Passen Max Kruse und Neven Subotić (noch) zu Union?

Wirkliche Neuigkeiten gibt es von Union gerade nicht, auch wenn Oliver Ruhnert und Co im Hintergrund sicher daran arbeiten. Deshalb wird heute in den Berliner Medien über einige Spieler auf etwas spekulativerer Ebene gesprochen.

NEven Subotic

Neven Subotic beim letzten Saisonspiel des 1. FC Union Berlin, Foto: Matze Koch.

Da ist zum einen Neven Subotić, über dessen Zukunft sich Kurier/Berliner Zeitung Gedanken machen. Die Argumentation, Subotić sei nicht genug auf seine Aufgabe bei Union fokussiert gewesen, ist aber etwas bemüht. Denn sie wird ohne Bezug auf Einschätzungen dazu aus dem Verein geführt. Das heißt jedoch nicht, dass es keine Gründe gibt, sich über Subotićs Rolle in der Mannschaft Gedanken zu machen, denn dafür geben auch rein sportliche Aspekte durchaus Anlass. Daran schließt sich aber natürlich die Frage an, wohin Subotić in diesem Sommer, in dem sein Vertrag noch ein Jahr läuft, denn wechseln könnte.

Neu aufstellen muss sich Union in der Innenverteidigung aber sowieso, und zwar sowohl um Keven Schlotterbeck im Spielaufbau zu ersetzen, als auch um wieder genug Kadertiefe zu haben. Denn da fehlt ja auch Micha Parensen, für den es ein Abschieds-Shirt im Zeughaus gibt.

Und zum anderen Max Kruse, dessen Transfer weiterhin nicht bestätigt ist, aber der als möglicher Zugang im Raum steht. Wobei sich im Raum zu positionieren ja auch zu seinen besten Qualitäten gehört… (sorry).

Darüber, was sich bei Union mit Kruse ändern könnte, schreibt die Bild/BZ. Sie nennt dabei einige “weiche” Faktoren wie Erfahrung, Star-Ausstrahlung und Profilierung. Aber eben auch, dass Max Kruse ein ganz anderer Spielertyp ist als Sebastian Andersson, und sich Unions Spiel mit Max Kruse zwangsläufig verändern würde.

Das ist tatsächlich der Fall. Kruses größte Qualität sind tatsächlich kluge, flexible Laufwege und ein sauberes und kreatives Passspiel – er war zeitweise der Bundesliga-Stürmer mit der höchsten Passquote und hatte über die letzten zehn Jahre in immer ein hohe einstellige Zahl an Torvorlagen, während seine eigenen Torstatistiken etwas weniger konstant sind.

Mit diesen Stärken kann er sehr gut auch als zentraler Stürmer in einem 4-3-3 spielen, aber auch auf ungefähr allen anderen Offensivpositionen. Das heißt aber nicht, dass er auch in jede Konstellation um ihn herum passt. Denn wenn Kruse als zentraler Stürmer spielt, braucht man Außenspieler, die von ihm geöffnete Räume im Sturmzentrum nutzen. Und wenn ein anderer Stürmer die zentrale Rolle im Angriff übernimmt (oder auch ein Sturmduo mit Kruse bildet), muss das jemand sein, der mit Kruses Vorlagen viel anfangen kann. Weil das vor allem flache Steckpässe in den Strafraum sind, ist Sebastian Andersson nicht unbedingt der erste Spieler, der mir dafür als passend einfällt.

Interessant ist natürlich auch, in welcher Form Kruse nach seiner Saison mit Fenerbahçe zu Union käme. Ich kann nicht behaupten, mir Spiele in der türkischen Liga angeschaut zu haben. Und ich werde ihn nicht anhand eines. Best Skills & Goals & Assists & Passes-Videos bewerten. Doch während Fener nur Siebter wurde, waren Kruses individuelle Statistiken okay: vor allem als Zehner eingesetzt kam er auf sieben Tore (davon allerdings drei Elfmeter) und sechs Vorlagen in knapp 1700 Minuten, also zwei Torbeteiligungen in drei Spielen.

Und sonst so

Im Merkur wurde vor ein paar Tagen Sebastian Bönig als einer der 100 größten Sportler aus Erding gefeiert.

Und die Bremer Bier-und-echte-Spenden-Aktion ist abgeschlossen, mit je 4000 Euro, die der Bremer Kulturszene, einem sozialen Hilfsprojekt und der Union-Stiftung zu Gute kommen:

 

5 Gedanken zu „Passen Max Kruse und Neven Subotić (noch) zu Union?

  1. wenn kruse aber die bild-spekulationen als fake news bezeichnet, sollte man das wörtlich nehmen.
    er müsste das nicht tun.

  2. Glaube nicht das Neven nochmal wechselt, wird dann wohl eher ganz aufhören.

  3. Er hat nur geschrieben es seien fake news, dass das Foto in Berlin entstanden ist.

    Mehr nicht. 🤓

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