Blog State of the Union

Ein Duell im vollgelaufenen Tabellenkeller

Kein Befreiungsschlag, aber auch kein katastrophales Ereignis, nicht zuletzt dank etwas Glück. So kann man zusammenfassen, was gestern bei Unions Spiel in Mainz bei einigen chaotischen Ecken-Situationen, aber auch im Spiel insgesamt passiert ist. Mit dem 1-1 hat Union zwar die sechs Punkte Vorsprung auf den Konkurrenten im Abstiegskampf gehalten, es aber eben verpasst, den Graben zum Abgrund (sorry für diesen Metaphernsalat) tiefer zu ziehen.

Union Berlin Mainz Kevin Vogt
Freischwimmen konnte sich Union in Mainz im Abstiegskampf nicht, das 1-1 reichte eher nur für ein Seepferdchen-Abzeichen.

Dabei hatte das Spiel für Union gut begonnen, gerade auch mit ein paar spielerisch starken Momenten. Einer davon hätte fast zu einem der schöneren Union-Tore in dieser Saison geführt, als Kevin Volland den Ball von seinem Außenrist abtropfen ließ, er aber an die Unterkante der Latte ging. Abgesehen von diesem Moment hatte Union in der ersten Halbzeit über weite Strecken mehr vom Spiel und noch einige gute Chancen, etwa noch einen Pfostentreffer von Kevin Volland nach einem Fernschuss und auch einige gefährliche Situationen im Strafraum.

Aber: es gab eben auch Momente, in denen Mainz schon eher nach Standards hätte in Führung gehen können, bevor das schließlich kurz vor der Halbzeit passiert ist. Zweimal bekam Mainz nach Ecken mehrere Schusschancen. Und in der 10. Minute hatte Robin Knoche großes Glück, bei einem Klärungsversuch den Ball zumindest leicht berührt zu haben, bevor er den Mainzer Ajorque im Gesicht traf.

Auch so hätte es aber ziemlich sicher Elfmeter für Mainz gegeben, wenn sich Schiedsrichter Martin Petersen die Szene im Video angeschaut hätte, statt vom VAR ohne eigenes Review in seiner Entscheidung für Union bestätigt zu werden. Das hatte der Schiedsrichter nach dem Spiel gesagt (zu lesen im Kicker). In der zweiten Halbzeit hatte Union dann noch einmal großes Glück, keinen Elfmeter zu kassieren, weil Mainz vor einem Foul im Abseits stand.

Warum Union aber bei Defensivstandards in dieser Saison so anfällig ist, und so ja schließlich doch noch in Rückstand geriet, verstehe ich wirklich nicht. In Mainz gelang es Rani Khedira und Robin Gosens nicht, die Laufwege von Karim Onisiwo und dem Torschützen Jonathan Burkardt zu verfolgen. Mir fällt aber schwer zu sagen, ob das eine Schwäche in der Ausführung der Defensivarbeit oder die Mannschaft schematisch nicht gut vorbereitet war. Nach dem Spiel hat Rani Khedira die Schuld für das Gegentor auf sich genommen. Geschwommen ist Union im Mainzer Schlamm aber in mehr Situationen als nur der einen.

Und individuelle Fehler, die Mainz Großchancen erlaubt haben, gab es auch in anderen Situationen als nur bei Standards. Eklatant war vor allem Aissa Laidounis Querschläger in der zweiten Halbzeit, den Mainz nicht verwerten konnte.

Dass Union am Ende zumindest einen wichtigen Punkt holte, lag an einem Tor von Robin Gosens. Dessen Volley erinnerte an eine Aktion im Spiel gegen Darmstadt, als er mit einem eingesprungenen Schuss noch knapp scheiterte. Dieses Mal kam der Ball nicht nur am langen Pfosten zu ihm, sondern passte eben auch zwischen diesen Pfosten und Torwart Zentner.

