Vom Fußball-Klassenkampf zu rechtlichen Schritten gegen den Mietendeckel

Wenn Union gehofft hat, mit dem Interview von Präsident Dirk Zingler in Berliner Zeitung/Kurier endlich für Ruhe im Karton zu sorgen, dann ist das gründlich misslungen. Wenn Zingler hingegen mit dem Wort “Fußball-Klassenkampf” das Thema Hauptsponsor Aroundtown in den Hintergrund drücken wollte, dann hat das vielleicht sogar geklappt. Jedenfalls sind einige Redakteure aufgewacht und scheinen plötzlich den Kommunismus auf dem Vormarsch zu sehen. Die Bild/BZ schreibt “Was will Unions Klub-Boss mit seinen erschreckenden Aussagen bezwecken?” und “Herr Zingler, das ist einfach nur traurig”. Das klingt in meinen Ohren nach Frontstadt-Rhetorik und ist für mich mal wieder ein Beleg dafür, dass Bild-Berlin-Sportchef Robert Matiebel und Dirk Zingler sicher keine Freunde mehr werden, der in dem Text so ziemlich alles gegen den Union-Präsidenten auslegt, was er finden kann. Aber auch die Welt schreibt über das Thema und bezieht sogar Christopher Quirings Wessi-Zitat mit ein.

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Der Wechsel von Anthony Ujah zu Union: Wow, aber …

Der Wechsel von Anthony Ujah zum 1. FC Union (laut Bild für 2 Millionen Euro plus mögliche Bonuuszahlungen) war die erste Transfermeldung in diesem Sommer, bei der ich dachte: Wow. Das disqualifiziert natürlich nicht die anderen Transfers. Es ist vielmehr so, dass diese für mich in die Richtung “Ich bin gespannt, wie die sich entwickeln” fielen. Bei Anthony Ujah bekommt Union einen gestandenen Bundesliga-Profi. Es ist der zweite Gedanke, der mir etwas komisch war. Der lautete nämlich: Wird angesichts von 4 Stürmern nun einer noch den Verein verlassen? Sebastian Polter, Sebastian Andersson, Marcus Ingvartsen und nun Anthony Ujah. Das klingt schon ganz schön viel. Die Frage stellt sich auch der Kurier.

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Wie der 1. FC Union 2017 sein erstes Frauenfußball-Team wiederentdeckte

Der Berliner Kurier hat sich den bisherigen Kader und die Zugänge angeschaut und findet, dass gerade auf den Außenbahnen noch Spieler hinzukommen sollten und natürlich die Innenverteidigung. Union bräuchte mehr Geschwindigkeit aus der Defensive heraus. So gesehen dürfte das tatsächlich eine interessante Saison für die aktuellen Außenverteidiger werden. Während die Bild gestern den Transfer von Robert Andrich als Dämmerung eines Weggangs von Felix Kroos sah, findet der Kurier, dass es vor allem um die Frage ginge, ob Robert Zulj oder Felix Kroos bleiben. Ich bin tatsächlich gespannt, was hier passieren wird, und glaube, dass wir bald hören werden, wo Felix Kroos in Zukunft spielen wird. Hätte Union vorgehabt, sich prinzipiell von ihm zu trennen, wäre er sicher ebenso wie andere Spieler zur Aufstiegsfeier verabschiedet worden.

Auswechslung beim Ligaspiel: Robert Zulj kommt für Felix Kroos, Foto: Matze Koch

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Bedeutet die Andrich-Verpflichtung den endgültigen Abschied von Felix Kroos?

Der nächste Zugang ist fest. Robert Andrich (24 Jahre) vom 1.FC Heidenheim verstärkt Union im zentralen Mittelfeld, wo er sowohl offensiv als auch defensiv eingesetzt werden kann. Das ist schon der zweite Wechsel eines bei Hertha ausgebildeten Spielers in dieser Transferperiode und ich finde das ganz gut. Denn die Ausbildung beim Ligakonkurrenten gilt seit Jahren als ausgezeichnet. Ich erinnere mich, wie Hertha-Manager Michael Preetz sich in der Vergangenheit häufig dafür rechtfertigen musste, dass es angeblich keiner aus dem Hertha-Nachwuchs zu den Profis schaffen würde. Er antwortete darauf stets, dass er den Erfolg der Nachwuchsabteilung nicht daran bemesse, wie viele es zu Hertha zu den Profis schafften, sondern daran, wie viele es in den Profibereich der ersten drei Ligen schaffen würden. Von dieser Erfolgsmessung profitiert vielleicht auch Union.

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Der Kicker nennt Rafal Gikiewicz den besten Torhüter der Zweitliga-Saison

Rafal Gikiewicz wusste es schon mit Saisonende: Er gehört zu den besten drei Torhütern der Zweiten Liga. Das reichte dem Keeper, um einen Haken an seine Liste mit den Zielen für das erste Halbjahr zu setzen.Der Kicker als Fußballmagazinn nimmt sich immer ein bisschen mehr Zeit und führt ihn heute in seiner Auswertung der besten Torhüter als Nummer 1 in der Zweiten Liga.

