Union widerspricht der Gladbacher Darstellung der Ereignisse im Gästeblock

Wir haben hier gestern erwähnt, wie die Fanhilfe aus Mönchengladbach den Vorfall am Ende des Spiels dargestellt hat, bei dem einige Gladbacher über den Zaun in den Innenraum geklettert sind und das Spiel kurz unterbrochen wurde.

Union sieht diesen Vorfall anders: Der Verein schließt sich der Darstellung des Verhaltens des Ordnungsdienstes vor dem Gästeblock nicht an, und verwahrt sich auch gegen das Eindringen in den Innenraum als Mittel, etwaige Missverständnisse aufzulösen – vor allem, wenn dabei Ordner verletzt werden.

Union Gladbach Auswärtsblock Innenraum

Eine Gruppe Gladbacher Fans betritt kurz vor dem Ende des Spiels den Innenraum. Photo: Tobi/unveu.de

Vereins-Sprecher Christian Arbeit hat uns dazu gesagt: “Richtig ist, dass es um einen medizinischen Notfall ging, nicht um einen Angriff. Das Szenario, wer versucht hat auf welchem Wege jemanden zu informieren, stellt sich äußerst unterschiedlich dar, wenn man verschiedenen Beteiligten zuhört.”

Außerdem, so Christian Arbeit, “rechtfertigt aber auch ein medizinischer Notfall nicht das Eindringen von derart vielen Personen in den Innenraum. Und erst recht nicht das Verletzen von Ordnern (zwei ausgeschlagene Zähne und ein Unterarmbruch).”

Sport

Zum Sport gibt es heute einen langen Text in der Berliner Zeitung, der zusammenfasst, wie stabil sich Union in der Bundesliga entwickelt hat.

Und ein Kommentar im Tagesspiegel stellt diese Entwicklung der von Hertha gegenüber. Das kann man natürlich machen, und dabei auf die Formtabelle schauen, in der Union Erster und Hertha letzter ist. Aber daraus folgt noch nicht, dass sich Hertha inhaltlich an Union orientieren kann oder soll. Denn im Fußball ist es wohl eher so, dass Erfolglosigkeit überall ähnlich aussieht, aber jeder Verein sein eigenes Konzept für Erfolg finden muss.

Außerdem geht es um Robert Andrich (Bild noch nicht online, Kicker). Dass er am Samstag gesperrt zuschauen musste ändert natürlich nichts daran, dass der Neuzugang aus Heidenheim sich sehr deutlich einen Stammplatz erarbeitet hat, und diesen wohl auch am Freitag wieder einnehmen wird.

Einmal Unioner Immer Unioner

Union gratuliert Uwe Neuhaus zum Geburtstag, der mit Marcel Hartel und Arminia Bielefeld aktuell punktgleich mit Hamburg an der Tabellenspitze der zweiten Liga liegt.

Und sonst so

Union hat gestern bekannt gegeben, den Verein Foodsharing zu unterstützen, und die Lebensmittel, die im Stadion übrig bleiben, bedürftigen Menschen zukommen zu lassen. Das passiert demnach schon seit dem Heimspiel gegen Freiburg.

Und beim RBB gibt es diese Geschichte über geflüchtete Menschen wie Abbas Al Shafeay, denen Fußball dabei hilft, in einer neuen Heimat anzukommen – in diesem Fall, indem er sich als Trainer engagiert. Ähnliche Projekte wie dieses, etwa “Champions ohne Grenzen” hat in den vergangenen Jahren auch Union unterstützt.

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Das Projekt Champions ohne Grenzen hilft Menschen, die neu in Deutschland sind, durch Fußball bei der Integration; Photo: Daniel Roßbach

2 Gedanken zu „Union widerspricht der Gladbacher Darstellung der Ereignisse im Gästeblock

  1. zu dem Thema Notfall im Gästeblock vs. Ordner: ich verstehe schon dass sich der Verein vor die von ihm beauftragten Ordner stellt, wenn ich aber daran denke dass es ja schon mehrfach Kritik gab und wenn ich das mit meinen eigenen Erlebnissen mit “unseren” Ordnern vergleiche glaube ich da eher den Gladbachern, bis auf wenige Ausnahmen hat sich die Qualität der Ordner in der letzten Zeit massiv verschlechtert.

  2. ich bleibe dabei…ich mag solcherart artikel, wie in der berliner zeitung (der ich freilich nie verzeihen werde, dass ihr unser 40. geburtstag, der in zeiten fiel, da es uns wirklich schlecht ging, wir erstmalig in die viertklassigkeit abgestürzt waren und die wirtschaftliche situation dramatisch war, KEIN EINZIGES WORT wert gewesen war!) jetzt stehen, nicht.

    klar, jeder unioner ist froh und stolz – und soll das von herzen gern sein! – , dass diese tolle mannschaft sich immer weiter gesteigert und nach (nur) 12 spielen schon satte 16 punkte gesammelt hat.
    aber jeder unioner weiß ebenso gut, dass noch 22 punktspiele vor uns liegen, aus denen – legt man denn “klassenerhaltsschnitt” der letzten 10 jahre von 36 punkten zugrunde – noch mindestens 20 zähler geholt werden müssen.

    die geschichte der bundesliga lehrt, dass es immer wieder einmal (vermeintlich oder temporär tatsächlich) starke aufsteiger gab, die besonders in der hinrunde zu beeindrucken wussten, in der wirklich entscheidenden phase im frühjahr aber einbrachen und in die abstiegszone durchgereicht wurden.

    mir ist es SOWAS von egal, ob berta absteigt, im mittelfeld dümpelt oder die champagnerplätze angreift und wie oder warum es bei denen dazu kam oder auch nicht…
    mich interessiert NUR, dass union den klassenerhalt schafft – und wenn nicht, dass der verein dann eben auch in der 2. liga gut mithalten kann und gesund aufgestellt ist.

    ich sehe schon jetzt bildlich vor mir, was geschrieben und gesagt würde, wenn union vielleicht einmal wieder nicht “nur” vier, sondern sechs oder gar mehr spiele in reihe verlöre.
    oder am ende sogar der abstieg stünde…
    mich interessiert

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