Bedeutet die Andrich-Verpflichtung den endgültigen Abschied von Felix Kroos?

Der nächste Zugang ist fest. Robert Andrich (24 Jahre) vom 1.FC Heidenheim verstärkt Union im zentralen Mittelfeld, wo er sowohl offensiv als auch defensiv eingesetzt werden kann. Das ist schon der zweite Wechsel eines bei Hertha ausgebildeten Spielers in dieser Transferperiode und ich finde das ganz gut. Denn die Ausbildung beim Ligakonkurrenten gilt seit Jahren als ausgezeichnet. Ich erinnere mich, wie Hertha-Manager Michael Preetz sich in der Vergangenheit häufig dafür rechtfertigen musste, dass es angeblich keiner aus dem Hertha-Nachwuchs zu den Profis schaffen würde. Er antwortete darauf stets, dass er den Erfolg der Nachwuchsabteilung nicht daran bemesse, wie viele es zu Hertha zu den Profis schafften, sondern daran, wie viele es in den Profibereich der ersten drei Ligen schaffen würden. Von dieser Erfolgsmessung profitiert vielleicht auch Union.

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Sehr unterschiedliche Meinungen zum möglichen Berliner Derby am 9. November

Ich bin nach dem gestrigen Tag tatsächlich etwas müde, weil auf meine Meinung, dass Union an dem Derbyplänen von Hertha zum 30. Jahrestag des Mauerfalls nicht mitwirken solle, weil das dem Datum nicht gerecht wird, sehr vieles geäußert wurde, was mit meinem Punkt nichts zu tun hatte. Und es drehte sich um Laufe des Tages vieles im Kreise. Ganz nach dem Motto: Es ist zwar bereits alles gesagt, aber noch nicht von jedem.

Mir ging es nicht um Kommerzialisierung (als ob Union unkommerziell wäre) und erst recht nicht um irgendwelches Ost-West-Gedöns. Ich wohne seit September 1989 in Berlin und mir liegt nichts ferner, als Leute in solche Kategorien einzusortieren oder dies zur Leitlinie meiner Gedanken zu machen. Außerdem dürften auch Hertha und Union nicht so einfach in Ost und West einzusortieren sein, wie das vielleicht von außen gerne gemacht wird. Berlin ist Berlin. Aber Berlin ist auch an jeder Ecke anders und voll mit unterschiedichen Haltungen und Gedanken. Wir sind nicht irgendeine brandenburgische Kreisstadt mit einer Tageszeitung, wo sich alle zum Stadtfest treffen und die gleiche Meinung äußern, weil sie sonst als Nestbeschmutzer dastehen würden.

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Union braucht kein Derby am 9. November, um dem Spiel Bedeutung zu verleihen

Wir schildern in den vergangenen Tagen immer mal wieder Momente, in denen uns bewusst wird, dass Union nun Bundesligist wird. Unser Leser Ronny hatte vor Kurzem auch so einen Moment, in dem er kurz vergessen hat, dass er nun ein Regal höher greifen muss. Und ganz ehrlich, mir geht es immer noch jeden Tag genauso.

Screenshot: Ronny

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#370 – Die Pfanne ist eingerollt

Nach dem 1:1 in Fürth und dem aktuell 4. Platz ist die Stimmung am Arsch. Was gibt es da Besseres, als mit Henry vom Hertha-Podcast Damenwahl gemeinsam die Misserfolgsserien beider Vereine zu betrachten und etwas Gesprächstherapie zu betreiben?

Links:

Hinweis: Im Gegensatz zu dem Quatsch, den wir im Podcast erzählen, hat Fürth tatsächlich eine U-Bahn. Alles darüber könnt ihr hier nachlesen.

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Gikiewicz: “In Deutschland habe ich gelernt: weniger reden – mehr machen”

Rafal Gikiewicz hatte vor kurzem Besuch für die kleine Show Turbokozak und da der Union-Keeper das selbst auf YouTube noch einmal mit deutschen Untertiteln hochgeladen hat, kommen wir nun alle in den Genuss, uns diese wirklich sehr unterhaltsamen 10 Minuten mit Rafal Gikiewicz anzuschauen. Der Torhüter muss dabei allerhand Übungen absolvieren (Lattenschießen und so weiter) und zwischendurch gibt es für den Moderator auch die Chance, ein paar Fragen zu stellen. Wir lernen, dass Gikiewicz keine Chance hat, Elfmeter selbst zu schießen, da Spieler wie Sebastian Polter oder Sebastian Andersson dafür gesetzt seien. Und dass er über die nächste Saison erst nach dem 19. Mai nachdenkt (das wundert uns allerdings nicht). Ich kann nur sagen, dass ich Rafal Gikiewicz noch sehr lange bei Union spielen sehen möchte.

