Tag Archive for 'Stadion an der Alten Försterei'Page 2 of 4

Wie man Eindrücke gewinnt.

Das erste Training nach der Sommerpause ist traditionell öffentlich. Es dient vor allem dazu, sich mit den neuen Gesichtern vertraut zu machen. Eindrücke von der spielerischen Qualität der Mannschaft gewinnt der Zuschauer daraus selten. Um so interessanter ist das Trainergespräch im Anschluss. Den Medienvertretern stand ein sichtlich erholter, ungewohnt offener Uwe Neuhaus Rede und Antwort. Sein Saisonfazit fiel dabei sehr persönlich aus.

Der für alle Positionen ausgerufene Konkurrenzkampf schließt die Torhüterposition ein. Die Situation in der letzten Saison habe beiden Torhütern nicht gut getan, so Uwe Neuhaus. Hier möchte er dieses Mal frühzeitig klare Verhältnisse schaffen.

Konkurrenz ganz anderer Art erhält Ahmed Madouni, der gestern nicht dabei war. Mit Marc Pfertzel und Patrick Zoundi verstärken zwei weitere Französisch-Muttersprachler das Team. Auf seinen Akzent angesprochen versichert Marc Pfertzel allerdings glaubhaft “isch mache das nischt absischtlisch”.

Simon Terodde

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Markus Karl

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Marc Pfertzel

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Uwe Neuhaus

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Eingewöhnungsschwierigkeiten.

Manches beim 1. FC Wundervoll wandelt sich. Aber es gibt auch einige Dogmen, an denen niemand im Verein rütteln würde. Eines davon lautet, dass das Stadion an der Alten Försterei hauptsächlich ein Stehplatzstadion ist. Die Anzahl der Sitzplätze richtet sich weitestgehend nach den Vorgaben von DFL und DFB.

Und vor keinem Ereignis fürchtet sich der jahrelange Unionfan so sehr, wie vor dem altersbedingten Wechsel auf die Sitzplatztribüne. Das ist eine Wegmarke im Fanleben. Ein Bruch mit alten Gewohnheiten. Und weil der so schwer fällt, hilft der Verein mit einem freundlichen Hinweis nach.

Wunsch und Wirklichkeit.

Wir sind eigentlich durch mit dem Thema. Das Wetter ist doof. Die Trainingsplätze sind unbespielbar. Die anderen sind alle im Trainingslager. Bloß Union nicht.

Die Bilder von Matze Koch sind viel lustiger als die Realität.

Weihnachten in Familie

Scharren. Fegen. Hacken. Vertraute Geräusche rings um das Stadion an der Alten Försterei. Allerdings wird nicht gebaut, sondern Schnee geräumt, damit das letzte Spiel des Jahres stattfinden kann. Es ist Sonntag morgen, der vierte Advent, und das Thermometer zeigt noch minus 18 Grad an. Trotzdem allenthalben fröhliche Gesichter. Schließlich ist Weihnachten in Familie am schönsten. Und über die Unionfamilie ist schon viel gesprochen und geschrieben worden.

“Seid ihr bekloppt!”, ruft es aus der Kabine eines großen Baggers aus dem Fuhrpark der Firma des Unionpräsidenten. Ziel dieser charmanten berlinerischen Ansprache waren vier Männer, die Schnee in einem riesigen Sack zu einer Abladefläche schoben, damit er von dort wegtransportiert werden kann. “Dit is doch viel zu schwer. Haut den Schnee gleich hier hin. Ich nehme ihn mit.” Es war sofort wieder die Baustellenatmosphäre da, von der die Stadionbauer bis heute schwärmen. Dieses Gefühl hatte wohl auch Sylvia Weisheit, die ebenso wie während des Umbaus heute die Helfer koordinierte. So sprach sie in einem Interview mit dem Vereinsfernsehen AF.TV zunächst von einem “Rundgang auf der Baustelle”.

Angesichts der aktuellen Verletztenliste der Mannschaft war es vielen befragten Helfern egal, ob das Spiel gegen den Karlsruher SC stattfinden wird oder nicht. Die Sorge, die die meisten umtrieb, war, dass eventuell das traditionelle Weihnachtssingen am 23. Dezember im Stadion, an dem letztes Jahr 8.000 Fans teilnahmen, ausfallen könnte. Und Weihnachtslieder nicht im Kreise der Familie singen? Unvorstellbar.

