#390 – Vor Hertha hatte ich auch mal mehr Respekt

Union gewinnt erstmals zu Hause ein Derby gegen Hertha und doch dominieren danach andere Themen. Wir bringen unser Unwohlsein zum Ausdruck differenzieren aber zwischen den verschiedenen Vorfällen. Und wir freuen uns über den Sieg. Und ja, das war ein Elfmeter.

Anthony Ujah kickt nach dem Derby gegen Hertha ein Leuchtgeschoss vom Rasen, Foto: Matze Koch

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Fehlt Union eine Fußball-DNA?

Wenn Unioner*innen der Außenwahrnehmung des Vereins begegnen, geht es meistens eher um alles, was um den eigentlichen Fußball herum passiert. Insofern war der “drei90 Brandfactor” der Podcast-Kollegen von Drei90 tatsächlich inhaltlich ganz interessant, weil es dabei auch um das Sportliche an sich ging (und darum, dass die Leute aus der Frankfurter und Kölner Provinz mit Berlin nicht klar kommen, aber gut).

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Stimmung bei Union: Brauchen wir die Mikros der Capos oder stören sie?

Da Union heute noch trainingsfrei hat und wir die großen sportlichen Themen (Wie ist die 1:2-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt einzuordnen? Akaki Gogias Kreuzbandriss) bereits behandelt haben, würde ich mich heute mal einem Thema widmen, dass für viele im Stadion seit dem ersten Heimspiel sehr stark ins Stadionerlebnis eingreift und das wir im letzten Podcast mal kurz thematisiert hatten: Die Mikrofone der Capos auf der Waldseite. Gegen Leipzig waren wir von der Lautstärke noch überrascht, aber selbst nach dem vierten Heimspiel wirkt es noch befremdlich, jenseits der Waldseite die Stimme des Capo zu hören, aber ihn nicht vor sich zu haben.

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Oliver Ruhnert will bald mit Urs Fischer verlängern

Im aktuellen Kicker-Heft wird Unions Manager Oliver Ruhnert viel zum großen Kader befragt. Ich weiß nicht, ob er dazu seit Juni/Juli schon feste Antworten parat hat, denn besonders neu ist das Thema nicht. Aber gleichzeitig gab es natürlich schon intern den Wunsch die Größe bis Transferschluss zu reduzieren. Das hat nicht geklappt und deshalb sind Fragen, wie man nun damit umgeht, sehr berechtigt. Der Manager sagt, dass es vor allem daran lag, dass der Reiz der Bundesliga für die Spieler größer gewesen sei, als es im Zweifel woanders zu versuchen. Und ganz ehrlich: Das kann ich verstehen. Gleichzeitig sagt er aber auch: “Es soll nur bitte auch kein Spieler ankommen und jammern, dass der Kader zu groß wäre, weil jeder Spieler ja auch die Möglichkeit gehabt hätte, nicht Teil des Kaders zu sein.”

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Was meint Dirk Zingler damit, wir sollten nicht permanent versuchen, anders zu sein?

Gestern Abend waren Manager Oliver Ruhnert und Trainer Urs Fischer beim Fantreffen  im Stadion, das wegen der warmen Temperaturen draußen auf der Tribüne stattfand. Über Inhalte des Gesagten wird wie immer nicht geredet (ich bin gespannt, ob dieses eingeübte Verhalten in der Bundesliga noch Bestand haben wird, wünsche es mir aber sehr, weil das ein tolles Format für Fans ist, bei dem sie im Mittelpunkt stehen und nicht jede Aussage der Gäste vorher in deren Köpfen auf ihre Schlagzeilentauglichkeit geprüft werden muss), weshalb ich nur das Bild des sichtlich gut aufgelegten Trainers zeigen kann:

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Endlich: We have our Manni back

Als ich gestern Mittag bei Twitter von unserer Leserin animor1302 ein Foto zugeschickt bekommen habe, dass sie mit Suleiman Abdullahi am Flughafen Schönefeld aufgenommen hatte, war ich unendlich froh. Nicht weil ich wahnsinnig tief in der Geschichte um den Pass des nigerianischen Angreifers stecke, sondern weil diese Odyssee endlich ein Ende hatte. Bei mir löste das eine Erinnerung an eine ebenso langwierige Pass-Geschichte in meiner Familie aus. Ein neuer Pass bedeutet eben auch, dass Aufenthaltsgenehmigung und Arbeitserlaubnis neu eingeklebt werden müssen. Mit der Pass-Ausstellung alleine ist es eben nicht getan. Und es gibt wirklich bessere Orte als die Ausländerbehörde am Westhafen, um auf einen Termin zu warten, auch wenn Abdullahi vielleicht das Glück hatte, nicht dorthin zu müssen.

