Zwei Trainingsstarts sind besser als gar keiner

Gestern ging das Training für die Mannschaft wieder los. Und wie das so ist, wenn der Trainingsstart in der Woche ist, sind halt nicht so viele da, denn 10 Uhr morgens ist halt Schule, Uni, Ausbildung, Arbeit. Da kann man natürlich trotzdem eine Geschichte daraus machen, wie BZ/Bild das tun, dass nur eine Person beim Trainingsauftakt ist. Und irgendwie kann sich Union wegen dieser Spitzfindigkeit selbst an die Nase fassen, weil sie in der Ankündigung für den Event am Sonnabend geschrieben haben: “Am Samstag, dem 24. Juni 2017 um 15:30 Uhr bittet Cheftrainer Jens Keller die Profis des 1. FC Union Berlin zum ersten Training nach der Sommerpause.”

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“Wenn du infrastrukturell nicht Schritt hältst, ist das ein großes Problem”

Die Pläne zum Stadionausbau dominieren alles heute morgen. Und das vollkommen zurecht, werden sie doch in wenigen Jahren ändern, wie wir Fußball bei Union erleben. Wer nicht weiß, was Union vorhat, dem empfehle ich diesen erklärenden Text, in dem ich versuche die grundlegenden Veränderungen darzustellen. Aber vielleicht zunächst mal die Reaktion der rund 4.000 Unioner nach der Vorstellung der Stadionpläne:

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So soll das neue Stadion an der Alten Försterei aussehen oder wie Dirk Zingler sagt: “Affengeil”

Dirk Zingler schaute ernst. Etwas zurückgelehnt im weißen Hemd, das Sakko hatte er angesichts der hohen Temperaturen in der Eisern Lounge bereits ausgezogen, beobachte der Union-Präsident den Film, den er bestimmt schon zig Mal in verschiedenen Varianten gesehen hatte. Aus seinem Blick war nicht zu schließen, was in dem Moment in ihm vorging. Auch zwei Plätze neben ihm versuchte Dirk Thieme jegliche Regungen zu verbergen. Der Vorstandsvorsitzende der Stadion AG legte aber während des Films seine Hand vor den Mund, fast so als würde er sich selbst nicht trauen, seinen Gefühlen gegenüber die Oberhand zu behalten. Und es war auch schwer. Der Pathos tropfte kräftig vom Monitor und aus den Lautsprecherboxen, sei es durch Bilder aus der Vergangenheit des Stadions seit 1920, sei es durch mitreißende Spielszenen, die wir alle hier miterleben durften oder einfach nur durch die sehr getragene Musik, zu der auch Bruce Willis in Slow Motion mit seiner Crew zur bereitstehenden Rakete hätte schreiten können, um in den nächsten Minuten nicht weniger als den kompletten Planeten zu retten.

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Warum dauert der Wechsel von Akaki Gogia eigentlich so lange?

Okay, der wichtigste Termin findet heute Abend statt, wenn um 19.30 Uhr endlich die Pläne zum Ausbau des Stadions und der Entwicklung der Infrastruktur auf dem Stadiongelände vorgestellt werden. Die Eckpunkte kennen wir: Mehr Sitzplätze (auf insgesamt 8000, wie die auch von Union mitverabschiedete Lizenzveränderung vorschreibt) und mehr Stehplätze, so dass das Fassungsvermögen auf über 30.000 steigt, um der aktuell hohen Auslastung gerecht zu werden (Morgenpost). Dazu dürfte das Fanhaus kommen und von einem Bürogebäude für die Mitarbeiter war ja auch mal die Rede. Interessant wird werden, in welchem Zeitraum das umgesetzt wird und wie hoch die Einschränkungen im laufenden Ligabetrieb werden. Das heißt aber nicht, dass morgen schon im Stadion Hacke und Spaten in die Hand genommen werden. Pressesprecher Christian Arbeit hatte schon im vergangenen Jahr von einem Baubeginn frühestens im Sommer 2018 gesprochen. Das dürfte an den Genehmigungen liegen. Vielleicht werden die einfach zu genehmigenden Bauten (Fanhaus, Bürogebäude) vorgezogen. Heute Abend sind wir schlauer.

