Union gegen Fürth oder jede schlimme Serie geht noch schlimmer

Auf der Pressekonferenz verkündete Norbert Düwel über Maxi Thiel und Fabian Schönheim, die nach ihren Verletzungen wieder im Mannschaftstraining sind: “Es besteht die Möglichkeit, dass beide mit an Bord sind.” (BZ/Morgenpost) Wenn überhaupt sehe ich beide im 18er-Kader, aber nicht in der Startelf. Es gibt Trainer, die sagen, dass Spieler ungefähr die Zeit ihrer Verletzung benötigen um wieder bei 100 Prozent zu sein. Soweit würde ich vielleicht nicht gehen. Denn Das ist sicherlich bei jedem Spieler unterschiedlich. Aber mein Gefühl (bestes Argument 😜) sagt mir, dass es noch zu früh für beide ist.

Rochade der Presse: K. heute auf Rechts, B. rückt auf die linke Seite. R. zentral. #dreierkette

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Zum angeblichen Thema Lauffaulheit: Die addierten Laufkilometer eines Teams sagen nichts über Laufwege aus. Das ist genauso wie die Prozentzahl beim Ballbesitz. Wichtig ist, was mit dem Ballbesitz angefangen wird. Und wichtig ist, wie gelaufen wird. Sprints, Passwege zulaufen, selbst aus dem Deckungsschatten herauslaufen, um anspielbar zu sein. Sieht auch Düwel so (BZ/Bild):

In dem Fall habe ich es als Lauffaulheit beschrieben. Ich meinte damit aber nicht unbedingt nur die Anzahl der Kilometer, sondern die Bereitschaft, die richtigen Wege im richtigen Moment zu gehen. Die war nicht vorhanden. Wir haben uns selbst die Räume zu gelaufen!

Ihr wolltet schon einmal alles über die schlimme sportliche Serie gegen Fürth lesen? Dann ist der Kurier für euch heute Pflicht. Neun Spiele haben Union-Fürth seit 2009 gespielt. Für die Rot-Weißen sind dabei herausgesprungen: Zwei Punkte bei 5:20 Toren. Die gesamte Statistik gegen Fürth gibt es im Union-Archiv. Und jetzt ist Fürth seit sieben Partien ohne Sieg. Oh man, das kann nur schief gehen. Aber zum Glück steht ja nicht die Statistik auf dem Platz.

Union jetzt auf Instagram

Ich freue mich, dass mein Verein den Weg zu Instagram geschafft hat. Als 1.fcunion sind die Guten jetzt dort unterwegs und der erste Tag gestern hat schon Spaß gemacht.

 

Was mich bei Instagram im Gegensatz zu Twitter wirklich irritiert: Was ist denn das Hashtag zu Fotos mit Unionbezug? Bei Twitter werde ich unter #fcunion ganz gut bedient. Bei Instagram dagegen völliges Durcheinander: #eisern #fcunion #unionberlin #eisernberlin #dieeisernen

Mehr Hashtagdisziplin bitte …

Die Sonntagsplanung

13.30 Uhr ist Anstoß in Fürth auf dem ehemaligen Ronhof. Wer Lust auf Live-Fußball hat und es nicht nach Franken schafft, kann 13.30 Uhr den letzten Auftritt unserer U23 im Stadion an der Alten Försterei sehen. Es geht gegen den SV Babelsberg.

Ich wäre ganz froh, wenn das Spiel nicht so ablaufen würde, wie das Pokalspiel unter der Woche zwischen den Potsdamern und Cottbus (Fotos vom Spiel und dem Polizei-Einsatz dabei und danach).

Falls ihr zu der Zeit in Lychen seid und jemanden seht, der emotional auf sein Tablet starrt, dann bin ich das und schaue die Zweitliga-Partie auf SkyGo.

Eiserner Osterspaziergang #fcunion #dieeisernen #unveu #unionberlin #eisernunion #froheostern

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Christian Streich und die ewige Frage: Wem gehört der Fußball?

Freiburgs Trainer hat in einem längeren Interview mit dem Kicker, vor dem Einfluss einzelner Kapitalgeber auf Klubs in der Bundesliga gewarnt. Im Blick hat er vor allem Hannover und Hoffenheim, in denen durch eine Ausnahmeregel die 50+1 Regel des deutschen Fußballs außer Kraft gesetzt werden kann, die Vereine vor dem absoluten Einfluss von Kapitalgebern schützen soll.

