Union steht in einer Sky-Zuschauertabelle vor Hertha, aber das sagt jetzt noch nichts aus

Nicht jede Zahl ist eine Schlagzeile. Auch wenn sie in der beliebten Disziplin Wir-vergleichen-Hertha-und-Union-miteinander fällt. Anlass ist eine Tabelle, die der Branchendienst Meedia erstellt hat. In dieser Tabelle, in der nach Vereinen sortiert die durchschnittliche Zahl der Sky-Zuschauer gezeigt wird, landet Union knapp vor Hertha auf Rang 12 der Bundesligaklubs mit durchschnittlich 380.000 Zuschauern je Spiel. Der Stadtrivale aus Charlottenburg belegt Rang 13 mit durchschnittlich 370.000 Sky-Zuschauern. Der Tagesspiegel macht daraus die flotte Schlagzeile “Union schlägt Hertha”.

In der Tabelle der durchschnittlichen Zuschauer je Spiel bei Sky liegt Union knapp vor Hertha BSC

In der Tabelle der durchschnittlichen Zuschauer je Spiel bei Sky liegt Union vorne, Screenshot: Meedia

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Sky verwechselt die Sebastians und der Kapitän freut sich auf ein Bier

Nach dem 3:2 über Mainz 05 wird sehr viel gefeiert, dass der 1. FC Union in der Tabelle über Hertha steht (und gar nicht so sehr der erste Auswärtssieg in der Bundesliga für Union überhaupt, den die Morgenpost im Kommentar für einen Meilenstein hält). Mir wäre das eigentlich völlig egal und ich kann mich nicht erinnern, dass wir das nach den ersten Spieltagen gefeiert hätten, als das schon einmal so war. Aber die Steilvorlage hat ohne Bedrängnis vergangene Woche in der Pressekonferenz nach dem Spiel Hertha-Trainer Ante Čović gegeben, als er sagte: “Ich will jetzt nicht böse klingen, aber wenn wir kurz auf die Tabelle schauen, dann sind wir immer noch vor Union. Ohne bösartig zu klingen dabei.” Ein Satz, der in beiden Fanlagern für mehr als nur eine krause Stirn gesorgt hat und tatsächlich schlecht alterte. Vor allem sorgte er jetzt für dieses schöne Bild.

Fans des 1. FC Union feiern den Sieg über Mainz 05, Foto: Matze Koch

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Wie kann ein fairer Wettbewerb in der Bundesliga wieder garantiert werden?

“Auswärtssieg! Auswärtssieg! Auswärtssieg!” Das wäre heute eigentlich alles, was ich mir vom Auftritt beim 1. FSV Mainz 05 wünsche. Wieder ein erstes Mal. Der erste Auswärtssieg in der Bundesliga. Wobei mir gar nicht der historische Aspekt wichtig ist, sondern vor allem die 3 Punkte. Die würden dafür sorgen, dass Union zu Hause nicht so unter Druck ist, Punkte zu holen. Und sie wären ein perfekter Abschluss vor der Länderspielpause, in der ein letztes Mal Luft geholt wird vor Weihnachten.

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Das Weihnachtssingen bei Union wird zur Lotterie

Union hat gestern mitgeteilt, dass die Karten für das Weihnachtssingen erstmals verlost werden (es gibt dazu noch ein Kontingent an Karten für die offiziellen Fanklubs). Jedes Vereinsmitglied hat die Möglichkeit, an der Verlosung teilzunehmen und bei Gewinn eine Karte für sich gratis zu erhalten. Zusätzlich besteht noch die Option, bei Gewinn eine zweite Karte für 5 Euro zu kaufen. Das ist auf jeden Fall eine Möglichkeit, dass niemand alleine zum Weihnachtssingen gehen muss. Restkarten gibt es ab 18.11. im Ticket-Zweitmarkt.

Mitteilung des 1. FC Union zur Verlosung der Tickets für das Weihnachtssingen

Mitteilung zur Verlosung der Tickets für das Weihnachtssingen, Screenshot: 1. FC Union Berlin

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Rafal Gikiewicz: “Wir haben besser als Hertha gespielt. Hertha hatte keinen Plan”

Wenn wir die letzten Tage nach dem Berliner Derby mal mit ein etwas Abstand betrachten, nehmen wir sicher einiges mit, was abseits von Regelbrüchen vor, während und nach dem Spiel und dem aus meiner Sicht kriminellen Abschießen von Leuchtspurgeschossen auf Menschen aus dem Gästeblock durchaus neu ist. Es fängt mit der Aufmerksamkeit an, mit der so ein Spiel betrachtet wird. Das haben wir mit einer positiven Erzählung beim 3:1 über Dortmund erlebt und nun mit einem für Union negativen Narrativ nach dem Derby-Sieg über Hertha (ich singe übrigens bei der Arbeit immer noch “Stadtmeister, Stadtmeister, Berlins Nummer 1” vor mich hin). Für mich stellt sich ein bisschen die Frage: Wie geht man eigentlich damit um?

