Wir hätten die Größten sein können, haben uns aber selbst kleiner gemacht

Das kleine Kind auf dem Arm. Die andere Hand zur Faust geballt. So standen wir an der Anzeigetafel da, als die Mannschaft vor der Waldseite zusammenkam. “Stadtmeister, Stadtmeister, Berlins Nummer 1”, singen wir. In dem Moment ist fast alles wieder in Ordnung gewesen.

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Lieber eine Rivalität zwischen Hertha und Union als jemals wieder eine Mauer in Berlin

Als ich gestern hier im Blog den “State of the Union” gelesen habe, traf das distanzierte Schreiben über das Derby überhaupt nicht mein Empfinden. Denn auch wenn durch die vielen Spiele zuvor und ein gewisses Schweigen über den Einbruch in einen Container der Ultras von Union es nun nicht zu einer langen spannungsvollen Erwartung der Partie kam, so war ich doch gestern bereits angezündet. Als mir ein Kollege bei der Arbeit erzählte, dass er auch zum Spiel gehen würde und dieses Shirt tragen würde, dass es vor eineinhalb Jahren im Abstiegskampf gab, zog ich nur meinen Sweater hoch und zeigte ihm die von “Gib niemals auf und glaub an dich” umrahmte Faust.

"Gib niemals auf und glaub an dich", das T-Shirt aus dem Abstiegskampf 2018

“Gib niemals auf und glaub an dich”, das T-Shirt aus dem Abstiegskampf 2018, Foto: Sebastian Fiebrig

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Das Derby 1. FC Union gegen Hertha und die Geschichte von Santi Kolk

Ich bin mir ja durchaus sicher, dass mich das Spiel des 1. FC Union gegen Hertha elektrisieren wird, wenn ich morgen ins Stadion komme. Bis jetzt ist davon aber noch nicht viel zu spüren. Auch, weil es im Vorfeld viele Nebengeräusche gibt, die gar nicht so viel Lust auf das Spiel machen. Wie etwas diesen etwas albernen Vergleich der Instagram-Aktivitäten der Spieler von Hertha und Union.

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Unions erstes Tor gegen Hertha: Santis Glanz und Neuhaus 200 Prozent

Diese Übersetzung des englischen Texts von Jacob Sweetman hat ExWuschel angefertigt, Daniel hat sie redigiert. Vielen Dank dafür.

Santi Kolk hat diese Geschichte noch nie zuvor erzählt.

Und während er sie erzählt, ist es, als ob ich ein Gewicht spüren kann, das von seinen Schultern genommen wird. Sein größter Moment in einem Union-Trikot – ein Tor, von dem er sagt, dass es eins seiner besten ist – wird von einer hartnäckigen Traurigkeit überlagert. Und vom Zorn eines missachteten Stürmers. Er erweckt den Eindruck, nie wirklich so, wie er sollte, in diesem Moment schwelgen zu können. Wegen der anderen Dinge, die ihn angekotzt haben.

Testspiel 1. FC Union Berlin gegen Deportivo La Coruna am 25 Juli 2010. Nach dem Schlusspfiff jubeln von rechts: Santi Kolk, Björn Brunnemann, Halil Savran, Ahmed Madouni, Torsten Mattuschka, Foto: Matze Koch

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Union’s first goal against Hertha: Santi’s glamour and Neuhaus’ 200 Percent

Die deutsche Version dieses Textes von Jacob Sweetman findet ihr hier.

Santi Kolk has never told this story before.

And as he does it’s as if I can sense a weight being lifted off his shoulders. His greatest moment in a Union shirt, a goal he says is up there with any that he ever scored, is dogged by an abiding sadness. And the wrath of a striker scorned. He gives the impression that he will never really be able to revel in it like he should because of the other things that pissed him off.

1. FC Union Berlin vs. Deportivo La Coruna July 25, 2010. Union players after the final whistle, from right to left: Santi Kolk, Björn Brunnemann, Halil Savran, Ahmed Madouni, Torsten Mattuschka, Photo: Matze Koch.

