Union äußert sich nicht zum Interview von Sebastian Polter

Die Nachwirkungen von Sebastian Polters Interview sind heute noch das größte Thema rund um Union und in den Berliner Medien, auch wenn es dazu keine Neuigkeiten gibt. Letzteres liegt auch daran, dass der Verein sich bisher nicht dazu geäußert hat. Es wird interessant sein, ob Oliver Ruhnert und Urs Fischer dabei bleiben oder wir in den nächsten Tagen von den Verantwortlichen noch etwas zu der Sache hören.

Trainer Urs Fischer gestern im Training mit Sebastian Polter, Foto: Matze Koch

In jedem Fall darf man davon ausgehen, dass Polters Äußerungen intern thematisiert werden. Wir wissen aber nicht, was dabei herauskommt (auch für den Umgang mit Sebastian Polter im Kader für den Rest der Saison). Und auch nicht, ob es hätte vermieden werden können, dass Polter seine Unzufriedenheit öffentlich austrägt, wenn seine Situation anders moderiert worden wäre.

Das schreiben die Berliner Medien über Sebastian Polter

Was aktuelle Nachrichten betrifft meldet Bild (nicht online), dass Michael Parensen nach Oberschenkelproblemen individuell trainiert und Sheraldo Becker wieder ins Mannschaftstraining zurückgekehrt ist.

Ausverkauftes Derby

Hertha hat gestern gemeldet, dass die Karten für das Derby im Olympiastadion ausverkauft sind (Vereinsmeldung). Hertha-Mitglieder und Personen mit Dauerkarten konnten je vier Tickets für das Spiel kaufen. Dabei weist Hertha darauf hin, dass der Verkauf von Tickets auf “unautorisierten Zweitmarktplattformen” untersagt sei und dort entdeckte Tickets gesperrt würden.

Interessant in diesem Zusammenhang ist ein Statement des Hamburger SV vor dem Stadt-Derby gegen den FC St. Pauli. Demnach hat der Verein für dieses Spiel mehr als 650 Tickets storniert. Gleichzeitig bietet er Leuten an, die überteuerte oder auf dem Schwarzmarkt gesperrte Tickets gekauft haben, eine Lösung zu finden, um ihnen legitime Tickets auszustellen.

Stadionverbot und Repression

Im Eintracht-Podcast geht es für einige Minuten auch um den geplanten Block-Boykott der Ultras Frankfurt beim Montagsspiel gegen Union. Im Podcast gibt es dazu durchaus unterschiedliche Ansichten (ab 1:52 Stunde). Der Eintracht Frankfurt Podcast feiert mit dieser Folge übrigens sein zehnjähriges Jubiläum. Herzlichste Glückwünsche dazu.

Bevor man in Frankfurt aber gegen Montagsspiele protestiert, muss man sich dort noch über die UEFA ärgern. Die hat vor dem Europapokal-Spiel der Eintracht gegen Ist-auf-keinen-Fall-ein-Franchise-des-selben-Projekts-wie-in-Leipzig Salzburg eine Choreo nicht erlaubt, in der Wunderkerzen eine Rolle spielen sollten. Obwohl alle involvierten Ordnungsbehörden den Plänen zugestimmt hatten, wie die Ultras Frankfurt in einem Statement schreiben.

Und ebenfalls in dieser Kategorie: Borussia Dortmund bekommt vom DFB für die nächsten drei Jahre eine Blocksperre für den Auswärtsblock bei Spielen in Hoffenheim (Kicker). Bei 11Freunde gibt es einen Kommentar dazu.

Und sonst so

Sicher empfehlenswert ist diese Veranstaltung über Trauerkultur im Fußball heute Abend um 19 Uhr:

Schluss(endlich)

Alles Gute und Glückwünsche an Urs Fischer zu seinem Geburtstag.

Und noch eine gute Nachricht: Einem in einem Hospiz lebenden Unioner wird der Wunsch erfüllt, noch einmal ein Union-Spiel sehen zu können (Facebook Gruppe “Die Eisernen”).

8 Gedanken zu „Union äußert sich nicht zum Interview von Sebastian Polter

  1. Hätte gerne mal Mäuschen gespielt bei der morgendlichen Presserunde der Verantwortlichen bei Union!
    Kenne dies aus meiner ehem. beruflichen Laufbahn! Da wurde schnell nach einem Schuldigen gesucht!!🤔
    u.n.v.e.u.

  2. Warum sollte in der Presseabteilung ein Schuldiger gesucht werden. Wurde das eventuell offiziell von Union begleitet? Ich denke nicht. So etwas hätte kein PR-Mensch durchgewunken.
    Wenn dann kriegt Polter eher noch einen Rüffel, weil er ohne Rücksprache ein Interview geführt hat. So kenne ich das eher. Weiß ja nicht in welchem Kommunikationsbereich du arbeitest. ;-)

  3. „…Oder ob die öffentliche Austragung von Polters Unzufriedenheit mit einer anderen Moderation seiner Situation hätte verhindert werden können.“

    Sehr geil formuliert.

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