Screenshot: Kicker

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Union erhöht die Preise für Dauerkarten nicht, schraubt aber weiter an der Mitgliederzahl

Endlich hat Union gestern die Modalitäten für die Dauerkartenvergabe in dieser Saison veröffentlicht, die in zwei Punkten eine Überraschung darstellten. Die Preise bleiben die gleichen wie in der vergangenen Zweitliga-Saison. Und nicht abgerufene Dauerkarten werden nicht neu verkauft, sondern gehen in das Tageskartenkontingent. Das darf man sehr wohl als Belohnung für die Treue der bisherigen Dauerkarten-Inhaber verstehen. Man kann es aber auch so verstehen, dass Union durch das Verhältnis Sitz- und Stehplätze im Stadion an der Alten Försterei sowieso gar nicht so viel mehr Geld erlösen hätte können (also in Relation zum möglichen Gesamtetat des Vereins in der Bundesliga), ohne sich den Unmut der bisherigen Dauerkarteninhaber zuziehen. Aber mindestens einen hohen sechsstelligen Betrag lässt sich  Union aus meiner Sicht schon durch die Lappen gehen. Den Klub jetzt aber prinzipiell nur für die Erhaltung der Dauerkartenpreise abzufeiern, würde eine zweite Dimension allerdings ignorieren.

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Gibt es für ungenutzte Dauerkarten bessere Lösungen als den Ticketzweitmarkt?

Ich stand in der vergangenen Saison mindestens zweimal vor der Herausforderung, dass ich meine Dauerkarte nicht nutzen konnte. Einmal habe ich sie ganz einfach in Unions Ticketzweitmarkt eingestellt, doch das andere Mal ging das nicht und ich hätte sie gerne weitergegeben, damit sie jemand anderes nutzen kann. Aber das wäre mit solch einem organisatorischen Mehraufwand verbunden gewesen (jemanden finden, verabreden, Karte übergeben und dann hoffentlich auch wieder zurückbekommen), dass sie für das eine Spiel verloren und ich ein “No show” war, wie das in der Bundesliga heißt, wenn Dauerkartenbesitzer nicht zum Spiel kommen. Auf Twitter hat @nusajaz überlegt, wie man das selbst organisieren würde.

Twitter: @nusajaz

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Verkehrskonzept: Eine Bahn wird kommen, nur wann?

Zwar kam Rafal Gikiewicz nicht einmal zum Einsatz bei der Nationalmannschaft, hatte aber mit Polen allen Grund zum Jubeln. 4 Spiele, 4 Siege, 12 Punkte in der EM-Qualifikation. Besser geht es nicht. Und das Gefühl, bei so einem Spiel in Warschau Teil der Nationalmannschaft zu sein, dürfte ein toller Abschluss der Saison von Unions Keeper gewesen sein. Und jetzt endlich Urlaub!

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12 Pkt✅🇵🇱🔥Team

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Union hat die Chance, sich zu einem echten Bundesliga-Verein zu entwickeln

Die Trockenheit bei gleichzeitiger Hitze macht unserem Aufstiegsrasen hier in der Uckermark echt zu schaffen. Aber ich habe mich sehr gefreut, diese Bilder zu sehen, zwischen denen 18 Jahre liegen. 18 Jahre, in denen viel passiert ist. Sowohl bei Union als auch bei mir. Und bei niemanden lief es wohl gerade, sondern hatte viele Hochs und Tiefs.

Foto: Paul Duck

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Sehr unterschiedliche Meinungen zum möglichen Berliner Derby am 9. November

Ich bin nach dem gestrigen Tag tatsächlich etwas müde, weil auf meine Meinung, dass Union an dem Derbyplänen von Hertha zum 30. Jahrestag des Mauerfalls nicht mitwirken solle, weil das dem Datum nicht gerecht wird, sehr vieles geäußert wurde, was mit meinem Punkt nichts zu tun hatte. Und es drehte sich um Laufe des Tages vieles im Kreise. Ganz nach dem Motto: Es ist zwar bereits alles gesagt, aber noch nicht von jedem.

Mir ging es nicht um Kommerzialisierung (als ob Union unkommerziell wäre) und erst recht nicht um irgendwelches Ost-West-Gedöns. Ich wohne seit September 1989 in Berlin und mir liegt nichts ferner, als Leute in solche Kategorien einzusortieren oder dies zur Leitlinie meiner Gedanken zu machen. Außerdem dürften auch Hertha und Union nicht so einfach in Ost und West einzusortieren sein, wie das vielleicht von außen gerne gemacht wird. Berlin ist Berlin. Aber Berlin ist auch an jeder Ecke anders und voll mit unterschiedichen Haltungen und Gedanken. Wir sind nicht irgendeine brandenburgische Kreisstadt mit einer Tageszeitung, wo sich alle zum Stadtfest treffen und die gleiche Meinung äußern, weil sie sonst als Nestbeschmutzer dastehen würden.

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