Zum Training gehen ist schön, es sei denn, man trainiert. Während die Trainingskiebitze träge Richtung Sonne blinzelten, hat die Mannschaft auf dem Kleinfeld an ihrer Antrittsgeschwindigkeit und am schnellen Umschalten gearbeitet. Ich persönlich vermisse Kilian Pruschke, aber das will ja wieder keiner wissen.
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Den Ausflug mit dem Sonderzug nach Köln haben wir uns alle ganz anders vorgestellt. Das Spiel. Die Rückfahrt (leider ohne Mannschaft). Die Polizeimeldungen. Und auch den Podcast. Trotz vieler Themen muss er dieses Mal leider ausfallen. Dienstpläne, Krankheit und Familienverpflichtungen sorgen für eine Generalabsage in dieser Woche.
Die Fahrt mit dem Sonderzug war trotzdem ein tolles Erlebnis. Deshalb gibt es eine kleine Audiocollage von dem Tag als kleine Podcast-Entschädigung. Nach dem Spiel gegen Aue am Freitag sind wir wieder wie gewohnt auf Sendung.
Foto: unveu.de
Shownotes:
00:00 Min – Intro
00:14 Min – Stand by me im Diskowagen
00:44 Min – Ankunft im Bahnhof Köln-Deutz
01:42 Min – Am Eingang zum Gästeblock (Von FCU – Du bist unser Verein)
02:02 Min – Das Spiel
04:33 Min – Björn Kopplin nach dem Spiel
05:11 Min – Michael Parensen nach dem Spiel
07:24 Min – Auf dem Kölner Bahnhof (Von FCU – Du bist unser Verein)
08:03 Min – Zombie Nation im Diskowagen (Von Eiserner Virus)
08:50 Min – Christian Stuff am Morgen danach
09:53 Min – Torsten Mattuschka am Morgen danach
Es gibt den Podcast immer auch als Alternativdownload (48kbit/s – mono) für ganz schmale Bandbreiten (auch bekannt als üble Internetverbindung). Link ist unten unter den üblichen Downloadlinks.
3:54 Uhr Guten Morgen vom Bahnhof Lichtenberg. Gerade setzt sich der Sonderzug direkt nach Köln in Bewegung. Gut sieben Stunden soll die Fahrt bis Köln-Deutz dauern. Ich gönne mir jetzt erst einmal etwas Schlaf. 13 Uhr Anstoß im Kölner Stadion.

4:17 Uhr Der Kaffee im Imbiss vor dem Bahnhof Lichtenberg war vielleicht doch keine gute Idee. Bin knallwach. Gut, dann kann ich den Kollegen zuhören, wie sie von ihren legendären Kölnausflügen erzählen. Das 0:7 aka “Ne janz enge Kiste” gehört natürlich dazu. Schön natürlich die Erzählung von Matze Koch: “Das letzte Mal, als ich in Köln war, hat Carl Zeiss Jena bis zur 79. Minute 3:1 geführt und am Ende noch 3:4 verloren. Das war der Abstieg.” Nicht umsonst führt der Klub mittlerweile die Beschreibung “der einstmals ruhmreiche” vor dem Vereinsnamen.
4.34 Uhr Matze versucht zu schlafen. Das ganze Abteil hat Reichsbahn-Charme. Natürlich Raucher…

4:57 Uhr Ganz schön frisch im Abteil. Wir suchen den Heizungsregler. Naja, wenigstens den Lautsprecher haben wir schon auf Anschlag aufgedreht. Oh. Unter dem Mülleimer ist ein Drehventil. Ohne Bezeichnung. Einfach mal nach ganz rechts drehen und schauen, was passiert. Falls ich mich nicht mehr melde, war es der automatische Notausstieg. O-Ton Matze: “Es ist genau so kalt wie im Sonderzug nach Wien fünf Tage nach Maueröffnung.”
5:33 Uhr Wir rollen durch Magdeburg. In den Nachbarabteilen ist die Stimmung richtig gut. Für uns stehen die Getränke, die dort gereicht werden, aber auf der Dopingliste. Gleich mal durch den Zug laufen und schauen, ob es auch Kaffee gibt. Die samtroten Sitze sind übrigens gut durchgesessen.
6:16 Uhr Kollege B. (Name der Redaktion bekannt) versucht es jetzt mit ein bisschen Schönheitsschlaf.

