dem Besuch des Spiels Schalke gegen Dortmund mit Fans in eine Auseinandersetzung. Am Ende zierte ein Veilchen Hüzeyfe Dogans Auge. Am Sonnabend zog Dominic Peitz beim Torschusstraining durch – Carsten Busch brach sich Schien- und Wadenbein. Das wieder ließ Kenan Sahin ausrasten – Tribüne in Ahlen. Keinesfalls aus disziplinarischen Gründen, so Neuhaus.

[Update 02.03.2010]: Entgegen ersten Ankündigungen hat der Verein am 01.03. doch eine offizielle Mitteilung herausgegeben. (Danke an Keano für den Hinweis in den Kommentaren.)

Erste Halbzeit: Nicht viel. Zweite Halbzeit: Gar nüscht.

Nachdem wir Flo zum Spiel befragt hatten, war alles gesagt. Wir haben dann trotzdem noch ein bißchen weiter erzählt. Aus Gewohnheit eher. Über Auswechslungen, die wir nicht verstanden haben, über das ewige Stürmer-Thema, über Abschlussschwäche, über Wetter, über Zufriedenheit mit Spielverläufen. Das haben wir aber alles rausgeschnitten & weggeworfen, denn das einzig skandalöse an dem Spiel waren doch eigentlich: die Trikots! Endlich mal wieder ein Podcast über die wichtigen Dinge im Leben: Anziehsachen! Textilvergehen galore!

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Magic Stuff

Was der Reporter beim Berliner Kurier kann (Das ist der Stuff, aus dem die eisernen Träume sind) können wir in unseren Überschriften auch.

Im Podcast nach dem Sieg gegen Koblenz beschäftigen wir uns gemeinsam mit Mathias Bunkus (Berliner Kurier) als Gast natürlich mit der Leistung von Carsten Busch im Tor und der Zukunft auf der Torhüterposition beim 1. FC Wundervoll. Den zweiten Schwerpunkt bildet Christian Stuff, der nicht nur Tore erzielen kann sondern auch einen Beitrag über die Unionfans schrieb. Er schoß sicher auch zur Überraschung der Koblenzer Hintermannschaft das entscheidende Tor mit dem Fuß und bildete erneut gemeinsam mit dem Kapitän Daniel Göhlert die aus der dritten Liga gewohnte Innenverteidigung. Wir gehen der Frage nach, welches Saisonziel Union ausrufen sollte oder ob der Verein gut daran tut, damit sehr konservativ zu verfahren. Und zum Schluß schauen wir trotz der drei erzielten Tore in unserem Sturm nach, wer mal wieder für einen Treffer gut wäre. Das ganze, wie immer bei Heimspielen, garniert mit O-Tönen.

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