Das HSV-Spiel bleibt ein Highlight, auch wenn sich der Rahmen durch die Negativserie geändert hat

Ich wollte diese Woche gar nicht über Union sprechen. Auch nicht schreiben. Es sind Osterferien, und ich habe Urlaub. Doch das Spiel gegen Fürth hat mich so stark getroffen und für eine so mächtige schlechte Laune bei mir gesorgt, dass ich mir selbst geschworen habe: Ich bin fertig mit Fußball. Jedenfalls bis Sonntag. Denn ich will mir nicht durchlesen, woran es vielleicht gelegen habe oder mir selbst einreden, wie es noch mit dem Aufstieg klappen könnte. Lieber baue und plane ich in der Uckermark am eigenen Nest oder fahre mit dem Jungunioner durchs Land. Bis Sonntag. Zum Spiel gegen den HSV sind wir dann alle wieder im Stadion. Und dann wird es wieder richtig kribbeln. So wie sonst nur, wenn ich mal wieder auf eine Stromleitung gebohrt habe.

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Union braucht einen Sieg. Alles andere ist egal.

Vor dem Spiel gegen Fürth gibt es eigentlich nur eins zu sagen: Union muss endlich wieder gewinnen. Das war es schon.

Was die Verfolger und der HSV machen? Egal. Wichtig ist, dass Urs Fischers Team konstant Druck aufbaut und sich nicht vom Gegner den eigenen Spielaufbau kaputtmachen lässt.

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“Wer lässt sich nicht vom Westen kaufen” und der Quattrex-Fonds haben nur oberflächlich miteinander zu tun

Ich glaube, dass es momentan für alle am besten wäre, wenn Union einfach alle drei Tage spielen würde. Dann ginge es Schlag auf Schlag. Wir würden relativ schnell wissen, ob wir die Pfanne vom Herd nehmen und stattdessen einfach Stulle essen oder ein Ei drin aufschlagen können. Und die Spieler würden weniger Zeit zum Nachdenken haben. Die Berliner Medien überbrücken die Zeit zur Pressekonferenz heute, indem sie den Kapitän zum Thema Aufstieg befragen (Bild/BZ und Kurier), der artig sagt, dass niemand Angst vor dem Aufstieg habe und die Mannschaft jetzt liefern müsse.

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Frage an die Glaskugel: Wie viele Punkte braucht Union noch bis Saisonende?

Union hat mit Berkan Taz bis 2021 verlängert (Vereinsmitteilung). So schön die Nachricht aus Sicht von Berkan Taz ist und so sehr sie auch unser fußballromantisches Herz trifft, wenn ein Spieler aus dem Nachwuchs (auch wenn er erst 2016 zu Union kam) einen Vertrag erhält, so klar müssen wir auch die Fakten benennen. Der Angreifer kam erst einmal für die Profis zum Einsatz, nämlich bei der Niederlage beim FC St. Pauli im Februar dieses Jahres (immerunioner.de). Und gemessen an der Qualität, die gerade in der Offensive in Unions Kader steckt, mache ich Taz nicht viel Hoffnung auf viele Einsätze. Und dabei muss er eigentlich spielen, um voranzukommen. Das heißt nicht, dass er keine Chance hat. Aber sie ist eben auch nicht sehr groß.

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Was nützt es, über verschüttete Milch zu jammern?

Mut (Morgenpost), Druck (Bild/BZ) und Angst (Tagesspiegel) sind die beherrschenden Themen in den Berliner Medien, wenn es um die Rolle von Union geht. Druck, dazu müssen wir nicht einmal auf die Ergebnisse der anderen Mannschaften schauen (wie der Kurier mit Blick auf das Spitzenspiel am Montag schreibt), macht sich Urs Fischers Team mit den sieglosen Spielen selbst. Ob die Mannschaft aber im Saison-Endspurt am Druck zerbreche, wie die Bild/BZ sich fragt, ist eine Diskussion, die ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht führen möchte. Weil es einfach nicht zielführend ist. Mir ist es weiterhin wichtig, sich an Chancen zu orientieren, die die Zukunft bietet und nicht verschenkten Punkten in der Vergangenheit hinterherzutrauern. “Was nützt es, über verschüttete Milch zu jammern”, sagte ein selbstbewusster Alf dem entsetzten und verzweifelten Willie Tanner im Angesicht des Chaos, das er mal wieder hinterlassen hatte.