6.27 Uhr Kurzer Halt in Braunschweig. Aus den Fenstern schallt: “Wir sind Unioner, wir sind die Kranken …” Einsam auf dem Bahnsteig ein BTSV-Fan, der seinen Schal hochhält. Dabei spielen die erst morgen bei 1860. Frühaufsteher.
7:53 Uhr Wir sitzen in Waggon 10, also ganz hinten im Zug. Für den Morgenkaffee sind wir durch den ganzen Zug geschlittert. Obwohl, in fast allen Wagen klebt der Boden. Der Zug wackelt so stark beim Fahren, dass wir den Kaffee von Erik gleich vor Ort getrunken haben. Und dabei immer das Heizwasserthermometer im Blick.

8:21 Uhr Im Partywagen ist richtig Stimmung. Ich sage nur Düdüdüdüdü düdü – Union! Es tanzt sich gut. Der Boden ist wunderbar glitschig. Aufpassen muss man nur, wenn die Bierträger sich vorsichtig den Weg durch das Partyvolk bahnen.
8:22 Uhr Mein Gang durch den Partywagen :)
Partywagen im Union-Sonderzug nach Köln from Saumselig on Vimeo.
8:25 Uhr Beim DJ hängt das Zugmotto. Ich werde Zombie Nation bis heute Nacht sicher nicht mehr aus den Ohren bekommen.


8:30 Uhr Flaschen durften nicht mit in den Zug. Aber die Versorgung hier ist gesichert, zu sehr fairen Preisen. Würde ja gerne wissen, was der “Erdbeer-Brandstifter-Cocktail” so beinhaltet. Und vor allem, was der DFB dazu sagt.

9:06 Uhr Wir passieren gerade Ahlen. Ganz schlimme Erinnerungen an den Sommer 2000. Aufstieg vergeigt. Vom Frühjahr 2004 schweige ich lieber ganz.
Die Abteile sind größtenteils mit Schildchen vorreserviert. Die bekannten Namen: Komakolonne, Alt-Unioner, und so weiter. Bei uns steht nur schnöde: Presse.

9:37 Das Motto der Fahrt ist ja bekanntlich der Gesang von der legendären 7:0-Niederlage in Köln. Unions Fanvereinigung Virus, die den Zug organisiert hat, ließ es sich nicht nehmen, die Fahrkarte auch entsprechend zu gestalten. Ganz klar ein Fall für das persönliche Sammelalbum.

10:05 Uhr “Stop, in the name of love, before you break my heart!”, singt ein Uniofan über den Gang tanzend. In der Hand zwei Erdbeer-Brandstifter-Cocktails. Was drin ist, weiß ich immer noch nicht. Aber immerhin kennen wir schon die Wirkung.
10:34 Uhr Bottrop oder wie der Berliner sagt: “Hier möchte ich nicht tot über’m Zaun hängen.” Der Schnee draußen ist mittlerweile geschmolzen und auch die klare Stimme ist vielen Fans abhanden gegangen. Wichtig sind jetzt Lieder, in denen die Vokale besonders gedehnt werden können. In einer Stunde landen wir in Köln-Deutz. Bin persönlich gespannt, wieviele Verluste auf Anhängerseite zu zählen sind, wenn wir aussteigen. Das praktische an den Sitzen ist, dass man sie genauso gut als Couch benutzen kann.
10:45 Uhr Der Zug tuckert durch die Gleisanlagen des Oberhausener Hauptbahnhofs. Endlich der Moment, die Waggons halb von außen zu fotografieren.

