Union hat rasiert und feiert die wohl dezentralste Klassenerhalts-Party überhaupt

“Komm Rob, erste Worte. Was fällt dir sofort ein?”, wurde Robert Andrich bei AFTV gefragt, als er noch eine Flasche Berliner am Hals hatte. “Bier!”, antwortete der Mittelfeldspieler, der beim 1:0 gegen Paderborn ohne Gelbe Karte vom Platz ging. Es war wahrscheinlich dezentralste Klassenerhaltsparty, die Union je gefeiert hat. Ich hatte das Gefühl, dass wir alle mit Abpfiff auf den Balkon oder auf die Terrasse gehen mussten, um gedanklich den Platz zu stürmen und gleichzeitig draußen ein paar Tränen der Freude die Wange herunterlaufen zu lassen. Dieses Video, das Union direkt nach Abpfiff gepostet hat war ein bisschen das, was sicher bei allen als Kopfkino lief.

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Die DFL lockert das Hygienekonzept, das hat aber null Auswirkungen auf uns Fans

“DFL und DFB verkünden Lockerungen” liest sich erst einmal super als Überschrift beim Kicker. Aber am Ende hielt sie nicht, was sie versprach. Die ab sofort geltenden Lockerungen betreffen nur die Maskenpflicht bei Ersatzspielern und Vierten Offiziellen, sowie die Zahl der anwesenden unabhängigen Journalisten (also nicht von Rechte-Inhabern wie Sky, Dazn oder Amazon). Die steigt auf 26. Von Zuschauern ist weiter keine Rede. Wobei ich mir da auch wenig Illusionen mache für die Zukunft. Aber ganz ehrlich: Das wäre die einzige Lockerung, die mich interessiert, denn ich habe wahnsinnige Sehnsucht nach dem Stadion an der Alten Försterei.

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Sebastian Andersson sagt, dass die Höhe des Gehaltsverzichts noch unklar sei

“Haste schon gehört?”, fragte mich gestern einer meiner Nachbarn, als wir im Garten auf unserem Hof zusammensaßen und Bier tranken (natürlich wegen des Coronavirus mit Abstand). “Was denn?”, war ich neugierig. “Union hat gegen Gladbach gewonnen. War legendär. Schon wieder.” Er grinste und nahm einen Schluck aus der Flasche. Dieses Wochenende hätte es zu einem der Auswärtsspiele kommen sollen, das für viele Unionfans besonders ist. Für die Alten, weil Gladbach vielleicht ihre zweite Mannschaft war, die sie beobachteten. Damals in der DDR. Für die Jungschen gibt es vielfältige Verbindungen zur Szene von Gladbach. Und nach dem Hinspiel wurde schon gefeiert.


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Der DFB gibt Fehler bei Drei-Stufen-Plan bei Union-Spiel zu, findet aber weiter, dass Dietmar Hopp diskriminiert wird

Auch wenn der reine Sport in den vergangenen Tagen etwas in den Hintergrund gerückt ist, so geht es heute Abend (Anstoß 18.30 Uhr) in Leverkusen um den Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals. Und vielleicht noch einen Tick wichtiger als die Prämie von gut 2,8 Millionen Euro (Bild) für den Sieg wäre aus meiner Sicht die letzte Chance auf ein Pokal-Heimspiel, die das Halbfinale mit sich brächte.

Marius Bülter jubelt nach seinem Tor gegen Leverkusen am 15.2.2020, Foto: Matze Koch

Marius Bülter jubelt nach seinem Tor gegen Leverkusen am 15.2.2020, Foto: Matze Koch

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Das neue Verkehrskonzept für den Stadionausbau soll im Mai veröffentlicht werden

Das Wichtigste zuerst: Laut Bild soll wohl im Mai das neue Verkehrsgutachten erscheinen, das Voraussetzung für den Stadionausbau ist. Integriert in den Verkehrsplan wäre der Neubau des Bahnhofs Köpenick als Regionalbahnhof, gegen den die Deutsche Bahn viele Jahre lang war, und die Straßenbahnkehre am Stadion, die das Land Berlin bereits in eigenen Verkehrsplänen integriert hat.

