Michael Parensens unfreiwilliges Karriere-Ende und eine Gentner-Rede als Knackpunkt der Saison

Michael Parensen wird ab August in der Geschäftsstelle des 1. FC Union Berlin mitlaufen, alle Abteilungen durchlaufen und schauen, in welchem Bereich er am ehesten arbeiten möchte und kann. So weit ist die Geschichte bekannt. Denn so wurde sie auch von Union kommuniziert, als am Sonntag acht Spieler aus dem Team verabschiedet wurden. Doch das Karriere-Ende von Michael Parensen war nicht allein seine eigene Entscheidung, wie heute in der Bild (Bezahl-Link) zu lesen ist und wie es der Spieler selbst bereits in der letzten Episode des Plattsport-Podcasts gesagt hat (ab 50:23 Min). „Ja, ich hatte schon noch Lust weiterzuspielen, fühle mich körperlich gut”, sagte Michael Parensen der Bild.

Jubel nach dem Klassenerhalt: Michael Parensen, Foto: Matze Koch

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Union hat rasiert und feiert die wohl dezentralste Klassenerhalts-Party überhaupt

“Komm Rob, erste Worte. Was fällt dir sofort ein?”, wurde Robert Andrich bei AFTV gefragt, als er noch eine Flasche Berliner am Hals hatte. “Bier!”, antwortete der Mittelfeldspieler, der beim 1:0 gegen Paderborn ohne Gelbe Karte vom Platz ging. Es war wahrscheinlich dezentralste Klassenerhaltsparty, die Union je gefeiert hat. Ich hatte das Gefühl, dass wir alle mit Abpfiff auf den Balkon oder auf die Terrasse gehen mussten, um gedanklich den Platz zu stürmen und gleichzeitig draußen ein paar Tränen der Freude die Wange herunterlaufen zu lassen. Dieses Video, das Union direkt nach Abpfiff gepostet hat war ein bisschen das, was sicher bei allen als Kopfkino lief.

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Union versucht mit nichts, die Fans zu ersetzen

Bei den Spielen gestern gab es einige Momente, in denen Sky etwas krampfhaft versucht hat, die Stadion-Situation ohne Publikum als erträglich darzustellen:

Dem kann man während Unions Spiel heute aus dem Weg gehen, indem man die Audio-Reportage auf AFTV hört, den die Kommentatoren machen, die eigentlich für den Audiokommentar für Sehbehinderte zuständig sind (Unions Mitteilung dazu in der Spielvorschau).

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Etwas als Präsident verkaufen, das man als Fan ablehnt

Union-Präsident Dirk Zingler stand gestern im Mediengespräch vor der Herausforderung, etwas verkaufen zu müssen, was ihn eigentlich innerlich zerreißen muss. Denn als Präsident des 1. FC Union mit der Verantwortung für die Mitarbeiter und Strukturen des Vereins muss er Bundesligaspiele ohne Zuschauer gut finden. Das sagte er auch. So gibt es beispielsweise jetzt die Möglichkeit den durch Kurzarbeit erzwungenen Gehaltsverzicht bei den Mitarbeitern durch Aufstockungen auszugleichen. Die erste Rate der noch offenen 10 Millionen Euro von den Fernsehgeldern sei gezahlt worden. Außerdem würden keine Mitarbeiter entlassen werden. Gleichzeitig dürften Geisterspiele nichts mit dem Fußball zu tun haben, der Dirk Zingler zum Fan gemacht hat.

Pressekonferenz zum Bundesliga-Neustart mit Präsident Dirk Zingler am 07.05. 2020, Foto: Matze Koch

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Sehnsucht nach der Alten Försterei: Irgendwann, irgendwann einmal …

Ich habe gestern noch länger über den Aufruf der meisten deutschen Ultragruppen nachgedacht, die sich gegen Geisterspiele ausgesprochen haben. Mir geht es gar nicht darum, Geisterspiele zu verteidigen. Ich glaube, dass wir uns alle darüber einig sind, dass Fußballspiele ohne Publikum unserer Auffassung von Fußball widersprechen. Was bietet aber der Aufruf sonst? Die Forderungen bestehen darin, sich sachlich mit der aktuellen Lage auseinanderzusetzen, statt den TV-Geldern nachzulaufen, sich der Kriseninstrumente der Wirtschaft zu bedienen, eine Lösung müsse maximal solidarisch sein und es dürfe keine Krisengewinner geben. Außerdem fordern sie eine grundlegende Reform des Profifußballs, der wirtschaftlich nachhaltig und krisensicher sein soll.