11:07 Uhr Düsseldorf haben wir passiert. An einer großen Baustelle am Zoo stand: “No Surprising News” Hoffentlich gilt das nicht für heute. Noch so eine heftige Niederlage wie vor zehn Jahren muss ja nicht sein.
11:30 Uhr Wir sollten gleich in Köln ankommen. Unser Taxi am Bahnhof Deutz meldet großes Polizeiaufgebot. Für die Fans stehen Sonderstraßenbahnen bereit. Mal sehen, ob wir da mitfahren müssen.
Erik macht derweil eine erste Müllsammelrunde. Status Update aus dem Partywagen: Es wird weiter getanzt.
12:03 Uhr Wir sitzen schon im Taxi zum Stadion. So eine Sonderzugankunft ist immer etwas Besonderes. Singend fallen die Fans aus dem Zug, dazu die Akustik.

Unionsonderzug: Ankunft in Köln-Deutz from Saumselig on Vimeo.
12:33 So präsentierte sich uns gerade das Stadion.

12:35 Uhr Faustdicke Überraschung bei der Aufstellung. Fabian Schönheim fehlt. Er ist zwar in Köln dabei, aber erkrankt. Und auf der rechten Außenbahn vertraut Uwe Neuhaus weder Patrick Zoundi noch Christopher Quiring. Stattdessen wird dort wohl Jopek spielen. Ich muss jetzt arbeiten und melde mich nachher wieder aus dem Zug.

12:39 Uhr Nach kurzer Diskussion zwischen Mannschaftsarzt Dr. Hepe und Trainerstab wurde entschieden, dass die Fahrt des Teams mit dem Sonderzug ausfällt. Uwe Neuhaus möchte auch nächste Woche eine Mannschaft auf den Platz stellen. Die Erkrankung von Schönheim ist eine fiebrige Grippe. Er wurde bereits separiert.
16:11 Uhr Uwe Neuhaus auf der Pressekonferenz nach der 0:2-Niederlage: “Ich bin ein kleines bisschen enttäuscht. Hatte mir mehr erhofft und war mit der Art und Weise nicht einverstanden. Sah am Anfang so aus, also ob wir Angst gehabt hätten. Nach dem 2:0 war das Spiel so gut wie entschieden. Die Körpersprache der Spieler hat sich dem dann angepasst.”

17:37 Wir sitzen wieder im Zug. Hier ist allgemeine Katerstimmung angesagt. Vom Verein sind jetzt nur Pressesprecher, Sicherheitsbeauftrager und Fanbeauftragter im Mannschaftswagen. Das Team selbst ist aus Krankheitsgründen mit dem Bus zurück nach Berlin gefahren. Alle sind etwas müde. Im Partywagen wird gerade nicht einmal getanzt. Aber das wird nachher sicher wieder.
19:08 Die Euphorie ist in Köln geblieben. Hier ist alles locker. Aber es rockt nicht so richtig. Mag vielleicht auch mit den Vorfällen rund um das Spiel zu tun haben.
Vor dem Spiel am Stadion gab es ein Aufeinandertreffen von Kölner und Union-Ultras. Die Polizei ging dazwischen. Effekt: Ein Polizist mit Nasenbeinbruch. 70 Berliner Fans wurden festgenommen. Sie erwartet ein Verfahren wegen Landfriedensbruch. Sie werden zur Stunde auf freien Fuß gesetzt. O-Ton eines Polizeisprechers: “Was mich wirklich ankotzt. Draußen warten welche von denen und feiern die Freigelassenen, wie bei der Befreiung von Nelson Mandela.”
Zudem wollten sich während des Spiels 35-40 Union-Fans den Gästeblock in eine nicht gestattete Richtung verlassen. Polizei und Ordner wollten sie daran hindern. Dabei wurde ein Ordner leicht. Ein Polizist musste ins Krankenhaus. Verdacht auf eine ernsthafte Kopfverletzung hat sich glücklicherweise nicht bestätigt.
19:19 News aus dem Partywagen: Es wird getanzt. Außerdem sind die Sechser-Pappträger für Bierbecher alle. Wir prangern das an.
Ich habe es endlich geschafft, herauszubekommen, was im Erdbeer-Brandstifter-Cocktail drin ist. Klingt gefährlich: Erdbeeren (Überraschung!), Erdbeersirup, Batida de Coco und Korn. Ich probiere nicht. Erstens steht mein Auto am Bahnhof Lichtenberg und zweitens muss ich morgen früh um zehn Uhr bei Union am Trainingsrand stehen. Vor allem der Korn lässt mich aber rätseln. Schmeckt das? Und wieviel Kopfschmerzen sind der Lohn dafür?
22:08 Uhr Ich habe mich ein bisschen auf dem Gang verquatscht. Mit Lob für unseren Podcast beim Textilvergehen fing es an und endete bei Stadionbau und der ganzen Uniongeschichte. Wahnsinnig interessant. Das ist das tolle an diesen Fahrten. Ich lerne viele neue Leute kennen. Schon dafür kann ich solch einen Sonderzug empfehlen. Vor allem, wenn er so gepflegt ist wie hier.
Ich will nicht mit Toilettenberichten langweilen. Aber ich finde es enorm, dass ich hier auch 22 Uhr abends ohne Probleme auf Toilette gehen kann. Jedenfalls bedeutet das Besetztzeichen nicht, dass die Toilette gesperrt ist.

