Teve190 [WM-Spezial] – Entspannter Patriotismus: Public Viewing mit der Antifa

Der erste WM-Spieltag ist vorbei und wir sind wieder in das Studio der Mikrodilettanten gestürmt wie Angela Merkel in die Kabine der Nationalmannschaft. Unsere Analyse des Turniers ist dabei härter als die Kopfnuss von Pepe.

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WM Live: Deutschland gegen Portugal im nicht ganz so Public Viewing

Heute wird geliefert. Deutschland gegen Portugal. Kein sanftes Eingrooven in die Weltmeisterschaft wie für Uruguay bei der ersten Partie gegen Costa Rica. Nein, Joachim Löw und seine Jungs müssen gleich gegen Portugal ran. So wie vor zwei Jahren in Lviv. Statt Fanmeile, WM-Wohnzimmer oder Sportredaktion habe ich mich für geballte Fußballkompetenz entschieden und schaue die Partie mit meinem Nachbarn Lutz und meinem Hausmeister Daniel. Ab 17 Uhr geht es hier los. Vorschläge für Trinkspiele nehme ich gerne entgegen.

19.57 Uhr Ich verabschiede mich an dieser Stelle und widme mich dem Schnaps. Rinjehaun!

So erlebte unser Gero das Spiel in der Alten Försterei:

19.55 Uhr Ich persönlich bin noch ganz baff. Vor allem von der Defensivleistung. Viele Chancen gab es nicht für die Portugiesen. Und das ist meiner Meinung nach viel entscheidender als die gnadenlose Effizienz vor dem Tor.

19.52 Uhr In der zweiten Halbzeit war es eine sauclever heruntergespielte Partie. Besser kann man nicht in ein Turnier starten. “Und wieder ist ein Block frei”, kommentiert Lutz die Kanonenschläge in Pankow.

90. Min Abpfiff. Und es rummst wieder.

90. Min So sieht es bei uns aus.

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Weltmeisterschaft in Brasilien: Stoff für die Ohren


Foto von Kevin Lawver unter CC-Lizenz: CC BY-SA 2.0

Tag 3 der Weltmeisterschaft und ich habe immer noch keine perfekte Strategie entwickeln können, wie ich gleichzeitig alle Spiele sehen kann, genug Schlaf bekomme und meinen familiären Pflichten nachkomme. Aktuell schaffe ich die Partien um 18 und 21 Uhr. Den Rest sehe ich dann morgens aus der Konserve. Wie von Zauberhand ist es den Sendern bei diesem Turnier dann doch möglich, komplette Spielmitschnitte online zu stellen (ZDF-Mediathek und ARD-Mediathek).

Auch bei Podcasts hat sich etwas getan. Ich habe in den vergangenen Tagen in verschiedene Formate hineingehört. Eine kleine persönliche Auswahl.

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WM-Wohnzimmer: Noch nie habe ich mich so auf Bela Rethy gefreut

Nils war am Donnerstag zum ersten Spiel der Weltmeisterschaft zwischen Brasilien und Kroatien beim Public Viewing im Stadion an der Alten Försterei. Für uns hat er aufgeschrieben, wie er das WM-Wohnzimmer erlebte.

Vorab: Mit Public Viewing kann ich normalerweise nicht viel anfangen. Als 2006 zum ersten Mal im großen Stil Fußballspiele auf den Straßen und Plätzen dieses Landes gezeigt wurden, studierte ich im beschaulichen Bamberg. Auf dem zentralen Platz der Stadt standen die Grüppchen mit den Reichskriegsflaggen friedlich neben dem schwarz-rot-geilen Feierpulk – das war nicht meine Party. Wir verfolgten die Spiele mit 15, 20 Leuten auf einem alten Röhrenfernseher in einer Altstadtgasse, auf Bierkästen, wackligen Stühlen und alten Sofas sitzend, und so war das sehr schön.

Foto: Koch

Für viele Jahre sollte das die größte Gruppe bleiben, mit der ich Fußball geschaut habe. Dann kam der Umzug nach Berlin und in der Spielzeit 2012/13 die ersten Besuche in der Alten Försterei. Mittlerweile bin ich Vereinsmitglied, Dauerkarteninhaber auf der Waldseite und mit schöner Regelmäßigkeit alle zwei Wochen heiser und glücklich. Glücklich, weil ich das Gefühl habe, dass der Verein, seine Fans und Mitglieder ein riesengroßes Herz haben und Lust auf Fußball, Gemeinschaft und Spaß ohne großen Schnickschnack.

Vorfreude trotz des versenkten Sofas

Als der Herzensverein zum Public Viewing ins WM-Wohnzimmer an der Alten Försterei lud und Georg sein Sofa zur Verfügung stellte, war klar: Das machen wir jetzt einfach mal.
Georgs Sofa landete zwar keine 48 Stunden, nachdem es im Stadion war, in der Wuhle, aber trotzdem habe ich mich die ganze Woche über gefreut, denn: Wohnzimmer wurde versprochen, und Wohnzimmer hatten wir erwartet.