Hier ein Rückblick darauf, wie das Stadion im Jahr 2000 noch vor Errichtung der Flutlichtmasten aussah:

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#TeamLeistner

Während ich heute noch herumschlawinern darf und mir ein langes Wochenende gönne, stehen für die Spieler heute die ersten Medizinchecks an. Ob wie früher bei Tusche an der Waage noch das falsche Gewicht aufgeschrieben werden darf, weiß ich nicht. Vielleicht lässt man die Waage die Daten mittlerweile lieber unbestechlich direkt an den Computer senden 😇

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Eroll wechselt nach Sandhausen und null News von Toni Leistner.

BZ und Kurier vermelden, dass Eroll Zejnullahu seinen Vertrag bei Union verlängert und gleichzeitig für ein Jahr an Ligakonkurrent SV Sandhausen ausgeliehen werde. Ich persönlich finde das nicht so schade, wie es der Kurier in seinem Tweet schreibt, sondern angesichts der Situation für Eroll (wenig bis keine Spielpraxis) eine gute Lösung. Und auch für Union ist das eine Variante, die alle Optionen in der Zukunft offen lässt. Wenn wir einfach einmal daran denken, wie das Unionteam aussehen könnte, sollte die Mannschaft in der nächsten Saison nicht aufsteigen, kann ich mir vorstellen, dass einige Leistungsträger zum Beispiel im zentralen Mittelfeld den Verein wechseln. Gesetzt den Fall, dass Eroll Zejnullahu in Sandhausen gut zurecht kommt, wäre ein Platz für ihn da. Und selbst für den Fall, dass es ihn danach woanders hin zieht, hat Union die Möglichkeit eine Ablöse zu erzielen. Alles in allem ist das eine pragmatische und professionelle Lösung. Mal sehen, ob und wann Union diese Meldung bestätigt. Eroll hat es jedenfalls in der BZ schon getan.

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Sag, wie hältst du es mit Union im Fernsehen?

Ich hatte mich gestern hier im Textilvergehen über die hohen Systemgebühren beim Dauerkartenkauf gewundert. Dazu gehört natürlich auch die Wahrheit, dass sie bereits im vergangenen Jahr so hoch waren. Ich persönlich fand diese Diskussion unter dem gestrigen Artikel auf Facebook ganz interessant. Dieser Thread macht bestimmte Zwänge deutlich, denen sich Shop-Anbieter ausgesetzt sehen. Natürlich kann man alles selbst anbieten, trägt aber damit neben anderen Kosten auch das finanzielle Risiko und die Kosten für Inkasso selbst. Mir würde es ja erst einmal schon reichen, wenn die Systemgebühr beim Kaufvorgang ausgewiesen wird, so dass ich mich nicht wundere, warum meine Karte plötzlich beim Bezahlen 8 Euro mehr kostet als bei der Auswahl ausgewiesen waren. Der Rest sind Entscheidungen, die Union als Shopanbieter für sich selbst treffen muss. Und bei allem Gemosere muss ich auch festhalten: Es funktioniert alles. Und das ist das wichtigste.

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Von einer hohen Systemgebühr beim Online-Dauerkartenkauf und ein paar Worte zum Stadionausbau

Gestern ging es los mit dem Dauerkartenverkauf für die nächste Saison und wenn die vergangene Saison durch ihre hohe Stadionauslastung und die für die Saison 2018/19 veränderte Dauerkartenvergabe (Reservierung nur noch für Mitglieder) etwas Positives für Union hat, dann wohl, dass sich vielleicht noch nie so zeitig so viele Unioner um die Dauerkarten bemüht haben. Die Schlange vor dem Zeughaus sah schon beeindruckend aus:

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Von Dämonen und Tigern. Die Menschen bei Union und ihre Saison 2016/17.

Back Home

Jens Keller schaute das erste Mal auf die ausverkauften Ränge der Alten Försterei, auf denen die Fans an diesem Abend besonders sangesfreudig waren. Er hatte erwartet, dass es laut werden würde. Schließlich hatte er Champions-League-Erfahrung. Doch das hier war mehr. Zu seiner Rechten summten die Fans von Dresden in schwarz-gelb wie tausend und ein paar wütende sächsische Hornissen. Überall sonst im Stadion: die Unioner in rot und weiß oder in schwarz. Die altmodisch wirkenden Ränge der Alten Försterei waren zum Bersten voll mit Fans, dicht aneinander gedrängt. Von ganz oben auf den Rängen, wo man sich eigentlich nur um 180 Grad drehen müsste, um den steilen Hang hinunter zu pissen – bis hin zum, nur von einen roten Stahlzaun getrennten, Spielfeldrand.

Die Waldseite vor dem Anpfiff des Heimspiels gegen Dresden, Foto: Tobi/unveu.de

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