Das Tor von Sebastian Polter war fast schon kitschig, so geil war es

Selbst für einen Kitsch-Film war das schon fast ein bisschen drüber, was wir gestern beim 2:0 gegen Kiel mit dem Tor von Sebastian Polter erlebt haben. So ein Ende, bei dem der lange verletzte Held kurz vor Schluss das Tor trifft und den Sieg sichert, kennen wir. Aber das per Fallrückzieher? Nachdem er zuerst dramatisch im eins gegen eins am Torhüter scheitert? Da winkt doch jeder Produzent müde ab, der solch ein Drehbuch vorgelegt bekommt. Weil zu unrealistisch. Zu kitschig. Aber ganz ehrlich: Es war geil! Wie Polter mit dem Rücken zum Tor den vom Keeper abgeprallten Ball abschirmt und sich dann waagerecht in die Luft legt. Wahnsinn.

Und damit hatte die aus meiner Sichte eigentlich leicht übertriebene Geschichte des Spiels, dass Union nach drei Unentschieden in Folge auf der Suche nach der Offensivpower sei, ihren Abschluss gefunden. Denn gegen den Fakt, dass Sebastian Polter eine irgendwie mystische Art Siegesgewissheit umgibt, gibt es am Ende keine Argumente. Erst recht nicht, wenn er so einen Auftritt hinlegt. Von wegen erst einmal langsam wieder an die Wettkampfpraxis gewöhnen. Das war nicht sanft die Triangel anschlagen, um mit ein paar leichten Tönen im Orchester anzufangen. Da hat jemand ordentlich die Becken gegeneinander gehauen. Und zwar nachdem Grischa Prömel vorher schon einmal auf die Pauke gehauen hat. Ein triumphales Ende. So wie hier am Ende von Bruckners 8. Symphonie. Schließt die Augen und stellt euch noch einmal Polters Tor zum Schluss vor:

Union hatte sich gemüht im Spiel, aber erst gegen Ende der ersten Halbzeit kamen die ersten gefährlichen Abschlüsse. Andy Gogia und Simon Hedlund rieben sich auf, ebenso Sebastian Andersson. Die Chancen wurden in der zweiten Hälfte besser, aber ein Tor wollte nicht fallen. Dann die symbolische Polter-Einwechslung gegen Sebastian Andersson … Wenn wir etwas nüchterner auf die Szene schauen (wer will das schon?), war es wieder einmal der aus dem Rückraum kommende Grischa Prömel, der die Alte Försterei emotional entkorkt hat. Aber gute Gastgeber haben eben auch mehr als eine Flasche Sekt zu Hause 🍾

Für mich gab es noch jemanden, der es richtig verdient hatte, gelobt zu werden. Rafal Gikiewicz, der in den vergangenen beiden Partien bei jeweils einem Tor nicht sehr glücklich aussah, hielt Union kurz nach Polters Einwechslung mit einer tollen Parade im Spiel. Und schon in der ersten Halbzeit hatte er die eine oder andere Situation entschärft. Das war ein wahnsinnig souveräner Auftritt des Keepers.

Hier alle Berichte der Berliner Medien zum Spiel:

Fotos vom Spiel findet ihr hier:

Ich ärgere mich so sehr, dass ich nicht im Stadion sein konnte. Was uns zur Ansetzung mitten in der Woche bringt, die es schon für Heimfans wirklich schwer macht, ins Stadion zu kommen. Von Auswärtsfans ganz zu schweigen. Der wortlose Protest in den ersten zwanzig Minuten zeigte gerade in einem Stadion wie der Alten Försterei, die Anfeuerung und Gesang von vielen Seiten und nicht nur aus einem Fanblock kennt, wie sehr das fehlt, wenn es plötzlich weg ist. Wer noch einmal ein Beispiel gebraucht hat für die Argumentationskette von Union-Präsident Dirk Zingler, der sagt, dass Fußball zuerst für die Menschen im Stadion veranstaltet wird und dann erst im Fernsehen übertragen werden kann, der hat es gestern bekommen. Ohne die Stimmung im Stadion ist es halt wie ein Amateurfußballspiel, bei dem wir jeden Zuruf auf dem Platz hören. Die Interaktion zwischen dem Spiel auf dem Rasen und den Rängen ist unser Stadionerlebnis.

Und sonst so?

Gegen Ende des Spiels bekam ich von vielen Leuten plötzlich Fotos aus dem Stadion zugeschickt, weil auf der Waldseite eine Tapete hing: “Textilvergehen: Weniger ist manchmal mehr”.