22:25 Uhr Kurze Werbeeinblendung: Ein Sonderzug für alle Fälle.

Das Nichtraucherschild könnt ihr getrost ignorieren.
22:45 Uhr Magdeburg. Nur noch 105 Minuten bis Lichtenberg. Bei mir schwinden die Kräfte. Ich will vor allem nur noch schlafen. Bei uns im Abteil dreht sich auch nur noch alles darum.
23:03 Uhr Lust auf etwas Schnee. Im Übergang zwischen den Waggons ist noch genug übrig.

1:10 Uhr Endlich zu Hause! Der Zug kam pünktlich kurz vor halb eins in Berlin-Lichtenberg an. Die Gestalten, die dem Zug entstiegen, waren gar nicht mal so laut. Lag bestimmt am vielen neuen Schnee in Berlin. Oder doch an den über 20 Stunden, die wir alle gemeinsam unterwegs waren? Ich würde jetzt gerne ein großes Fazit ziehen, aber meine Augen sind schon ganz klein. Deshalb lasse ich es bei einem “Schön war’s”.
Wir haben uns aus Gründen (Derbyfieber und so…) etwas Zeit mit der Verlosung der Biographie von Gerald Asamoah gelassen. Aber jetzt ist es vollbracht. Steffi hat unter dem unbestechlichen Auge der Telefonkamera die Gewinnerin gezogen. Aber seht selbst!
Was soll nach dem Derby gegen Hertha kommen? Tusche sagte sinngemäß: “Wenn wir weiter so spielen, wird es schwer uns zu schlagen.” Union wurde von Ingolstadt nicht geschlagen, spielte aber nicht so überzeugend wie im Derby. Der Trainer beklagte die geistige Frische des Teams, einige Fans die Leistung des Schiedsrichters und wieder andere die Becherwürfe auf den Platz. Aber am Ende war das 1:1 okay, vor allem weil Fabian Schönheim durch eine Unsportlichkeit der besonderen Art in der Nachspielzeit den Rückstand verhinderte.
Foto: union-foto.de
Dieses Mal diskutieren wieder in der Pankower Küche: Gero, Hans-Martin und Sebastian.
Shownotes:
Derbykater aka fehlende geistige Frische – Schiedsrichterdiskussion, aber nicht in diesem Fall – Schönheims feuchte Einlage – Becherwerfer, geht sterben – Regelkunde: Gibt es für Spucken auf den Ball vielleicht auch Rot, wie Morgenpost und Berliner Zeitung vermuten? Wir haben beim Schiedsrichterpodcast “Collinas Erben” nachgefragt. Antwort gibt es in den Fußballregeln ab Seite 82 (pdf) – Das liebe Geld. Damals und heute. – Die Bundesliga ist möglich. Und die Erde ist rund.
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Dilemma, Dilemma. Union spielt dieses Mal im Olympiastadion bei weitem besser als vor zwei Jahren, aber für drei Punkte hat es nicht gereicht, trotz 0:2-Führung. Aber wir bewahren dieses Zwischenergebnis im Herzen. Auch wenn wir Tusche widersprechen, der die Stadtmeisterschaft weiter bei Union sieht mit einer Art ewigen Derbytabelle und auf unnachahmliche Tusche-Art begründet: “Auswärtstore zählen doppelt, Ihr Micky-Mäuse, Ihr blau-weißen.”