Bilder: Stefanie Lamm

Dem Braten trauen.

Wenn man sich den Schluss des vorletzten Podcasts zur Analyse des Spiels in Paderborn anhört, dann war das Derby gegen Hertha eine logische Fortsetzung. Denn nach der Logik von Mathias Bunkus vom Berliner Kurier war das die einmalige Chance für die Mannschaft von Union, sich Schub zu holen und richtig in die Saison zu starten.

Wir diskutieren, ob das 1:1 gegen Hertha nun die tatsächliche Leistung von Union gezeigt hat oder nur ein Ausreißer nach oben war. War Union so gut oder Hertha so schwach? Ist das Glas halbvoll oder halbleer? Dazu gibt es noch einen O-Ton von Trainer Uwe Neuhaus und Karim Benyamina.

Podcast

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Der Worte sind genug gedrechselt

Mittwoch Nachmittag in Berlin-Köpenick. Ein Tross von Journalisten auf der Suche nach Themen, die nicht bereits seit einer Woche durch die Zeitungen geistern. Auf den Gesichtern ist Müdigkeit zu erkennen und der Wunsch, das Spiel möge endlich vorbei sein. Dieses Spiel, dass so stark elektrisiert, dass die ersten bereits ausgebrannt wirken.

Trainer Uwe Neuhaus und Teammanager Christian Beeck beten auf der Spieltagspressekonferenz vor dem Derby die Punkte hinunter, die jeder mit dem Begriff Derby verbindet: Leidenschaft, Enthusiasmus und Kampfgeist bei der Mannschaft. Auf den Rängen Kreativität und Rivalität. Und für das Konto drei Punkte. So lautet der Dreiklang. Aber so könnte er vor jedem Spiel lauten. Ein einziges Mal stört Neuhaus den beruhigenden Lauf der immergleichen Phrasen, als er die Neuschöpfung vom “friedlichen Gegeneinander” einbringt.

Es herrscht Routine. Ein ganz normales ausverkauftes Spiel im Stadion an der Alten Försterei. Man möchte auch einmal wieder in Führung gehen. Ja, Jérôme Polenz werde sehr wahrscheinlich für das Spiel ausfallen. Man habe mit Rauw und Menz Alternativen in der Hinterhand. Und was ist mit Paul Thomik? Das könne man noch nicht sagen. Denn überraschend hat sich auch Union ab heute Abend für ein sogenanntes Geheimtraining entschieden.

Uwe Neuhaus muss innerlich sehr starke Schmerzen haben, als er gefragt wird, welche Unterschiede er zwischen den Derby im Westen mit Dortmund-Schalke und dem Berliner Stadtderby sehe. Aber anstatt zu antworten, dass der große Unterschied sei, dass das Berliner Stadtderby so noch nie stattgefunden habe, antwortet er geduldig. Aber nichtssagend.

Am Ende die Hinweise aus der Sicherheitsbesprechung der beiden Vereine und der Polizei. Natürlich sei das Spiel ein Sicherheitsspiel. Aber das läge am ausverkauften Stadion und nicht am Derby. Eine Fantrennung werde es sicherlich nicht geben, solange die Lage friedlich bleibt. Solch eine Trennung durchsetzen zu wollen, sei bei einem Stadtduell auch illusorisch, meint Pressesprecher Christian Arbeit. So gibt es auch keine Maßnahmen gegen den angekündigten Fanmarsch der Herthaner. Gänzlich ungewohnt setzt die S-Bahn sogar vollständige Züge nach Köpenick ein. In einer dermaßen von der Bahn gebeutelten Stadt wie Berlin allein schon eine Schlagzeile wert.

Am Ende rollen die Fotografen mit ihren Koffern wieder weg. Es gab die gleichen Bilder wie auf jeder Pressekonferenz. Die Radiojournalisten holen noch ein paar O-Töne. Für etwas Abwechslung sorgt der BBC World Service bei einem Interview. Aber sowohl Trainer als auch Teammanager sind schnell verschwunden. Ein Pflichttermin vor einem Bundesligaspiel. Eine Viertelstunde lang. Nicht mehr. Es wird Zeit, dass angepfiffen wird.

