Der Klassenerhalt ist und bleibt für Union eine besondere Leistung

Wenn eine Mannschaft, die gegen den Abstieg kämpft, in Interviews nach einem Spiel beteuern muss, dass noch nichts erreicht und der Klassenerhalt “rechnerisch” noch nicht gesichert ist – dann ist das ein sehr gutes Zeichen. Union hat gestern in Köln mit 2:1 gewonnen, damit jetzt sieben Punkte Vorsprung auf Düsseldorf und Bremen auf den Abstiegsplätzen und einen großen, sehr wichtigen Schritt in Richtung Bundesliga in der kommenden Saison gemacht. Es müssten sehr außergewöhnliche Dinge passieren, damit dabei noch etwas schief geht: die beiden Kontrahenten müssten am Spieltag in der kommenden Woche gegen Bayern respektive Rasenballsport Leipzig gewinnen. Und selbst wenn sie das tun – Union kann mit einem Sieg gegen Paderborn endgültig den Klassenerhalt sichern.

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Die Bundesliga startet und trotzdem fühlt es sich wie “Verzichten auf Union” an

Die DFL hat gestern die Ansetzung der nächsten Spieltage veröffentlicht und ich fühle exakt nichts. Anders als bei der Sommerpause, mit der die aktuelle Spielpause wegen des neuen Coronavirus gerne verglichen wird, fehlt dieser Kitzel des Unbekannten und diese leichte Aufregung. Wir kennen ja unsere Spieler und wissen, was wir an ihnen haben. Aber wir dürfen es sie nicht spüren lassen. Wir dürfen sie nicht unterstützen. “Berliner Derby am Freitagabend” vermeldet der Tagesspiegel, als wäre alles wie immer. Ist es aber nicht. Ich kann nächste Woche am Freitagabend meine Karten für das Herthaspiel in die Hand nehmen. Ansonsten ist das ein Tag wie jeder andere in den verdammten 8 Wochen, die hinter uns liegen.

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Trainingsstart bei Union und Karsten Heine wird 65 Jahre

Heute geht das Training wieder los. Aber wer glaubt, dass wir damit wieder den Boden der Normalität betreten,irrt. Wir tasten uns langsam heran. Vielerorts wird überlegt, wie die Maßnahmen gegen die ungehemmte Ausbreitung des Coronavirus gelockert werden können, ohne gleichzeitig die Ansteckungsgefahr sofort wieder zu erhöhen. Das Training wird erst einmal zwei Tage nur aus Tests bestehen, wie BZ/Bild und der RBB schreiben.

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Grischa Prömel: Von einer Zwangspause in die nächste

In der Donnerstagsausgabe des Kickers gibt es ein längeres Interview mit Grischa Prömel, in dem der lange verletzte Mittelfeldspieler erzählt, wie es sich für ihn anfühlt, dass er nach so langer Verletzung schon wieder individuell trainieren muss. Wie eine eingeschobene Winterpause fühle sich die Coronavirus-Zwangspause aktuell an. Das ist ein Motiv, das auch Christopher Trimmel im Podcast mit Ewald Lienen bemüht hat. Wahrscheinlich werden alle Mannschaften die Phase bis zu einem möglichen Neustart der Bundesliga im Mai als eine Art Saisonvorbereitung nutzen. Allerdings mit dem Unterschied, dass ein Training als Mannschaft noch eine Weile wegen der Kontaktbeschränkungen nicht möglich sein wird.

Grischa Prömel vom 1. FC Union Berlin

Grischa Prömel, Foto: Matze Koch

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Das Beinahe-Märchen von Michael Parensen

Als es gestern Batsch machte in der 90. Minute (oder was auch immer das Geräusch eines gegen den Torpfosten fliegenden Balles ist), sah ich genau so aus wie Rafal Gikiewicz, der völlig entgeistert wahrnahm, dass der Ball von Erik Thommy doch noch Richtung Tor flog.Das 1:2 für Düsseldorf gegen den 1. FC Union war wie Kaffee über den Laptop kippen. Es dauerte einen Moment von “da kann man hoffentlich noch was machen” zu “Mist, das ist nicht mehr zu reparieren.”

Enttäuschung nach Abpfiff: Michael Parensen, Robert Andrich, Rafal Gikiewicz, Foto: Matze Koch

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Ein letztes Mal dieses Jahr: Auf geht’s Union, kämpfen und siegen

“Auf geht’s Union, kämpfen und siegen!” Mehr möchte ich heute zum Spiel gegen Düsseldorf nicht sagen. Denn allen ist klar, dass es heute einfach nur darum geht, ein letztes Mal die Arschbacken zusammenzukneifen. Ich werde vor dem Fernseher sitzen oder stehen (das hängt vom Spielverlauf ab), schreien und fluchen. Entspannen, Weihnachtslieder singen und einen Rückblick auf dieses Jahr können wir ab morgen. Vorher ist noch einmal Kampf angesagt.

Rafal Gikiewicz dirigiert seine Vorderleute, Foto: Matze Koch

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