Nach dem Spiel in Kiel dürfen sich alle irgendwie in ihrer Meinung bestätigt fühlen

Nach dem 2:2 in Kiel gibt es für alle Fraktionen etwas, was sie aus dem Spiel mitnehmen können. Diejenigen, die sagen, dass die Schwächen bei langen Bällen hinter die Abwehr durch die immer noch nicht schnellen Defensivspieler weiter eine Gefahr darstellen, dürfen sich durch das Tor zum 1:0 für Kiel bestätigt fühlen. Aber auch diejenigen, die sagen, es liegt nicht allein an der Abwehr, denn zumindest die Zuordnung stimmte beim Rausrücken von Marc Torrejon auf den Flügel, es war Mittelfeldspieler Grischa Prömel, der nicht nah genug bei seinem Gegenspieler war.

Es dürfen sich diejenigen bestätigt fühlen, die einen Torwartwechsel herbeisehnten. Denn Daniel Mesenhöler zeigte beispielsweise bei der Parade in der zweiten Hälfte eine überragende Leistung, als er nach einem abgefälschtem Zuspiel den Dropkick gerade noch an den Pfosten lenkte. Aber es dürfen sich auch die bestätigt fühlen, die sagen, dass der Torwartwechsel egal ist, denn an den Gegentoren hatte der Keeper keine Aktie.

Felix Kroos gibt Anweisungen, Foto: Matze Koch

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Die Woche der Wahrheit beginnt

Heute startet Union in die Woche der Wahrheit. Ich halte normalerweise nicht viel von solch großen Worten, aber dieses Mal treffen sie besonders gut. Und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Zum einen entscheidet sich nach den Spielen am Dienstag gegen Kiel (20.30 Uhr, auswärts) und am Freitag (zu Hause gegen Nürnberg (18.30 Uhr, heim), wohin die sportliche Reise in den nächsten Wochen geht. Denn Union hat sowohl zum oberen Relegationsplatz (3. Rang) als auch zum unteren Relegationsplatz (16. Rang) den gleichen Punktabstand von 7 Zählern. Und je nach Ausgang der Spiele ist dann vielleicht zusätzlich klar, ob man bei Union noch einmal Geld in die Hand nehmen will (jedenfalls, wenn es der finanzielle Spielraum hergibt), um die Innenverteidigung zusätzlich zu stärken, oder ob man der Meinung ist, dass die Personaldecke auf dieser Position für die sportlichen Ziele ausreicht. Transfers sind jedenfalls theoretisch noch bis nächste Woche Mittwoch, den 31. Januar möglich.

So oder so: Der Druck ist da. Und von Trainer André Hofschneider erwarte ich heute in der Pressekonferenz (13 Uhr, live auf AFTV), dass er erzählt, sie würden alle nur von Spiel zu Spiel denken und sich keinen Druck machen.

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Was sind die Vor- und Nachteile des 4-4-2 mit Raute, das Hofschneider spielen lassen will?

Am Freitag entspann sich unter dem Tweet von RBB-Sport-Reporterin Stephanie Baczyk eine, wie ich finde, interessante Diskussion über das Spielsystem, das André Hofschneider spielen lassen will: Das 4-4-2 mit Raute.

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Nun darf sich in der Union-Innenverteidigung niemand mehr verletzen oder eine Formschwäche erlauben

Diese Nachricht von gestern Nachmittag, dass Fabian Schönheim nun endgültig bis Saisonende ausfällt (Kurier), bringt Union weiter in die Bredouille als die vorherige unklare Situation beim Verteidiger. Denn vorher gab es noch das Prinzip Hoffnung, dass Schönheim eine Alternative in der Defensive werden könnte. Nun ist klar, dass André Hofschneider eine Reihe Innenverteidiger mit Marc Torrejon (selbst verletzungsanfällig) und Toni Leistner (verlässt Union wahrscheinlich im Sommer) hat und dahinter keine Spieler, von denen man hundertprozentig überzeugt ist. Christoph Schösswendter spielt sportlich überhaupt keine Rolle, Zugang Lars Dietz soll sich entwickeln und für die Rückrunde als Backup auf der rechten Verteidigerseite eingeplant und Michael Parensen kann aushelfen, steuert aber auf sein Karriere-Ende zu.

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Mal schauen, was André Hofschneider von einem mitspielenden Torwart erwartet

Das größte Thema in den Berliner Medien bleibt Daniel Mesenhöler, der seit Mittwoch als die neue Nummer 1 feststeht. Mich hat ein wenig irritiert, das nun vom mitspielenden Torhüter gesprochen wird, der im neuen Spiel-System des 4-4-2 mit Raute mehr gefordert wäre. Jedenfalls sagte Daniel Mesenhöler unter anderem im Kurier: “„Der mitspielende Torwart ist mehr gefordert als vor einem Jahr. In dem Aspekt habe ich einen großen Schritt nach vorne gemacht.” Das ist eine Qualität, die Jakob Busk nun wirklich auch mitbringt, oder wie ich finde, erstmals richtig zu Union gebracht hat. Aber das ist eigentlich nur eine weitere Bestätigung dafür, dass zwischen beiden Keepern kein großer Abstand herrscht.