Ich gehe ja nicht zum Spaß zu Union!

Wir stellen die Trainerfrage: Was tun? Oder was kann oder sollte Uwe Neuhaus jetzt tun, um den Erfolg wieder zu Union zu holen? Und wo sind die Typen bei Union in der Mannschaft? Außerdem fragen wir uns, ob es eigentlich anrüchig ist, wenn man feststellt, dass Union eine Saison Abstiegskampf bevorsteht? Denn wie sagte ein User auf Facebook: “Ich geh’ ja nicht zum Spaß zu Union!

Wir diskutieren das Verhalten der Anhänger von Union in Paderborn und beim Oberligaspiel bei Tennis Borussia. Wie kann man sich bestimmten Entwicklungen entgegenstellen und was unternimmt der Verein in diese Richtung? Und was ist eigentlich mit dem Neubau der Haupttribüne? Zum Schluss widmen wir uns kurz der Mietstundung für die Hertha und dem nächsten Ligaspiel, dem ersten Punktspielaufeinandertreffen des 1. FC Union Berlin und Hertha BSC seit 60 Jahren.

Als Gäste haben wir Mathias Bunkus (Berliner Kurier), Hans-Martin und Robert eingeladen.

Podcast

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

VEB Hertha BSC

Hertha BSC hätte die Lizenz für die zweite Bundesliga vermutlich nicht erhalten, wenn das Land Berlin nicht mit einer verzinsten Mietstundung eingegriffen hätte. Das berichtet die Berliner Morgenpost. Der Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Vereinbarung zwischen der landeseigenen Olympiastadion Berlin GmbH und Hertha ist sicher nicht zufällig gewählt. In weniger als einer Woche treffen Union und Hertha das erste Mal seit 60 Jahren wieder im Kampf um Punkte aufeinander. Auf den Punkt gebracht wird das Vorgehen im verlagseigenen Hertha-Blog, wo plakativ die Frage gestellt wird: Wie ist das dem 1. FC Union Berlin zu erklären?

Zugang zum Olympiastadion vom U-Bahnhof

Die Antwort darauf ist einfach: Gar nicht! Aber das muss es auch nicht, denn es handelt sich um komplett verschiedene Vorgänge und ein Problem des Landes Berlin. Ein Engagement des Senats von Berlin für die Spielstätte an der Alten Försterei gab es de facto nicht. Formal zog man sich letzten Endes darauf zurück, dass die Kommune Träger sei, also der Bezirk Treptow-Köpenick eine Lösung finden sollte. Das Ende ist bekannt: Ein Erbpachtvertrag mit dem Bezirk, Sanierung aus eigenen Mitteln. Hertha hingegen spielt in einem Stadion, das vom Land Berlin betrieben wird und dessen Sanierung sich das Land erst durch Stimmenkauf im Bundesrat bei der rot-grünen Steuerreform leisten konnte.

Hertha hat sich mangels Alternativen in der Stadt langfristig mit einem Mietvertrag bis 2017 an das Olympiastadion gebunden. In der Bundesliga liegt die Miete bei kolportierten 4,5 Mio €. In der zweiten Liga sinkt der Betrag pro Spieltag um 25.000 € und die Prämie von zusätzlichen 75.000 € bei erreichten 50.000 sind nur bei entsprechendem sportlichen Erfolg denkbar. Das erwartete Minus der Betreibergesellschaft für den Zweitligafall liegt bei 700.000 bis 2,5 Mio €. Läuft es so, wie die Saison angefangen hat, müsste die Hertha in der zweiten Liga eine Stadionmiete in einer Höhe bezahlen, die beim 1. FC Union ca. 50% des Lizenzspieleretats ausmacht. Das Problem der Hertha ist also ein selbst für Erstligaverhältnisse exorbitanter Mietvertrag, aus dem der Verein erst in sieben Jahren ausscheiden kann.