Foto: animor1302

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Freedrich at last

Union nimmt das mit der Bundesliga offenbar doch relativ ernst. Gestern wurde (mit ausgezeichneter Hashtag-Disziplin) der nicht-ganz-so-neu-Zugang Marvin Friedrich bekannt gegeben. Und dann kam von Union offenbar aus Versehen etwas zu zeitig, und später dann offiziell, auch noch die Meldung, dass Christian Gentner ebenfalls zu Union kommt.

In jedem Fall kann man mittlerweile feststellen, dass der Urlaub von Union in der Bundesliga eher in die Preisklasse Karibik als Usedom fällt. Es ist fast, als hätte Investor Windhorst das Geld für Hertha an den falschen Verein überwiesen.

Gentner

Christian Gentner noch gegen Union im Relegations-Hinspiel; Photo: Matthias Koch

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Marvin Friedrich fehlt schon in Augsburg, aber noch ist er nicht bei Union

Ich gebe zu, dass ich ein bisschen gehofft hatte, dass das Thema Marvin Friedrich bereits am Montag geklärt ist. Der Kicker hatte geschrieben, dass sich Augsburg von seiner Mondforderung einer Ablöse von 4 Millionen Euro entfernt habe und Union zuletzt 1,8 Millionen Euro Ablöse inklusive Bonuszahlungen von bis zu 700.000 Euro geboten habe. Dann kam dieses Bild vom Trainingsauftakt des FC Augsburg, auf dem wir Marvin Friedrich nicht erkennen konnten. Dass der Innenverteidiger nicht das Foto gemacht hatte und deshalb nicht zu sehen war, stellte FCA-Manager Stefan Reuter später klar, als er der Augsburger Allgemeinen Zeitung sagte: “Wir haben gesagt dass er nicht da sein muss wenn die Gespräche so weit fortgeschritten sind. Jetzt warten wir mal die nächsten Stunden und Tage ab. Wir sind in sehr guten Gesprächen.”

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Es wird noch ein Offensiv-Spieler diskutiert, während wir auf Abwehrspieler warten

Sowohl Bild (noch nicht online) als auch Berliner Zeitung/Berliner Kurier zitieren eine Meldung der niederländischen Zeitung De Telegraaf, wonach Sheraldo Becker einen Vierjahres-Vertrag bei Union unterschrieben hätte. Von Union gab es dazu noch keine Bestätigung. Der 24-jährige Niederländer wäre wieder ein Spieler für die Offensive (dieses Mal die rechte Außenbahn). Ich kann gar nicht mehr dazu sagen, außer dass ich mich ehrlich auch über Zugänge für die Defensive freuen würde. Sowohl speziell beim Thema #Freedrich als auch generell bei den Innenverteidigern hören wir wenig. Offiziell Zeit für Wechsel hat Manager Oliver Ruhnert bis zum 2. September. So lange ist das Transferfenster in dieser Saison offen (Kicker).

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Unions Kader hat sich noch nicht klar verbessert

Im zweiten Teil des Interviews von Oliver Ruhnert in der Bild geht es weniger um Transfers, obwohl es noch viele offene Fragen gibt. Stattdessen wird Unions Manager auf den Vorschlag der Derby-Austragung am 9. November angesprochen, sagt dazu aber nur knapp, dass Fußball und dieses historische Datum nicht auf der selben Ebene lägen.

Oliver Ruhnert

Profifußball-Geschäftsführer Oliver Ruhnert bei der Aufstiegsfeier. Photo: Matthias Koch

Außerdem sagt Ruhnert, dass er noch kein Vereins-Mitglied bei Union sei (kein Wunder, schließlich muss er sich um Tickets für Spiele wenig Sorgen machen).

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