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Coronavirus: Niemand kann ernsthaft vorhersagen, wie es nun für Union weitergeht

Die Verlegung des Spieltages und damit die Absage an Geisterspiele durch die DFL war eine richtige Entscheidung, weil die Ausbreitung des Coronavirus auch vor der Bundesliga nicht Halt gemacht hat. Aber die Clubs taten sich schwer. Vielleicht war es gestern im Großen eine ähnliche Situation wie für Dirk Zingler und Union am Dienstag. Von außen sah es merkwürdig zaudernd bis ignorant aus. Aber isoliert für den eigenen Bereich ergab alles Sinn. Natürlich ist der Profibereich aber nicht isoliert.

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Dirk Zingler: “Wir werden das als Unioner und als Club aushalten”

Ich war überrascht, gestern Präsident Dirk Zingler live bei der Pressekonferenz von Union zum Spiel zu sehen (AFTV), denn öffentlich angekündigt hatte der Verein den Auftritt nicht. Doch nach den Ereignissen dieser Woche rund um die Reaktionen auf die Ausbreitung des Coronavirus in Europa gab es möglicherweise den Bedarf als Verein ein paar Dinge zurechtzurücken. Die Argumentationslinien des Präsidenten waren klar: Geisterspiele sind keine Dauerlösung und nicht der Fußball, für den Union steht. Entschieden wird Anfang nächster Woche auf einer DFL-Sondertagung. Alles andere als eine Aussetzung des Spielbetriebs würde mich ehrlich gesagt überraschen.

Pressekonferenz im Zeichen des Coronavirus: Trainer Urs Fischer, Pressesprecher Christian Arbeit und Präsident Dirk Zingler, Screenshot: AFTV

Pressekonferenz im Zeichen des Coronavirus: Trainer Urs Fischer, Pressesprecher Christian Arbeit und Präsident Dirk Zingler, Screenshot: AFTV

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Proteste gegen Kollektivstrafen: “Wir lassen uns nicht spalten”

Eigentlich hätte ich hier heute gerne vor allem über Standard-Flanken von Christopher Trimmel geschrieben, die beim Spiel des 1. FC Union gestern gegen Wolfsburg das waren, was sportlich am besten funktioniert hat und zu beiden Toren beim 2-2 geführt haben. Aber der Sport war nicht, was von diesem Spiel hängen bleiben wird. Das sind vielmehr die Proteste gegen Kollektivstrafen des DFB und dessen Reaktion darauf – und was das für den sozialen Raum Stadion einerseits und den Zusammenhalt bei Union andererseits bedeutet.

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“Micha macht jede Mannschaft 20 Prozent besser”

Wir hatten gestern Micha Parensen, Innenverteidiger bei Union, und den Geschäftsführer für Kommunikation des Vereins Christian Arbeit bei uns im Podcast zu Gast. Wir sprachen mit ihnen über das Spiel in Bremen, Unions Stärken und Charakteristika in dieser Saison und den Weg, den beide bei und mit Union gegangen sind.

Micha Parensen

Michael Parensen und Christian Arbeit zu Besuch beim Podcast. Photo: Daniel Roßbach

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#402 – Geheimwaffe Bratwurstgeruch

Union gewinnt 2:0 in Bremen in einem Spiel, in dem der eigene Plan nahezu perfekt aufgeht. Wir haben Michael Parensen und Christian Arbeit zu Gast und sprechen nicht nur über die Partie, sondern auch über Union seit 2009. Denn seitdem gibt es nicht nur unseren Podcast, sondern auch Michael Parensen und Christian Arbeit sind seitdem bei Union angestellt.

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