Das eigentliche Problem liegt aber beim Land Berlin. Das betreibt mit einer Stadionbetreibergesellschaft eine Spielstätte, die mit dem Wegfall eines nicht zu ersetzenden Hauptmieters sofort Insolvenz anmelden müsste. Das erklärt auch, warum die Betreibergesellschaft nicht von privater Hand betrieben wird. Denn wirtschaftlich gesund ist etwas anderes. Hier rächt es sich, auf den Denkmalschutz des Olympiastadions und seiner Laufbahn bestanden zu haben. Würde die Betreibergesellschaft zahlungsunfähig werden, springt als Eigner wohl das Land Berlin, ergo der Steuerzahler ein. Um dieses Potential weiß seit langem auch Hertha BSC. Die Lizenz hätte man im unwahrscheinlichsten Fall auch mit einem preiswerten und kurzfristigen Mietvertrag im Stadion an der Alten Försterei erhalten können. So kann Hertha mit einer weichen Budgetschranke arbeiten wie ein sozialistischer Betrieb im Ostblock in dem Wissen, dass er gar nicht pleite gehen kann. Es können fix 2,5 bis 4,5 Mio € im laufenden Etat umgeschichtet werden.

Das Land Berlin hat also bis 2017 und eigentlich auch darüber hinaus nun einen VEB Hertha BSC am Hals. Und den blau-weißen Anhängern steht eine Saison bevor, über der die Überschrift steht: “Aufstieg oder Tod!”

Stadionwurst: Die Prüfung

Nach dem ersten Test der neuen Stadionwurst auf dem privaten Grill gab es am Montag Abend zum Trainingsauftakt bei lauschigen 36 Grad die Möglichkeit, die Würste in ihrer natürlichen Umgebung zu prüfen. Dazu wurde der Holzkohlegrill hinter der Sitzplatztribüne angefeuert.

Würste auf dem Grill zum Trainingsauftakt am 12.07.2010

Der Preis für die Wurst ist stabil geblieben und liegt bei 2 Euro. Allerdings war das Schlangestehen am Montag noch nicht der Härtetest für einen normalen Spieltag. Am Grill ging es gespannt zu. Die erste Überraschung gab es, als die Wurst überreicht wurde. Dass die Würste im Stadion an der Alten Försterei im Brötchen daherkommen ist nichts Neues. Aber die Brötchen waren auch knusprig. Das ist tatsächlich selten. Zur Selbstbedienung stehen noch Senf- und Ketchupflaschen zur Verfügung.

Wursttest zum Trainingsauftakt am 12.07.2010

Beim Gang zur Sitzplatztribüne zeigte sich dann tatsächlich der Vorteil einer kurzen dicken Wurst im Stadionalltag. Zwei Würste im Brötchen konnten bequem mit einer Hand getragen werden. Weder Senf noch Ketchup quillten in der Zeit aus dem Brötchen. So übersteht nicht nur die Wurst sondern auch ihr Träger das Gedränge unbeschadet.

Ansonsten bestätigte die Stadionwurst sämtliche vorher schon festgestellten Testergebnisse. Für Begeisterung sorgte, dass sie auch noch nach einiger Wartezeit knackig bleibt. So kann man sich der Meinung des Stadionbesuchers Jan nur anschließen, der nach dem Test sagte: “Eine tolle Wurst. Diese Saison werde ich mir sicher immer auch eine Bratwurst holen.”

Ein einziger Wermutstropfen bleibt. Wer für die Bratwurst das Stadion nicht verlassen möchte, kann sich zwar an den Buden über den Stehplätzen versorgen, muss dann aber in eine in Öl gebratene Wurst beißen.

Jetzt geht wieder alles von vorne los.

Zum offiziellen Trainingsauftakt prasselte die Sonne so kräftig von oben, dass die Würstchen schnell gewendet werden mussten, damit sie sich an der Kohleglut abkühlen konnten. Auch die zahlreichen Zuschauer beim Training, die Zahlen schwanken zwischen 1000 und 3000 Besuchern, suchten ihr Heil im Schatten der kleinen Haupttribüne. Kurzzeitig sorgten die Ordner für Verwirrung, als sie den Zuschauern die mitgebrachten Getränkeflaschen abnahmen. Dafür gab es dann eine wortreiche Entschuldigung von Vereinsseite, die das Malheur zum eigenen Bedauern erst spät bemerkte.

Torhüter beim Aufwärmen Trainingsauftakt 12.07.2010

Trotzdem war die Stimmung sowohl auf den Rängen als auch bei den einzeln vorgestellten Spielern und Mannschaftsbetreuern ausgelassen. Die drei Torhüter führten ihre Trikots in jeweils unterschiedlichen Farben vor. Dabei ragte der neuverpflichtete Marcel Höttecke von Dortmunds U23 nicht nur wegen des schwarzen Jerseys heraus. Seine Statur ließ ein breites Gemurmel bei den Anhängern erklingen.