Foto: Matze Koch

Vor dieser Frage stehen wir alle? Wie groß ist unser Einfluss, wenn wir uns im Verein engagieren wollen? Wie sinnvoll ist die Ausgliederung des Profibereiches aus dem Verein und was haben die Fans davon? Schließlich kann man Anteile an einer KG oder AG auch nur einmal verkaufen. Ich finde diese Fragen enorm wichtig und es ist auch von Bedeutung, wenn jemand aus dem (vermeintlich unpolitischen) sportlichen Bereich sich dazu äußert und eine Meinung hat.

Wir haben uns beim 1. FC Union insgesamt schon die Frage beantwortet, welchen Fußball wir haben wollen. Aber vor uns stehen immer wieder die Fragen, welcher Weg dorthin der richtige ist. Wie kann Union in Köpenick wettbewerbsfähig bleiben und trotzdem weiter das Fußball-Spiel im Mittelpunkt stehen?

Das Lazarett lichtet sich

Zurück im Mannschaftstraining 😏✌⚽ #glücklich #team #soccer #comeback #union #berlin #unveu #fotokoch #mt11

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Foto: Matze Koch/Maxi Thiel auf Instagram

Maxi Thiel ist endlich wieder richtig im Mannschaftstraining. Ich vermute aber, dass ein Einsatz am Wochenende in Fürth zu früh kommt. In zwei Wochen vielleicht. Oder ein Kurzeinsatz am Sonntag nächste Woche gegen Ingolstadt mit Verkündung des neuen Vertrags :) Steven Skrzybski dürfte auch einsatzfähig sein nach dem überstandenen Infekt. Aber vielleicht bekommt der Junge auch mal eine Pause.

Gegen Fürth können wir uns alle unseren neuen Defensivmann Stephan Fürstner anschauen. Der sagt der Bild/BZ, dass es für Fürth um mehr als für Union geht. Das mag sein. Aber ein Abstieg der Franken hätte für Union den Vorteil, dass es in der nächsten Saison zwei Spiele mehr gibt, die gewonnen werden können. Wenn es einen Angstgegner gibt, dann ist es Fürth …

“Drohen Bajram Nebihi drei Tage Haft?”, fragt die BZ. Ja, drohen ihm. Drohen kann vieles. Fragen wir allerdings “Muss Nebihi wahrscheinlich drei Tage ins Gefängnis?”, dann lautet die Antwort: Nein. Was ist passiert? Er ist bei einer Gerichtsverhandlung als Zeuge geladen worden und nicht erschienen. Grund: Wahrscheinlich hat er seine neue Adresse dem Gericht nicht mitgeteilt.

Parensen und Dynamo Dresden

“Holt Neuhaus Liebling Parensen nach Dresden?”, fragt der Kurier. Schon wieder eine Frage. In meiner Ausbildung wurde mir noch der uralte Spruch um die Ohren gehauen: “Keine Fragen in Überschriften. Wir beantworten dem Leser fragen.” Also wie steht es bei Michael Parensen? Über Union lässt der Allrounder ausrichten: “Es gibt nichts Neues und nichts zu bereden.”

Sagen wir es mal so: Sollte er keinen Vertrag bei Union bekommen, könnte er bei einem anderen Verein unterschreiben. Zum Beispiel Dresden. Ich schätze, dass das davon abhängig ist, was Parensens persönliche Erwartungen an die nächsten zwei, drei Jahre sind. Ich traue ihm auch zu, dass er als Backup für viele Positionen bei Union bleibt und dann mit Anfang 30 seine Schuhe an den Nagel hängt, um komplett ins Management zu wechseln.

Mattuschka wirkt fremd im Energie-Trikot

Vor zwei Tagen hat Cottbus 2:0 beim SV Babelsberg gewonnen. Ich kann mich immer noch nicht an Bilder von Tusche in der Kleidung des FC Energie gewöhnen. No Dice hat auf Facebook ein kleines Set Tusche-Fotos.

tusche_babelsbergFoto: No Dice/Facebook

Es gibt so etwas wie ein AirBnB für Fußballfans. Das nennt sich: Homefans Falls hier Groundhopper mitlesen, die das schon einmal ausprobiert haben oder ausprobieren wollen, meldet euch mal bei mir. Ich habe Interesse an Erfahrungsberichten.

Die Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Fürth gibt es heute 13 Uhr wieder live bei AFTV zu sehen.

Düwel holt sich mehr Flexibilität: Korte kommt aus Braunschweig

Raffael Korte (24) kommt ablösefrei zur neuen Saison aus Braunschweig (Vereinsmeldung). Ein Wechsel, der dort keinen großen Jubel ausgelöst hat.