Die Abfolge der Torschüsse zeigt, wie die Partie in unterschiedlichen Phasen mit Drangperioden beider Mannschaften verlaufen ist. Screenshot: FBRef.

Till Oppermann schreibt für den RBB, dass die DFL angesichts vermeintlich fehlender sportlicher Attraktivität und des erneuten Protest gegen den Investoren-Einstieg aus dem Union-Gästeblock vielleicht hoffte, dass sich das Nachholspiel ohne viel Beachtung versenden würde.

Doch der Protest ging nicht einfach so über die Bühne. Es gab ein minutenlanges Katz-und-Maus-Spiel zwischen Gästefans und Ordnern, in dem Tennisbälle und Flummis aufs Feld geworfen wurden und weggeräumt wurden (MOZ). Mainzer Fans beteiligten sich an diesem Protest nicht und fanden ihn auch nicht gut.

Das sind die Spielberichte der Berliner Medien:

Dirk Zingler über den DFL-Investoreneinstieg

In einem Interview mit der Welt hat Dirk Zingler noch einmal deutlich gesagt, warum Union gegen das von der DFL in einer umstrittenen Abstimmung beschlossene Investorenmodell argumentiert. Zingler zeigt sich überzeugt, dass die DFL keine Anteile abgeben müsse, um das Geld und die Expertise zu bekommen, die sich die Befürwortenden von dem Deal versprechen.

Außerdem bemängelte er, dass das Geld nicht den Vereinen zugute komme, die die Liga ausmachten: „Jetzt planen wir, ausschließlich die Zentrale in Frankfurt zu stärken. Das ist ein Irrweg, und wir gehen ihn jetzt, weil wir uns nicht über die Verteilung von Geldern einigen konnten. Was für ein Armutszeugnis. Insbesondere, weil wir es im Rahmen der medialen Rechtevergaben sowieso alle vier Jahre tun müssen. Da fehlen mir als Unternehmer die Worte.“

Zudem kritisiert Zingler, dass die Proteste von Fans, die sich absolut nicht auf Ultra-Szenen reduzieren ließen, von der DFL-Führung ignoriert würden. Das trage nur zu einer weiteren Eskalation bei. Um die Entwicklung noch in bessere Bahnen zu lenken, fordert Unions Präsident, dass die DFL-Vereine noch einmal die Gelegenheit bekommen (dann vielleicht transparenter) über das Ergebnis der jetzt laufenden Verhandlungen abzustimmen. Dafür gibt es auch Unterstützung mancher anderer Vereine. Die Befürworter des Deals und die DFL-Gremien sind aber offenbar strikt dagegen. Der Millernton kommentiert das.

Union-Nachwuchs

In dem Welt-Interview hat Dirk Zingler auch über die Investitionen von Union in das Nachwuchsleistungs-Zentrum gesprochen und die Zahl von 25 Millionen Euro in den vergangenen zwei Jahren genannt. Damit verbunden ist natürlich die Hoffnung und Erwartung, dass es mehr Spieler aus dem NLZ in den Profikader schaffen.

Einen Schritt dazu haben jetzt Noah Engelbreth, Tim Schleinitz, Jerome Scholz und Baris Kalayci gemacht, die bei Union „Lizenzspielerverträge“ bekommen (Mitteilung des Vereins). Ob einer oder mehrere von ihnen auch wirklich in der Mannschaft, und nicht nur pro forma in der Kaderliste ankommen, muss sich freilich zeigen.

In Aktion war die U19, in der die vier aktuell noch spielen, gegen Hertha in der Bundesliga gefragt. Auf AFTV gibt es Highlights des Spiels, das nach einem frühen Rückstand, einem Tor von Engelbreth und zwei späten roten Karten 1-2 verloren ging. Auf der Webseite des DFB ist es auch in ganzer Länge zu sehen.