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Die Eiserne Hilfe widerspricht massiv der Darstellung der Freiburger Polizei

Die Berichterstattung vor dem Derby stockt etwas. Nicht etwa, weil alle Geschichten schon erzählt sind, sondern weil einfach genug aktuell passiert. Hertha gewinnt im Pokal in einem Herzschlagspiel gegen Dynamo Dresden erst im Elfmeterschießen (Kicker). Union hatte dagegen zwar Reisestrapazen, aber musste dafür nicht in die Verlängerung beim Sieg in Freiburg. Dafür beschäftigt der Stimmungsboykott der Ultras und der vorausgegangene Polizei-Einsatz aber noch die Gemüter. Die Freiburger Polizei veröffentlichte in einer Mitteilung ihre Sicht der Dinge:

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Sebastian Polter könnte im Pokal gegen Freiburg von Beginn an spielen

Heute Abend um 18.30 Uhr spielt Union wieder und zwar in Freiburg in der zweiten DFB-Pokalrunde. Ich möchte mich nicht an Spekulationen beteiligen, ob es ein Vorteil oder Nachteil sei, dass Union erst vor eineinhalb Wochen gegen den Sportclub in der Liga gewonnen hat. Die Partie wird etwas anders sein. Erstens weil sie nicht unentschieden ausgehen kann und zweitens weil beide Teams etwas anders aussehen werden. Die Berliner Medien gehen von einer kleinen Rotation bei Urs Fischers Team aus. So sind Kapitän Christopher Trimmel (Knie) und Felix Kroos (Schienbein) angeschlagen, konnten aber trainieren. Schon möglich, dass der Trainer hier mit Blick auf das Bundesliga-Spiel am Samstagabend Pausen verordnet. Ebenfalls allenthalben angenommen wird ein Wechsel im Angriff von Sebastian Andersson auf Sebastian Polter.

Sebastian Polter und Julian Ryerson (beide 1. FC Union Berlin) könnten gegen den SC Freiburg in die Mannschaft rotieren

Sebastian Polter und Julian Ryerson könnten gegen den SC Freiburg in die Mannschaft rotieren, Foto: 1. FC Union Berlin

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Doppelt Probleme auf den Außen für Union?

Der SC Freiburg kommt morgen zwar auf einem Champions League Platz stehend an die Alte Försterei. Aber trotzdem fühlt sich dieses Spiel wie eines an, in dem Union durchaus realistische Chancen auf einen Sieg hat. Und der Verlauf sowie die Gegner der gewonnen Spiele von Freiburg bisher sprechen auch zumindest nicht dafür, dass das Spiel eine ganz klare Angelegenheit wird.

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Florian Hübners Knie hält und Christopher Trimmels langersehnter Einsatz für Österreich

Es gibt mehrere Lesarten für das 0:0 im Test gegen Dynamo Dresden, in dem zu Beginn kein Startelfspieler aus dem vergangenen Spiel in Wolfsburg stand. Die eine schließt sich der allgemeinen sportlichen Kritik an der Mannschaft in den vergangenen Spielen an: Es werden zu wenig sehr gute Chancen herausgearbeitet. Das Team ist zu hektisch im Spiel mit dem Ball und zu unpräzise im Abschluss. Im Gegensatz zu den letzten Bundesligaspielen kam Union gegen Dresden aber zu Abschlüssen aus vielversprechenden Positionen und hätte mindestens zwei, drei Tore erzielen müssen. Als ich mir die Zusammenfassung auf AFTV angesehen habe, erwischte ich mich, wie ich noch mitfieberte und “Ohhh” und “Aaah” sagte. Das ist vielleicht nicht der stärkste Indikator für die Qualität von Chancen, aber ich sah, dass wirklich nicht viel fehlte und muss Trainer Urs Fischer recht geben, wenn er sagt: “Man hat dann aber auch Missverständnisse bemerkt. Wir waren zu unpräzise. Mit dem Aufwand, den die Jungs betrieben haben, bin ich einverstanden. Mit dem Ball waren wir phasenweise zu hektisch.” (Kicker)

Die Capo-Plätze auf der Waldseite des 1. FC Union Berlin wurden beim Test gegen Dresden vom Nachwuchs benutzt, allerdings ohne Mikros

Die Capo-Plätze wurden beim Test gegen Dresden vom Nachwuchs benutzt, allerdings ohne Mikros, Foto: Matze Koch

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Man kann die Mitgliederzahlen von Union und Hertha vergleichen, erfährt dabei aber wenig

Im Rest der Bundesliga gab es gestern ein paar Ergebnisse, die ein ‘huch’ auslösen, wenn man sie liest. Aber:

Auffällig ist in den letzten Wochen aber ja schon, dass es viele gute Ergebnisse für Auswärtsmannschaften gibt. Und auch, dass dank der vielen Unionerinnen und Unioner dort die Atmosphäre in Wolfsburg wohl nicht sehr Auswärtsspiel-haft sein wird, spricht dafür. Die Gefahr, Wolfsburg wirklich mit der Wuhlheide zu verwechseln und das Spiel für ein Heimspiel für Union zu halten, ist schließlich minimal.

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