Foto: @bruhndsoweiter

Mehr Kontext gab es nicht und niemand von uns wusste, was es damit auf sich haben könnte. Dann wurden wir auf einen Ausschnitt aus der “Waldseite” vom Spiel aufmerksam gemacht, wo sich bemüht wurde, das Wort “Textilvergehen” nicht zu benutzen, aber folgender Sachverhalt dargestellt wurde:

Twitter: @johannesfcu

Ich kann das hier total transparent machen, weil alles dazu online nachzulesen ist. Am Sonntag nach dem Bielefeldspiel hatte ich im Text folgenden Tweet eingebettet:

Dazu hatte ich geschrieben: “Wenn ihr auswärts nach Bielefeld gefahren seid, dann könnt ihr wieder auf der Union-Website an der Umfrage zum Stadionerlebnis mitmachen.” Den Tweet hatte ich dazugenommen, um Leute dazu zu animieren, an der Umfrage teilzunehmen und ihre persönlichen Erlebnisse zu schildern. Dieser Kontext fehlte aber im Text und ich bekam auf Facebook entsprechendes Feedback:

Screenshot: Facebook

Statt des einen Satzes steht seit Sonntag vor dem eingebetteten Tweet dieser Text: “Wenn ihr auswärts nach Bielefeld gefahren seid, dann könnt ihr wieder auf der Union-Website an der Umfrage zum Stadionerlebnis mitmachen. Die Umfrage hat das Ziel, ein vielfältiges Bild von Spieltagen zu zeichnen, zu dem auch die Anreise und das Verhalten von Unionfans gehört. So soll klar werden, ob bestimmte Einzelfälle auf ein allgemeines Problem hinweisen oder aber eben Einzelfälle sind, wie vielleicht das hier in diesem Tweet geschilderte Erlebnis (das nicht verifiziert ist). Je mehr Leute sich an diesen Umfragen beteiligen, desto besser.”

Und um die Änderung transparent zu machen, habe ich unter dem Text noch geschrieben, wann ich die Aktualisierung vorgenommen habe und was geändert wurde. Nämlich so: “Aktualisierung 23.9. um 22.49 Uhr: Weil der Tweet über Unionfans in einem Zug missverständlich sein kann, habe ich noch etwas Kontext ergänzt.”

Ob sich für eine Sache, die schon verbessert wurde, zwei Tage später eine Tapete lohnt, muss jeder für sich beantworten. Mir macht das nichts aus im Sinne davon, dass ich jetzt sauer oder erbost wäre. Wieso auch? Ich schreibe schließlich an dieser Stelle auch meine Meinung oder teile die im Podcast mit. Auf der Waldseite wird das eben der Kurvenflyer oder Tapeten gemacht. Alles eine Art von Öffentlichkeit. Mir ist es in der ersten Version meines Textes zweifellos nicht gelungen, den Tweet in einen entsprechenden Kontext zu setzen. Und wenn ich das zugebe, breche ich mir keinen Zacken aus der Krone. Mir gelingt öfter etwas nicht so, wie ich es mir denke. Ich verbessere das, wenn es irgendwie möglich ist, und lerne hoffentlich daraus. Jemanden von der Szene würde ich wegen des Tweets aber trotzdem nicht ansprechen. Denn das war für mich nichts, was direkt mit Ultras zu tun hatte. Und ich beziehe das bis jetzt nicht auf die Szene. Das war es schon.

22 Gedanken zu „Das Tor von Sebastian Polter war fast schon kitschig, so geil war es

  1. Ich hatte die Tapete eher in deiner Kritik zur Galdbach-Fahne um Heimspiel letztens gedeutet. Daher danke für den Kontext.

  2. Danke fürs erklären. Scheinbar alles halb so wild. Bisschen Papierverschwendung, um dann so eine ominöse Botschaft (ebenfalls vollkommen ohne Kontext) zu verbreiten. Aber gut, du schreibst das hier ja sehr diplomatisch. Jeder nutzt die Plattform, die er hat.

    Ist das eigentlich eine Art butterfly-effect, wenn ein einzelner Tweet solche Wellen schlägt?

