Geisterspiele pur: Union wird keine Fans simulieren

Die Bild (Bezahl-Link) berichtet von einem “Covid-19 Organisations-Rundschreiben Sonderspielbetrieb” der DFL an die Clubs, in dem Dinge wie Torjubel ohne großartigen Körperkontakt (mit Fuß oder Ellenbogen ist okay) empfohlen wird. Außerdem wird geklärt, wer eine Maske tragen soll und wer nicht. Ersatzspieler auf der Bank sollen eine tragen, beim Aufwärmen aber nicht. Der interessante Punkt betrifft das Thema Zuschauerränge. Der akustischen Simulation von Stadion-Atmosphäre oder Träumen von irgendwelchen Start-ups, man könne per App aus dem heimischen Wohnzimmer Buh-Rufe oder Jubel ins Stadion schicken erteilt die DFL eine Absage. Pappfiguren oder Banner hingegen sind erlaubt.

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Etwas als Präsident verkaufen, das man als Fan ablehnt

Union-Präsident Dirk Zingler stand gestern im Mediengespräch vor der Herausforderung, etwas verkaufen zu müssen, was ihn eigentlich innerlich zerreißen muss. Denn als Präsident des 1. FC Union mit der Verantwortung für die Mitarbeiter und Strukturen des Vereins muss er Bundesligaspiele ohne Zuschauer gut finden. Das sagte er auch. So gibt es beispielsweise jetzt die Möglichkeit den durch Kurzarbeit erzwungenen Gehaltsverzicht bei den Mitarbeitern durch Aufstockungen auszugleichen. Die erste Rate der noch offenen 10 Millionen Euro von den Fernsehgeldern sei gezahlt worden. Außerdem würden keine Mitarbeiter entlassen werden. Gleichzeitig dürften Geisterspiele nichts mit dem Fußball zu tun haben, der Dirk Zingler zum Fan gemacht hat.

Pressekonferenz zum Bundesliga-Neustart mit Präsident Dirk Zingler am 07.05. 2020, Foto: Matze Koch

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Heute spricht Christopher Lenz über seinen Job als Kabinen-DJ

Eigentlich war bis gestern Mittag alles super bei Hertha. Wegen des Investors gibt es keine immensen Finanzsorgen in der Coronakrise und von den wirklich katastrophalen Ereignissen dieser Saison sprach auch niemand mehr. Derbyniederlage. Der Pyro-Beschuss in der Alten Försterei. Diese ganze Mauerfallgeschichte als Marketing. Die Verpflichtung von Ante Covic. Und von Jürgen Klinsmann. Die USA-Reise in der kürzesten Winterpause inklusive Yachtbesuch beim Investor. Das Tagebuch von Jürgen Klinsmann. Alexander Nouri als Trainer. Und das Theater um Salomon Kalou unter Klinsmann. All das war durch die Coronakrise vergessen und an den bei Hertha dafür Verantwortlichen schien nichts kleben zu bleiben. Bis gestern Mittag Salomon Kalou dachte: “Hold my beer” und dieses Live-Video auf Facebook startete:

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Die Union-Theaterstücke passen in der Coronakrise noch mehr als sonst

Als ich gestern auf der Sportschau-Seite vorbei schaute, um mir das Tor des Jahres von Marcel Hartel anzuschauen, hörte ich den Kommentator beim Treffer sagen: “Ja hat denn der die Pfanne heiß!” Ich weiß gar nicht mehr, ab wann die Reise unseres Teams “Pfanne heiß” in der Aufstiegssaison richtig los ging. Aber das Tor wäre ein großartiger Start gewesen. Ihr könnt es bei der Sportschau zum “Tor des Jahrzehnts” wählen. Kann schon sein, dass Mario Götzes Treffer im WM-Finale 2014 wegen der Bedeutung des Tores gewählt wird, oder der Fallrückzieher aus gefühlt 40 Metern von Zlatan Ibrahimovic. Aber keins dieser 10 Tore löst so viel bei mir aus wie das Tor von Marcel Hartel gegen den 1. FC Köln.

MArcel Hartel Tor des Jahres Köln

Marcel Hartel bei seinem Fallrückzieher zum 1:0 für den 1. FC Union gegen Köln, das zum Tor des Jahres 2019 gewählt wurde, Foto: Michael Hundt/Matze Koch

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Mit Rafal Gikiewicz und Sebastian Polter verliert Union zwei Identifikationsfiguren, aber das ist auch eine Chance für andere im Team

Der Weggang von Rafal Gikiewicz im Sommer beschäftigt uns alle und auch die Berliner Medien noch, die heute noch einmal auf die Zeit des Keepers bei Union zurückschauen. Ich bekomme beispielsweise immer noch Gänsehaut bei diesem Tor.

