Ein Lied (und jetzt auch ein Video) für alle, die wir nie vergessen werden

Der Kurier widmet sich heute dem Lied “Union vergisst dich nie” von Krispin. Das Lied wird vor allem von der Union-Stiftung genutzt, um ihre Botschaft des Zusammenhalts auf eine sehr emotionale Art zu transportieren. Anlass für den Text ist vor allem das Video zum Lied, das es gerade nur auf der Kurier-Website zu sehen gibt. Das Lied selbst gibt es aber bei Spotify und Co. und auch als Download im Shop eurer Wahl (zum Beispiel hier bei iTunes für 99 Cent). Ich glaube, dass alle Unioner ihre ganz eigene Person im Kopf haben werden, wenn dieses Lied erklingt. Mir geht es beispielsweise so, dass ich immer an Milan denken muss, wenn ich Roland Krispin dieses Lied singen höre. Und dann kommen all die Erinnerungen hoch.

Screenshot: Video “Union vergisst dich nie” via Kurier

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Auch für die längste Ungeschlagen-Serie gibt es keine Extra-Punkte in der Tabelle

Nach dem 1:1 in Magdeburg wird immer wieder herausgestellt, dass Union jetzt auch im 16. Spiel ungeschlagen sei. Das ist natürlich schön und es erzeugt sicher auch den nötigen Respekt beim Gegner. Allerdings bringt das nicht zwangsläufig Punkte, weil Union mit dem Unentschieden nun bereits das 10. Remis geholt hat. Zehn Spiele, aus denen nur 10 von 30 Punkten heraus sprangen. Auf die Ungeschlagen-Serie kann man sich aufgrund dieser Zahlen ein Ei pellen. Mehr aber auch nicht.

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Union ist auswärts nur Durchschnitt. Und deshalb ist das Magdeburg-Spiel so wichtig.

Mal von dem ganzen Sicherheitsaspekt, der die Partie des 1. FC Union beim 1. FC Magdeburg etwas zu überlagern drohte, hat das Spiel für beide Teams eine so große sportliche Bedeutung, weil es kurz vor Weihnachten noch einmal den entscheidenden Trend setzen kann, der dann die Winterpause mental bestimmt. Union ist zwar in der Liga bisher ungeschlagen, hat aber auswärts vor allem Unentschieden geholt (6 Stück und nur 1 Sieg). In der Auswärtstabelle reicht es bei  7:6 Toren in 7 Spielen nur für Platz 10. Für Urs Fischer gilt es, mit einem Sieg oben dranzubleiben und langsam etwas Platz zur Konkurrenz nach unten zu schaffen. Und gleichzeitig wirklich der Atem im Nacken von Hamburg und Köln zu sein. Der Kurier beschreibt diese Ausgangssituation sehr schön.

Bild: via Kicker.de

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Panikmache via E-Mail und Whatsapp, wenn Besonnenheit angebracht wäre

Jahrelang argumentieren wir alle gegen Vorverurteilung und Panikmache im Rahmen von Fußballspielen. “Fußballfans sind keine Verbrecher” und so weiter. Und dann gibt es vor der Partie in Magdeburg plötzlich eine E-Mail aus dem Umkreis des Wirtschaftsrates, deren Urheber laut Union angeblich nicht mehr ermittelbar sei (wir wissen jedoch alle, wie E-Mail funktioniert), die vor Sodom und Gomorrha in Magdeburg warnt, Sicherheitskräfte hätten die Stadt aufgegeben und bei Überschreiten der Landesgrenze solle man mit dem Auto nicht mehr anhalten, um auf Klo zu gehen. Ich übertreibe hier jetzt maßlos, weil ich diese Mail und vor allem eine kursierende Whatsapp-Nachricht, die ähnliche Panik verbreitet für den größten und gefährlichsten Schwachsinn halte, der in jüngerer Vergangenheit bei Union in Umlauf gebracht wurde. Das hat ungefähr den Wert, als wenn sich ein Bürgermeister aus einer württembergischen Kleinstadt in Berlin nicht sicher fühlt, weil hier nicht 17 Uhr die Bürgersteige hochgeklappt werden.

Schlagzeilen zur veränderten Fahrt des Wirtschaftsrates, Montage: Textilvergehen

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Union und Magdeburg warnen sich gegenseitig vor den Qualitäten des anderen

Erst am Sonntag geht es gegen Magdeburg. Im Kurier warnt Innenverteidiger Marvin Friedrich vor FCM-Stürmer Christian Beck. Umgekehrt geht es den Magdeburgern, die in der Bild Stellung nehmen zu Unions Defensive. So lange die Spieler während der Partie nicht in Ehrfurcht voreinander erstarren, ist ja alles gut.