  3. Ihr arbeitet hier auf einem tollen journalistischen Niveau, der mich immer wieder freut. Ich weiß, durch die Arbeit in der PR, wie viel Arbeit solche Texte machen und gerade jeden Tag hier Content zu produzieren. Und natürlich bietet es sich da immer wieder an auch auf Content aus den Sozialen Netzwerken zurückzugreifen. Das ist nicht immer easy, weil man die Echtheit oft nur schwierig verifizieren kann.
    Aber das ihr eure Arbeit ernst nehmt, sieht man ja darin, dass ihr Texte aktualisiert und Kritik offen annehmt.
    Ich habe die Tapete gestern auch eher mit Gladbach verbunden. Der Text im Kurvenflyer ist ja schon heavy. Finde es schade, dass keine anderen Meinungen angenommen werden oder vielleicht auch nicht dürfen. Etwas mehr Offenheit und Reflektion in der Kurve wäre sicherlich nicht falsch. Und das hier auch immer Meinung abgebildet wird, sollte hoffentlich auch jeder spätestens beim dritten Text verstanden haben.
    Interessanter noch, wenn schon auf Inhalt und Textqualität angegriffen wird: Für mein Verständnis befindet sich immer hinter einem Doppelpunkt die Aussage der Person, Mediums oder Gegenstands das vor dem Doppelpunkt genannt wird. Also man könnte denken, Textilvergehen trifft diese Aussage und nicht, dass es an Textilvergehen gerichtet ist. Aber das ist vielleicht auch zu detailverliebt.

    p.s. Ansonsten würden mich mal die Statistikzahlen interessieren. Bringt so ein Promo eigentlich neue Leser? ;-)

  4. Ich dachte, dass man zumindest mit dir in irgendeiner Art Kontakt aufgenommen hat um das auf der Bühne vorab zu besprechen. Das der Banner dann hochgehalten wird macht die Sache nicht einfacher und lässt viel Raum für Spekulationen.
    Da du dies sehr offen spielst wäre vielleicht ein kleiner Wink aus der Szene hilfreich um das aufzuklären und trotzdem kritisch damit umzugehen. Man muss ja nicht einer Meinung sein und am Ende hat jeder seine Plattform. Wäre ganz nett da du ja sowohl positive als auch negative Sachen der Szene ansprichst.

    Lass dich nicht entmutigen und mal wieder ein großes Dankeschön für deine tägliche Arbeit.

  5. Bester „State of the Union“ Text in der laufenden Saison. Vielen Dank, Sebastian!!!

    Zum Spiel und auch sonst so… ;)

  6. Nunja, am Ende alles halb so wild. Beide Seiten haben ihren Standpunkt klar gemacht. Und so wie ihr inhaltlich (legitimer Weise) das ein oder andere mal der Szene auf die Finger guckt – gucken sie halt auch euch mal auf die Finger. Dafür nutzt jeder die Plattform die er zur Verfügung hat.
    Sicher steckt hier auch eine Ansammlung kleinerer Umstände, Vorkommnisse und deren Beurteilung zusammen, wenn ihr Umstände (berechtigt) kritisiert fehlt mir ehrlicherweise aber auch dann und wann mal etwas Differenzierung. Die “Waldseite” ist nunmal nicht “die Szene” und die Szene ist eben auch nicht nur das “Wuhlesyndikat”.
    Aber gerade letzteres sind ja mittlerweile auch keine jungen Hüpfer mehr, sondern im kern mittlerweile alles erwachsene Menschen (Selbst die, die zur WS Gründung 15/16 waren sind jetzt über 30 ^^) und durchaus auch in verantwortungsvollen Gremien rund um den Verein (Stadion AG, FuMa etc) greifbar und vor allem ansprechbar.

    Das größte Problem ist halt immer eine Einzelerfahrung als Tweet zu verbreiten – und an einige tausend Leser eures Blogs weiter zu geben. Textilvergehen funktioniert hier dann wie ein Beschleuniger und hat aufgrund seiner Reichweite nunmal auch das Problem Leser zu erreichen die sowas vorschnell und unreflektiert als “Mehrheitserfahrung” weiter transportieren. Schneeballsystem und so.
    Man stelle sich nur die Wirkung anderer Twitter Meldungen in der Vergangenheit vor, ich erinnere da nur an sowas wie angebliche Buttersäure Angriffe im RB Block etc … Mit Reichweite steigt halt auch die Verantwortung und ab einem Punkt, bzw bei speziellen Themen ist weniger dann vielleicht doch mehr :) (oder eben journalistisch gesehen “mehr ist mehr”)

    Alles in allem finde ich aber das ihr eure Sache gut macht, euer Statement ist schlüssig, die Ergänzung zum Ursprungstweet hilfreich und das Einräumen einer niemals endenden Lernkurve macht euch sympathisch und ist sicher als Statement auch deeskalierend. Ich würde die Tapete daher auch nicht überbewerten und eben nur als das sehen was es ist: Ein Zeichen, das nicht nur ihr der Szene und dem drumherum bisweilen auf die Finger schaut, sondern eben auch andersrum.
    Das ist per se ja nichts destruktives, sondern kann auch ein Ausdruck eines funktionierenden Organismus sein, in welchem nichts als gegeben und festgefahren hingenommen wird.

