Gesundheitsminister sind jetzt auch für “Alle oder keiner!”

Als Daniel gestern beim State of the Union die Überschrift machte “Die Beratung der Politik heute wird am DFL-Zuschauerkonzept wenig ändern”, war er wie wir alle davon ausgegangen, dass die DFL in Person ihres Geschäftsführers Christian Seifert schon vorneweg so viel lobbyiert hat, dass nur das übliche Gipfel-Theater für die Öffentlichkeit gespielt wird, um dann das Ergebnis mit der Rückkehr von Zuschauern zu präsentieren. Deshalb war ich schon überrascht, als es hieß, dass man sich das nicht vorstellen könne (Tagesschau, Kicker).

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Die DFL begeht beim Thema “Zuschauer im Stadion” Selbstmord aus Angst vor dem Tod

Die Deutsche Fußball-Liga hat gestern auf ihrer Mitgliederversammlung mehrheitlich (nicht einstimmig) beschlossen, folgende Maßnahmen für eine teilweise Rückkehr von Zuschauern ins Stadion umzusetzen:

  • keine Tickets an Gästefans bis 31.12.2020 (Abstimmungsergebnis laut Bild, Bezahl-Link,  29:4)
  • kein Verkauf von Stehplatzkarten bis 31.10.2020 (Abstimmungsergebnis laut Bild 25:7)
  • kein Ausschank von Alkohol bis 31.10.2020 (Abstimmungsergebnis laut Bild 19:14)
  • personalisierte Tickets zur Nachverfolgung von Infektionsketten bis 31.12.2020 (Abstimmungsergebnis laut Bild 36:0)

Der 1. FC Union hat danach in Person von Präsident Dirk Zingler ausführlich in einem Schreiben an die Mitglieder Stellung genommen. Denn bei drei von vier der einzeln zur Abstimmung gekommenen Punkte hat Union mit nein gestimmt. Außerdem hat Union das Schreiben (pdf) veröffentlicht, das der Verein an alle anderen 35 DFL-Clubs verschickt hat, womit er zuvor vergeblich für seine Position gekämpft hat.

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#427 – Sehbehinderte sollen Union auf ihrem Stammplatz erleben dürfen

Philipp Rother und Tobias Potratz sind die Reporter des Audio-Guides für Sehebehinderte beim 1. FC Union Berlin. Sie erzählen, wie das Angebot entstanden ist und was der Unterschied zum Fanradio ist, das bei den Geisterspielen wegen Corona zu erleben war.
Tobias Potratz und Philipp Rother in ihrer Reporterkabine beim Heimspiel gegen Hoffenheim

Tobias Potratz und Philipp Rother in ihrer Reporterkabine beim Heimspiel gegen Hoffenheim, Bild via 1.FC Union Berlin/Berliner Pilsner

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An Prinzipien festhalten oder (trotzig) Kompromisse eingehen?

Trotzig sagen, dass auch 4000 Unionfans lauter wären als viele andere Stadien?

Oder darauf bestehen, dass das nichts mit “zu Union gehen” zu tun hat und deswegen nur “Alle oder Keiner” als Antwort bleibt?

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“Ich glaube, die haben alle ‘ne Macke”

Am Donnerstagabend saßen wir mit Marc Rademacher und Daniel Becht im Garten in Pankow und sprachen über den Saison-Dokumentarfilm “Dit is Union, verstehste!”, den beide mit der Unterstützung durch den 1. FC Union gedreht haben. Dabei gab es einen Moment, der mir sehr eindrücklich im Gedächtnis geblieben ist. Wir wollten wissen, was diese Zeit bei Union mit beiden gemacht hat. Denn beide sind mit dem Sport und insbesondere dem Fußball schon lange beruflich verbunden, haben unzählige Male für Sendungen in Bundesligastadien gearbeitet. Da stumpft man als Berufskrankheit etwas ab gegenüber großen Emotionen. Doch je länger wir sprachen, desto mehr wurde deutlich, dass dieser Schutzpanzer bei Union bei beiden auseinander gebröselt ist. Daniel erzählte von der Gänsehaut, die er nach dem 3:1-Heimsieg gegen Dortmund bekam und wie ihm die Tränen kamen, als er nach Abpfiff die Tränen von Fans gesehen hatte.

