Unsre Mannschaft, unser Stolz. Unser Verein!

Im Vorfeld des Spiels gestern Abend habe ich hier in Bezug auf die erste Ausgabe von #bvbfcu geschrieben, dass “das Spiel damals auch inhaltlich kaum besser hätte laufen können und es nicht direkt wahrscheinlich ist, dass Union noch einmal in der Situation sein wird, spät in der Verlängerung in Führung gehen zu können.”

Tja, so kann man sich irren.

Oder auch nicht. Denn den Unionern, die gestern einen phantastischen Auftritt im Westfalenstadion erlebt haben, stand abwechselnd Ekstase und Enttäuschung über den Spielverlauf, aber immer Stolz und eben Staunen darüber ins Gesicht geschrieben, wie gut und mutig die Mannschaft gegen eine der besten Fußball-Mannschaften der Welt spielte.

So war die Strafraumverteidigung, auf die Union sich der Erwartung an das Spiel nach konzentrieren oder gar beschränken musste, tatsächlich sehr gut. Das konnte man an der relativ zur Präsenz des BVB im letzten Drittel geringen Zahl echter, klarer Chancen ablesen.

Aber Urs Fischer ließ seine Mannschaft eben viel mehr machen als bloß gut zu verteidigen. Union kombinierte sich öfter aus engen Räumen heraus als in jedem Ligaspiel dieser Saison. Gegen das Pressing von Lucien Favres Borussia Dortmund. Ich war ernsthaft überrascht davon, wie sehr Union den Worten von Urs Fischer in der Pressekonferenz vor dem Spiel, nach vorn verteidigen und selbst den Ball halten zu wollen, auf dem Platz folgte.

Und Union presste selbst immer wieder mal sehr hoch und aggressiv. Ich bin ehrlich gesagt noch immer ge-flashed davon zu sehen, wie Union nach 113 Minuten einen Abstoß von Dortmund zu fünft zustellte. Das machen Underdogs bei Unentschieden kurz vor Schluss nicht. Eigentlich.

Ach ja, das Spiel ging 3-2 für Dortmund aus, das statt des Elfmeterschießens einen Elfmeter schießen durfte(berechtigterweise, ). Und die Chance, Union in der Verlängerung in Führung zu bringen hatte diesmal statt Eroll Zejnullahu Simon Hedlund.

Die Parallelen zum Spiel vor zwei Jahren hörten damit noch nicht auf. Wieder traf ein Publikumsliebling mit seinem ersten Ballkontakt zum 1-1 (und dann nochmal). Und wieder schienen sich alle einig zu sein, dass der Gästeblock in der roten Ecke die Atmosphäre im größten Stadion des Landes bestimmt hat.

Aber Union war diesmal im Spiel noch näher an Dortmund als damals. Der 1-0 Rückstand zur Pause war nach zwei guten Chancen für Dortmund und zwei sehr schönen Fernschüssen von Union (von den neu in die Startelf gekommenen Lenz und Redondo) harsch. Auch deshalb hat die Gästekurve die Halbzeit hindurch energisch darüber gesungen, wie stolz sie auf ihre Mannschaft und ihren Verein ist.

Dass es am Ende nicht gereicht hat, um zu gewinnen oder zumindest das mit den Elfmetern nochmal, vielleicht auf der anderen Seite des Stadions, zu probieren, war nicht egal.

Aber ich bin grade, auf dem Weg ins Büro, trotzdem unfassbar froh, mich gestern morgen doch noch entschieden zu haben, nach Dortmund zu fahren und die Nacht in Zügen zu verbringen.

Aber leider müssen wir dann auch noch hierauf hinweisen:

Und schließlich, das sagen die Medien zu dem Spiel:

12 Gedanken zu „Unsre Mannschaft, unser Stolz. Unser Verein!

  1. Großes Spiel. Ich frage mich dennoch wieso Urs in der Verlängerung nicht noch den frischen Gogia brachte?

  2. Union scheitert bei Dortmund wieder erst im Elfmeterschießen.

    Marvin Friedrich wird hoffentlich nicht ewig daran hängen bleiben, die spielen hinten eine tolle Saison.

  3. Das war der Hammer gestern!

    Und nach dem letzten Spiel in Dortmund, haben wir eine Top-Saison gesehen, diese Parallele ziehe ich gerne!

    U.N.V.E.U.

  4. Gab es nicht nach dem letzten Spiel in Dortmund vor allem erstmal einen deutlichen Leistungsknick? Ich hoffe (und glaube), die Mannschaft ist diesmal stabiler.

  5. was für ein Auftritt unserer Manschaft und den Fans. Danke dafür. Jetzt volle Konzentration auf Sonntag und bitte weiter so.

  6. @Basti Nun, das Düsseldorf-Heimspiel am Wochenende danach würde ich dem Aufwand des Dortmund Spiels damals anlasten, Kaiserslautern auswärts (jeweils 0-1) schon nicht mehr, das hatte andere Gründe, danach war kein klarer Unterschied zur sonstigen Form der Saison zu erkennen.

  7. @Y @Delong Ich glaube, Zulj und Lenz waren ähnlich zerstört, aber verlorene 1v1 gegen die Offensivaußen wären schlimmer als was Zulj nicht mehr hinbekam gewesen

  8. @Daniel & Y: Reichel für Lenz macht natürlich Sinn. Aber Urs hat ja alle Optionen unberücksichtigt gelassen während bei Dortmund Sancho frisch kam (wer hat, der kann).

  9. Am Ende sind wir trotzdem wieder die Dummen und kommen über die zweite Runde nicht hinaus. Seit der Saison 2001/2
    als wir im Achtelfinale gege Rot Weiß Oberhausen Zuhause 1:2 verloren haben warten wir darauf. Das sind nun17 Jahre. Da nützt auch das ständige Lob nichts wie dicht wir dran waren am Sieg.

  10. @Andreas: 2013/14 gabs ein Achtelfinale zuhause (!) gegen Lautern. Kann mich gut erinnern, deprimierendes 0:3. Danach gings für Lautern nur noch bergab…

  11. manchmal sind niederlagen am ende positiv. ohne Osnabrück 2000 kein Pokalfinale 2001. unser glücks-konto beim fußballgott ist inzwischen gut dotiert…

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