Anthony Ujah über das Thematisieren von Rassismus: “Es ist nicht zu viel!”

Wenn ich an das vergangene Wochenende denke, dann vor allem an die starke Balleroberung von Anthony Ujah und wie er mit der Hacke den Ball am Gegenspieler vorbei legt, um dann einen in jederlei Hinsicht perfekten Pass auf Robert Andrich zu spielen. Kein Wunder also, dass der Angreifer im medialen Fokus steht. Union als Verein ist das sicherlich auch recht, dass nicht über das Fehlen von Sebastian Polter, sondern über einen Angreifer auf dem Platz gesprochen wird.

Das Bild zum Spiel gegen Schalke, Instagram: @fhainkind

Das Bild zum Spiel gegen Schalke, Instagram: @fhainkind

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Anthony Ujah schreibt über seine Erfahrungen mit Rassismus in Deutschland

“Das sind Geräusche, die man nicht missversteht. Das haben wir schon zu oft gehört.” Das sagt Anthony Ujah heute über rassistische Verhöhnungen in einem Text von ihm, der in der FAZ erschienen ist. In dem Text schildert Ujah, wie er als schwarzer Mensch Rassismus in Europa erlebt hat, wie er deswegen über die Zukunft seiner Kinder nachdenkt, und wie er aus dem Protest gegen Rassismus überall auf der Welt in den letzten Wochen Hoffnung schöpft.

Anthony Ujah Rassismus

Fussball, Herren, Saison 2019/2020, 1. Bundesliga (26. Spieltag), 1. FC Union Berlin – FC Bayern München (0:2), Anthony Ujah (1. FC Union) vor dem Spiel, 17.05.2020, Foto: Matthias Koch/1. FC Union Berlin/Pool

Und auch wenn Ujah schreibt, dass es jedem Mensch selbst obliegt, wofür, gegen welche Ungerechtigkeit, man sich engagiert, bleibt das Fazit: “Nichtstun ist das Problem. Die Lösung ist: etwas zu sagen, etwas zu tun.”

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Der Fall Sebastian Polter: Das Ende einer Beziehung oder der Anfang vom Ende im Abstiegskampf?

Eigentlich wollte ich heute schreiben, was mir am Mittwoch Mut gemacht hat beim 1:1 von Union gegen Mainz trotz Unterzahl. Ich wollte schreiben, wie sich jeder für jeden in Zweikämpfe geworfen hat. Wie Bälle geblockt wurden. Da war eine Mannschaft als Einheit auf dem Platz. Das hat mich beeindruckt und das hätte ich heute gerne ausgeführt. Aber Union veröffentlichte gestern Nachmittag eine Mitteilung mit dem Titel: “Union verzichtet ab sofort auf Sebastian Polter”.

Sebastian Polters Jubel nach seinem Tor zum 2:1 gegen Kaiserslautern am 16.04. 2017, Foto: <a href="http://matzekoch.com/" target="_blank" rel="noopener">Matze Koch</a>

Sebastian Polters Jubel nach seinem Tor zum 2:1 gegen Kaiserslautern am 16.04. 2017, Foto: Matze Koch

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Felix Kroos gewinnt die Stay at Home Challenge mit weitem Abstand

Beim 1. FC Union ist aktuell alles ruhig. Die einzige Geschäftigkeit, die zu sehen ist, besteht im Trainingsbetrieb im Kraftraum. Der Rest der Belegschaft sitzt größtenteils im Homeoffice.

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Urs Fischer warnt vor der mental schwierigen Rückrunde

Nach der Rückreise aus dem Trainingslager haben die Spieler am heutigen Montag frei und danach startet die Vorbereitung auf das Punktspiel bei Rasenballsport Leipzig. Trainer Urs Fischer hat im Pressegespräch mit den mitgereisten Journalisten ein Fazit gezogen. Dabei hat er mit Hinblick auf die Rückrunde darauf hingewiesen, dass sie mental anspruchsvoller wird:

Ich gehe davon aus, dass sie schwieriger wird. Es werden immer weniger Spiele. In der Vorrunde weißt du, dass du noch mal 17 Spiele hast. Jetzt geht es um die Wurst und die Positionen sind eingenommen. Deshalb wird es für den Kopf nochmal eine andere Geschichte und die Rückrunde wird härter als die Hinrunde.

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Ein Vorsprung in der Tabelle macht Union gegen Köln etc. stärker

Union spielt in drei der verbleibenden vier Spiele vor der Winterpause gegen direkte Mitbewerber um den Klassenerhalt. Dieser Umstand und die Tabllensituation zu Beginn dieser Serie von Spielen liefert den Stoff für verschiedene Narrative. Schlussendlich bleibt es aber dabei: mehr Punkte haben (zum Beispiel 16, wie Union) ist besser als weniger (zum Beispiel 8, wie Köln).

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Auch Union hat gegen die Verteilung der Polizei-Kosten gestimmt

Vor dem Spiel gegen Köln gibt es noch mehr der obligatorischen “Spieler X trifft auf seinen Ex-Verein” Artikel und Interviews mit Anthony Ujah. Im Interview mit Stephanie Baczyk für den RBB spricht Ujah über den Torjubel in und für Köln und darüber, dass sich die 22.000 Zuschauer An der Alten Försterei für ihn manchmal wie 100.000 anfühlen.

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Anthony Ujah lobt Urs Fischers Führungsstil

Nachdem wir hier gestern über Simon Hedlund und seine Unzufriedenheit mit seiner Zeit bei Union geschrieben haben, lesen wir heute von Anthony Ujah die entgegengesetzte Perspektive. Denn obwohl Ujah längst nicht immer spielt, spricht der Stürmer sehr positiv über Fischers Umgang mit der Mannschaft (Kicker, Morgenpost, Bild nicht online).

Anthony Ujah und Urs Fischer

Anthony Ujah spricht mit Trainer Urs Fischer, Photo: Matze Koch

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Viel Zeit im Gefühl des Spiel gegen Dortmund zu schwelgen

Länderspielpausen wie die, die gerade beginnt, sind ja oft nervig. Unter anderem, weil dann die deutsche Nationalmannschaft spielt – mit dem Fanklub Nationalmannschaft und solcher Tormusik. Aber sie haben auch ihr Gutes: Zum Beispiel, dass zwei Wochen lang nichts die Eindrücke von Unions erstem Sieg in der Bundesliga, den ersten drei Bundesliga-Toren im Stadion an der Alten Försterei, überlagern kann.

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Anthony Ujah: “Mir tun immer noch die Ohren weh”

Mein kleines Kind war sichtbar traurig. Es liefen noch die letzten Minuten des Spiels gegen Rasenballsport und er schaute niedergeschlagen und ohne Regung auf den Rasen. Und das mitten in einem Lärm, der sich für diejenigen, die das erste Mal eine Partie im Stadion an der Alten Försterei sahen, merkwürdig anfühlen musste. Als ich fragte, was denn sein, sagte der Junior: “Union verliert. Das finde ich schade. So können die nicht mehr aufsteigen.” Und ich musste daran denken, dass er Union nur als Zweitligist und immer mit einer Sieg-Wahrscheinlichkeit erlebt hatte. Und dann so eine Partie, in der die Mannschaft im Prinzip komplett chancenlos war. “Du musst singen”, sagte ich. “Das machen alle und das gibt Mut, so dass du nicht traurig aus dem Stadion gehst.” Ich nahm ihn dann auf den Arm und wir sangen gemeinsam “Unsere Mannschaft, unser Stolz.”

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