    Prost

  7. Hallo erstmal und Glückwunsch toller Blog! Ich bin erst seit einigen Monaten begeisteter Stammleser und war schon etwas schockiert als ich diesen “PinkelTweet” gelesen hatte. Da Eure Reichweite scheinbar über die eingefleischte Fanszene hinausgeht (ich bin das beste Beispiel), solltet ihr solche Tweets vielleicht wirklich vorab verifizieren, oder gleich ganz sein lassen (denn ein paar randalierende Idioten gibts wahrscheinlich immer und überall). Ich bin froh über das Banner auf der Waldseite, denn ich gehörte zu Denjenigen, welche eine pinkelnde und randalierende UnionSzene vor ihren geistigen Augen sah, schön, dass die Waldseite das dann noch klarstellte.

  8. Also durch den Spruchband machen die sich eher lächerlich. Fordern vom dfb mehr Transparenz und kommunikation, schaffen es aber nicht mal eigene unioner anzusprechen. Ich frag mich von wem der Text jetzt genau kam. Die szene, wuhlesyndikat etc.? Geht mir schon seit Jahren aufn Sack das nur die waldseite zu entscheiden hat wie gedacht wird. Dabei machen die den kleinsten Teil im Stadion aus. Aber einige Konsorten von denen kann man eh nicht ernst nehmen. So wie man manchmal von denen als unioner in der Falle oder vorm Stadion angemacht wird, weil man kurz rüberschaut oder mal sich für die Choreografie bedanken will.

    Übrigens, hab gestern vorm Stadion nen Typen mitn reichsadler anstecker entdeckt. Ist zwar nicht verfassungswidrig, aber naja…

  9. Großartiger State of the Union. Spricht mir aus der Seele.
    Vielen Dank Sebastian und Daniel für Eure tägliche Arbeit. Warum die Szene das “viel gelesen” mit einem “leider!” erweitern muss, kann ich nicht nachvollziehen.
    Ihr nehmt stets einen differenzierten und menschlichen Blickwinkel ein, wobei natürlich Fehler passieren können (und dürfen!). Nur durch Fehler entwickelt man auch eine Fehlerkultur, und die ist bei Euch absolut vorbildlich.

  10. Wenn Gästefans positiv über ihren Försterei-Besuch berichten und wir das einbinden, besprechen, retweeten, … hat interessanter Weise noch nie jemand verlangt, dass das verifiziert und als Einzelschicksal gekennzeichnet werden müsste. Das steht doch aber immer außer Frage! Wiederzugeben, dass Person X die Tatsache Y behauptet, ist etwas komplett anderes als zu sagen: Das war so. Eingebundene Tweets sind doch schon optisch als Nicht-Teil-des-Textes erkennbar. Die sind Diskussionsgrundlage, das sind Themen, die gerade an anderer Stelle besprochen werden. Die sind genau dafür gut, dass aufmerksame Leser sagen: Ich stand daneben, das war ganz anders. Oder halt: Ich war dabei, es hat sich genau so zugetragen. Oder: Ich kenne die Person, die das geschrieben hat, und sie hasst Fußball generell. Wenn sowas nicht besprochen werden kann, findet niemals Reflektion statt. Ich bestehe darauf, dass hier weiterhin genau so gemacht wird, wie es gemacht wurde: Themen aufgreifen, die Quellen kenntlich machen, selber denken. Gerne kritisch. Wir verwalten nicht die Wahrheit. Was wir aber wirklich gut können, ist Transparenz. Davon abzurücken, weil jemandem ein Tweet nicht gefällt, ist die mit Abstand dämlichste Forderung, die je an mich herangetragen wurde. Im Gegenzug: Vollkommen in Ordnung finde ich jede bis hierher vorgetragene Kritik in der Sache. Es ist absolut sachdienlich, den Tweet in Kontext zu betten, und es ist selbstverständlich hilfreich, den Sachverhalt selbst aufzuklären, sofern das möglich ist. Und auch der Hinweis via Facebook war korrekt.