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Foto: Twitter/@fcunion/@khofmannbild

Der offensive Mittelfeldspieler kommt meist über rechts, ist aber auch zentral und links einsetzbar. Das zeigt, dass Norbert Düwel seine Schlüsse aus dieser Saison gezogen hat und alle Positionen mindestens gleichwertig doppelt besetzen möchte. Neben dem erhöhten Konkurrenzkampf im Training gibt das dem Trainer mehr Optionen in der Saison. Vor allem bei Verletzungen.

Andererseits steigt damit auch der Anspruch an den Trainer. Er muss auch diejenigen emotional mitnehmen, die mal nicht 18er-Spieltagskader sind. Und das kann auch Raffael Korte treffen. So lese ich Düwels Kommentar zur Verpflichtung: “Ich freue mich, dass er die Herausforderung annimmt und sich dem Konkurrenzkampf bei uns stellt.” Ob das etwas für Björn Jopek bedeutet? Mehr Konkurrenz und eventuell stehen die Zeichen wirklich auf Abschied. Ich kann es nicht deuten.

Foto: Matze Koch

In der Bild lernen wir, dass Korte Pastaliebhaber ist und Fernando Torres als Lieblingsspieler hat. Fun Fact: Sein Zwillingsbruder Gianluca Korte ist beim VfR Aalen unter Vertrag, kommt dort auf der linken Außenbahn allerdings kaum zum Einsatz. Auch Morgenpost, Kurier und BZ berichten von der Verpflichtung.

Und sonst so:

Gestern bei der Fachtagung zu rechtlichen Fragen der Flüchtlingsarbeit im Roten Rathaus wurde der 1. FC Union gelobt für Anstoß zur Begegnung.

Außerdem lese ich aus dem nächsten Tweet heraus, dass das nächste Symposium “Ethics in Sports” am 4. Juni bei Union stattfinden wird:

Ich bin gespannt, was das genau wird. Es gab im vergangenen Jahr im September einen ersten World Summit “Ethics in Sports” im Fifa-Hauptquartier. Allerdings verbinde ich gerade große Verbände nicht mit Ethik. Deswegen bin ich gespannt, welche Themen das Symposium in Berlin behandeln möchte.

Und für die Sektion “Union in English” gibt es wieder einen Film. Schnelle Schnitte und immer direkt ins Herz.

 

Union bestätigt: Es wird noch Heimsiege geben

Gestern Abend war das Fantreffen im von mir sehr geliebten Café und Flussbad Krokodil. Wer sich jetzt auf einen Bericht freut, den muss ich enttäuschen. Denn ich habe es nicht dorthin geschafft und außerdem lautet die erste und einzige Regel des Fantreffens: Do not talk about the Fantreffen.

15_04_14fantreffen18Foto: Tobi/unveu.de

Aber Maxi Thiel und Toni Leistner waren da und hatten sichtlich gute Laune. Fotos vom Fantreffen gibt es bei unveu.de oder beim Eisernen Virus. Maxi Thiel wird uns sicherlich (dank Kaufoption) auch in der nächsten Saison erhalten bleiben. Aber die offizielle Verkündung steht noch aus. Vielleicht kommt sie ja passend zu seinem ersten Pflichtspiel nach der langen Schulterverletzung. BZ/Bild drehen die Meldung vom Vortag zu Kutschke und Niederlechner weiter, ohne dass sich faktisch etwas verändert. Heidenheim weiß zum Beispiel im Falle des eigenen Stürmers von nichts. Aber wir kennen alle den Spruch: “Das erste Opfer der Transferperiode ist die Wahrheit.”

Die alternative Aufstellung

Gestern ging es um das Spielsystem bei Union. Der offizielle Vereinskanal hat sich dabei auf eine Twitterdiskussion eingelassen, an deren Ende eine alternative Aufstellung mit einem flachen 4-4-2 steht. Ich möchte euch das nicht vorenthalten.

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Foto: Twitter/@fcunion/@czossi

Ich sage dazu nur: Gott bin ich froh, nicht Trainer sein zu müssen.

Union gibt ein Versprechen

Wenn schon die Saison ein bisschen zu sehr austrudelt (wobei ich der Mannschaft sehr dankbar bin, dass sie uns einen spannenden Abstiegskampf erspart hat), dann macht es doch vor allem Spaß, sich die Kommentare von Union bei Facebook und Twitter durchzulesen. Gestern zum Beispiel:

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Foto: Facebook/1. FC Union Berlin (Hat Tip an die Eisernen für den Hinweis)

Der Kurier beschäftigt sich heute mit Unions Bedeutung im Abstiegskampf für die anderen Teams.