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“Alles Gute, Euer Giki”

“Es gibt Dinge, wo du sagst: ‘Das kann passieren und ich hoffe, dass es nicht passiert”, sagte Steffi gestern bei Radioeins, als sie dort über den Weggang von Rafal Gikiewicz im Sommer sprach. Zuvor hatte der Verein eine Mitteilung verschickt, dass man finanziell bei einem neuen Vertrag nicht zusammengekommen sei. Und auch Rafal Gikiewicz hat sich zeitgleich auf Twitter und Instagram geäußert.

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Das Verkehrskonzept für den Stadionausbau verzögert sich

Der Stadionausbau zieht sich hin. Nun berichtet die Bild (Bezahl-Link), dass das überarbeitete Verkehrskonzept erst in der zweiten Juni-Hälfte fertig werden würde. Das wäre zwar ein Meilenstein, hängt doch daran so viel. Aber es ist eben noch nicht gut damit. Das muss geprüft und diskutiert werden. Danach kommen noch andere Gutachten, bevor es das Planungsrecht gibt.

Modell des Stadions an der Alten Försterei nach dem Ausbau, Foto: 1. FC Union Berlin

Modell des Stadions an der Alten Försterei nach dem Ausbau, Foto: 1. FC Union Berlin

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Zeigt eure Union-Masken!

Als ich kürzlich im Supermarkt einkaufen war, hielt mich ein Mann an, zeigte auf den rot-weißen Schal auf meiner Maske und fragte: “Dit is doch hoffentlich Union!” Ich lächelte (was niemand mehr sehen kann) und zeigte auf die Seite, auf der #WartenaufUnion steht. Mit diesem Beweis war er sehr zufrieden und ich durfte passieren.

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Union hat die Lizenz für die nächste Saison, aber die ist nicht so viel wert wie sonst

Union gab gestern via Vereinsmitteilung bekannt, dass der Club für die Profimannschaft die Lizenz für die Bundesliga oder Zweite Liga erhalten hat. Extra auf Twitter oder Facebook hat der Verein das bis jetzt nicht mitgeteilt. Vielleicht wurde es vergessen oder es ist einfach ein Zeichen dafür, dass die Lizenz dieses Jahr nicht dasselbe bedeutet wie in der Vergangenheit. Das spürt man schon an der übergenauen Formulierung: “Die Lizenzen für die Bundesliga und die 2. Bundesliga wurden ohne Bedingungen und ohne vereinsspezifische Auflagen erteilt.” Denn wenn es keine vereinsspezifischen Auflagen gibt, dann doch welche, die für die gesamte Liga gelten.

Oskar Kosche ist als Geschäftsführer Lizenzierung beim 1. FC Union für die Bundesliga-Lizenz zuständig, Foto: Matze Koch

Oskar Kosche ist als Geschäftsführer Lizenzierung beim 1. FC Union für die Bundesliga-Lizenz zuständig, Foto: Matze Koch

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Dirk Zingler bezeichnet Geisterspiele als bestmögliche unter schlechten Optionen

Am frühen Freitagabend trudelten bei uns allen Mails des 1. FC Union Berlin ein mit dem Betreff “Interview mit Dirk Zingler zur Diskussion um die Wiederaufnahme der Saison”. Es war nun das zweite Mal, dass der Union-Präsident Entscheidungen begründete und zu Diskussionen Stellung nahm. Dadurch, dass Pressesprecher Christian Arbeit Stichworte sagte, wirkte es allerdings nicht wie eine Ansprache an die Union-Nation, auch wenn es im Endeffekt genau das ist. Ich bin ehrlich gesagt ganz froh, dass wir zumindest dieses Statement ungefiltert bekommen, um uns selbst eine Meinung bilden zu können. Medien wird dadurch nicht die Chance genommen, es selbst einzuordnen. Was fehlt, aber vielleicht ist das auch gerade nicht die Zeit dafür, sind Fragen von Unionerinnen und Unionern oder meinetwegen auch von Medienvertretern. Es ist quasi Statement pur und wir müssen damit leben.

Gespräch mit Sicherheitsabstand: Union-Präsident Dirk Zingler und Pressesprecher Christian Arbeit

Gespräch mit Sicherheitsabstand: Union-Präsident Dirk Zingler und Pressesprecher Christian Arbeit, Screenshot: AFTV

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