Trainingsstart bei Union und Karsten Heine wird 65 Jahre

Heute geht das Training wieder los. Aber wer glaubt, dass wir damit wieder den Boden der Normalität betreten,irrt. Wir tasten uns langsam heran. Vielerorts wird überlegt, wie die Maßnahmen gegen die ungehemmte Ausbreitung des Coronavirus gelockert werden können, ohne gleichzeitig die Ansteckungsgefahr sofort wieder zu erhöhen. Das Training wird erst einmal zwei Tage nur aus Tests bestehen, wie BZ/Bild und der RBB schreiben.

Konkret geht es darum, den Zustand der Spieler festzustellen und entsprechend das Training anzupassen. Das alles passiert nicht mit dem ganzen Team, sondern nur mit wenigen Spielern gleichzeitig. Auch in den folgenden Tagen wird nur in Kleingruppen trainiert. Ziel ist die Wiederaufnahme des Punktspielbetriebs im Mai, wobei die nächste DFL-Versammlung am 17. April uns mehr Klarheit geben wird, ob das realistisch ist.

Etwas bedauerlich ist, dass wir nun auf die wittzigen Videos von Rafal Gikiewicz verzichten müssen. Gestern veröffentlichte er das letzte seiner ganz persönlichen Sommer- und Winterspiele.

Von der Eleganz kommt er nicht ganz an Katharina Witt heran:

Der Kicker berichtet in seiner Montagsausgabe davon, dass Rafal Gikiewicz die Frist, sich bis Ende März für einen Verein entscheiden zu wollen, gerissen hat. Das ist nicht verwunderlich. Denn das dürfte nicht der einzige Plan gewesen sein, der der Coronakrise zum Opfer gefallen ist. Dafür soll der Keeper nun wohl doch bereit sein, einen Vertrag bei Union für die erste und zweite Liga zu unterschreiben. Für ein entsprechendes Gehalt.

Sollte das passieren, dürfte sich auf den Positionen dahinter einiges ändern. Schließlich wollte Moritz Nicolas, der von Mönchengladbach ausgeliehen ist, bei Union Spielpraxis sammeln. Jakob Busks Vertrag läuft dagegen aus. Und Lennart Moser, der über Cottbus an Brügge verliehen wurde, spielt nicht mehr, weil die belgische Liga für beendete erklärt wurde.

Der Kurier schreibt, wie es der Abseitsfalle in der aktuellen Krise geht und ihr Geisterspiele nicht nützen.

Karsten Heine wird 65

Heute wird Karsten Heine 65 Jahre alt. Der frühere Spieler und Trainer von Union ist mittlerweile eher durch seine lange Zeit bei Hertha im Nachwuchs bekannt. Jetzt trainiert der die VSG Altglienicke in der Regionalliga Nordost. Die Morgenpost bringt einen extra Text zum Geburtstag.

Aufstiegsspiel 1.FC Union Berlin - FC Hansa Rostock 1: 1: Karsten Heine (l.) setzt sich gegen seinen Rostocker Gegenspieler durch. Foto: Bundesarchiv, Bild 183-R0619-024 / Mittelstädt, Rainer / CC-BY-SA 3.0

Aufstiegsspiel 1.FC Union Berlin – FC Hansa Rostock 1: 1: Karsten Heine (l.) setzt sich gegen seinen Rostocker Gegenspieler durch. Foto: Bundesarchiv, Bild 183-R0619-024 / Mittelstädt, Rainer / CC-BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Union in Podcasts

Wir haben gestern unsere aktuelle Podcast-Episode aufgenommen und diskutieren über die Berichte von Proficlubs in Finanznöten (Kicker). Aber vor allem haben wir uns die RBB-Doku “Kiek an!!” zum Stadionau und Aufstieg 2009 (gibt es noch hier bei Amazon) angesehen und schwelgen ganz schön in Nostalgie. Denn wir haben im Prinzip noch jeden Spieler vor Augen und eine Geschichte zu ihm im Kopf. Dort wird sicher auch für immer der Name der slowakischen Firma Omnec abgespeichert sein, die aus dem Stadionbau am Ende ein Rennen gegen die Zeit gemacht hat, weil sie das Dach einfach nicht montierte.

Etwas kurios am Film war, dass das fertige Stadion und das Eröffnungsspiel gegen Hertha BSC nicht dabei waren. Aber das lag daran, dass die DVD kurz vorher in den Handel kam. Ich habe gestern aber tatsächlich noch ein Bild vom Programmheft gefunden, das ich damals gemacht habe.

