Union kann nur seinen Plan wieder besser umsetzen

Die Spiele seit der Unterbrechung der Bundesliga haben für Union nur einen Punkt aus vier, zugegeben ziemlich schwierigen, Spielen gebracht. Auch wenn man in dieser Schwächephase von dem Vorsprung auf die Abstiegsplätze zehren konnte, den sich die Mannschaft in der Saison bisher erarbeitet hat, bedeutet das zunehmend eine sportlich kritische Situation.

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Trainer Urs Fischer muss einen Weg zu mehr Torgefahr finden, Photo: Matze Koch

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Hausgemachte Unruhe, Verletzungsmisere und fehlender Erfolg: Union schleppt zum Saisonendspurt einen Rucksack voller Probleme mit sich herum

Wir haben alle unsere eigenen Wege, mit der aktuellen sportlichen Situation bei Union umzugehen. Seit dem Wiederbeginn des Spielbetriebs hat Union einen Punkt aus vier Spielen geholt bei 2:11 Toren. Tabellenplatz 14 gibt es dafür fünf Spiele vor Saisonende. “Ist doch noch nichts passiert”, sagen dazu vielleicht einige. Union befindet sich damit in der Normalität und das ist immer noch besser, als zum Bundesligabeginn gedacht, meinen andere wie beispielsweise der Kurier in diesem Kommentar.

Auch eine Art, mit der aktuellen sportlichen Situation umzugehen, Instagram: Die Eisernen

Auch eine Art, mit der aktuellen sportlichen Situation umzugehen, Instagram: Die Eisernen

Ich gehöre weder zu der einen noch zur anderen Gruppe. Ich schaue mir die Spielweise der Mannschaft aktuell an, die fern von dem ist, was sie in dieser Saison stark gemacht hat, und kann mir kaum vorstellen, dass man damit noch sensationell viele Punkte holen wird. Es ist, als ob man sich ins Ziel schleppt nach einem sehr langen, kräftezehrenden Lauf. Es kann bis über die Zielgerade reichen. Oder auch nicht.

Da hilft die aktuelle Verletzungsmisere auch nicht weiter. Nun fällt auch Julian Ryerson bis Saisonende aus (Vereinsmitteilung, Kurier), der ein guter Ersatzmann auf der rechten oder linken Verteidigerseite war. Ich wäre versucht, Unions Außenspieler in Watte zu packen, wenn das mit dem Hygienekonzept der Deutschen Fußball-Liga vereinbar ist. Es darf sich dort wirklich niemand verletzen oder leichtfertig eine Sperre abholen. Ein bisschen Hoffnung macht Suleiman Abdullahi, der in Mönchengladbach nach langer Verletzungspause wieder auf der Bank saß.

Julian Ryerson wird beim Spiel gegen Mönchengladbach behandelt, Foto: Moritz Mueller/Pool via Matthias Koch

Hausgemachte Unruhe im Team rund um den Gehaltsverzicht

Und natürlich sind die hausgemachten Querelen um den Gehaltsverzicht des Teams (ob Stundung oder tatsächlicher Verzicht ist unklar) und Sebastian Polters Verweigerung gegenüber der ausgehandelten Teamlösung ein Thema, das zur Unzeit in den Medien ist. Wir können uns natürlich alle vorstellen, wie lange das schon intern Thema gewesen sein muss. Ob Unions öffentlichkeitswirksamer Akt der Bloßstellung des Angreifers das Durchschlagen eines vermeintlichen gordischen Knotens war oder aber noch zusätzlich das Teamklima belastet, wird eine Frage sein, die sich die daran Beteiligten je nach Saisonausgang noch lange stellen werden.

Mir ist bis heute nicht klar, warum Union Ende März mitgeteilt hat, dass das ganze Team zum Gehaltsverzicht bereit ist. Hier mag man gerne einwenden, dass ja alle bereit waren (auch Sebastian Polter bis heute), aber über die Art und Weise des Verzichts sehr unterschiedliche Vorstellungen herrschen. Deswegen ist die Vereinsmitteilung aus dem März auch keine Lüge. Aber sie suggeriert natürlich, dass schon alles geklärt sei. Das Bild der Union-Familie, die auch in der Not zusammenhält. Und nun müssen wir über 2 Monate später in einer Präsidiumsmitteilung als Vorrede zu Polters Gegendarstellung lesen, dass dies gar nicht der Fall war.

Sebastian Polter geht in die Mannschaftskabine, Foto: Matze Koch

Ob man als Textaufhänger zu dem Thema machen muss, dass Urs Fischer in einem Interview auf die Frage zu Sebastian Polter ein Wort nicht einfällt (Bild/BZ), muss auch jede Person für sich beantworten. Vielleicht kann man auch mal den Meter geradeaus denken und sich vergegenwärtigen, dass der Trainer diese Interviews alle nicht in seiner Muttersprache gibt.

Marius Bülter wird fest verpflichtet

Union hat zudem am Montag noch bekanntgegeben, dass Marius Bülter fest verpflichtet wurde (Vereinsmitteilung, Kurier). Ich weiß nicht, wie lange das intern schon klar ist, aber jetzt war sicher der passende Moment für gute Nachrichten. Ich bin tatsächlich sehr gespannt, wie sich der Außenbahnspieler noch entwickeln wird.

