Der 1. FC Union ist jetzt wirklich da

Das Spiel in Augsburg, das gestern 1-1 ausging, war eines, mit dem der 1. FC Union in der Bundesliga angekommen ist. Der erste Punkt und das erste Tor (wer hat auf Sebastian Andersson getippt?), aber vor allem das Spiel insgesamt, haben gezeigt, dass es in der Liga ein Niveau gibt, auf dem Union mithalten kann.

Wichtig ist dabei vor allem, dass Union gute Szenen in der Offensive produzieren kann. Wahrscheinlich wird es dabei in dieser Saison noch mehr Vielseitigkeit brauchen, als man gestern gesehen hat. Aber so lange die für Union typischen Konter so wie gestern mit tunnelnden Pässen und sicheren Abschlüssen zu Ende gespielt werden, ist das schon okay.

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Es ist nie zu früh für Sechs Punkte

Der 1. FC Union spielt heute in Augsburg, und es ist keine Übertreibung, zu sagen, dass es ein Sechs-Punkte-Spiel ist. Daran ändert auch nichts, dass es erst der zweite Spieltag ist, oder dass man für jeden Sieg nur drei Punkte bekommt. Union braucht in dieser Saison ein paar Siege, und Niederlagen für andere Mannschaften, und heute hat man in Augsburg Gelegenheit für beides zu sorgen. (Auf diesen Punkt hebt auch das New Yorker Union-Blog in seiner Vorschau ab.)

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Urs Fischer besteht auf einer sportlichen Steigerung

Nach einer 0-4 Niederlage zum Saisonstart gibt es natürlich Kommentare, die sagen, das sei ein Realitäts-Check zur richtigen Zeit und dürfe sich nicht schön geredet werden. Tatsächlich ist so eine Niederlage aber eine gute Erinnerung daran, wie unterschiedlich die Ausgangsposition von Woche zu Woche ist, wenn man als Spitzenmannschaft in einer Liga oder als Mannschaft, die gegen den Abstieg spielt, antritt.

Denn während man sich, um eine Liga zu gewinnen, eher wenige Fehler erlauben darf (okay, außer in der 2. Bundesliga, aber trotzdem), sind Niederlagen wie die von Union gegen Raba Leipzig auf gewisser Ebene egal. Denn es geht nur darum, genug Spiele zu gewinnen, um in der Liga zu bleiben – aber nicht so sehr darum, konstant Ergebnisse einzufahren.

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Mit Mut nach vorn passieren Dinge

Wenn man das Spiel von Union gegen *Leipzig gestern als Unioner*in im Stadion gesehen hat, hat man wahrscheinlich nicht allzu genau auf Taktik geachtet. Außer vielleicht in der ersten Viertelstunde, als man nichts besseres zu tun hatte. Aber danach hat sich nicht nur das geändert, sondern erschien auch das Leistungsgefälle der beiden Mannschaften, zum Beispiel in physischer Geschwindigkeit und Handlungsschnelligkeit, so klar, dass es auf taktische Details nicht anzukommen schien. Die waren aber trotzdem interessant, und wollen wir uns hier in der Taktik-Analyse etwas genauer anschauen.

Union Verteidigung Taktik RB Leipzig

Keven Schlotterbeck und Union mussten viele überfordernde Situation verteidigen. Photo: Stefanie Fiebrig

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11033 Tage und ein paar Stunden

Freudig gespannte Nervosität ist heute Morgen, vor dem ersten Bundesliga-Spiel der Vereinsgeschichte, die bei Union bestimmende Gefühlsregung. Und Ungeduld, noch bis zum Nachmittag warten zu müssen.

Aber diese paar Stunden sind natürlich eine lächerliche Wartezeit im Vergleich zu den 11033 Tagen, die es her ist, dass Union in einem Erstliga-Spiel angetreten ist (und in Sachsen gegen den Meister Dynamo Dresden 5-0 verloren hat, aber lassen wir das.)

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Urs Fischer und elf TV-Kameras

Als ich zum letzten Mal hier war – es kommt einem vor, als sei es eine Ewigkeit her –, zur Pressekonferenz vor den ersten Relegationsspiel gegen Stuttgart, wirkte Unions Trainer Urs Fischer ein wenig nervös. Eine Falte in seiner Wange zuckte ein wenig. Eine Kleinigkeit, aber eine, die man gerade so wahrnehmen kann wenn man genau genug hinschaut. Und die man versteht, wenn man etwas über Fischer liest. Er ist jemand, der besessen davon ist zu gewinnen, und er wusste, dass dieses Hinspiel die Aufstiegsspiele vorentscheiden würde.

