Jahresrückblick: 15 besondere Momente, die Union im Jahr 2018 ausgemacht haben

Heute ist Silvester. Ein Jahr, das aus Unionsicht sehr aufregend begonnen hat, ist geordnet und mit der Möglichkeit, das große Ziel Aufstieg zu erreichen, zu Ende gegangen. Und weil alle schon mit Rückblicken herumkamen (zuletzt Union selbst mit diesem Hinrunden-Rückblick auf AFTV), möchte ich auch mit einem um die Ecke kommen. Da ihr jetzt aber nicht nur meinem persönlichen Geschmack ausgeliefert sein sollt, habe ich mich entschieden, einfach einen Countdown der meistgelesenen Texte des Jahres 2018 hier bei Textilvergehen zu machen. Da fallen große Momente etwas hinten herunter, wie beispielsweise das Tor von Rafal Gikiewicz. Was mich im Nachhinein verwundert, aber auch freut: Wie stark die zweite Jahreshälfte mit der ungeschlagenen Hinrunde die extrem negative Rückrunde aus den ersten 6 Monaten überlagert.

Zuvor aber kurz ein Blick in die Berliner Medien: Fans, die trotz der Testspielabsage nach Basel fahren, bekommen vielleicht trotzdem eine Stadionführung (BZ). Der Kurier und auch die Bild (nicht online) berichten von Steven Skrzybskis Hochzeit und die BZ von Toni Leistners ungewöhnlichen Feiertagen ohne Spielpause.

Aber jetzt los! Hier kommen die 15 meistgelesenen Textilvergehen-Texte des Jahres:

15. Juli: Julian Ryerson trägt das Union-Trikot, bevor er überhaupt bei Union ist

Zu der Geschichte gibt es gar nicht viel mehr zu sagen, sondern nur das Bild vom April 2018 zu zeigen:

Foto: Viking FK

14. August: Felix Kroos’ direkt verwandelter Freistoß gegen Aue am ersten Spieltag

Das war noch ein sehr nervöses Spiel. Wir alle wussten noch nicht, wohin die Reise mit Urs Fischer und dem Team hingeht. Leider war das für Felix Kroos einer der seltenen Lichtblicke im zweiten Halbjahr 2018.

13. August: Der Überfall von Kölner Fans auf Union-Fans

Am 2. Spieltag erreichte Union ein 1:1 in Köln. Doch auf der Rückfahrt wurde ein Bus mit Unionfans überfallen. Danach geschah das Übliche: Die Polizei macht ihre Meldungen, die Vereine jeweils ihre, die Fanhilfen auch. In den Medien wird zum Teil auch wieder nur der Randale-Zug gefahren. Auf der Strecke bleibt: Aufklärung über den Fall, bei dem auch ein Peilsender am Union-Bus sichergestellt wurde.

12. April: Dem Abstieg bedrohlich nahe

Union verliert 1:3 in Darmstadt und kommt den Abstiegsplätzen verdammt nah. Mein Verzweiflungslevel war zu dem Zeitpunkt ungefähr wieder im Jahr 2003-2005 angekommen. Falls es jemand vergessen hat, hier ein Blick auf die damalige Rückrundentabelle:

Rückrundentabelle der Zweiten Liga, Screenshot: Kicker.de

Aber es gab auch Gutes: Eric Idle von Monty Python wurde auf den Gesang “Always look on the bright side of live” aufmerksam, den wir nach dem Spiel im Gästeblock sangen, um die bösen Geister der Verzweiflung zu vertreiben.

Twitter: @fuszball

11. November: Der Ausgleich beim Hamburger SV

Union erzielt wie so oft in der Hinrunde kurz vor Ende noch ein Tor. So auch beim HSV. Dieses Foto von Grischa Prömels zerrissenem Trikot darf in keinem Jahresrückblick fehlen. Und wenn Union am Ende der Saison ein paar Exemplare des blauen Tarnfleck-Jerseys übrig hat, würde ich sie an Stelle des Vereins vom Mittelfeldspieler persönlich einreißen lassen und mit Foto verkaufen.

10. Oktober: Die Fast-Pokalsensation in Dortmund

Wirklich niemand dürfte geglaubt haben, dass sich die Faszination des DFB-Pokals in Dortmund wiederholen lassen dürfte. Weder von der Stimmung noch vom Spiel her. Aber es klappte. Eine Pokalnacht, die es absolut wert war, dass ich mir zwei Tage Urlaub dafür genommen habe. Und der Elfmeter in der 120. Minute war … ach, lassen wir das.