Nach einem kurzen Aufwärmprogramm gab es ein Trainingsspiel zwischen roten und grünen Trikots. Während grün zunächst die bessere Figur machte und schnell 2:0 durch Tore von Jérôme Polenz Chinedu Ede (Danke für den hinweis im Kommentar) und John-Jairo Mosquera führte, zeigte die rotgewandete Mannschaft Steherqualitäten. Den Anschlusstreffer markierte Halil Savran und den Ausgleich der zunächst mit sich unzufrieden wirkende Karim Benyamina. Aber wirkliche Rückschlüsse konnte man aus dem Spiel nicht ziehen. Vielleicht nur den, dass, sollte die Mannschaft von Verletzungen verschont bleiben, das spielerische Element offensichtlich gestärkt wurde.

Pressesprecher Christian Arbeit interviewte beim Auslaufen die einzelnen Neuzugänge. Beim Doppel Ahmed Madouni und Santi Kolk mischte sich nach einer Bemerkung des Niederländers über die Trainingsmethoden Uwe Neuhaus ein.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Nach dem Spiel nahm sich Trainer Uwe Neuhaus etwas Zeit, um Stellung zu verschiedenen Themen zu geben.

Erster Eindruck von Santi Kolk

Er hat die Woche in Oberhof nicht mitmachen können, weil die Sache da noch nicht perfekt war. Wir wollen ihm ein bißchen Zeit geben, um sich einzufinden. Im Trainingsspiel war das nicht einfach, da er nicht wußte, was er machen soll. Er wollte der Rolle, die von ihm erwartet wird, gerecht werden. Aber man hat gesehen, dass das nicht nur auf ihn, sondern auch auf die anderen zutrifft, die hier auch mal wieder den Ball gesehen haben. Den einen oder anderen hat es gewundert, dass der Ball noch rund ist.

Einschätzung zu Halil Savran

So, wie ich ihn kennengelernt habe und wie er sich im Trainingslager und im heutigen Spiel gegeben hat, ist er von seinem Naturell her ein absoluter Kämpfertyp. Er beißt sich in die Aufgabe hinein, steckt nie auf und kann der Mannschaft durch seinen unbedingten Einsatzwillen sicherlich weiterhelfen. Er selbst ist ja aufgestiegen und weiß, dass es für ihn schwer wird. Aber er ist bereit, jede Aufgabe anzugehen und ich bin davon überzeugt, dass er jede Woche seine Chance suchen wird. Er wird immer wieder angreifen und die anderen Stürmer unter Druck setzen.

Ich weiß nicht, ob er am ersten Spieltag dabei sein wird oder am zweiten oder dritten. Aber auf eines ist Verlass: Auf seine Mentalität und seine Einstellung. Er steckt nie auf.

Das zweite Jahr ist das schwerste

Ist das so? – Es könnte sein, wenn man die Aufgabe nicht konzentriert genug angeht und sich auf der sicheren Seite wähnt. Das betrifft jeden einzelnen Spieler, aber auch den Trainerstab. Wenn wir in der täglichen Trainingsarbeit unsere Aufgaben vernachlässigen, dann kann das zweite Jahr nicht nur das schwierigste, sondern auch das letzte sein.

Aber dessen sind wir uns bewusst. Wir werden die Sache so angehen, dass wir die Mannschaft in die Pflicht nehmen, jeden Tag ordentlich und gründlich zu arbeiten. Und dann bin ich davon überzeugt, dass wir eine gute Saison spielen.

Das Derby gegen Hertha früh in der Saison

So gehe ich nicht an die Sache heran. Mir ist es egal, wann wir Hertha zu Hause hoffentlich schlagen. Wir dürfen die Saison nicht auf zwei Spiele reduzieren. Schon beim ersten Spiel in Aachen müssen alle Lampen glühen. So müssen wir in die Saison gehen. Wir dürfen nicht darauf warten, dass irgendwann Hertha kommt und dann irgendwann das Rückspiel. Da verpassen wir den Rest der Saison.