Foto: unveu.de
Es ist schon fast Tradition (ungefähr soviel Tradition wie das Hertha-Union-Derby hat), dass bei Begegnungen mit Hertha Uwe Bremer (Berliner Morgenpost) zu Gast ist. Dieses Mal hat uns Uwe passend zum Auswärtsspiel zu sich eingeladen. Es diskutieren das Derby: Uwe Bremer, Jörn Meyn (Berliner Morgenpost), Robert, Hans-Martin und Sebastian.
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2013 lässt sich gut an. Die Tribüne steht und kann besessen werden. Erstes Heimspiel: läuft. Neuverpflichtung: läuft. Tabellenplatz: traumhaft. Wir sind nur zu dritt, aber unser Überschwang reicht für die ganze Mannschaft. Robert, Gero und Steffi lassen ihm freien Lauf – durchaus in dem Bewusstsein, dass es am nächsten Spieltag ins Olympiastadion geht.
Shownotes
Die neue Haupttribüne füllt sich mit Leben – Wir haben zugesehen und sind mehr als nur ein bißchen beeindruckt – Steht auf, wenn ihr Unioner seid! – Mehr Licht – Und jetzt nochmal mit Musik, bitte! – Das seltsame erste Tor: Michael Parensen war´s, und keiner hat´s gesehen – Gero ist trotzdem mit Simon Terodde zufrieden – Große Anerkennung für Adam Nemec´und Michael Parensens Laufleistung – Kein Spiel für Konterfußball – Gepflegtes Kurzpassspiel – Wir erinnern uns gegenseitig daran, dass Union inzwischen ein gestandener Zweitligist ist – Sandhausen: ein Trainingsspiel? – Kommunikation auf dem Platz – Wir verabschieden uns von Tijani Belaid und Markus Karl – Baris Özbek gibt uns vom feeling her ein gutes Gefühl – John-Jairo Mosquera und ein Markt, über den wir uns nie zuvor Gedanken gemacht haben – Wir besprechen “die gläserne Decke” – Wie weit reicht es bei Union? – Der Nachschuss im Berliner Kurier & wie man es auch sehen kann – Die Goldene Regel im Profifußball: Sei ehrgeizig! – Die Treue der Fans – Söldner vs. Profifußballer – Wir ruinieren Roberts Überleitung und blicken auf die Tabelle: Markus Karl hat nur zwei Punkte gut gemacht – Ist vom Aufstieg träumen doofer Scheiß? – Hertha vor der Brust, aber hoch hinaus wollen – Nach vorne orientieren muss, alles andere kann – Aufstieg wäre sinnvoll, wenn … ? – Chance & Gefahr – Dinge, die man nicht planen kann – Wir blicken weit zurück bis nach Falkensee-Finkenkrug und sind glücklich – Was hat sich durch die Professionalisierung geändert? – Bandenwerbung, die wir doof finden, aber hinnehmen – Spruchbänder zum Derby – Und, wie wird´s? – Wir trauen unserer Mannschaft viel zu
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Ich bin gestern ins Stadion gegangen, und ein bißchen war es so wie an dem Tag, als wir die neue Alte Försterei das erste Mal betraten. Nicht nur mir ging es so. Ich habe Mario seinen Stadionbauerhelm tragen sehen. Für die Fotografen standen Stühle an der Gegengeraden. Eine unmißverständliche Aufforderung. Setzt euch. Kuckt. Seid beeindruckt! So freundlich die Geste war, es war doch nicht nötig: Ich habe Union spielen sehen, und ich war ganz verliebt in diese Mannschaft. Ich bin es noch. Mäkeln kann man immer. Sandhausen hat kein gutes Spiel gemacht. Meine großartigsten Fußballerlebnisse haben aber selten etwas mit fußballerischer Extraklasse zu tun. Uwe Neuhaus hat eine Mannschaft aus dem Trainingslager mitgebracht, die gut und immer besser harmoniert. Michael Parensen – nicht auf die 6 verbannt ist eine solche Bereicherung für die linke Seite. Christoph Menz, abgeklärt wie selten. Die beiden Björns. Einer von denen hat definitiv Flügel. Stehkragen-Baris Özbek. Sensationeller Auftritt, und doch hinterher eine Mischung aus realistisch und bescheiden. Ich bin aus tiefstem Herzen froh über diese Mannschaft. Danke, Union!
Ich mag Gerald Asamoah. Ein Fußballspieler, der genau das auf dem Feld zeigt, was ich gerne sehe. Einsatzfreude, Willenskraft. Mehr muss es eigentlich nicht sein. Auch keine Fußballer-Biographie. Das überflüssigste aller Buch-Genres.