22 Kommentare zu “Ein Duell im vollgelaufenen Tabellenkeller

  1. Senfbeilage

    Korrektur. Der Elfer zweite Halbzeit war eine Schwalbe und Gelb-Rot für den Mainzer wenn es kein Abseits gewesen wäre. Haben die Bilder auch belegt und der Schiri war schon auf dem Weg Schwalbe zu Pfeifen. Also Glück Mainz in der Situation

    • So ist es! Schwalbe und ohne Abseits wäre es ein Spiel in Überzahl geworden. Schade:)

    • Ob es für uns ein Vorteil gewesen wäre, in Überzahl zu spielen würde ich in Frage stellen. Braga?!

  2. Not gegen Elenden! Das Elend auf unserer Seite hieß Laidouni und Knochen der zum wiederholten Male einen Fastelfmeter verursacht hat. Warum man den Laidouni nicht frühzeitig ausgewechselt hat, bleibt mir ein Rätsel. Was der Reisekarder da abgeliefert hat, grenzt mal wieder an Schwachsinn, die Mannschaft so lange aus dem Spielfluss zu bringen, da fällt einem nix zu ein. Einfach nur Hirnlos!

    • Naja, so fließend war der Spielfluss ja nicht. Außerdem hatte Mainz einen Einwurf und wurde mindestens genauso beeinträchtigt.

      Wie sollten (aktive) Fans denn sonst protestieren? Protest muss stören. Sonst wird er weggelächelt.

    • Gorilla_im_Nebel

      Dein ganzer Kommentar ist vom ersten bis zum letzten Wort anmaßend.

      unveu

  3. mir geht’s ähnlich wie Karlsson, ich fand Laidouni total schwach diesmal und hätte ihn als erstes und schon früh vom Platz genommen. ich kann die Proteste durchaus verstehen, aber diesmal haben sie uns total geschadet, danach war die Luft total raus. was echt ärgerlich ist, bei so einem wichtigen Spiel.

  4. Bei den Protesten ( ein Protest muss per Definition wirksam sein sonst ist er lediglich plakativ) geht’s nun mal um viel mehr als gestörten Spielfluss oder Kommentatoren die früh nach Hause wollen. Stehe voll dahinter und auch hinter DZ der fordert, diese Proteste endlich wahrzunehmen seitens der DFL. Sonst eskaliert es weiter.
    Jeder der Fussball in der Form, wie er in weiten Teilen in der Bundesliga gespielt und gelebt wird, kann bestimmt noch etwas auf sein „ungestörtes“ Fußballerlebnis verzichten.
    Wer das nicht kann, darf gern bei Spielen Hopphausen gegen Golfsburg „mitfiebern“ und üben…

    Zum Spiel selbst ist (inkl. der Korrektur von Senfbeilage alles gesagt). Mehr wäre wohl auch ohne den „nervigen“ Protest nicht drin gewesen.

    Dann eben übermorgen 21 Punkte!
    Eisern!

    • Das Problem mit diesen Protesten ist doch, das man absolut NICHTS erreichen wird. Was hat man denn mit den Schweigeminuten gegen RB erreicht in 5 Jahren? Genau NICHTS! Dennochh habe ich nichts gegen dies Proteste. Man muss es nur nicht übertreiben, wenn einmal danach aufgeräumt ist, ist auch gut. Dann muss nicht noch 3x neu angefangen werden. Da bin ich dann raus.
      Und das so einige der Meinung sind bestimmen zu „dürfen“ wer bei welcher Meinung zu welchen Spielen gehen sollte, oder wer unter welchen Voraussetzungen Unioner ist und wer nicht, geht mir schon lange auf den Keks. Manch ein Waldseitler scheint zu glauben das ihm Union gehört und alle Anderen nur geduldetes Beiwerk sind. In der AF tummeln sich regelmäßig 22012 Zuschauer und somit 22012 Meinungen, Gefühle und Einstellungen zu bestimmten Themen und das ist gut so. Sorry, aber das musste mal raus.