Dreierkette, Viererkette – eine aktuell unwichtige Systemfrage

Ich lege mich fest: Es gibt kein starres taktisches Spielsystem und deshalb ist die Diskussion um Dreierkette oder Viererkette, wie sie heute zum Beispiel die BZ führt, wenig zielführend. Aus meiner Sicht muss eine Mannschaft mehrere Varianten draufhaben, um während des Spiels schnell umstellen zu können.


Quelle: Twitter/@czossi/@fcunion

Ich sehe das Problem auch nicht in der Defensive, sondern im Verhalten mehrerer Offensiv-Spieler, die die Abwehr nicht entlasten, indem sie sich so positionieren, dass sie anspielbar sind. Wichtig sind in dem Zusammenhang die Dreiecke auf dem Spielfeld. Ein ballführender Spieler muss immer die Option zwischen mindestens zwei anspielbaren Mitspielern haben. Und zwar idealerweise nach vorne. Hat der Spieler das nicht, steht er unter Druck und begeht Fehler. Klingt einfach, ist aber komplex und hat mit der Systemfrage nicht viel zu tun.

Bei Union war aus meiner Sicht zuletzt durch das starke Gegnerpressing zu beobachten, wie Offensivspieler und Defensivspieler voneinander abgeschnitten waren. Die Offensivspieler standen dann zu sehr im Deckungsschatten der gegnerischen Spieler.

Zusammenfassung: Wenn im nächsten Spiel wieder eine Viererkette steht, wird damit nicht die Dreierkette beerdigt.

Ersatz für Polter

Die Bleibewahrscheinlichkeit von Sebastian Polter ist nicht sehr hoch. Das weiß auch Union und hat sich laut Bild bereits nach Ersatz umgeschaut. Florian Niederlechner (24, Heidenheim) soll sich bereits mit dem Verein einig sein und Stefan Kutschke (26, Paderborn) wäre der nächste. Ich halte beide für eine gute Wahl. Natürlich würde ich gerne Polter behalten, allerdings kann ich auch der Realität ins Auge sehen. Leider.

Florian Niederlechner gegen Roberto Puncec (Foto: Matze Koch)Foto: Matze Koch

Nur weil es in der Bild diskutiert wird: Mir ist es egal, ob ein Spieler mal bei RB war. Es sei denn er hat sich rote Bullen auf die Wade tätowiert …

Beim Kurier ist das Glas halbvoll

Der Kurier möchte uns heute Mut machen für die letzten Spieltage. In kurz: Es gibt Mannschaften (St. Pauli, 1860), denen es im Umbruch noch schlechter geht. Ich bin kein Freund dieser Argumentation, die ich von schulpflichtigen Haushaltsangehörigen öfter hören muss: “Aber XY ist noch schlechter als ich.” Es sind die eigenen Ansprüche und Möglichkeiten, an denen jeder sich messen muss. Auch der 1. FC Union und seine Spieler. Aus dieser Sicht hat die Mannschaft in dieser Saison nicht das Maximale herausgeholt. Andererseits haben sich auch Aspekte für die Zukunft gezeigt, die vor einem Jahr noch nicht zu sehen waren. Meiner Meinung nach ist das Glas weder halbvoll noch halbleer. Es ist einfach halb.

Foul oder nicht Foul?

In der entscheidenden Frage nach dem 1:1 wollen sich die Berliner Medien lieber nicht festlegen: Wurde Steven Skrzybski kurz vor Spielende von Oliver Barth im Strafraum gefoult?

Union - Aalen 2014/15Foto: Matze Koch

“Skrzybski hob im Strafraum ab” (Tagesspiegel), “Steven Skrzybski hatte den Kontakt mit dem Verteidiger geschickt gesucht” (Berliner Zeitung) und “Steven Skrzybski wirft sich in den Zweikampf mit Aalens Innenverteidiger Oliver Barth” (Bild). Nur der Kurier legt sich fest: “Als Steven Skrzybski im Strafraum eine hübsche Luftrolle fabrizierte, zeigte die Polizeibeamtin unter allgemeinem Gelächter zum Punkt.” Vielleicht waren die anderen Medien aber auch einfach nur weniger direkt.