1. FC Union Pressekonferenz

Elf Kameras und viele Journalist*innen bei der Pressekonferenz, Photo: Matze Koch

Aber jetzt, vor dem Spiel gegen Leipzig, wirkt Urs Fischer viel entspannter. Er redet ausführlich über seine Spieler, über die technischen Unterschiede zwischen den Sebastians Andersson und Polter, und lobt dabei beide in hohen Tönen. Er spricht darüber, wie hart die Mannschaft gearbeitet hat, wie gut sich die neuen Spieler einfügen, wie man den Gegner beobachtet hat. Er ist locker, leicht zugänglich und lächelt viel. Er sieht aus, als habe er Spaß daran, Witze über die vielen neuen Gesichter in der Pressekonferenz zu machen.

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Urs Fischer and eleven TV-Cameras

Diesen Text von Jacob Sweetman gibt es hier auch auf Deutsch.

When I was last here, what seems like a lifetime ago, in the press conference before the first leg of the first leg-‘Relegationsspiel’ against Stuttgart, Urs Fischer had seemed a little nervous. A muscle in his cheek kept twitching slightly. It was a small thing but ever so slightly perceptible when you looked hard enough. It’s understandable when one starts to read about him. He is a man obsessed by winning, and he knew that the first leg would be the one to define the tie.

Urs Fischer Trainer 1. FC Union

Urs Fischer appeards relaxed at the press conference, Photo: Matze Koch


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Nicht alles ist neu, aber alles ist besser mit Union

Gestern hat die tollste Saison der Bundesliga-Geschichte begonnen. Der Grund für diese Superlativ ist natürlich, dass Union dabei ist. Und bevor man dem jetzt entgegnet, dass der Fußball doch an so vielen Stellen kaputt sei: Ja. Aber früher war auch alles schlecht. Nur eben ohne Union, und deshalb schlechter.

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Es gibt tatsächlich eine Verlosung der Tickets – aber warum nur von 5500 Karten?

Dass die Tickets für das Spiel gegen Dortmund unter den Mitgliedern ohne Dauerkarte verlost werden, hat der Verein nun gestern auch offiziell kommuniziert. Ein Los ‘ziehen’ kann man im online-Zeughaus zwischen Freitagmorgen und Montagabend.

Tickets 1. FC Union ausverkauft

Dieses Bild wird man in dieser Saison wahrscheinlich oft oder sogar immer sehen, Foto: Matze Koch

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Rafał Gikiewicz wünscht sich Stimmung die ganze Zeit über

Eine Debatte darüber, ob es richtig ist beim ersten des 1. FC Union in der Bundesliga einen Stimmungsboykott zu organisieren, gibt es, seit die Ansetzung von Leipzig als Gegner in diesem Spiel erschienen ist, und spätestens, seit die Fanszene diesen Boykott angekündigt hat. Mit Rafał Gikiewiczs Instagram Post gestern, in dem der Torwart sich wünscht, dass es keinen stillen Protest sondern das ganze Spiel über frenetische Anfeuerung gibt, hat diese Debatte aber gestern noch einmal mehr Dynamik bekommen.

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Liebe Fans, am Sonntag werden wir alle einen historischen Moment erleben! Wir haben in der letzten Saison sehr hart für diesen Moment gearbeitet! Wir alle, auch Ihr! Für alle Unioner ist das ein besonderer Moment! Euer geplanter Boykott in den ersten 15 Minuten ist nicht gut für uns Spieler. Ihr könnt gerne eine Choreo oder sonst etwas machen. Wir Spieler, zusammen mit Euch Fans, müssen unseren Gegnern zeigen, dass das UNSER Platz ist, UNSER Haus! Sie müssen spüren „Wellcome to Hell“, dass es NIE einfach ist gegen uns zu spielen. Fans, das ist meine persönliche Meinung! Ich bin Ausländer und es interessiert mich nicht, wer unser Gegner ist! Ich will einfach nur MIT EURER HILFE gewinnen. Ihr könnt alles machen, aber ein Boykott wird uns nicht helfen. Wir brauchen Eure Euphorie, Eure Gesänge, Eure Anfeuerungen!!! Alles Liebe Euer Giki

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