Union ist eine Chance für Marcus Ingvartsen und umgekehrt auch

Heute geht es vor allem um den aus Union-Perspektive unbekannteren der vier Stürmer: Marcus Ingvartsen steht noch etwas im Schatten von Sebastian Polter und Sebastian Andersson und auch von Anthony Ujah. Das liegt aber weniger am Dänen selbst, sondern daran, dass er außerhalb Deutschlands bei Genk oder zuvor in Dänemark gespielt hat. Durchweg alle Berliner Medien und der Kicker skizzieren den bisherigen Karriereverlauf von Ingvartsen, der eine sehr enttäuschende Saison fast ohne Einsätze hinter sich hat. Ich bin gespannt, wie sich der Angreifer durchsetzt und ob er wirklich der Schlüssel sein kann für einen echten Zwei-Stürmer-Angriff. Das ist durchaus möglich, wenn wir dazu betrachten, dass Union schnelle Flügelspieler geholt hat, die tatsächlich nicht zeitig Richtung Zentrum ziehen.

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Trainingslager 🔴⚪️ @1.fcunion

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Christian Gentner kann Unions Wandel zu einem Bundesliga-Team begleiten

Im Trainingslager haben die Reporter vor allem erst einmal die Möglichkeit genutzt, um mit Christian Gentner zu sprechen. Der 34-Jährige ist sportlich für das zentrale defensive  Mittelfeld vorgesehen. Viel spannender aber ist natürlich gerade beim jetzigen Stand der Vorbereitung die Frage, welche Rolle der Zugang vom VfB Stuttgart einnehmen wird und soll. Und was das betrifft, hält sich Gentner, der nur einen Einjahresvertrag bei Union unterschrieben hat, zurück. Er sagt in den Berliner Medien: “Mein erster Eindruck ist, dass die Jungs um Christopher Trimmel, Michael Parensen, Manuel Schmiedebach oder Sebastian Polter den Laden sehr gut im Griff haben und die Gruppe absolut funktioniert.” Und natürlich muss er solche Sachen sagen, dass er Erfahrung an jüngere Spieler weitergeben möchte. Das ist die übliche blumige Sprache der Vorbereitung, die frisch verpflichtete, gestandene Profis sprechen.

Christian Gentner bei der Mannschaftsvorstellung, Foto: Matze Koch

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Keine Pause: Union arbeitet schon an der Kader-Verkleinerung

Union ist gestern in Österreich im Trainingslager angekommen. Allerdings waren doch ein paar Plätze frei geblieben, wie auch der Verein kurz auf der Website über den Anreisetag schrieb. Suleiman Abdullahi muss in Berlin noch Behördengänge erledigen (Kurier) und Lennard Maloney und Cihan Kahraman sind in Deutschland geblieben, weil die Suche nach einem Klub, bei dem sie Spielpraxis sammeln können, Priorität hat. Ich wäre enttäuscht, wenn das jeweils wieder nur ein Viertligist wird und hoffe insgeheim bei Kahraman nach seinem Jahr bei Union Fürstenwalde auf einen Drittligisten und bei Maloney auf einen Zweitligisten. Aber leicht wird das sicherlich nicht und im Zweifel geht Spielpraxis vor Ligazugehörigkeit. Uns bringt das ganze natürlich immer wieder zur Frage, wie wettbewerbsfähig Unions Nachwuchsarbeit beim Übergang vom Junioren zum Männerbereich wirklich ist.

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Urs Fischers Auftrag: Aus dem Kader eine Mannschaft formen

Ich bin wahnsinnig froh, dass die Mannschaft nun noch einmal richtig ins Trainingslager fährt. Denn durch die 10 Tage in Österreich haben wir die Chance, wirklich jeden Spieler kennenzulernen. Also Gesicht dem Namen zuordnen. Denn ich saß am Wochenende in der Uckermark vor dem Mannschaftsfoto und hätte nicht von jedem Spieler den Namen sagen können. Ich bin sehr gespannt auf die Geschichten, die von den Union-Reportern der Berliner Zeitungen aufgeschrieben werden. Im Gegensatz zu Suleiman Abdullahi sind Matze Koch und Mathias Bunkus zwei Reporter schon in Österreich, die Union auch durch tiefere Ligen begleitet haben. Abdullahi kommt wohl am Dienstag oder Mittwoch nach Österreich, schreibt die Bild.