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Sofas in der Wuhle – Es geht um mehr als nur Public Viewing

Als am Montagmorgen das Telefon klingelte, hatte Georg schon so ein komisches Gefühl. Wer ruft schon am Pfingstmontag an? Und dann war da noch die Polizeimeldung vom Sonntag:

Aus bisher unbekannten Motivationsgründen hat sich heute früh eine größere Menschengruppe, die zum Teil maskiert war, unbefugt Zutritt zum Gelände eines Stadions in Köpenick verschafft. Gegen 6.30 Uhr rüttelten die rund 40 Personen am Eingangstor an der Straße An der Wuhlheide bis dieses nachgab und liefen dann in einen Fanblock. Dort nahm man mehrere Tische und drei Sofas auf, trug diese Gegenstände zum Ausgang und warf sie anschließend in das Gewässer der Wuhle. Dann flüchtete die Gruppe in Richtung Pyramidenbrücke. Ein Mitarbeiter der das Geschehen bemerkte alarmierte die Polizei. Eintreffende Beamte begaben sich in den nahegelegenen Mellowpark, wo einer der Randalierer wiedererkannt wurde. Nach der Personalienfeststellung des 28-Jährigen konnte er seinen Weg fortsetzen. Videoaufzeichnungen wurden gesichert und der Polizei übergeben. Die Ermittlungen dauern an.

Georg hatte in der vergangenen Woche seine Couch in der S-Bahn nach Köpenick gebracht, um sich einen besonderen Platz für das gemeinsame WM-Erlebnis im Stadion an der Alten Försterei zu sichern. Sein Sofa sollte eins von 750 bequemen Sitzmöbeln sein, die auf dem Rasen Platz finden.

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Teve189 [WM-Spezial] – Geheimfavoriten mit C: Chile, Costa Rica, Belgien

Mit zwei Dritteln der Mikrodilettanten reden wir uns in WM Stimmung, analysieren alles weg, was nicht bei Drei auf den Bäumen ist und beweisen glorreiche Ignoranz gegenüber allem, was Fußballsachverstand auch nur ähnlich sieht.

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Shownotes

Norbert Düwel ist on Fire

Der Neue hat es immer schwer. Vor allem, wenn er auf jemanden folgt, der die Position lange vorher inne hatte. So geht es auch Unions Cheftrainer Norbert Düwel, der seit etwas mehr als einer Woche im Amt ist. An dem nicht mehr anwesenden, aber irgendwie immer noch präsenten Uwe Neuhaus wird er gemessen. Jedenfalls von uns Journalisten, die wir am Dienstag Mittag zwei Stunden Zeit hatten, ihm alle Fragen der Welt zu stellen. Irgendwann wies Düwel bei der Frage nach seinem Spielsystem und dem implizierten Vergleich mit Neuhaus auch darauf hin, indem er klar sagte: “Ich bin ja jemand anderes.”


Foto: Koch

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Teve188 – Wir sind die Bösen mit drei ö

Saisonabschlusspodcast mit einem emotionalen Neustart. Dafür sorgt Unions Presse- und Stadionsprecher Christian Arbeit, der uns in unserer Pankower Küche besucht. Wir reden auch über die Geheimakte Norbert Düwel und klären auf, wer am nächsten dran war.

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Shownotes

Intro

00:00:00

Begrüßung

00:02:23

Warum Christian Arbeit da ist

00:03:14

Rantpodcast gegen Uwe Neuhaus: Not safe for ForsthausChristians Tweet.

Wie war die Union-Saison?

00:05:37

Langweiligstes Spiel der Saison: Union vs. Dresden 0:0Michael Parensen: „Die Luft ist raus“Dirk Zingler über einen möglichen Aufstieg beim Exilertreffen in Aalen.

Wieviel Fan steckt noch im Stadionsprecher?

00:29:14

Torsten Mattuschka und sein Frittenfett.

Die Formulierung von Saisonzielen

00:33:32

Neuhaus hat einmal „Aufstieg“ gesagtDirk Zingler: „Das sind die einfachen Thesen einfacher Medien“.

Trainer und Medien

00:46:16

Sportpsychologe Werner Mickler über Medienkompetenz von Trainern: „Das ist der Kloppo, der ist eben so“Kein Spieler redet schlecht über José MourinhoEnglische Verhältnisse: Der Trainer spricht nur am Spieltag.

Union und das Marketing

01:22:36

Union versucht, Themen gedanklich voraus zu sein.

Initiativbewerbungen auf Trainerposten

01:27:51

Studie zu Trainerwechseln.

Saisonhighlight und Saisondownturner

01:37:00

Der Film: „Union fürs Leben“Anett Sattler (Sport1)No Dice MagazineBrinks am Herrmannplatz.

Stadionsprecherschicksal: Falsch geht immer

01:52:20

Ersteinsatz beim Trainingsauftakt vom rückgekehrten Georgi WassilewDFB: Handbuch für Stadionsprecher und PlatzansagerDoppelfunktion als Stadionsprecher & Pressesprecher gibt es auch in AalenPressesprechertagungen zweimal im Jahr.

Outro

02:33:58

Dirk Tyler Durden

“Wer redet, der fliegt!”, sagte Union-Präsident Dirk Zingler über die einzige Regel der Trainerfindungskommission, die den neuen Coach Norbert Düwel aussuchte. Besser brachte es Konrad auf Twitter auf den Punkt:

So stelle ich mir ungefähr die Ansagen von Zingler an die Geheimnisträger vor jedem Treffen vor.

Überraschen Sie uns, Norbert Düwel!

“Von mir aus kann die neue Saison jetzt losgehen” sagte Boone neben mir. Das war unmittelbar nach der Pressekonferenz, in der Norbert Düwel als neuer Cheftrainer des 1.FC Union Berlin vorgestellt wurde. Norbert Düwel bringt einerseits die nötige Berufserfahrung mit, steht andererseits nicht unter dem Druck seines eigenen Namens. Bei der Entscheidung für ihn als Trainer klingt viel von der Besonnenheit durch, die Union in den letzten Jahren ausgezeichnet hat. Alles daran fühlt sich gut, richtig und vernünftig an. Ich bin gespannt auf das, was kommt. Alles Gute, Norbert Düwel!