Union hat weiter Probleme mit frühem Pressing

Im Spiel gab es die Problemzonen der vergangenen Partien weiter zu beobachten. Union kann mit frühem Pressing das Spiel komplett zerstört werden, ohne dass die gegnerische Mannschaft Angst haben muss, dass der Ball dann schneller als beabsichtigt vor das eigene Tor kommt. Die Doppelsechs Zejnullahu/Jopek klingt durchaus vielversprechend. Dass die beiden noch nicht die Erfahrung haben, auf den Ball zu treten und mal Ruhe ins Spiel zu bringen würde ich ihnen angesichts ihres Alters nachsehen. Da müssen die fünf in der Offensive sich besser anbieten, um der jungen Doppelsechs das Leben leichter zu machen. Oder um es mit Norbert Düwel in der Bild zu sagen:

Ich bin sehr enttäuscht von der Offensive, aber das geht auch in alle Richtungen. Wir haben die Räume nicht besetzt, um es der Dreierkette leichter zu machen. Wir haben vor allem zwei Punkte liegen gelassen, weil es an Laufbereitschaft in der Offensive fehlte!

Während Union gestern gegen Aalen spielte, saß ich in Ahlbeck auf Usedom und aß bei Uwes Fischerhütte Heringssalat auf Kartoffelpuffer. War auch schön.

Der Strand vor Uwes Fischerhütte. #usedom #ahlbeck #kaiserbäder #ostsee

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Uwe Neuhaus wird neuer Cheftrainer bei Dynamo Dresden

Uwe Neuhaus wird zur nächsten Saison Cheftrainer von Dynamo Dresden (offizielle Vereinsmeldung). Das ist schön für ihn. Ob es das auch für die Sachsen wird, bleibt abzuwarten. Bisher sind da ja eine Reihe Trainer an den Besserwissern Strukturen im Verein gescheitert. Der bisherige Coach Peter Nemeth allerdings eher an den eigenen Spielern.

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Foto: Stefanie Fiebrig

Eine Klarstellung noch, weil das ab und zu vermutet wird: Union spart durch den neuen Vertrag von Uwe Neuhaus keinen Cent. Er stand bereits in der aktuellen Saison nicht mehr auf der Gehaltsliste des Vereins. Das Zauberwort heißt hier Abfindung. Die wurde für den Fall einer Entlassung vorher vertraglich geregelt.

Neuhaus trainiert schon jetzt

Wir haben hochexklusives Filmmaterial von Uwe Neuhaus, wie er sich auf seine neue Aufgabe vorbereitet:

Strategisch denken mit Eroll Zejnullahu

Etwas zurückgefallen auf dem Spielfeld ist zuletzt Eroll Zejnullahu, der vom offensiven ins defensive Mittelfeld gewechselt ist. Das brachte ihm aber in der vergangenen Partie seinen ersten Einsatz über 90 Minuten in dieser Saison. Wie er umlernt, haben BZ/Bild aufgeschrieben. Angesichts der Zahl der Medienkollegen im Bild erwarte ich aber noch ausführlichere Texte.

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Foto: 1. FC Union Berlin/Facebook

Und sonst so:

  • Heute um 13 Uhr gibt es die Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Aalen. Live auch AFTV zu sehen.
  • Das Fantreffen findet am nächsten Dienstag um 19 Uhr mit Maxi Thiel und Toni Leistner statt. Allerdings an einem anderen, aber auch sehr schönen Ort: im Krokodil
  • Ich fahre heute an die Ostsee und es kann sein, dass bis Montag das Programm hier schmaler oder ganz ausfällt. Der Rest unseres Teams nimmt den Podcast trotzdem auf. Aber dieses Mal ohne Live-Übertragung.

Steven Skrzybski sieht Auflösung der U23 zwiespältig

Gestern am Rande des Trainingsplatzes, als U-19 Rechtsverteidiger Lukas Boateng den Platz betrat, um mit den Profis zu trainieren.

Nein, er ist nicht mit den drei Boateng-Brüdern Kevin, Jerome und George verwandt. Mehr dazu in Kurier, Bild/BZ.

Was wird aus Stuffi

Christian Stuff ist direkt betroffen vom Ende der U23. Allerdings war die zusammenarbeit mit dem großen Verteidiger sowieso nur bis Saisonende vereinbart. Danach sollte er in die Vereinsarbeit eingebunden werden. Wenn allerdings noch ein Angebot zum Spielen kommt, könnte er auch noch zwei Jahre mit Kicken sein Geld verdienen. Sagt er dem Kurier. Ich tippe darauf, dass er direkt beim Nachwuchsleistungszentrum bleibt.

In die Kategorie Spätstarter und damit Profiteur des Nachwuchsleistungszentrums fällt Steven Skrzybski. Der Stürmer hat nach der A-Jugend mehrere Spielzeiten dort verbracht und sagt in einem lesenswerten Interview in der BZ:

Aus Vereinssicht ist es zu vertreten, aus Spielersicht ist das zwiespältig. Ich habe fünf Jahre für den Durchbruch gebraucht, war froh über die U23. Entweder schafft man jetzt direkt den Sprung von der A-Jugend zu den Männern oder man muss den Weg über die Ausleihe gehen.