  11. Von mir zu erst auch was zum Thema Banner auf der Waldseite: volle Unterstützung an euch von Textilvergehen, danke für die Erklärung und Einordnung! Meine Meinung: mir fehlt bei der Waldseite (auch wenn das ja nicht eine homogene Einheit ist) die Selbstkritik, so zu tun als ob es solche Vorfälle wie im Twitter-Tweat von Fischer-Steak oben nicht geben würde leistet eben der Generalkritik in der Öffentlichkeit an uns ALLEN und somit dem Generalverdacht von Seiten des DFB Vorschub, JA es gibt leider auch unter uns Unionern Leute die zu Gewalt neigen, Zügen und Straßenbahnen demolieren, Leute anpöbeln und es gibt auch Leute mit rechtsextremen und rassistischen Äusserungen #Herrenaffe, #Sottocultura, von der Waldseite kam dazu aus meiner Sicht viel zu wenig. Und: die Art der Kommunikation lässt bei mir den Eindruck entstehen man hielte sich für was Besseres, ob ich in der nächsten Saison meine Mitgliedschaft in der Szene Köpenick nochmal verlängere hängt auch davon ab wie sich die Waldseite in Zukunft verhält. Nun zum Spiel: Poltiiiiiiiiiii, echt sprachlos, Gänsehaut pur, so eine geile Rückkehr, das Spiel selbst war sehr schwer und man muss Kiel Respekt zollen, sie haben es uns nicht einfach gemacht, aber unsere Jungs haben gekämpft, haben gezeigt welche Qualität und auch welches Potenzial in ihnen steckt, das 1:0 war schon kurios, das der so genial von Grischa Prömel reingemacht wurde, auch hierfür Respekt und dann kam eben noch Polti, so wie ihr es beschrieben habt, einfach nur genial!

  12. “(leider) viel gelesenen” ist wirklich unter aller Sau, wenn ihr/du damit gemeint seid/bist! Ich grüße hiermit alle, die für die Tapete verantwortlich sind und wünsche euch genau in dieser Sekunde viel Spaß beim viel lesen auf dieser vielfältigen sog. Internetplattform……. welche im Übrigen super ist!

  13. Wir alle müssen bei Auseinandersetzungen auch immer den Zeitpunkt mit einplanen. An einem im Zeichen des „Fickt euch DFB“ Spieltages die eigene Bloggerszene anzuprangern, ist genauso deplatziert wie die Einbettung eines Faketweets.

  14. Es mag sein, dass weniger manchmal mehr ist. Dennoch bin ich dafür, dass sowohl Textilvergehen als auch Sebastian Polter genauso weitermachen soll wie in den letzten Jahren.

  15. @ Jan Grobi: sorry aber wer so etwas wie den Protesttag organisiert sollte sich nicht so gegenüber seinen Mit-Unionern aufführen, so etwas machen nur Leute die was zu verbergen haben und nicht begriffen haben dass es nicht ausreicht “Fußballmafia DFB” zu rufen, man sollte sich auch mit unbequemen Dingen vor der eigenen Tür beschäftigen, ist natürlich schwer wenn man (Teile der Waldseite) sich selbst für unfehlbar hält, für mich führt die mangelnde Kritikfähigkeit und die merkwürdige Kommunikation auf der Waldseite sämtliche gute Anliegen dieses Protest ad absurdum. Nicht Textivergehen ist schuld sondern jene Leute die sich Unioner nennen und Leute schützen welche Gewalt anwenden und extremistisches Gedankengut tollerieren. Und: bei dem ekelhaften Angriff auf Textilvergehen geht es auch nicht nur um die ungenaue Formulierung im Umfeld des Fischer-steak-Postings sondern es ist Rache dafür das man es hier gewagt das Thema Sottocultura zu thematisieren!