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Von wegen Rivalität: Nicht mal eine richtige Provokation schafft Hertha

Heute ist der 1. März und damit beginnt für das Team von Union der Monat der Wahrheit. Und die Partie heute Abend bei der KSV Holstein um 18.30 Uhr ist das erste dieser Wahrsager-Spiele. Der Trainer betonte aber, dass noch 11 Spiele zu absolvieren seien, auch wenn er um die Brisanz der Duelle gegen die direkten Tabellenkonkurrenten weiß. Will heißen: Im März ist noch kein Team aufgestiegen. Wichtig für heute Abend ist, dass Carlos Mané vollständig mitmachen kann (Bild/BZ, noch nicht online, oder die Pressekonferenz bei AFTV). Michael Parensen hingegen ist erkrankt. Das ist die Chance für einen weiteren Innenverteidiger, sich in den Kader zu spielen. Ich denke, dass Nicolai Rapp dort Platz nehmen wird.

Urs Fischer auf der Pressekonferenz vor dem Spiel in Kiel, Screenshot: AFTV

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Die schärfste Kritik an Union in dieser Saison

Nach dem 1-1 von Union gegen Bielefeld steht die Mannschaft heute medial stärker in der Kritik als zu irgendeinem anderen Zeitpunkt in dieser Saison.

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Unter anderem an Christopher Trimmel richtet sich nach dem Bielefeld-Spiel Kritik, Photo: Stefanie Fiebrig


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Urs Fischers erster Geburtstag als Union-Trainer und ein Blick nach Lichtenberg

Bevor es heute Mittag die Pressekonferenz zum Spiel gegen Bielefeld gibt, ist es medial ruhig um Union. Die Bild (print) lobt Sebastian Andersson, und der Kurier gratuliert Urs Fischer zum Geburtstag.

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Mané bringt nicht nur Geschwindigkeit, sondern auch Swag zu Union

Die Zweite Liga steht vor dem Start ins Jahr 2019. Für Union bedeutet das vor dem Spitzenspiel gegen den 1. FC Köln zweierlei. Auf der einen Seite ist die Frage, welche Spieler aus der Innenverteidigung für die Partie fit werden. Gegen Basel wurden Florian Hübner und Michael Parensen geschont und Nicolai Rapp verletzte sich beim Aufwärmen. Ich würde mit Blick auf die Partie am Donnerstag etwas ruhiger schlafen, wenn ich wüsste, dass das Duo Hübner/Friedrich spielen kann. Die Berliner Medien machen es besser als ich und schauen nur auf das Positive: Grischa Prömel hat gegen Basel den nächsten Belastungstest überstanden (Berliner Zeitung/Kurier) und es sieht so aus, als könnte er nach überstandener Knieverletzung wieder spielen. Und dann ist da natürlich Mané, der so einige Fantasien beflügelt (BZ).

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Was nützt ein sportlicher Wettbewerb, wenn man ihn nicht mehr gewinnen kann?

Ich war gestern Abend zur Feier der 100. Sendung des Hertha-Podcasts Damenwahl im Brauhaus Südstern. Das alleine wäre jetzt gar keine große Meldung wert und ich war auch nicht der einzige Unioner vor Ort. Was mich tatsächlich bewegt hat, war die Grundstimmung in den Diskussionen, dass der moderne Fußball hierzulande endgültig auf eine Zeitenwende zugeht. Wir haben in Deutschland eine Auseinandersetzung zwischen traditioneller Fußballkultur und einem Eventprodukt, in das immer mehr Kapital hineinfließt. Das muss sich nicht zwangsläufig ausschließen, aber aktuell sieht es so aus, als ob das Konzept mitgliederbestimmter Verein im deutschen Fußball ein Auslaufmodell wird. Jedenfalls, wenn die tatsächliche Mitbestimmung in den ausgelagerten Fußball-Kapitalgesellschaften auf der Strecke bleibt.

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