Das sind die restlichen Berichte der Berliner Medien

Beim RBB sagte Manager Oliver Ruhnert zum Kniefall von Marcus Thuram nach dessen Tor gegen Union und den darauffolgenden Ermittlungen des DFB-Kontrollausschusses: “Wenn ein Kontrollausschuss dagegen ermitteln will, dann muss ich mich fragen, ob wir alle noch die gleichen Werte haben. Hier geht es um ein globales Thema: Das Nein zu Rassismus. Das ist ein Standpunkt, den eigentlich alle Verbände unterstützen und das mit verschiedenen Aktionen auch schon gezeigt haben.”

Der aktuelle Union-Podcast

Wir haben das Thema ebenso wie das Spiel gegen Mönchengladbach in unserer aktuellen Podcast-Episode diskutiert. Den größten Raum hat da aber tatsächlich der Fall Sebastian Polter eingenommen. Denn hier kommen doch viele Dinge zusammen. Rechtlich hat sich der Angreifer nämlich nichts zuschulden kommen lassen. Und trotzdem hat sich der Verein entschieden so zu handeln, wie er es getan hat.

Marius Bülter und Rafal Gikiewicz nach Abpfiff, Foto: Moritz Mueller/Pool via Matze Koch

Nein, das sind nicht die neuen Uniontrikots

Heute fragt sich die Bild, ob die seit ein paar Tagen herumgeisternden Bilder, die neuen Trikots des 1. FC Union Berlin darstellen. Von Vereinsseite wurde das auf Anfrage der Zeitung hin verneint. Und ein paar Minuten Recherche können diese Aussage problemlos bestätigen. Denn die Bilder wurden als Konzept von einem französischen Grafikdesignbüro am 21. Mai auf Twitter gepostet. Wir können also davon ausgehen, dass die neuen Trikots für die nächste Spielzeit anders aussehen.

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#418 – Sorgenmut

Union verliert das Derby gegen Hertha deutlich mit 0:4. Wir diskutieren, woran das im Spiel gelegen haben dürfte und was sich ändern sollte. Aber wir prüfen auch unseren persönlichen Abstiegspanik-Faktor. Denn der Abstand nach unten schmilzt.

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Der Tag danach. 😢😢💀🔫 #fcunion #Berlin

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#417 – Der Rasenfunk hat seine eigenen Gesetze

Union verliert das Geisterspiel gegen Bayern München und wir diskutieren sehr gegensätzlich, wie die Partie aus Sicht von Urs Fischers Team zu bewerten ist. Außerdem geht es darum, ob wir das Derby sehen können und den Verzicht auf Ticketrückerstattung.

Neven Subotic im Duell gegen Thomas Müller, Foto: Matze Koch/1. FC Union Berlin/Pool

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Das neue Union-Magazin “Fußball pur” ist das Gegenteil von Geisterspielen

Beim Frühstück habe ich eben in dem neuen Union-Magazin Fußball Pur gelesen, das gerade erschienen ist. Und auch wenn ich noch nicht wirklich weiß, wie es sich anfühlen wird, wenn Union morgen Abend ohne uns Fußball spielt: In den Texten, Photos und Geschichten in diesem Magazin ist viel mehr von dem, was ich an Union vermisse – und was es grade trotzdem gibt – als in einem Spiel ohne gemeinsame Anspannung, Enttäuschung und Ekstase. Ein Fanzine ohne Fußball ist das Gegenteil von Fußball ohne Fans, und ich weiß, wozu ich eine stärkere emotionale Bindung habe.

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Grischa Prömel verlängert und Union hat im Trainingslager eine unmögliche Aufgabe

Die Mannschaft des 1. FC Union ist seit gestern im (Qurantäne-)Trainingslager in Barsinghausen bei Hannover. Dort wird sich die Mannschaft auf die Wiederaufnahme des Spielbetriebs vorbereiten, die am Sonntag mit dem Spiel gegen Bayern erfolgen soll. Im Interview mit dem RBB gibt sich Trainer Urs Fischer vorsichtig optimistisch. Und der Verein lässt Co-Trainer Sebastian Bönig etwas darüber berichten, wie die ersten Tage im Trainingslager sind:

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Dirk Zingler: Der Fußball darf sich nicht abkoppeln von der gesellschaftlichen Entwicklung

Bei AFTV gibt es vor Ostern ein paar Worte von Union-Präsident Dirk Zingler zur aktuellen Lage. Die wohl wichtigste Frage, die wir uns alle stellen, nennt Pressesprecher Christian Arbeit zu Beginn: “Ist Union akut existenziell gefährdet?”

Die Antwort von Dirk Zingler lautet: “Nein, das sind wir nicht.”

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Trainingsstart bei Union und Karsten Heine wird 65 Jahre

Heute geht das Training wieder los. Aber wer glaubt, dass wir damit wieder den Boden der Normalität betreten,irrt. Wir tasten uns langsam heran. Vielerorts wird überlegt, wie die Maßnahmen gegen die ungehemmte Ausbreitung des Coronavirus gelockert werden können, ohne gleichzeitig die Ansteckungsgefahr sofort wieder zu erhöhen. Das Training wird erst einmal zwei Tage nur aus Tests bestehen, wie BZ/Bild und der RBB schreiben.

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Rafal Gikiewicz hält sich an die erste der Boone’schen Regeln

Die Mannschaft ist nach dem Leverkusen-Spiel bereits in Freiburg und bereitet sich dort auf die Bundesliga-Partie am Samstag vor. “Ich erwarte ein sehr schweres Spiel in Freiburg”, sagte Trainer Urs Fischer bei AFTV. Das Team soll vor allem regenerieren. Florian Hübner und Ken Reichel sind erkältet und gar nicht erst zum Pokalspiel mitgefahren. Allerdings gibt es bei Hübi noch die Chance, dass er nachkommt (Kicker).

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