Über Daniel Roßbach

Daniel geht zu Union, aber schon auch zum Fußball. Im Podcast und im Blog ist er für die taktische und philosophische Perspektive zuständig. Seine Taktikanalysen erscheinen mittlerweile auch hier auf Textilvergehen, das Archiv davon gibt es noch immer in Daniels altem Blog Eiserne Ketten, dem Zentralorgan des Eroll-Zejnullahu-Fanclubs.

Union bittet Fans, bei den nächsten Spielen nicht zum Stadion zu kommen

Nachdem beim Spiel von Union gegen Schalke einige Fans die Mannschaft hörbar von außerhalb des Stadions angefeuert haben, stellte sich natürlich die Frage, ob das zu einem problematischen Beispiel werden könnte, und es demnächst zu Versammlungen kommen könnte, bei denen Abstandsregeln nicht mehr eingehalten werden. Deshalb gibt es von Union jetzt die öffentliche Bitte an Fans, zu Spielen nicht zum Stadion zu kommen. Das schreibt die BZ, die Christian Arbeit entsprechend zitiert. Auch die Berliner Zeitung schreibt darüber.

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Eine bessere Leistung macht das Unentschieden gegen Schalke bitterer

Das Unentschieden des 1. FC Union Berlin gestern gegen Schalke war eins dieser Spiele, in denen das Ergebnis schlechter war als die Leistung der Mannschaft. Nun kann man zu negativen Ergebnissen verschiedene Haltungen einnehmen, besonders wenn sie trotz besserer Leistungen zustande kommen, und sich entweder über die trotz-des-Ergebnisses ordentliche Leistung freuen, oder es umso schlimmer finden, dass diese Leistung sich nicht in etwas zählbarem widerspiegelt. Ich war gestern auf jeden Fall auf der unzufriedenen Seite der Angelegenheit.

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Anthony Ujah schreibt über seine Erfahrungen mit Rassismus in Deutschland

“Das sind Geräusche, die man nicht missversteht. Das haben wir schon zu oft gehört.” Das sagt Anthony Ujah heute über rassistische Verhöhnungen in einem Text von ihm, der in der FAZ erschienen ist. In dem Text schildert Ujah, wie er als schwarzer Mensch Rassismus in Europa erlebt hat, wie er deswegen über die Zukunft seiner Kinder nachdenkt, und wie er aus dem Protest gegen Rassismus überall auf der Welt in den letzten Wochen Hoffnung schöpft.

Anthony Ujah Rassismus

Fussball, Herren, Saison 2019/2020, 1. Bundesliga (26. Spieltag), 1. FC Union Berlin – FC Bayern München (0:2), Anthony Ujah (1. FC Union) vor dem Spiel, 17.05.2020, Foto: Matthias Koch/1. FC Union Berlin/Pool

Und auch wenn Ujah schreibt, dass es jedem Mensch selbst obliegt, wofür, gegen welche Ungerechtigkeit, man sich engagiert, bleibt das Fazit: “Nichtstun ist das Problem. Die Lösung ist: etwas zu sagen, etwas zu tun.”

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Union kann nur seinen Plan wieder besser umsetzen

Die Spiele seit der Unterbrechung der Bundesliga haben für Union nur einen Punkt aus vier, zugegeben ziemlich schwierigen, Spielen gebracht. Auch wenn man in dieser Schwächephase von dem Vorsprung auf die Abstiegsplätze zehren konnte, den sich die Mannschaft in der Saison bisher erarbeitet hat, bedeutet das zunehmend eine sportlich kritische Situation.

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Trainer Urs Fischer muss einen Weg zu mehr Torgefahr finden, Photo: Matze Koch

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Auch Unions beste Leistung gibt Union gegen Gladbach nur eine kleine Chance

Union spielt heute im dritt-letzten Auswärtsspiel der Saison in Gladbach. Und das, natürlich, immer noch ohne Unioner*innen im Gästeblock. Ja, es ist inzwischen nichts neues mehr, dass die Spiele der Bundesliga ohne Publikum stattfinden. Aber gerade mit Blick auf ein solches Spiel, und die Auswärtsfahrt, die uns damit entgeht, muss man eben hin und wieder sagen, dass das Mist ist – ob notwendig oder nicht.

Union Bremen Auswärtsblock

Union auswärts. Photo: Daniel Roßbach

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Sebastian Polter tut sich mit einer Gegendarstellung keinen Gefallen

Das Zerwürfnis mit Sebastian Polter, das sich seit seinem Interview vor einigen Monaten angedeutet hat und dessen Zuspitzung in den letzten Tagen mit zwei Mitteilungen des Vereins öffentlich wurde, wird Union noch lange nachhängen. Denn Sebastian Polter war eben ein prägender Spieler bei Union in den letzten sechs Jahren. Das sieht man daran, dass er seit 2014 für Union 101 Mal gespielt, und dabei 44 Tore geschossen hat (im Schnitt 0,55 Tore pro 90 Minuten – sowohl für seine Union-Karriere insgesamt als auch für diese Saison). Dass Union immer eine bessere Torbilanz hatte, wenn Sebastian Polter auf dem Platz stand, als wenn er nicht gespielt hat. Aber auch daran, dass jemand wie unser Freund Jacob Sweetman diesen Text über ihn geschrieben hat.

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Union gegen Mainz: Anstrengend und ohne richtige Belohnung

Irgendwann gestern Abend gab es auf Twitter den Moment, in dem das Spiel gegen Mainz die Erinnerung an den Aufstieg als Hauptthema abgelöst hat. Aber auch während des dritten Geisterspiels konnte man vielleicht hin und wieder Bezüge dazu herstellen, wie Union damals um ein Unentschieden gekämpft hat.

Aber natürlich könnten die Gefühle, mit denen man diese Spiele verfolgt hat, irgendwie dann doch nicht unterschiedlicher sein. Denn dieses schlussendliche 1-1 war einfach nur sehr anstrengend anzusehen, natürlich ohne die Unterstützung der Mannschaft als Kanal für die eigenen Emotionen, aber auch ohne die Momente, die dafür entschädigt hätten, dieses Spiel durchzumachen. Also, abgesehen von dem ersten Tor für Union in diesen seltsamen Spielen, das dann auch sehr seltsam gefallen ist, und vor allem eine Erleichterung war.

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Was kann Union bis Mittwoch reparieren?

Auch wenn Urs Fischer nach dem Spiel am Freitag vor allem von individuellen Fehlern gesprochen hat – die Niederlage gegen Hertha hatte auch einige systematische Gründe. An diesen systematischen Problemen müssten Mannschaft und Trainer nun eigentlich arbeiten, aber mitten in einem eng getakteten Spielbetrieb mit englischen Wochen wie dieser wird das alles andere als einfach. Ich bin daher gespannt, welche Anpassungen wir am Mittwoch im Spiel gegen Mainz sehen werden. Genau darüber haben wir gestern auch im Podcast gesprochen, in dem Till Oppermann (RBB, Cavanis Friseur) zu Gast war:

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Wir wären trotzdem gern da gewesen

Und ich dachte, ich hätte vor dem Spiel wenig Lust auf dieses Derby gehabt. Nun, Union hat das Derby gestern sehr klar und verdient mit 4-0 verloren. Aber obwohl die negativen emotionalen Ausschläge dieses Spiels sehr viel stärker gewesen wären, wenn ich gestern in Charlottenburg gestanden hätte, wäre ich trotzdem viel lieber dort gewesen, um die Mannschaft in diesem Spiel zu unterstützen. Selbst nach so einem Spiel.

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