Die schönste Auswärtsfahrt

Wenn Union heute Mittag in Fürth antritt, wird im Rahmen des Spiels der JWD-Pokal des Eisernen V.I.R.U.S. für die schönste Auswärtsfahrt (zum zweiten Mal) an die Franken vergeben. Den Aufstieg hatten die vielen Unioner, die im letzten Jahr nach Fürth fuhren, damals ebenso abgeschrieben wie (jede zu ihrem eigenen Zeitpunkt) in dieser Saison. Aber die Stimmung, mit der man ins letzte Spiel der Saison ging, war deutlich entspannter als die, in der die letzte Phase dieser Spielzeit eingeläutet wird.

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Der Eiserne V.I.R.U.S. verleiht den JWD Pokal an Fürth, Screenshot auf Facebook

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Die große Ratlosigkeit

Was ist eigentlich so schwierig an Unions gegenwärtiger sportlicher Situation? Wenn ich mir anschaue, was die Berliner Medien schreiben und was die Vielzahl an Kommentatoren gestern im Blog nach dem 0:1 gegen Braunschweig schrieb, dann würde ich sagen, das Schwierige besteht darin, dass das Problem nicht greifbar ist. Es gibt viele Erklärungsansätze. Aber es gibt nicht den offensichtlichen Punkt, an dem anzusetzen ist. Und ein bisschen fühle ich mich in eine Zeitschleife versetzt, aus der wir nicht herauskommen. Der Kurier sieht Union in der gleichen Lage. Die Mannschaft dreht sich im Kreis und wir sehen von außen mal gute, mal schlechte und sehr häufig uneindeutige Leistungen. Die gesamte Bilanz seit dem Trainerwechsel ist bisher katastrophal (die Morgenpost nennt die Bilanz von 5 Punkten aus 7 Spielen seit der Entlassung von Jens Keller). Aber und das ist auch klar, die Lage ist nicht hoffnungslos. Es ist nicht so, dass da eine orientierungslose Truppe über den Platz läuft. Und ich bin mir sicher, dass gegen Sandhausen der Rasen brennen wird.

Grischa Prömel, Toni Leistner und Sebastian Polter nach dem 0:1 gegen Braunschweig, Foto: Matze Koch

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Peter Kurzweg muss Christopher Trimmel vertreten

Vor dem Spiel am Samstag in Heidenheim trainierte Union gestern zum einzigen Mal öffentlich. Dieser Einblick genügte den anwesenden Reportern aber um festzustellen, dass Atsuto Uchida noch nicht das gesamte Training mit der Mannschaft absolvieren konnte und so wohl am Wochenende nicht in der Startelf stehen wird (B.Z.). Das gilt auf absehbare Zeit auch für Kenny Prince Redondo, der sich erneut verletzt hat.

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Redondo tritt frustriert über eine neue Verletzung eine Stange, Photo: Matthias Koch

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Von Matten und kurzen Hosen

Ein schönes Lächeln zeigt Sebastian Polter hier beim Laktattest in der Charité:

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Daniel Mesenhöler kann sich für seine gute Leistung im Pokal nichts kaufen

Da hat der Kurier heute eine wirklich berührende Überschrift für seinen Text über Daniel Mesenhöler gewählt: “Das war wohl mein letztes Spiel für Union …” Der Keeper, der das Rennen um den Stammplatz im Tor knapp gegen Jakob Busk verlor, sagte diesen Satz nach dem Ausscheiden im Pokal gegen Leverkusen. Jens Keller hatte dieses Jahr von Beginn an klargestellt, dass der Keeper, der nicht in der Liga Stammtorhüter wird, dafür im Pokal zwischen den Pfosten stehen wird. Mit dem 1:4 am Dienstag ist diese Stammplatzgarantie abgelaufen. Sollte sich Jakob Busk nicht verletzen oder andere Umstände eintreten, dürfte Daniel Mesenhöler recht haben. Es war sein letztes Spiel für Union. Denn sein Vertrag läuft im Sommer 2018 aus und er ist zu gut, um als zweiter Keeper zu bleiben.

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Zahlen, die hinterfragt werden sollten

Für ein bisschen Aufregung hat gestern dieser Text des Kuriers gesorgt, der seltsam unkritisch einfach die Zahlen der Berliner Polizei aus ihrer in “Szenekunde Sport” umbenannten Datei übernimmt. Da kann man jetzt Lügenpresse schreien und behaupten vom Kurier sei nie jemand bei Auswärts- oder Heimspielen dabei, wie ich es in Kommentaren auf Facebook gelesen habe. Oder man kann einmal tief durchatmen, sich einfach fragen, ob die Leute in einer Redaktion nicht miteinander sprechen. Da hätte ein Gespräch mit Sportkollegen durchaus geholfen, zu dem Schluss zu kommen, dass ein kritischer Umgang mit den Darstellungen der Polizei angebracht ist. Erinnert sei hier an die Vorkommnisse rund um das Spiel gegen Austria Salzburg (Morgenpost), bei dem die Darstellungen der Polizei erst durch Videomaterial von Union komplett korrigiert wurden.

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Wieviel ein Mensch aushalten kann

Fußball ist für uns Ablenkung vom Alltag und wir beziehen sehr viel auf das Spiel. Aber was mir viel wichtiger ist, er kann einen Zusammenhalt schaffen, der über das Spiel hinausgeht. Wir kennen und schätzen das bei Union. Wir helfen anderen Unionern. Wir helfen als Unioner. Und wir unterstützen so gut es geht. Dass es das auch bei anderen Vereinen gibt, hat die Person Jonathan Heimes bei Darmstadt gezeigt. Und diese verbindende Kraft zwischen Fans, Mannschaft und Vereinsverantwortlichen hat auch Olaf Lindner, besser bekannt als Datcheffe für Hertha gehabt, der Anfang dieser Woche verstorben ist.

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Low Key Derby

Ob wirklich Sicherheitsbedenken im engeren Sinn der Grund waren, ein Testspielderby so low key wie möglich auszutragen, oder eher der Wunsch, den Aufwand dazu minimal zu halten, ist Ansichtssache. In jedem Fall führte das dazu, dass die beiden Mannschaften gestern in Herthas Amateurstadion nur vor Vereinsverantwortlichen, ein paar Journalisten und einer Gruppe von Kindern aus einem Jugendprojekt von Hertha gegeneinander (miteinander) testeten.

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Lennard Maloney und Atsuto Uchida beim Jubel nach dem 0:2; Photo: Matthias Koch

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Teve296 – Aber die Sichtachsen!

Wir haben es gewagt und zusammen mit dem Hertha-Podcast Damenwahl eine Crossover-Folge aufgenommen. Die hauptsächlichen Themen: Kader für die neue Saison und Stadion. Die einen suchen ein Grundstück, die anderen wollen ausbauen.

Fotos: Hertha BSC, 1. FC Union Berlin

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Kennenlernen mit Marc Torrejon

Unions Kurztrainingslager in Kremmen läuft und es gibt für die anwesenden Journalisten und damit auch für uns die Gelegenheit, sich mit den neuen Spielern vertraut zu machen. Den Anfang in dieser Reihe macht der bis jetzt prominenteste Zugang Marc Torrejon, der das Ziel Aufstieg verfolgt und das mit Freiburg bereits einmal geschafft hat:

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