Wie geht es weiter für Eroll Zejnullahu?

Union hat das erste Spiel im Baltic Sea Cup 2:1 gegen den FC Kopenhagen gewonnen (Bericht im Kurier und auf der Union-Website). Vom Spiel selbst gibt es kein Bewegtbild bis auf den Anschlusstreffer für die Dänen in der Nachspielzeit:

Und auch der Andrang hielt sich in engen Grenzen (Bild/BZ berichtet von 50 Zuschauern), wie die Fotos von Matze Koch beweisen:

Für einen Spieler dürfte das Spiel durchaus bedenkenswert gewesen sein, nämlich für Eroll Zejnullahu. Denn einerseits spielte er mal 90 Minuten durch und lief sogar als Kapitän auf. Doch andererseits gibt es bereits am Sonntag das nächste Punktspiel und die Mannschaft bereitet sich auf das im Training vor. Andere Spieler, die sicher gerne Spielpraxis gesammelt hätten (Jakob Busk, Peter Kurzweg, etc.) waren beispielsweise in Dänemark nicht dabei. Von den Regeln her (die Mannschaften sollen aus U19 und U21-Spielern und maximal drei älteren Profis bestehen) hätte sich durchaus der Einsatz von mehr Profis ergeben können. Aber vielleicht werden wir das eher bei einem Heimspiel sehen, wenn durch die Reise nicht so viel Trainingszeit verloren geht. Das nächste Spiel im Baltic Sea Cup findet am 18. September um 12 Uhr im Stadion an der Alten Försterei statt. Gegner ist dann Aalborg BK.

Ob sich noch bis Freitag ein Transfer von Zejnullahu ergibt, kann ich nicht beurteilen. Er ist halt körperlich noch nicht in Topform. Aber ich glaube auch gleichzeitig, dass er selbst dann kaum Chancen hat, bei Union zum Einsatz zu kommen. Der Abstand zu Felix Kroos, Robert Zulj und Grischa Prömel erscheint doch zu groß im Moment. Ein Wechsel würde zumindest aus dieser Perspektive Sinn ergeben.

Während Jakob Busk den Ausflug in seine Heimatstadt Kopenhagen nicht mitmachen konnte, ergab sich für Mannschaftsleiterin Susanne Kopplin ein Wiedersehen mit ihrem Sohn Björn Kopplin, der aktuell bei Bröndby spielt.

Der Kurier schreibt heute noch über das Startelfdebüt von Florian Hübner in der Innenverteidigung.

Und sonst so?

Wir können heute mal den Blick etwas schweifen lassen.

  • In Braunschweig sind die ehemaligen Unioner Henrik Pedersen (Trainer) und Stephan Fürstner noch sieglos in der 3. Liga. Und es braut sich eine explosive Stimmung zusammen (NDR).
  • Der Anti-Doping-Kampf im deutschen Fußball bleibt weiter eine Farce. Das legen die Zahlen über die Kontrollen nahe, die der Tagesspiegel notiert hat. Es wurden beispielsweise 2017 nur 2167 Kontrollen in den ersten 3 Ligen durchgeführt, in der Regionalliga gar nicht. Davon waren nur 605 Trainingskontrollen. Und nur 12 Prozent der Kontrollen waren Blutkontrollen, über die deutlich mehr nachweisbar wäre. Man kann also deutlich sagen: Es ist wahnsinnig einfach, gerade im Regenerationsbereich, mit unerlaubten Substanzen zu arbeiten. Angesichts der hohen Summen, die im Fußball stecken ist die ganze Anti-Doping-Arbeit lächerlich.
  • Ein lesenswertes Interview mit Ilkay Gündogan gibt es in der Morgenpost. Der Mittelfeldspieler von Manchester City gibt einen Einblick, wie es ihm nach dem Erdogan-Foto erging und wie die Nationalmannschaft damit umgegangen ist. Und vor allem macht er deutlich, dass er im Gegensatz zu Mesut Özil weiter für Deutschland spielen will (wobei sich auch Özil eine Hintertür offen gelassen hat).
  • Ein sehr ausgewogenes Interview zum Ausstieg von Fanverbänden aus dem Dialog mit DFB und DFL führte die Süddeutsche Zeitung mit Michael Gabriel, Leiter der Koordinationsstelle Fanprojekte. Hier wird auch ein Aspekt eingebracht, den wir häufig auch bei Union beobachtet haben. Nämlich ein sozialer Aspekt im Fußball, der Fans dazu bringt, nicht nach dem größten Erfolg zu streben, weil damit Veränderungen (höhere Kommerzialisierung, Identitätsverlust, zersplitterte Spieltage) einhergehen. Ich habe keine Lösung für dieses Thema und auch im Interview wird keine Lösung propagiert (außer, dass sich Fans in den Vereinen stärker einbringen, damit sich die Klubs nicht hinter Verbandsentscheidungen verstecken können, die sie selbst herbeigeführt haben wie bei den Montagsspielen in der Bundesliga).
  • Der Tagesspiegel hat den Verein Türöffner (Website des Vereins) besucht, der im Vereinsumfeld von Union gegründet wurde und versucht, Geflüchteten im Bezirk bei der Vermittlung von Arbeit und Qualifizierungen zu helfen.

Und zum Schluss noch ein Blick auf das Tippspiel Twitterförsterei, in dem ich aktuell den Platz 201 belege. Aber die Tabelle hat nach 3 Spieltagen auch noch keine Aussagekraft:

2 thoughts on “Wie geht es weiter für Eroll Zejnullahu?

  1. nur weil es auf der offiziellen seite staendig falsch gemacht wird, wird es durch eine uebernahme auch nicht richtiger. der verein heisst aalborg BK. boldklubben halt.

  2. @Hoolger Da hast du absolut recht. Ich hatte tatsächlich nur von Union abgeschrieben. Ich habe es korrigiert und werde Aalborg Boldspilklub nie wieder vergessen. 🇩🇰

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