      EISERN für immer

  5. chschmidt

    Hallo Daniel, normal lese ich Eure Blogs sehr gerne, aber heute habe ich dann an einer Stelle abgebrochen….
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    „Till Oppermann schreibt für den RBB, dass die DFL angesichts der sportlichen Attraktivität (oder ihres Fehlens) und des erneuten Protest gegen den Investoren-Einstieg aus dem Union-Gästeblock wohl hofft, dass sich das Spiel auf dem Nachhol-Termin ohne zu viel Beachtung versendet.

    Dieser Protest gab es mit einem etliche Minuten langen Katz-und-Maus-Spiel von aufs Feld geworfenen Tennisbällen und Flummis und deren Wegräumen (dazu die MOZ). Mainz beteiligte sich an diesem Protest nicht, und das Publikum dort hat ihn auch nicht goutiert.“
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    Les Dir das bitte nochmal durch und mach dann mal irgendwie 2 Sätze draus die in sich stimmig sind bzw. noch irgendwie verständlich wirken.

  6. Hallo Jens,
    bin voll Deiner Meinung, aber in einem irrst Du, die Proteste haben schon was bewirkt,
    denn nicht nur unser Präsident fordert jetzt eine neue Abstimmung zum DFL-Investor.
    https://www.sportschau.de/fussball/bundesliga/dfl-investor-vfb-stuttgart-neue-abstimmung-100.html
    ich finde die pauschale Ablehnung von Investoren aber trotzdem scheinheilig, akzeptiere natürlich aber auch andere Meinungen.
    Es ist doch wirklich irre, dass gerade die Herthaultras diese Show abziehen. Ohne Windhorst (fairerweise muss man sagen, dass sie auch gegen ihn protestiert haben) und seine über 400 Millionen, die hauptsächlich zur Schuldentilgung benutzt wurden und der 777-Bande wäre der Verein Mausetot und würde nicht mal eine Lizenz für die Kreisliga C kriegen.
    Ehrlicherweise haben wir Unioner aber auch keinen Grund mit den Finger auf Hertha zu zeigen. Bevor Dirk Zingler bei uns das Ruder übernahm waren wir betriebswirtschaftlich gesehen auch ein Skandalverein, erinnere nur mal an die gefälschte Bürgschaft und an das Benefizspiel der Bayern für uns, dass Uli Hoeneß organisiert hat und deren Einnahmen der Gerichtvollzieher sofort kassiert hat, weil wir nicht mal in der Lage waren Krankenkassenbeiträge abzuführen. Ohne unseren Investor Michael Kömel gäbe es uns wahrscheinlich auch nicht mehr und der „Reisekader“ flöge im Jahr 2023 nicht mit dem Flugzeug nach Madrid, sondern fuhr eher mit der S-Bahn nach Babelsberg (bitte nicht falsch verstehen, die 03er sind ein toller Verein und an die Derbys in der Oberliga und Regionalliga erinnere ich mich gerne, Langzeitgedächtnis funktioniert ja noch).
    Ein Skandal sind für mich aber nicht die Tennisbälle. Sie nerven mich zwar und um es mal deutlich zu sagen kotzen mich auch die Beleidigungen (z.B. „Scheiss DFB“ und „alle Bullen sind Schweine“) an.
    Aber echt skandalös finde ich die geheime Abstimmung (wir Fans wollen schon wissen, wie unser Verein abgestimmt hat) und das Verhalten von Herrn Kind, der gegen die Weisung vom Verein gehandelt hat und dem die 50+1 Regel total egal ist.
    Ich wünschte mir eine Tapete ohne Beleidigung, in etwa so:
    „Liebe DFL, Ihr wollt keine Tennisbälle, dann stimmt doch neu ab“
    und demonstrativen 3, 4 Tennisbällen, dann stehen auch wahrscheinlich alle dahinter