Vor allem erfahren wir so, wie der Übergang für Skrzybski in den Männerbereich war und welche Entscheidungen er treffen musste. Stat bei Union hätte er jetzt durchaus bei Bielefeld kicken können. In der Bild gibt es einen Fließtext dazu.

1. FC Union Berlin vs. FC St.Pauli 3:2Foto: Stefanie Fiebrig

Damit hat er durchaus recht. Aber vielleicht wird es auch etwas einfacher, weil sie lernen müssen, sich direkt bei den Profis durchzusetzen und der jeweilige Cheftrainer es sich nicht leicht machen und sie einfach zur U23 schicken kann.

Apropos Stürmer: Der Kurier schreibt Bajram Nebihi nicht ab. Ich bin da weniger optimistisch.

Red Bull übernimmt Stadtmarketing für Leipzig

Habt ihr euch beim Sandhausenspiel auch über dieses Banner gewundert? Darauf steht: “Kino? Bei uns gibt’s nur Kneipen. RB boykottieren”

Die Auflösung bringt die Leipziger Volkszeitung: RB hat dem Stadtmarketing von Leipzig einen Image-Film spendiert und zeigt diesen vor Auswärtsspielen in den örtlichen Kinos des Gastgebers. Hat in Sandhausen mangels Kino wohl nicht funktioniert … Hat ein bisschen was von Bananenrepublik da in Leipzig.

Und sonst so:

  • Die herzerwärmende Geschichte eines tumorkranken Unionfans, dessen Traum einer letzten großen Reise sich plötzlich auflöste und der dann von einer Welle der Hilfsbereitschaft überrolt wurde, hat die Welt.
  • Uwe Neuhaus könnte wohl Trainer in Dresden werden, schreibt die Bild. Ab der nächsten Saison. Mal sehen, ob das tatsächlich etwas wird.
  • Am Sonntag schippert wieder Eddyline mit der Viktoria zum Stadion. Ab 9.30 Uhr liegt das Schiff am Berliner Dom vor Anker und um 10 Uhr geht es los. Ankunft in Köpenick ist um 12 Uhr. Wir sind dieses Mal leider nicht an Bord.

Die Auflösung der U23 ist für Union ein logischer Schritt

Union meldet seine U23 zur nächsten Saison aus der Regionalliga auf und löst das Team auf, vermeldete der Verein gestern. Die Meldung sorgte für Aufregung auf den Abstiegsplätzen bei der ohnehin schon komplizierten Aufstiegs- und Abstiegsregelung der Regionalliga Nordost. So dass DDR1 der MDR auf seiner Website schnell genau erklärte, wer wann und warum absteigen könnte.

unionzweeFoto: Tobi/unveu.de

Die Begründung von Union zu diesem Schritt ist vielschichtig. Vor allem wird genannt, dass die Top-Spieler, die auch für den Profikader in Frage kommen und teilweise mit den Profis trainieren, in der U23 kaum zu Einsätzen kommen. Und das sei das eigentliche Ziel dieses Teams. Deshalb stünden finanzieller und organisatorischer Aufwand (Personal)in keinem Verhältnis zum Ertrag. Grundlage der Entscheidung ist ein Beschluss der Deutschen Fußball-Liga (DFL) vom vergangenen Jahr, den Spielbetrieb einer U23 nicht mehr verpflichtend vorzuschreiben.

Verzicht auf die U23 ist eine logische Folge der Spitzenförderung des DFB

Sportlich ist der Schritt von Union absolut nachvollziehbar. Seit der umfassenden Reform der Fußballausbildung in Deutschland seit dem Jahr 2000 ist das Konzept auf eine Elitenförderung ausgerichtet. Seit mehreren Jahren kommen deutlich fertigere Spieler in der U17 und U19 an und kommen von dort vermehrt zu Einsätzen bei den Herren in Bundesliga und Zweiter Liga. Der Weg über die U23 ist eher die Ausnahme geworden. Ähnlich äußerte sich Norbert Düwel im vergangenen Jahr am Rande seiner Vorstellung als neuer Uniontrainer. Für die Talentförderung würde die U23 keine große Rolle mehr spielen, sei aber für die Spielpraxis von verletzten oder jungen Spielen durchaus sinnvoll.