Unionfans im Sonderzug, Screenshot: Dit is Union, verstehste

Unionfans im Sonderzug, Screenshot: Dit is Union, verstehste

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#426 – 34 Spieltage, 34 Geschichten: Der Film “Dit is Union, verstehste!”

Im Herbst erscheint der Film "Dit is Union, verstehste!", der die erste Bundesliga-Saison des 1. FC Union Berlin dokumentiert. Wir haben mit den Machern Marc Rademacher und Daniel Becht gesprochen. Warum sie Union mit ihren Geschichten niemanden erklären wollen, über das Konzept "34 Spieltage, 34 Geschichten" und was die Coronavirus-Pandemie mit dem Film, aber auch finanziell mit ihnen gemacht hat.
Unionfans im Sonderzug und Unionfans außerhalb des Stadions während der Geisterspiele

Unionfans im Sonderzug und Unionfans außerhalb des Stadions während der Geisterspiele, Bilder: Dit is Union, verstehste

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Zuschauer trotz Corona-Pandemie: Union will mit Tests das Maximale möglich machen

“Ausgehend vom DFL-Hygienekonzept, das sich im Sonderspielbetrieb der Bundesliga bewährt hat, strebt Union die Vollauslastung des Stadions An der Alten Försterei spätestens ab dem 1. Spieltag der Saison 2020/21 an”, so heißt es in der Vereinsmitteilung über die Entwicklung eines eigenen Hygienekonzeptes des 1. FC Union Berlin, die am Freitagabend für sehr kontroverse Diskussionen gesorgt hat. Von absoluter Freude über die Perspektive auf eine Rückkehr ins Stadion bis hin zu kompletter Ablehnung, weil die Coronavirus-Pandemie noch lange nicht vorüber sei, war eigentlich alles dabei. Medial hat das auch Wellen geschlagen, allerdings gingen die selten über “Union zahlt fans den Coronatest” hinaus. In den Berliner Medien haben sich eigentlich nur Kurier und Bild trotz der späten Mitteilung mit dem Thema ernsthaft beschäftigt.

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#425 – Legentenbildung

Union landet durch das 3:0 gegen Düsseldorf auf Platz 11 der Bundesliga und wir machen einen klassischen Saisonrückblick-Podcast mit großen Momenten, Kommen-Gehen-Bleiben und allem Bums, der dazu gehört.

Danke an David für das sensationelle Intro. Alle bisherigen Intros von ihm für Textilvergehen findet ihr bei Soundcloud.

Michael Parensen und Christian Gentner nach dem 3:0 gegen Düsseldorf, Foto: Matze Koch

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Rafal Gikiewicz weint zum Abschied und Micha Parensen hört auf

Unter allen Möglichkeiten eines Saisonendes ohne Fans war das 3:0 gestern wohl das beste Finish, das Union hätte hinlegen können. Ich lag im Strandbad Lychen in der Uckermark und war nach diesem Spiel einfach nur glücklich. Links und rechts bedankten sich Werderfans für die Schützenhilfe, denen wir allerdings erklären mussten, dass wir uns auch ohne das Ergebnis aus Bremen gefreut hätten. Denn es spielt ja schließlich immer noch der 1. FC Union Berlin. Und der ist auf Platz 11 gelandet. PLATZ 11! Könnt ihr das glauben? Der einzige Platz 11, den wir sonst gesehen haben, wenn Bremen im Spiel war, lag im Schatten des Weserstadions und der Gegner hieß dann Werder II (Danke Marko Briesemeister für diese Erinnerung).

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#421 – Ich bin nicht Christian Seifert

Union zeigt sich gegen Schalke wieder spielstärker, erreicht aber nur ein 1:1. Wir reden außerdem noch über Gesänge im Wald, Nadelspieler, die neue Frisur von Uwe Neuhaus und Unterstützung für Black Lives Matter.

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