Christian Gentner sagt, was Union für den Klassenerhalt braucht

Christopher Trimmels Vertrag wurde bis 2021 verlängert (gültig für Bundesliga und Zweite Liga laut Vereinsmitteilung). Es ist müßig darüber zu diskutieren, ob der Vertrag sich automatisch verlängert hat, wie es hier im Video anklingt, oder ob er neu ausverhandelt wurde. Denn das ändert an der Bewertung nichts, dass dies eine sehr verdiente Verlängerung ist. Christopher Trimmel ist auch in der Bundesliga ein absoluter Leistungsträger und ich bin sehr froh, dass er auch bei Abstieg Union zur Verfügung stünde. Ich muss zugeben, dass ich vom Kapitän diese konstante Leistung in der Bundesliga nicht erwartet habe.

Zum Abschluss seines Vertrags wäre Christopher Trimmel dann schon sieben Jahre beim 1. FC Union. Das ist schon eine außergewöhnliche Dauer. Das wird auch in den Medienbewertungen zur Verlängerung klar (Kurier, Morgenpost, RBB, Kicker)

Union gewinnt den Test gegen Budapest, zeigt aber Schwächen

Das 3:2 gestern im Test gegen Ferencvaros Budapest hingegen dürfte gestern noch einmal die Alarmglocken schrillen lassen. Also nicht im Sinne, dass alles schlecht war, sondern wenn es darum geht, die eigenen Fehler zu reduzieren, um dem Gegner nicht zu Umschaltmomenten vor dem eigenen Tor einzuladen. Ein Thema, das gegen eine traditionell hoch pressende und schnelle Mannschaft aus Leipzig am nächsten Sonnabend sicher ganz oben auf dem Plan steht.

Die beiden Gegentore hat sich Union jedenfalls selbst reingelegt (Highlights gibt es bei AFTV). Das Gute ist, dass Union trotzdem 3 Tore geschossen hat. Auch wurde wieder zwischen Dreier- und Viererkette gewechselt. Hier gibt es noch die Medienberichte zum letzten Testspiel im Trainingslager: Kurier, Morgenpost, Kicker.

Anthony Ujah vom 1. FC Union Berlin schoss ein Tor gegen Fernecvaros Budapest

Anthony Ujah schoss ein Tor gegen Budapest, Foto: Matze Koch

Im Kurier (noch nicht online) gibt es noch einen Text über Neven Subotic, in dem er seine Erwartungen an Union (sportlich und kulturell) im Prinzip übertroffen sieht. Das freut mich sehr beim Lesen, denn schließlich war er vorher nicht in Wolfsburg oder Hoffenheim, sondern bei Klubs, die auch 10 Meter hinter dem Vereinsgelände noch Menschen interessieren. Ich habe immer noch aus einem seiner ersten längeren Interviews, ich glaube es war der Kicker-meets-Dazn-Podcast, als der Innenverteidiger vom Treffen mit den Union-Sponsoren erzählt hat, die gar nicht so sponsorentypisch aufgetreten seien, sondern den neuen Spielern klar gemacht haben, was Union als Klub bedeutet.

Christian Gentner sagt, worauf es beim Klassenerhalt ankommt

Und dann gibt es noch dieses Interview mit Christian Gentner in der Morgenpost. Da geht es im Prinzip einmal um seine ganze Karriere. Ich mochte den Teil, in dem er deutlich die Unterschiede zwischen seinen Stationen in Stuttgart, Wolfsburg und bei Union darstellt und klar wird, dass natürlich alles seine Berechtigung hat. Gerade was er über die Begeisterungsfähigkeit und Anspruchshaltung in Stuttgart erzählt, war beim Hinspiel in der Relegation spürbar.

Wichtiger finde ich allerdings die Worte, die er zum Thema Kampf um den Klassenerhalt findet. Da wurde er gefragt, warum Union den Klassenerhalt schafft und antwortete:

…wir uns nicht blenden lassen von dem, was in den ersten sechs Monaten passiert ist. Weil wir wissen, dass die zweite Halbserie schwieriger wird für uns. Wir werden anders wahrgenommen. Es wird sicher Unruhe aufkommen, durch Vertragssituationen oder auch den Ausfall wichtiger Spieler. Und weil der Verein in seiner Unaufgeregtheit mit Urs Fischer und seinem Trainerteam sowie Manager Oliver Ruhnert die Dinge gut einordnen kann. Und die Mannschaft ist gierig und noch in der Entwicklung. Deswegen lassen wir mindestens drei Klubs hinter uns.

Das macht noch einmal sehr deutlich, dass all diese Dinge zusammenpassen müssen, damit es wirklich mit einem zweiten Jahr Bundesliga klappt.

Christian Gentner im Test gegen Budapest, Foto: Matze Koch

Hallenturniere in Berlin, Senftenberg und Großkoschen

Beim Hallenturnier der Traditionsmannschaften in Berlin ist Union nach einem Sieg (4:3 gegen Bremen) und einer Niederlage (2:5 gegen Hertha BSC) noch nicht im Halbfinale und muss im letzten Spiel gegen Tennis Borussia um den Einzug kämpfen.

Unschön ist, was draußen passiert ist. Aufgrund von Raubtaten die laut Berichten Fans des BFC-Dynamo gegenüber Union-Anhängern verübt haben, kam es zu einem großen Polizei-Einsatz (BZ).

So eine Traditionsmannschaft kann übrigens zur gleichen Zeit an verschiedenen Orten sein. Denn gestern spielte Unions Vertretung auch beim Hallenturnier der Traditionsmannschaften in Senftenberg (Lausitzer Rundschau, Bezahl-Link).

Dirk Kamin (Union) tritt den Ball in den gegnerischen Strafraum, wo Tomislav Piplica wartet, Foto: Daniel Roßbach

Dirk Kamin (Union) tritt den Ball in den gegnerischen Strafraum, wo Tomislav Piplica wartet, Foto: Daniel Roßbach

Weiter geht es heute auch in Großkoschen beim Seenland-Turnier, für dessen Halbfinale sich gestern die Union-Frauen qualifiziert haben. 28 der 29 Union-Treffer hat die Facebook-Seite der Frauenfußball-Abteilung von Union im Zusammenschnitt parat.

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