9. Dezember: Das Weihnachtssingen fällt erstmals auf einen Spieltag von Union

Weihnachtssingen und Spieltag. Diese Kombination kann weg. 0:3 in Aue. Aber Pressesprecher Christian Arbeit machte noch einmal klar, worauf es bei Union ankommt: “Wir sind in erster Linie der Fußballverein.” Ein Satz, der bei Dirk Zingler in verschiedener Form auch immer vorkommt, wenn er betonten möchte, dass es in erster Linie darum geht, erfolgreich Fußball zu spielen. Das ist Butter und Brot des Vereins und wenn es dem Profiteam gut geht, geht es auch allen anderen Bereichen des Vereins gut.

8. Dezember: Union bleibt die komplette Hinrunde in der Liga ungeschlagen

Unglaublich. Mehr kann ich dazu nicht sagen.

7. Januar: Ein schlechtes Omen

Union verliert im Januar zu Hause gegen Nürnberg. Es ist das dritte Heimspiel in Folge, das verloren wird. Wir haben eine schlimme Vorahnung, die im Laufe der folgenden Monate bestätigt wird. Leider hätten einige Dinge, die ich Anfang des Jahres geschrieben habe, so auch am Ende der Saison stehen können. Wie beispielsweise, dass der damalige Sportgeschäftsführer Lutz Munack mit der Personalie André Hofschneider verbunden ist.

6. September: Es gibt Redebedarf: Eine vereinsfremde Fahne im Heimbereich

Eine Fahne von Sottocultura, mit denen die Ultragruppe der Hammerhearts eine enge Beziehung pflegt, hängt im Stadion und provoziert Redebedarf. Erstens weil Sottocultura eine Gladbacher Fangruppe ist und es gilt, dass keine vereinsfremden Fahnen/Farben im Heimbereich hängen sollen. Und weil Sottocultura auf einigen Bildern mit augenscheinlich rechten Fans anderer Klubs posierte. Ich fand es sehr gut, wie sich dieser Diskussion gestellt wurde. Alle hatten die Möglichkeit, mit den Hammerhearts das Gespräch zu suchen.

5. September: Sebastian Polters Fallrückzieher und die Textilvergehen-Tapete

Sebastian Polter wird gegen Kiel erstmals nach überstandenem Achillessehnen-Riss eingewechselt und schießt gleich das Tor, das das Spiel entscheidet. Per Fallrückzieher. Tor des Monats September in der ARD. Und ein ganz dickes Ausrufezeichen des Angreifers.

Und wir vom Textilvergehen bekommen erstmals eine Tapete auf der Waldseite. Wie es dazu kam, steht alles detailliert im Text.

Foto: @bruhndsoweiter

4. Mai: Wir warten gespannt auf den neuen Trainer

Oliver Ruhnert ist überraschend vom Chefscout zum Geschäftsführer Profifußball (oder einfach: Manager) befördert worden. Seine erste Aufgabe ist die Trainerverpflichtung. Wir lernen in der Zwischenzeit, dass in den Freundschaftsspielen nach Saisonende schon nicht mehr André Hofschneider die Aufstellung gemacht hat.

3. Februar: Eroll Zejnullahus Wunsch für eine Rückkehr zu Union

Daniel hat im Februar mit Eroll Zejnullahu gesprochen und er sagte, dass eine Rückkehr zu Union vor allem Sinn hat, wenn er auch die Chance bekommt, dass er spielt. Die Spielpraxis war ihm wichtiger als der Klub. Und wie recht er damit hatte, zeigt diese Hinrunde, die aus Sicht von Zejnullahu zum Vergessen war.

2. November: Polizisten im Gästeblock im Stadion an der Alten Försterei

Es war ein merkwürdiges Bild. Plötzlich rennen Polizisten in den Gästeblock. Die Waldseite solidarisiert sich. Missverständnisse zwischen Unionfans während des Spiels, weil unklar ist, was wann passiert. Am Ende wird klar: Die von Union eingesetzten Ordner haben diese Szene verursacht und wir haben vielleicht zum letzten Mal die flexible Trennung zur Verkleinerung des Gästeblocks gesehen.

1. Der Ausflug zu den Queens Park Rangers: Toll und schlimm gleichzeitig

Das Gute:

Das Schlimme:

Und zum Schluss noch mein persönlicher Rückblick. Dafür benötige ich nur ein Foto. Denn dieses Bild vom 3:1 gegen Bochum am vorletzten Spieltag im Mai steht für alles, was mir bei Union 2018 wichtig war: Klassenerhalt, Steven Skrzybski, Erleichterung, Freude.

Foto: Stefanie Fiebrig

6 Gedanken zu „Jahresrückblick: 15 besondere Momente, die Union im Jahr 2018 ausgemacht haben

  1. Weiter so, guten Rutsch in ein gesundes neues Jahr 2019 🥂 🍹 🍸 Eisern Union u.n.v.E.U. 🏐

  2. Danke Steffi, dass Du diesen wunderbaren Moment in meinem UNIONkäseleben festgehalten hast.
    Auf jehts ins Aufstioegsjahr.

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