Aufgrund der Altersbeschränkung der U23 lohnt sich die Mannschaft nicht für diejenigen Spieler aus dem Profibereich, die nur zu wenigen Einsätzen kommen. Düwel hat mit 18 Testspielen und zwei Benefizpartien so viele Begegnungen außerhalb des Spielbetriebs vereinbart wie wohl kaum ein anderer Union-Trainer zuvor. Und das lässt sich bestimmt steigern. Deshalb ist die Auflösung der U23 für Union logisch.

Unions steht im Wettbewerb um Talente

Wenn ich die Vereins-Mitteilung richtig lese, wird das frei werdende Geld, der Tagesspiegel spricht von einer mittleren sechsstelligen Summe, nicht einfach dem Profibereich zugeschlagen, sondern verbleibt im Nachwuchsleistungszentrum. Es wäre also keine Kürzung im eigentlichen Sinne, sondern eine Umverteilung. Dies lässt den Rückschluss zu, dass man mit dem Output nicht zufrieden war. Oder anders gesagt: Union glaubt mit dem Geld sinnvoller Top-Talente an sich binden und in den Profibereich eingliedern zu können. Spricht man mit Nachwuchsleuten (nicht nur bei Union) so gibt es die Faustregel, dass es bereits sehr gut ist, wenn ein Spieler pro Nachwuchsjahrgang es dauerhaft in das Profiteam schafft. Jeder zusätzliche Spieler gilt dann schon als außergewöhnliche Leistung.

Zusätzlich steht das mit zwei von drei möglichen Sternen zertifizierte Nachwuchsleistungszentrum von Union in direkter Konkurrenz zu anderen Standorten in der Region Ostdeutschland und ganz Deutschland. Der dritte Stern fehlt Union vor allem aufgrund der Infrastruktur, die den Nachwuchs auf verschiedene Spielstätten verteilt. Im Vergleich dazu: RB Leipzig baut gerade ein Trainingszentrum für alle Teams auf 13.000 Quadratmetern für 35 Millionen Euro. Union sucht dagegen weiterhin ein Gelände, das bebaut werden kann. Der Bezirk Köpenick kommt dem Verein dabei leider nicht so weit entgegen wie die Stadt Leipzig dem dortigen Klub.

Einen weiteren Nachteil hat Union im Nachwuchs dadurch, dass die U19 nicht an der Youth League teilnehmen kann. Der durchaus kritisierte Uefa-Wettbewerb bietet aber Wettkampfpraxis auf höchstem Niveau. Mit welchen Argumenten soll Union also Talente an sich binden, wenn nicht mit dem, dass die Verbindung zwischen A-Jugend und Profis extrem eng ist? Das gerade entstehende Internat ist auch ein Zeichen dafür, dass der Verein gewillt ist, Talente nicht nur aus der Region an sich zu binden.

Spätstarter haben es in Zukunft noch schwerer, Profi zu werden

Schlecht ist die Entscheidung allerdings für Spätstarter. Aber das gesamte System der Spitzenförderung ist schlecht für Spätentwickler. Das gilt schon für die Kinder, die spät im Kalenderjahr geboren werden. Ein Januarkind wird vom Fördersystem des DFB deutlich bevorteilt im Vergleich zu einem Dezemberkind.

Pascal Jochem von der Deutschen Welle, der selbst mal im Nachwuchsbereich von Union gespielt hat, sieht vor allem die Nachteile dieser Entscheidung:

Ich persönlich sehe den Schritt als notwendige Anpassung an die Realität an und den Wunsch nach mehr Konkurrenzfähigkeit des Nachwuchsleistungszentrums im Wettbewerb um Talente.

Neben dem Tagesspiegel haben auch Berliner Zeitung, Bild/BZ und der Kurier über das Thema berichtet. Im Kurier gibt es zudem noch einen Text über Sören Brandys Freude, dass er bald wieder trainieren darf. Allerdings ohne Ball. Zudem gibt es auf AFTV (nach Registrierung) ein Interview mit dem Nachwuchs-Leiter Lutz Munack.

Profifußball: Im Osten geht schon lange nicht mehr die Sonne auf

Ich bin heute morgen über einen Tweet gestolpert, der mich etwas stutzig gemacht hat:

Danach musste ich erst einmal die Drittligatabelle genauer studieren. Bei noch sieben ausstehenden Partien sind die Mannschaften aus Ostdeutschland im Prinzip aus dem Aufstiegsrennen raus: Cottbus (Platz 6, sieben Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz), Halle (Platz 7, neun Punkte Rückstand) und Erfurt (Platz 8, neun Punkte Rückstand) haben nur noch theoretische Chancen. Chemnitz (Platz 10) und Dresden (Platz 12) sind jenseits von gut und böse. Rostock (Platz 15) muss aufpassen, dass die Mannschaft nicht noch in die vierte Liga abstürzt.