  16. @JensOtto

    Sorry das ist mit etwas zu dick aufgetragen
    – das Sottocultura ist eine reine Sache der Hammerhearts. Da sind nichtma die anderen Gruppierungen der Waldseite dabei. Und die Hammerhearts selbst haben sich sehr wohl dazu geäußert und Diskussionsbereitschaft signalissiert.
    Die gesamte “Szene” hat keinen Grund Rache für das Thema zu nehmen, da es sie als ganzes gar nicht betrifft.
    – Ich schätze die Tapete aber als eine allgemeine Szene Tapete ein, nicht nur eine der HH – dafür spricht u.a. die Verwendung WS Schrift. Und “ekelhafter Angriff” ? Nunja, muss man auch ma die Kirche im Dorf lassen. Man hat sich angepisst gefühlt (obwohl man nichtma direkt angegriffen wurde) und nun zickt man zurück.
    Man kann da auch mehr reininterpretieren als sein muß. Selbst die Klammerbemerkung mit dem “leider” – kann man auch etwas entspannter deuten. Nämlich das es auch so ein Tweet durch die Verbreitung *leider* eine sehr große Menge an Leuten erreicht – denen es wurscht is ob das nun verifiziert is oder nich.

    Vielleicht auch, ganz im Sinne von “weniger ist mehr” nich alles so hochhängen wie es erscheint.

  17. @jens-otto @kai Ich kann für mich sagen, dass ich es entspannt sehe. Ich fühle mich nicht angegriffen. Wieso auch? Das war einfach eine Meinungsäußerung auf der Tapete und eine Kritik im Kurvenflyer. Alles fein.

  18. Bei all der Aufregung Bzw Austausch auf beiden Seiten (waldseite und teve) geht leider folgendes unter. Die Wertschätzung für die Arbeit die beide Seiten leisten. Ich teile nicht jeden Punkt, der in der Waldseite steht. Dennoch liefert dieser Flyer immer wieder interessante Einblicke in die Arbeit des Wuhlesyndikats und die Sichtweise auf den Verein. Nimmt man beispielsweise mal das Interview mit den 68ern oder das gestrige Interview mit den u19 Spielern machen die Jungs und Mädels gute Arbeit. Die Qualität des Flyers hat in den Jahren immer weiter zugenommen. Zumindest fand ich es schon gestern wieder super interessant etwas über Nachwuchsspieler zu lesen.

    Und gleiches gilt für euch. Ich muss nicht immer mögen, dass gefühlt jeder halbwegs relevante Tweet mit Unionbezug hier landet und erhoffe mir in manchen Momenten wirklich mehr Feingefühl bei der Erstellung des State of the Union. Dennoch liefert ihr mit Podcast, Fotos, News, Taktikanalyse ein absolut unschlagbares Angebot für jeden Unioner, dass seines gleichen sucht. Man merkt, dass da Leute dahinter stecken, die mit absoluter Leidenschaft einen Blog führen und Union leben.

    Grüße

  19. Ich lese Teve regelmäßig und freue mich über viele interessante Infos. aber ich habe auch schon oft gedacht,, weniger ist mehr.
    Ich bin Unioner, mich interessiert nicht,was die Gutmenschen in Babelsberg oder St. Georg meinen. Es gab mal eine Folge,wo es um Beziehungen zu anderen Fangruppen ging. Seitenweise Rechtfertigungen zu irgendwelchen Kontakten nach H’ sch hausen … widerlich .. wer sich verteidigt, klagt sich an.
    Wie gesagt, manchmal ist weniger mehr.

  20. Aufgrund des gestrigen Banners von der Waldseite fühle ich mich aufgefordert „Danke“ zu sagen für euren State of the Union. Ihr seid eine Bereicherung im Union—Universum. Die Art der gestrigen Veröffentlichung auf der Waldseite, durch wen auch immer, bleibt für mich äußerst streitbar.

  21. @ Sebastian Fiebrig: für mich bleiben bei Sottocultura weiterhin Fragen welche von der Waldseite unbeantwortet bleiben, genau wie bei den Themen Gewalt allgemein und auch Rechtsextremismus allgemein. Die Argumente dass Meldungen über Zerstörungen Fake-News sein halte ich für eine Frechheit. Und: ich halte die Kommunikation der Waldseite für teilweise arrogant und abgehoben, man kritisiert gern andere aber wenn es um Kritik an den eigenen Anhängern geht: Fehlanzeige. Die Stellungnahme der Hammerhearts zu Sottocultura halte ich für nicht ausreichend und mit ausgeschalteter Kommentarfunktion irrelevant. Ich habe auch über Jahre die Augen zu gemacht, genau mit dem Argument dass ja die Waldseite viele Verdienste hat, habe gerne gespendet für Coreos und bin Mitglied der Szene Köpenick, damit ist nun Schluß, so ein Umgang mit anderen Unionern geht gar nicht. Und ihr wisst ja, ich kritisiere euch auch gerne deutlich.

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