Aber Asamoah ist nicht einfach nur Fußballer. Sondern er hat eine Geschichte zu erzählen. Weil auf ihn Dinge projiziert wurden, die mit Fußball als Spiel erst einmal nichts zu tun haben. Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, wie in der nationalistischen Kampagne zur WM 2006 “Nein, Gerald, Du bist nicht Deutschland“. Er erzählt von der Kindheit in Ghana und seinem Aufwachsen in Deutschland.
Oliver Fritsch hat das für Zeit Online in einem Interview mit Asamoah besser in Worte fassen können: “Nicht alle Rassisten werfen Bananen”
Wer das Buch gewinnen möchte kann hier oder bei Facebook einen kurzen Kommentar (“Ich will”, würde reichen) hinterlassen. Wir losen dann aus. Ende der Aktion ist Mittwoch, der 30. Januar 2013 um 24.00 Uhr. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen und wir benutzen Eure Daten nur für die Verlosung und sonst für nichts.
Weitere Links:
- Buch kaufen:Â Gerald Asamoah: “Dieser Weg wird kein leichter sein…”*
- ZDF Mediathek: Gerald Asamoah bei Markus Lanz (16. Januar 2013)
*Affiliatelink
Wenn keine Einigung über ausreichende Maßnahmen erzielt wird, werden wir künftig auf jeden Fall mehr Polizei einsetzen und das wird dazu führen, dass wir die rechtliche Situation herbeiführen und Gebühren für Polizeieinsätze nehmen werden.
Der seit Sonntag ehemalige niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann im Dezember 2012 zur Welt
Ein Satz von großartiger Schwachsinnigkeit. Auch in der heißgelaufenen Debatte um das vermeintliche Sicherheitskonzept der DFL (pdf) war diese Aussage grandios daneben. Ich möchte jetzt nicht groß erläutern, warum die ständig geäußerte Idee einer Kostenbeteiligung vielleicht nur so lange schlüssig ist, wie man mit ihr bierselig über den Stammtisch brettert. Ich erinnere in dem Zusammenhang aber immer wieder gerne an die Kostenbeteiligung der den Steuererlass für die Fifa bei der WM 2006 in Deutschland.
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