    UNVEU

  7. @dhart: normalerweise stimme ich vielen Deiner Ansichten. zu.
    Wenn Du jedoch der festen Überzeugung bist, nett formulierte Wünsche und Bitten sind geeignete Mittel um skrupellose und rein rational handelnde sowie lediglich auf Profit ausgerichtete Investoren (oft nicht mal regional verbunden siehe Katar) und die beteiligten Akteure bei der DFL damit umzustimmen kann ich nur mit dem Kopf schütteln.
    Und einen Michael Kölmel mit denen gleichzustellen finde ich ehrlich gesagt mehr als unpassend. Gegen Investoren wie ihn hätte definitiv kein Verein und keine Ultragruppierung etwas einzuwenden.
    Aber wie hier schon mehrfach gesagt wurde: 10 Unioner in einem Raum = 11 Meinungen, mindestens. Und dafür Daumen hoch!

    • Du musst schon meinen Kommentar richtig lesen,
      es ging mir um pauschale Ablehnung von Investoren, habe ich auch so geschrieben.
      Und wer den Investor Michael Kömel mit den Investoren aus Saudi-Arabien und Katar oder mit dem Konstrukt aus Leipzig auf eine Stufe stellt der ist ja Irre, habe ich auch nicht getan.
      Natürlich kann man mich als naiv belächeln und drei Fragezeichen machen (halte ich aus), aber sind Hass und Beleidigungen gegenüber Andersdenkenden und Handelnden zielführend um etwas zu erreichen?
      Wir sind doch auch (teilweise) anderer Meinung, würden wir uns gegenseitig beleidigen? Nie, Weil wir beide Unioner sind, uns gegenseitig respektieren und auf drei Punkte morgen hoffen.
      UNVEU

    • dhart: danke dir für die Klarstellung und beim Rest gibt es nichts hinzuzufügen!
      Respektvoller Umgang und zusammen mit aller Gewalt! Klassenerhalt!
      Bis morgen inner AF!
      Eisern!

    • Senfbeilage

      „Liebe DFL, Ihr wollt keine Tennisbälle, dann stimmt doch neu ab“ Sorry dHart aber das würde original gar nichts bringen. Der Protest wie er aktuell durchgeführt wird scheint genau den richtigen Nerv zu treffen. Nach den anfänglichen Protesten (nach 12 Min kurz das Spiel zu unterbrechen) hat nichts gebracht. Jetzt wo er noch konsequenter durchgeführt wird und anfängt zu „nerven“ bewegen sich einige Entscheidungsträger. Aus meiner Sicht zeigt sich, dass die Form des Protests wirkt. Die Tapeten sind meistens übrigens nicht herabwürdigend. Gesänge sind was anderes

    • Natürlich kann man „Liebe DFL“ auch mit Anführungszeichen versehen, aber auch ohne würde, so glaube ich, auch der letzte DFL-Funktionär die auf einem Banner im Ultra-Block als bittere Ironie Auffassen. Ich gebe Dir natürlich recht. Man kann auch mal was Extremes machen. Aber es hat ja schon was bewirkt, selbst die DFL hat am Donnerstag angekündigt den Dialog mit den Fans zu suchen.
      Aber zur Zeit trifft es eben auch die Falschen. Die Schiedsrichter stehen da wie doof, viele Fans nervt es und die Spieler frieren sich den Arsch ab. Wenn die Herthaner auch einen Spielabbruch und Punktabzug riskieren ist das für die irrelevant, aufsteigen werden sie nicht und die Gefahr des Abstiegs besteht auch nicht. Sieht bei uns schon anders aus. Stelle mir vor wir steigen ab und uns fehlt dann ein Punkt durch Abzug, was hier bei TV los wäre.