Als der Regionalbahnhof Karlshorst geschlossen wurde, vertröstete die Bahn auf den Regionalbahnhof Köpenick. Twitter: @db_bahn

Als der Regionalbahnhof Karlshorst geschlossen wurde, vertröstete die Bahn auf den Regionalbahnhof Köpenick. Twitter: @db_bahn

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Union muss sich nicht für die eigene Art des Fußballspielens rechtfertigen

Ich hoffe, dass es der Mannschaft mit einem Tag Abstand genauso wie mir geht. Denn mit jeder Minute, die das 2:3 gegen Leverkusen her ist, wird mein Frust geringer. Und ich sage mir: Genau so weitermachen! Ich finde gar nicht, dass sich Trainer Urs Fischer für seine Art, Fußball zu spielen rechtfertigen muss, wie er es ein bisschen gemacht hat, als er auf der Pressekonferenz nach dem Spiel sagte: “Die Mannschaft war gefährlich. Gerade im Spiel mit dem Ball konnten wir zeigen, dass wir auch Fußball spielen können.”

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Hätte ick noch vor wenigen Monaten und eigentlich seit ick in dieses Stadion gehe nie gedacht, dass unsere Mannschaft mal nicht nur bereit ist leidenschaftlich zu kämpfen und zu rennen, dit machen sie ja zum Glück fast immer, sondern auch die Fähigkeiten besitzt einen individuell auf dem Papier klar überlegenen und deutlich erfahreneren Gegner spielerisch zu dominieren und dabei schnörkellosen, schnellen, mitreißenden und richtig attraktiven Fußball zu spielen. Stolzer kann man da auf Truppe und Trainer eigentlich nicht sein! Weiter so @1.fcunion! 💪 . . . #union #unionberlin #eisernunion #unveu #fcu #allesaufrot #alteförsterei #stadaf #köpenick #dieeisernen #eisernberlin #wuhlheide #fcunion #berlinsiehtrot #niemehrzweiteliga #stadion #footballground #rotundweiss🔴⚪ #unsereliebe #bundesliga #meinverein #köpenick #deintreptowköpenick #berlinickliebedir #undniemalsvergessen #pyrotechnikistkeinverbrechen #fussballliebe #fussball #⚽️

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Fragen für 2020: Würden wir mit Union während des Stadionausbaus ins Olympiastadion ziehen?

Wenn ein Spieler bei Union Rückblicke machen darf, dann Michael Parensen, denn er hat mit nun fast 11 Jahren in Köpenick so einiges erlebt. Deshalb hatte die Bild in den vergangenen Tagen eine kleine dreiteilige Serie mit dem Linksaußen, der über die Linksverteidiger-Position erst zum defensiven Mittelfeldspieler und mittlerweile zum Innenverteidiger geworden ist. Ich fand gut, dass er im Nachhinein noch einmal dargestellt hat, was Jens Keller vor allem im Bewusstsein mit Mannschaft und Verein gemacht hat. Union ist davon nicht breitbeinig geworden und schaut Richtung Europa. Aber die Bundesliga und der Kampf darum wurde angenommen. Der Aufstieg war kein Betriebsunfall, und wir sehen die Bundesliga nicht als Urlaub an.

Michael Parensen kam auch in der Bundesliga zu seinen Einsätzen, Foto: Stefanie Fiebrig

Michael Parensen kam auch in der Bundesliga zu seinen Einsätzen, Foto: Stefanie Fiebrig

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Union wird keine Unterschiede zwischen alten und neuen Mitgliedern machen

Besonders viel Konflikt-Potential hatte die Mitgliederversammlung des 1.FC Union Berlin, die gestern Abend stattgefunden hat, nicht (wenn man von den Preisen für Bier, 5,50 Euro in der Verti Music Hall, einmal absieht. Aber vielleicht ist das ja für den Ablauf der Veranstaltung selbst gar nicht ganz so schlimm.)

Mitgliederversammlung 1. FC Uniona

Mitglieder stimmen ab, Photo: Matze Koch.

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#390 – Vor Hertha hatte ich auch mal mehr Respekt

Union gewinnt erstmals zu Hause ein Derby gegen Hertha und doch dominieren danach andere Themen. Wir bringen unser Unwohlsein zum Ausdruck differenzieren aber zwischen den verschiedenen Vorfällen. Und wir freuen uns über den Sieg. Und ja, das war ein Elfmeter.

Anthony Ujah kickt nach dem Derby gegen Hertha ein Leuchtgeschoss vom Rasen, Foto: Matze Koch

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Wir hätten die Größten sein können, haben uns aber selbst kleiner gemacht

Das kleine Kind auf dem Arm. Die andere Hand zur Faust geballt. So standen wir an der Anzeigetafel da, als die Mannschaft vor der Waldseite zusammenkam. “Stadtmeister, Stadtmeister, Berlins Nummer 1”, singen wir. In dem Moment ist fast alles wieder in Ordnung gewesen.

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