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Felix Kroos wechselt bisher nur Windeln und nicht den Verein

Heute geht es für Union in einem Test um 13 Uhr gegen Ajax Amsterdam (Vereinsmitteilung). Das Spiel wird auf Sport1 übertragen. Sehr irritierend ist, dass Ajax keine Journalisten vor Ort zulässt.

Die Mannschaft war schon gestern unterwegs Richtung Niederlande. Deswegen gibt es heute ein paar Berichte aus der Konserve. Der Kurier und der Tagesspiegel greifen noch einmal die Statements von Oliver Ruhnert zu Sheraldo Becker auf, der im ersten Jahr noch nicht überzeugen konnte. Und die Morgenpost porträtiert Andreas Luthe.

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Christopher Trimmel wurde für die Länderspiele am 4. September (Norwegen) und 7. September (Rumänien) nominiert, weil Konrad Laimer verletzt ausfällt (Kurier, Kicker)

DFL-Clubs stimmen über Anzahl von Wechseln im Spiel ab

Am spannendsten heute finde ich die Frage, ob die Bundesliga zu drei Wechseln zurückkehren soll oder es bei den nach der Cornonapause eingeführten fünf Wechseln erst einmal bleiben soll. Ich würde eine Rückkehr zu drei Wechseln bevorzugen. Die Geisterspiele haben bei mir den Eindruck hinterlassen, dass Mannschaften mit qualitativ breiten Kadern von der Fünf-Wechsel-Regel profitieren. Der Kicker berichtet, dass darüber möglicherweise am Donnerstag bei der Außerordentlichen Mitgliederversammlung abgestimmt werden soll. Hier soll sich bei der Zweiten Liga eine Rückkehr zu drei Wechseln abzeichnen, in der Bundesliga hingegen nicht. Mal sehen, ob getrennt nach Liga abgestimmt wird.

Außerdem soll am Donnerstag das Hygienekonzept in den Statuten verankert werden. Ich bin mir nicht sicher, was ich davon halten soll. Denn ich kann mir vorstellen, dass dadurch ein mögliches Testkonzept von Union verunmöglicht wird. Vielleicht zur Freude von Max Eberl (Mönchengladbach), der sich nach Unions Bekanntgabe des Testkonzepts dagegen positioniert hat, dass sich andere Clubs ständig positionieren: “Ich würde mich freuen, wenn wir uns jetzt nicht ständig positionieren würden und besser dastehen wollen als andere. Sondern uns lieber solidarisch als Bundesliga versuchen vorzubereiten und, wenn es die Gesellschaft, die Pandemie-Situation zulässt, gemeinsam als Bundesliga wieder Überlegungen anstrengen, wie wir wieder Zuschauer ins Stadion bekommen.” (Zitat via Kicker)

Dass beispielsweise durch den Verzicht auf Stehplätze Clubs wie Mönchengladbach deutlich besser dastehen als Union, lässt Max Eberl in seiner Argumentation mal locker unter den Tisch fallen.

Felix Kroos im Interview

Etwas über eine Stunde war Felix Kroos bei Fums im Interview. Da ich hier in der Uckermark für Internet immer 10 Kilometer fahren muss, hatte ich leider noch keine Gelegenheit, mir das Ganze anzusehen. Aber wenn Felix Kroos nur halb so gut erzählt wie im Podcast mit seinem Bruder, dürfte das sehr unterhaltsam und interessant sein.

Dass Windelwechseln einfacher sei als ein Vereinswechsel zur Zeit, kann ich als Vergleich akzeptieren. Aus meiner Erfahrung mit bisher zwei Kindern möchte ich aber hinzufügen, dass Windelwechseln das Allereinfachste beim Großziehen von Kindern ist. Ein Kleinkind dagegen anziehen, wenn man ganz dringend zur Arbeit muss … nun ja, Kinder riechen es, wenn man es eilig hat.

Und was ist bei Unions Frauen los?

Die beiden Teams starten erst nächste Woche in die Meisterschaft. Gewöhnungsbedürftig dürfte vor allem der Name der Liga beim ersten Frauenteam sein: Regionalliga Nordost Staffel Nord. Das geht nicht so leicht von der Zunge.

Aber eine gute Nachricht gibt es schon: Die Facebook-Seite der Abteilung Frauen- und Mädchenfußball ist wieder online, so dass wir auch an dieser Stelle wieder gut informiert sind.

6 Kommentare zu “Felix Kroos wechselt bisher nur Windeln und nicht den Verein

  1. Eine Fortführung der 5fach Einwechslungen wäre mal wieder vornehmlich im Sinne des Fussballmafiadauermeisters. Ansonsten profitieren nur noch die 3-4 Vereine mit sehr guten Aussichten in einem der Europacups und mit so soviel Kohle vollgepampert, dass sie ca 2 Nationalmannschaften im Kader haben.
    Wer sowas fordert, und zudem schon in der Geldrangliste für massiv ungerechte Verteilungen einsteht, möge bitte auch keine abfälligen Bemerkungen über “sich positionierende” Vereine machen, die leider keine dreiviertel Liga fur sich arbeiten lassen können (oder gegen wen spielen diese “Vorzeigeclubs” denn jede Woche?)
    Das klingt dann nämlich nach dieser Uhrensohnlogik, wo nur gerecht ist was dem Krösus hilft.
    Solidarität von oben, sozusagen.. Wie im richtigen Leben 😉

  2. @matze , das sehe ich genauso!!!

  3. 1) Jeder Profi, ob beim 1. FC Union, Arminia Bielefeld oder Hertha BSC, würde es begrüßen, wenn nicht nur drei, sondern fünf Wechselspieler erlaubt sind. Mehr Wechsel bedeuten mehr Einsatzzeit für mehr Spieler.

    2) Jeder Trainer wird die Option, fünf Spieler wechseln zu können, begrüßen. Weil ihm das Gelegenheit gibt, die eine oder andere Härte im Kader besser moderieren zu können (Meint: 5 Wechseloptionen helfen dem internen Frieden im Team).

  4. Maria Draghi

    zu 1) jeder betriebswirtschaftlich denkende Fan muss im Umkehrschluss für 3 statt 5 Wechsel sein, denn Letzteres bedeutet für die Vereine auch schlicht höhere Personalkosten (Auflauf- und Punktprämien für zwei zusätzliche Spieler)

    zu 2) Nicht jeder Trainer. Vor allem die Trainer, die von den zusätzlichen Optionen einen Wettbewerbsvorteil haben. Und in einer 18er Liga können logischerweise nicht alle gleichzeitig Wettbewerbsvorteile haben.

  5. silberhacke

    1) kein trainer wird 5 mal auf der selben position wechseln, weshalb die kaderbreite eine zu vernachlässigende größe ist.

    2) wir reden über 2(!) wechsel mehr als bisher. hier geht es nicht darum, ein b-team zu bringen.

    bliebe also alles im rahmen.
    und leute wie bülter derart zu verschleißen wie letzte saison, wo er nach dem winter nur noch ein schatten seiner selbst war, ließe sich so vermeiden.

  6. Musiclover

    Aus dem Bauch heraus würde ich sagen, Urs Fischer wechselt eher spät und wenig. Mehr Wechsel bringen uns also vermutlich nicht viel.

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