Programmheft zur Stadioneröffnung gegen Hertha BSC 2009, Foto: Sebastian Fiebrig

Programmheft zur Stadioneröffnung gegen Hertha BSC 2009, Foto: Sebastian Fiebrig

Gestern erschien auch noch eine aktuelle Episode der Alten Podcasterei. Ich glaube, dass wir alle gerade das unglaubliche Bedürfnis zum Reden haben und deshalb trotz Spielpause jede Woche eine Folge herausbringen.

Ebenfalls gestern erschienen ist eine Episode des Hörfehlers, eines Podcasts über Fußballgeschichte und Fußballkultur. Es geht wieder über den 1. FC Union Berlin und dieses Mal ist Tim Pritlove zu Gast, der in den 2010ern endgültig bei Union landete. Mir hat sehr daran gefallen, dass Tim nicht in der Vergangenheit schwelgte, wie das beim Fußball oft der Fall ist und was uns allen auch gefällt. Nein, er hat die ganze Faszination Union aus der Gegenwart heraus erklärt. Den Sinn für Gemeinschaft, die Konzentration auf das Wesentliche beim Fußball, nämlich das Stadionerlebnis, und vor allem eine ganze Prise von “Wir haben uns da was überlegt und machen das jetzt so”. Wäre ich nicht schon in Union verliebt, so wäre es nach dieser Podcastfolge um mich geschehen.

Union-Geschichte gibt es im Hörfehler-Podcast auch. Bereits im Oktober des vergangenen Jahres erschien diese Folge mit Unions Vereinschronisten Gerald Karpa.

Die deutschsprachige Prager Zeitung hat sich bereits Anfang März auf die Spuren des Ortes Sadova in Berlin zu machen und ist natürlich auch auf das Stadion an der Alten Försterei gestoßen, dass früher als Sportpark Sadowa bekannt war. Wir haben in unserem Union-Geschichtspodcast Und niemals vergessen auch einmal eine Episode zu diesem Thema veröffentlicht.

8 Gedanken zu „Trainingsstart bei Union und Karsten Heine wird 65 Jahre

  1. Der Trainingsstart in Kleingruppen irritiert mich ein wenig. Mit welcher Begründung ist das denn von den Behörden erlaubt worden? Es widerspricht doch den aktuellen Verfügungen des Senats. Wer kann helfen?

  2. Beteiligung von Aroundtown am Stadion würde über eine Kapitalerhöhung gehen. Einer Kapitalerhöhung müssen die Aktionäre mehrheitlich zustimmen. Eine AG kann sich eine Kapitalerhöhung auch per Vorratsbeschluss genehmigen lassen; d.h., die Abstimmung darüber könnte also eventuell sogar schon eingeholt worden sein.

  3. “die Abstimmung darüber könnte also eventuell sogar schon erfolgt und die Zustimmung eingeholt worden sein” sollte es heißen. Ich wollte mich kurz fassen :-)

  4. Ein Vorratsbeschluss zur Kapitalerhöhung würde aber einen entsprechenden Beschluss der Hauptversammlung voraussetzen. Das wäre dann quasi öffentlich und laut Bundesanzeiger sahen die Tagesordnungen der HVs zumindest seit 2012 keine entsprechenden Beschlüsse vor.

  5. @Sebastian, die Begründung für die Ausnahmegenehmigung würde mich schon interessieren. ^^ Der 15.3. ist ja schon eine wenig her und seitdem wurden die Einschränkungen noch mal verschärft.

    Danke für den Link.

  6. Naja, die machen einfach ihre Arbeit und trainieren in Kleingruppen und sicher auch unter Einhaltung von Sicherheitsabständen. Also warum nicht ? Machen viele andere Arbeitnehmer in Deutschland auch.

  7. @jacek: Danke. Da ich es nicht mehr genau wusste und heute Mittag keine Zeit zum Nachsehen hatte habe ich absichtlich im doppelten Konjunktiv formuliert.

    Damit ist die Sache klar. Aktuell liegt kein entsprechender Vorratsbeschluss vor. D.h., Kapitalerhöhung wenn, dann nur nach vorheriger Einberufung einer Hauptversammlung der Stadion AG; ggf. auch außerordentlich (wohl im Notfall).

    Theoretisch könnte der Verein auch Anteile verkaufen – aber das würde wohl kaum der Intention entsprechen, frisches (Eigen-)Kapital von außen zuzuführen.

    Könnte sein, dass der Verein für die Zukunft das Nicht-Vorhandensein eines Vorratsbeschlusses als Nachteil ansieht und zur nächsten HV einen solchen Antrag zur Abstimmung stellt. Per se ist das erstmal nichts Schlimmes. Viele “normale” AGs lassen sich regelmäßig solche Vorratsbeschlüsse absegnen – schlicht um im Falle eines Notfalles schneller handlungsfähig zu sein.

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