Die alte Anzeigetafel nach dem Spiel gegen Regensburg, Foto: Tobi/unveu.de

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Dirk Zingler gibt den Anheizer für die Stimmung im Aufstiegskampf

Heute Abend um 18.30 Uhr beim Spiel gegen Regensburg gilt es. Das sage ich nicht, um dieses Spiel zu dramatisieren, sondern weil ich mir einfach nicht vorstellen kann, dass die anderen Teams weiter dieses Schneckenrennen um den Aufstieg fortsetzen. Die Situation ist klar und das Ziel nach dem bisherigen Saisonverlauf auch: Dem HSV Druck machen und das Rennen um Platz 2 offenhalten und Platz 3 sichern. Dazu muss niemand aus der Mannschaft mehr die Tabelle studieren. Denn um das zu schaffen, muss wieder konstant gepunktet werden. Das ist eine richtig gute Situation, weshalb ich da voll bei Pressesprecher Christian Arbeit bin, der bei der Pressekonferenz in Anlehnung an dieses Lied von Tomte von der “Schönheit der Chance” sprach.

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Fabian Schönheim wird für mich immer der bleiben, der (nicht) auf den Ball gespuckt hat

Wie auch immer das Schneckenrennen um die Aufstiegsplätze nach außen wirkt, aber durch das 1:2 des HSV gestern gegen Magdeburg sieht der Punkt von Union in Dresden jetzt besser aus, als wir ihn zuvor bewertet haben.

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Union nervt. Sich selbst. Und uns auch.

Als Erich Berko in der 76. Minute einen Konter von 3 Dresdnern gegen Marvin Friedrich und Torhüter Rafal Gikiewicz nicht ausspielte, sondern regelrecht verdaddelte, bis Christopher Trimmel den Ball auf Atik beherzt abgrätschte, war ich mir sicher, dass Dynamo an diesem Tag kein Tor gegen Union schießen würde. Bei Union hingegen schien vor der Partie die Marschroute ausgegeben worden sein, aus allen (auch nicht vielversprechenden) Lagen zu schießen. Bis auf ein paar Gelegenheiten (Chance gleich am Anfang von Mees und Gogia und dann der Kopfballaufsetzer später im Spiel, der leider knapp übers Tor ging) war da wenig Gefährliches im Spiel zu beobachten. Auf den Punkt bringt das auch die Torschuss-Statistik. 24:7 Torschüsse für Union, davon auf das Tor aber nur 5:2. Die 2 Chancen, die beschrieben habe, hätten allerdings drin sein müssen.

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Damit es zu Hause läuft: Neuer Rasen für die Alte Försterei

Das aktuell weite Gefühlsspektrum von Unionfans konnte ich gestern in kurzer Zeit erleben. Ich saß an diesem erstmals in diesem Jahr so warmen späten Nachmittag draußen im Garten mit unserem Hausmeister und zwei Nachbarn. Er stellte mir ein Bier hin und fragte: “Was ist denn mit deiner Stimme los, Basti? Du klingst wie im Stimmbruch.” Ich erklärte ihm, dass ich seit dem 1:3 gegen Paderborn keine Stimme mehr hätte. “Ach, dit haste dir anjetan?”, antwortete er fragend um dann in einem fast väterlichen Ton fortzufahreen: “Ich erzähle dir doch schon seit Jahren, dass die zu blöd zum Aufsteigen sind.” Mein Hausmeister ist toll. Er ist witzig, hat immer ein offenes Ohr und ist wahnsinnig hilfsbereit, wenn ich mich mal wieder handwerklich bescheuert anstelle. Also wenn ich beispielsweise auf eine Stromleitung bohre oder mir Werkzeug borgen muss, das eigentlich jeder zu Hause hat. Aber er gehört garantiert nicht zum Team Pfanne heiß. Das bewies nicht nur sein mitleidiger Blick, als ich ihm meine Reisepläne für den letzten Spieltag in Bochum vorstellte.

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Die Ticketnachfrage sorgt für mehr Mitglieder und deshalb ist das HSV-Spiel schon jetzt ausverkauft

Union meldet das Heimspiel gegen den Hamburger SV ausverkauft. Das ist einerseits verwunderlich und andererseits nicht. Denn für das Heimspiel gegen Magdeburg, das gleichzeitig in den Verkauf ging, gibt es heute noch eine zweite Verkaufsrunde nur für Mitglieder (auch mit Dauerkarte). Verwunderlich ist der hohe Mobilisierungsgrad für die Partie gegen Hamburg, denn auch wenn Union mittlerweile deutlich mehr Mitglieder hat als in den Heimbereich passen, so heißt das ja noch lange nicht, dass auch alle ins Stadion gehen können. Aber das Spiel gegen Hamburg findet das erste Mal überhaupt statt und hat schon deshalb diesen besonderen Reiz.

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