Dazu steht noch Aue in der Zweiten Liga seit gestern Abend auf einem direkten Abstiegsplatz. Für nahe Auswärtsspiele in der nächsten Saison sieht es mau aus. Vielleicht können wir uns mit Sky darauf einigen, dass auch Spiele gegen Braunschweig oder Nürnberg als Ostderbys gelten…

Union - Cottbus 2012/13Foto: Matze Koch

Bei aller Sentimentalität, die diejenigen haben, die Mannschaften aus der dritten oder vierten Liga (FC Carl Zeiss Jena …) noch vor über 25 Jahren im Europapokal haben spielen sehen, sehe ich keinen Grund für Alarmstimmung. Jedenfalls nicht speziell in Ostdeutschland. Erstens ist die 3. Liga auch Profifußball. Und zweitens gibt es zwei strukturelle Voraussetzungen, die Bundesliga-Fußball in Ostdeutschland enorm erschweren. Es gibt zu wenige Metropolregionen und Kapital hat sich aus historischer Sicht logischerweise nicht in Ostdeutschland gesammelt. Mindestens einer dieser zwei Faktoren ist aber zur Finanzierung mittlerweile zwingend notwendig. Ohne Metropole und die damit einhergehende Werbebedeutung für eine Region funktionieren in der Bundesliga nur noch Hoffenheim, Wolfsburg und Leverkusen. Diese Vereine funktionieren durch einzelne Kapitalgeber und hebeln damit die Gesetzmäßigkeit aus, dass eigentlich nur noch Großstädte die Chance auf Bundesliga-Fußball haben.

Nur Dresden und Leipzig haben eine reelle Chance auf Bundesliga

Was bedeutet das für den Ostfußball? Es heißt, dass eigentlich nur Dresden und Leipzig (jeweils noch über 500.000 Einwohner) noch Voraussetzungen für den finanziell aufwändigen Profifußball haben. Deshalb ist der Schritt von RB, nach Leipzig um so logischer zu verstehen. Mit Abstrichen ist noch in Chemnitz, Halle und Magdeburg Potential. Erfurt und Rostock sehe ich wackelig. Eine Großstadt ohne Profifußball ist auch kein spezielles ostdeutsches Phänomen. Fragt mal in Essen nach.

Das ist allerdings nur die Betrachtung der Voraussetzung einer Metropolregion als Einzugsgebiet und der Chance der Klubs als Werbeträger in dieser Region. Hinzu kommt die Finanzkraft der Region. Hier stößt Union mit Berlin-Brandenburg bereits an Grenzen. Wie es um die Finanzkraft von regionalen Firmen in Ostdeutschland bestellt ist, überlasse ich eurer Phantasie.

Als weitere Faktoren neben dem sportlich guten Händchen würde ich noch ausmachen: Good Governance im Verein (seriöses Wirtschaften), Nichtvorhandensein von rechten bzw. Hooliganstrukturen (niemand möchte in solch einem Umfeld werben) und die Anziehungskraft des Vereins in der Region. Eine ruhmreiche Vergangenheit ist nettes Beiwerk, aber nicht zwangsläufig notwendig. Für Union haben diese Faktoren eine ebenso wichtige Bedeutung. Der Verein ist darauf angewiesen, in Zukunft noch mehr finanzielle Ressourcen zu erschließen, wenn er alleine in der Zweiten Liga mithalten möchte.

Unter Berücksichtigung all dieser Faktoren halte ich es eigentlich für normal, wenn nur zwei bis vier Vereine aus Ostdeutschland in Bundesliga und Zweiter Liga spielen. Alles andere ist die Ausnahme.

Und als kleinen Hinweis zu dem Tweet ganz oben: Hertha spielt als einziger Verein in Ostdeutschland in der Bundesliga. Wird ja manchmal vergessen, dass der andere Berliner Verein nicht im luftleeren Raum antritt …

Union in den Medien

Medial spielt der Systemwechsel von Viererkette auf Dreier-Abwehr eine Rolle (Berliner Zeitung und Morgenpost). Bild/BZ beschäftigt Polters aufwändige Spielweise. Unser Podcast fällt osterbedingt dieses Mal aus. Wir waren alle mit Eiersuchen beschäftigt …

Für den geplanten Doku-Film “Wir sind die Kranken“, der sich mittels Crowdfunding finanzieren möchte, gibt es einen ersten Trailer. Mehr Infos kommen später.