Die Details, was vom mitspielenden Torhüter verlangt wird, erfahren wir aber nicht. Das prägendste Beispiel aus meiner Sicht in der Zweiten Liga ist dafür Marvin Schwäbe von Dynamo Dresden (der wegen einer Knie-Verletzung lange ausfallen wird, Sächsische Zeitung), der als Anspielstation für die Abwehrspieler quasi der dritte Innenverteidiger ist, wenn Gegner zu pressen versuchen. Ich bin gespannt, was wir da wirklich zu sehen bekommen. Kiel und Nürnberg werden beide genug Druck ausüben, um uns zu verraten, was da dran ist.

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Der Rückrunden-Mesi ist wieder da

Das Trainerteam hatte laut BZ einstimmig entschieden: Daniel Mesenhöler wird für die Rückrunde (ja, ein Spiel der Rückrunde gab es schon im Dezember) der Stammkeeper. Der Torhüter stand entsprechend beim finalen Test gestern gegen Ingolstadt (1:1) im Tor. Diese Entscheidung, die etwas anders gelagert auch schon in der vergangenen Rückrunde so fiel, hatte sich abgezeichnet. Ob sie tatsächlich den Ausschlag gibt, weiß ich nicht. Ich persönlich sehe das eher als internes Zeichen an die Mannschaft, dass sich auch was ändern kann und es keine sicheren Startelfplätze gibt (auch wenn das bei weitem nicht für jede Position auf dem Feld zutrifft). Beide Keeper sind so gut, dass ich als Trainer keine schlaflose Minute haben würde, wenn der eine den anderen ersetzt. Wenn jetzt jemand von einer mutigen Entscheidung spricht, kann ich das also persönlich null nachvollziehen. Es war die Personalentscheidung mit dem geringsten Risiko für das Trainerteam.

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Wenn André Hofschneider ein personelles Zeichen setzen möchte, dann ist heute der Zeitpunkt dafür

Um 9.30 Uhr ist noch ein Training, bevor es dann zum Test gegen Ingolstadt nach Luckenwalde geht. Dort ist 17.30 Uhr Anpfiff im Werner-Seelenbinder-Stadion (Eintritt 10 Euro, keine Ermäßigungen). Eine Live-Übertragung gibt es nicht, dafür einen Liveticker.

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Sebastian Polter verschießt gegen einen eSport-Profi einen Elfmeter in der 120. Minute

Die Mannschaft trainiert wieder in Berlin und wir warten gespannt auf die Torwartentscheidung zwischen Jakob Busk und Daniel Mesenhöler, die spätestens mit der Aufstellung für das Testspiel morgen gegen Ingolstadt in Luckenwalde gefallen sein dürfte. Sollten Damir Kreilach oder Dennis Daube heute Bild/BZ lesen, dürften sie vielleicht etwas die Stirn in Falten legen, weil der Trainer ihnen nicht die beste Perspektive für die nächste Zeit mitgab. Dürfte es bei Dennis Daube noch etwas verständlich sein, da sein Vertrag im Sommer ausläuft und er sich bis heute keinen richtigen Stammplatz erkämpfen konnte, so ist die Äußerung zu Kreilach aus meiner Sicht zumindest unglücklich: “Damir ist nicht im Frühling seiner Karriere, sondern im Herbst. Es ist Leistungssport. Er muss sich immer wieder neu beweisen.”

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Bis zum Testspiel am Mittwoch gegen Ingolstadt ist die Torwartfrage entschieden

Bis Mittwoch will sich Trainer André Hofschneider in der Torwartfrage zwischen Jakob Busk und Daniel Mesenhöler entschieden haben. Wer im Testspiel gegen Ingolstadt (die Partie findet in Luckenwalde statt) zwischen den Pfosten steht, wird höchstwahrscheinlich die Nummer 1 sein. BZ und Berliner Zeitung sehen mittlerweile Daniel Mesenhöler leicht in Front. Dabei könnte die leichte Verletzung zu Beginn des Trainingslagers für Jakob Busk ein kleiner Nachteil gewesen sein.

Jakob busk und Daniel Mesenhöler im Trainingslager in Spanien, Foto: Matze Koch

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Felix Kroos will vom Ballbesitzspiel profitieren

Felix Kroos hat im Trainingslager mit der BZ über die Hinrunde gesprochen und ich bin froh, dass er ein paar Dinge anspricht, die dort nicht so gelaufen sind, wie man sich das erhofft hat. Dass Union mit Ballbesitz nichts anfangen konnte, dass er selbst zu torungefährlich war (was aber auch an seiner defensiven Mittelfeldposition lag, muss man anfügen). Wir hatten in der Vergangenheit bereits öfter darüber gesprochen, dass für es für die Mittelfeldspieler merkwürdig war, weil häufig der lange Ball gesucht wurde. Nicht nur von Union, sondern auch vom Gegner und die Kugel damit häufig über sie hinwegflog. Felix Kroos sagt dazu in der BZ:

Ja, weil ich gern den Ball habe. Ich laufe nicht gern hinterher. Allgemein mussten die Mittelfeldspieler einen zu hohen Aufwand betreiben, um überhaupt an den Ball zu kommen.

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