  8. aktueller Stand. Es geht wohl erstmal weiter…

    https://www.faszination-fankurve.de/news/73589/offensichtlich-zeigen-die-proteste-wirkung-fanszenen-deutschlands-reagieren-auf-statement-der-dfl

    @dhart: sollte es an diesem Punkt liegen, sind nicht die Proteste daran schuld, sondern die Performance über die gesamte Saison. Bittere Wahrheit… und hey, die Stadtmeister Duelle in der 2. müssen wir ja auch noch auf unsere Seite ziehen ( 4 Duelle: 1 Sieg, 2 Unentschieden und 1 Niederlage) ;-)

  9. Frank Thier

    Die von der DFL angedachten Investoren sind „Heuschrecken“, die nur profitorientiert arbeiten und uns mit der Vergabe der Übertragungsrechte an die bekannten Privatsender den ganzen Scheiß eingebrockt haben: Zerpflücken der Spieltage mit der vorgeschobenen Begründung, dass die europäisch spielenden Vereine Zeit zum Generieren benötigen. Wozu aber die aufgeblähten Veranstaltungen wie Conference- , Europa-, Champions- und Nationsleague mit Gruppenphasen, Play-Off-Langweilern und mit Spielen um die „Goldene Ananas“ …. !? … zu nichts anderem als zum Geldscheffeln. Weg mit diesem Irrsinn und wieder:
    Samstags, 15.30 Uhr, 1. Bundesliga – 13.00 Uhr 2. Bundesliga – Sonntags, 3. Liga und Regionalliga. Wie früher: max. drei Ausländer in der Startelf zur Förderung des eigenen Nachwuchses und der Nationalmannschaft – Schluss mit dem „Söldnertum“ und wieder Identifikation mit dem Heimatverein schaffen ! Ansonsten kann man sich das Nachwuchsleistungszentrum klemmen. Für dieses Gesamtpaket nicht nur Tennisbälle werfen, sondern die Stadien auch mal komplett leer lassen … auch wenn es mir sehr schwer fallen würde.

    • ChSchmidt

      Ich stimme Dir komplett zu….die Nummer mit den Tennisbällen verschafft etwas Aufsehen und die Angst vor Spielabbrüchen. Mich ärgert das aber langsam eher, da ich erstens den Fussball und die Atmosphäre liebe und zweitens auch unser Team damit nicht ausreichend unterstützt sehe. Was ein geiler Gedanke die Kommerztempel einen Spieltag lang nicht zu besuchen! Das würde Wirkung zeigen und keine Mannschaft im Spiel benachteiligen. Da sind dann aber echt Eier gefragt….
      Zumindest ist damit das Produkt Bundesliga uninteressant und die DFL überlegt sich genau, wer eigentlich Träger Ihres Produktes ist. Das sind die Fans….. Sehr guter Ansatz, dass wäre spektakulär. Eine leere Alte Försterei gegen Heidenheim …. Nicht schweigen oder stören…nicht mehr mitmachen. u.n.v.e.u.

  10. @chschmidt: oha, dass ich Dir mal uneingeschränkt zustimmen würde, hätte ich nicht gedacht ;-)
    Auch wenn diese Vorstellung eher fiktiver Natur sein dürfte, so verschieden wie die Fanlager dazu stehen.

    Das der Hannoveraner gestern in Hamburg mit den Fadenkreuzen war dann doch drüber, definitiv. Zeigt aber wieviel Druck im Kessel ist. Getreu dem Motto: zerstört ihr unseren Sport, zerstören wir im Gegenzug eurer Produkt…

    Keine Ahnung wo das hinführt…aber ich mache mich jetzt auf den Weg in die AF..
    Kämpfen und Siegen!
    Eisern! Union!

  11. @dHart, und (bzw aber) ironischerweise hat Kölmel damals ja aktiv dazu beigetragen, dass das Konstrukt zustande kam:

    Zitat von https://de.m.wikipedia.org/wiki/Michael_K%C3%B6lmel

    <<>>

    Man könnte also etwas überspitzt behaupten, dass Unions Investor ganz nebenbei RBL erst in den Sattel geholfen hat. Uuups!

    ;-)

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