Medienberichterstattung nach dem Berliner Derby

Medienberichterstattung nach dem Berliner Derby, Foto via @rudelbildung

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Wir hätten die Größten sein können, haben uns aber selbst kleiner gemacht

Das kleine Kind auf dem Arm. Die andere Hand zur Faust geballt. So standen wir an der Anzeigetafel da, als die Mannschaft vor der Waldseite zusammenkam. “Stadtmeister, Stadtmeister, Berlins Nummer 1”, singen wir. In dem Moment ist fast alles wieder in Ordnung gewesen.

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Lieber eine Rivalität zwischen Hertha und Union als jemals wieder eine Mauer in Berlin

Als ich gestern hier im Blog den “State of the Union” gelesen habe, traf das distanzierte Schreiben über das Derby überhaupt nicht mein Empfinden. Denn auch wenn durch die vielen Spiele zuvor und ein gewisses Schweigen über den Einbruch in einen Container der Ultras von Union es nun nicht zu einer langen spannungsvollen Erwartung der Partie kam, so war ich doch gestern bereits angezündet. Als mir ein Kollege bei der Arbeit erzählte, dass er auch zum Spiel gehen würde und dieses Shirt tragen würde, dass es vor eineinhalb Jahren im Abstiegskampf gab, zog ich nur meinen Sweater hoch und zeigte ihm die von “Gib niemals auf und glaub an dich” umrahmte Faust.

"Gib niemals auf und glaub an dich", das T-Shirt aus dem Abstiegskampf 2018

“Gib niemals auf und glaub an dich”, das T-Shirt aus dem Abstiegskampf 2018, Foto: Sebastian Fiebrig

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Die Eiserne Hilfe widerspricht massiv der Darstellung der Freiburger Polizei

Die Berichterstattung vor dem Derby stockt etwas. Nicht etwa, weil alle Geschichten schon erzählt sind, sondern weil einfach genug aktuell passiert. Hertha gewinnt im Pokal in einem Herzschlagspiel gegen Dynamo Dresden erst im Elfmeterschießen (Kicker). Union hatte dagegen zwar Reisestrapazen, aber musste dafür nicht in die Verlängerung beim Sieg in Freiburg. Dafür beschäftigt der Stimmungsboykott der Ultras und der vorausgegangene Polizei-Einsatz aber noch die Gemüter. Die Freiburger Polizei veröffentlichte in einer Mitteilung ihre Sicht der Dinge:

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Sebastian Polter könnte im Pokal gegen Freiburg von Beginn an spielen

Heute Abend um 18.30 Uhr spielt Union wieder und zwar in Freiburg in der zweiten DFB-Pokalrunde. Ich möchte mich nicht an Spekulationen beteiligen, ob es ein Vorteil oder Nachteil sei, dass Union erst vor eineinhalb Wochen gegen den Sportclub in der Liga gewonnen hat. Die Partie wird etwas anders sein. Erstens weil sie nicht unentschieden ausgehen kann und zweitens weil beide Teams etwas anders aussehen werden. Die Berliner Medien gehen von einer kleinen Rotation bei Urs Fischers Team aus. So sind Kapitän Christopher Trimmel (Knie) und Felix Kroos (Schienbein) angeschlagen, konnten aber trainieren. Schon möglich, dass der Trainer hier mit Blick auf das Bundesliga-Spiel am Samstagabend Pausen verordnet. Ebenfalls allenthalben angenommen wird ein Wechsel im Angriff von Sebastian Andersson auf Sebastian Polter.

Sebastian Polter und Julian Ryerson (beide 1. FC Union Berlin) könnten gegen den SC Freiburg in die Mannschaft rotieren

Sebastian Polter und Julian Ryerson könnten gegen den SC Freiburg in die Mannschaft rotieren, Foto: 1. FC Union Berlin

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Bayern hat mehr Bundesliga-Gegentore kassiert als Union und noch mehr sinnlose Vergleiche

Manchmal möchte ich mir mit der flachen Hand auf die Stirn schlagen, wenn ich besonders schlimmen Unsinn sehe. So wie gestern, als mir diese Infografik des FC Bayern in die Timeline gespült wurde. Was ist das denn für ein hanebüchener Unsinn? Mal davon abgesehen, dass da Team-Vergleich steht, es aber eher ein Vereinsvergleich ist. Und beachten wir mal nicht die Balken, die wirklich null Aussagekraft haben, aber trotzdem drei Farben haben und unterschiedlich lang sind. Aber wie um Himmels Willen kommt auf diese Werte zum Vergleich? Umgekehrt könnte ich auch eine Grafik mit der Anzahl der DDR-Oberliga-Spielzeiten und Tore des FC Bayern machen. Naheliegend wäre gewesen, einfach mal die Werte aus der laufenden Saison zu nehmen. Aber was wissen wir schon …

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