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Ein Schritt weiter zur Abschaffung der Montagsspiele

“Nun doch: Zweitligisten wollen Montagsspiele abschaffen”, titelte der Kicker am Abend. Wir erinnern uns, dass beim letzten Treffen Im Oktober das Stimmungsbild der Zweitligisten nicht so war, dass der Montagabend ersatzlos gestrichen wird. Es fand sich für diesen Vorschlag keine Mehrheit. Dann wurde gefragt, ob es nicht vielleicht die Möglichkeit eines anderen Termins statt Montag geben würde. Und man wollte den Samstagabend als exklusiven Spieltermin für die Zweite Liga prüfen. Das war der Stand von Oktober, wie ihr ihn beispielsweise noch einmal im Kurier nachlesen könnt. Und ganz ehrlich kann ich den bisherigen Berichten noch nicht entnehmen, dass sich etwas grundsätzlich geändert hat. Im Kicker steht, dass man diese Option Samstagabend statt Montagabend nun prüft. Meine Vermutung ist, dass sich jetzt vor allem das Abstimmungsverhalten geändert hat und dieses Mal nicht nur ein Stimmungsbild erhoben wurde, sondern ein konkreter Auftrag an die DFL ging. Aber das ist nur eine Vermutung und vielleicht gibt es ja bald mehr Informationen.

Präsident Dirk Zingler auf der Mitgliederversammlung am 28.11. 2018, Foto: Matze Koch

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Wie Urs Fischer auch bei den Mittelstürmern die Anspannung hoch hält

Ein bisschen bin ich froh, dass der Kelch des Vereinsnamens Rotation an Union in der DDR vorbeigegangen ist. Nicht auszudenken, welch gut abgehangenen Wortspiele wir dann jetzt ertragen müssten angesichts der im Ergebnis erfolgreichen Wechsel von Trainer Urs Fischer. Wie dem vom Angreifer Sebastian Polter zu Sebastian Andersson in der Startaufstellung beim 3:1 gegen Darmstadt, dem der Kurier und der Tagesspiegel heute ihre Aufmerksamkeit schenken. Einem Spieler das Vertrauen schenken, der einige unglückliche Szenen, aber ansonsten gute Spiele gemacht hatte, ist das eine. Dafür einen anderen Angreifer draußen zu lassen, der getroffen hat zuletzt, auch wenn er spielerisch Luft nach oben hatte, ist das andere. Diese Baustelle macht sich vielleicht nicht jeder Coach auf. Und dass Urs Fischer das macht, finde ich gut. Denn so wird die Anspannung in der übervollen Offensive hochgehalten.

Urs Fischer und Sebastian Andersson im Spiel gegen Darmstadt, Foto: Michael Hundt/Matze Koch

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Unbesiegbar, unbesiegbar, unbesieeeeegbar FCU

“Du nimmst das mit dem Boykott aber ganz schön ernst!”, sagte der Mann, der neben mir an der alten Anzeigetafel stand. Sebastian Andersson hatte gerade das 1:0 erzielt und ich war in Gedanken vertieft. Ich hatte überlegt, ob Stadionsprecher Christian Arbeit nicht auch hätte boykottieren müssen, statt die gewohnte Liturgie nach einem Torerfolg zu bringen. Er musste natürlich nicht boykottieren, denn es hieß ja, dass es ein Stimmungsboykott der organisierten Fans war und nicht der Stadionsprecher. Doch die Worte waren natürlich darauf ausgerichtet, dass doch so etwas wie Stimmung aufkam. Das waren die Gedanken, die mich beschäftigten, als um mich herum alle jubelten.

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Fanprotest und die Angst vor 4 Gelbsperren auf einmal

Es wird ruhig heute im Stadion werden. Allerdings nur in der ersten Halbzeit, wenn geschwiegen wird aus Protest. Gegen die Montagsspiele und für fangerechte Anstoßzeiten. Warum die angekündigte Abschaffung der ohnehin nur 5 Montagsspiele in der Bundesliga ab der Saison 2021nicht dazu führt, dass der Protest eingestellt wird, wird unter anderem hier beim Wuhlesyndikat erklärt:

Fanprotest am 7. Spieltag, Foto: Michael Hundt/Matze Koch

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Union hat erstmals mehr Mitglieder als in den Heimbereich des Stadions passen

Die Mitgliederversammlung gestern in der Ballspielhalle Hämmerlingstraße sollte vor allem Ruhe und Konstanz vermitteln. Die Zahlen, die Union liefert, sind absolut beeindruckend (Einnahmen für die abgelaufene Saison bei 43,978 Millionen Euro und Ausgaben bei 43,783 Millionen Euro). Für die laufende Spielzeit wird mit Einnahmen von 47,076 Millionen Euro bei ähnlich hohen Ausgaben (47,006 Millionen Euro) geplant. Aber jenseits dieser Zahlen gilt bei unveränderter Zielstellung eigentlich das Gleiche wie in den vergangenen Jahren, nur wird es nicht mehr so deutlich formuliert. Mein Eindruck ist, dass es auch gar nicht um die ewige Frage geht, ob sportliche Ziele öffentlich formuliert werden oder nicht. Es geht vielmehr darum, die Mitglieder (fast 3000 mehr. Nun insgesamt 21.395 und damit erstmals mehr, als in den Heimbereich des Stadions passen) mitzunehmen auf diese Reise durch ein sich wahnsinnig schnell veränderndes Profifußballumfeld.

Dirk Zingler beim Bericht des Präsidiums, Foto: ZVG

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