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Marvin Friedrich fehlt schon in Augsburg, aber noch ist er nicht bei Union

Ich gebe zu, dass ich ein bisschen gehofft hatte, dass das Thema Marvin Friedrich bereits am Montag geklärt ist. Der Kicker hatte geschrieben, dass sich Augsburg von seiner Mondforderung einer Ablöse von 4 Millionen Euro entfernt habe und Union zuletzt 1,8 Millionen Euro Ablöse inklusive Bonuszahlungen von bis zu 700.000 Euro geboten habe. Dann kam dieses Bild vom Trainingsauftakt des FC Augsburg, auf dem wir Marvin Friedrich nicht erkennen konnten. Dass der Innenverteidiger nicht das Foto gemacht hatte und deshalb nicht zu sehen war, stellte FCA-Manager Stefan Reuter später klar, als er der Augsburger Allgemeinen Zeitung sagte: “Wir haben gesagt dass er nicht da sein muss wenn die Gespräche so weit fortgeschritten sind. Jetzt warten wir mal die nächsten Stunden und Tage ab. Wir sind in sehr guten Gesprächen.”

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Urs Fischer hat im Trainingslager noch mehr Union-Fankultur kennenlernen dürfen

Das Trainingslager in Spanien ist vorbei. Und natürlich bleibt die Frage: Was hat es gebracht? Da gibt es einige Punkte. Einige vorher verletzte Spieler haben wieder Spielminuten sammeln können (Grischa Prömel, Marc Torrejon, Fabian Schönheim und Winterzugang Nicolai Rapp). Allerdings hat sich mit Joshua Mees ein Spieler auf der Linksaußen-Position verletzt, auf der Union im Winter mit Kenny Prince Redondo und Simon Hedlund zwei Profis abgegeben hat. Ich bin tatsächlich gespannt, wie der Heilungsprozess hier verläuft und ob Union doch noch jemanden nachverpflichtet.

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Unions Fanwachstum: Sind Touristen und rot-weiße Anglerhüte wirklich ein Problem?

Ich war gestern sehr gespannt auf den Text von 11Freunde über eine möglicherweise sich wandelnde Fankultur im Stadion an der Alten Försterei durch das Fanwachstum in den vergangenen Jahren. Und ein bisschen regte der Artikel auch zu Diskussionen an. Leider verliert er sich sehr schnell selbst in Belanglosigkeiten und will gleich noch die komplette sportliche Situation mit beschreiben, weshalb da alles und damit vor allem nichts mit Tiefgang drin steht. Kein Zitat eines Fans oder vom Verein zum möglichen Wandel durch neue Fans oder Touristen. Stattdessen die lange Anekdote von einem englischsprachigen Pärchen, das Hamburger zur Boulette sagte.

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Urs Fischer gehen in der Vorbereitung die Innenverteidiger aus

Das Testspiel zum Ende des Trainingslagers hat Union mit 2:1 gegen Norwich City gewonnen (Tore durch Kenny Prince Redondo und Eigentor nach Einwurf; Spielberichte hier: Morgenpost, Kurier, BZ). Was ich daraus mitnehme, ohne das Spiel live gesehen zu haben? Wenig. Vielleicht, dass Christopher Lenz ernsthaft auf rechts das Backup von Christopher Trimmel bilden soll. Denn dort kam der eigentliche Linksverteidiger erneut zum Einsatz, als Trimmel nach 66 Minuten ausgewechselt wurde. Was ein bisschen wie eine Degradierung wirkt, dürfte Lenz in Wirklichkeit aber einen sicheren Kaderplatz einbringen und Peter Kurzweg die Tribüne. Jedenfalls, wenn das so im Ligaalltag bleibt. Denn mit Lenz auf der Bank hat der Trainer eine Alternative um sowohl auf der Linksverteidigerposition als auch auf rechts zu reagieren. Diese fehlende Flexibilität ist Peter Kurzweg schon in der vergangenen Saison manchmal zum Verhängnis geworden, wenn es um die Entscheidung Spieltagskader oder Tribüne ging.

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Nein, bei Union sind die Dauerkarten nicht am teuersten

Das Trainingslager in Marienfeld geht langsam zu Ende, doch zunächst gibt es endlich wieder ein richtiges Testspiel. Um 18 Uhr wird in Delbrück gegen Norwich City getestet. Das und am Samstag der Test gegen Bordeaux werden zeigen, wie weit Union in der Vorbereitung schon gekommen ist. Heute Abend mit dabei ist auch Testspieler Haji Wright (BZ).

Probespieler Haji Amir Wright, Foto: Michael Hundt/Matze Koch

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Wenn die Polizei den Plan für die Saisonvorbereitung durcheinander bringt

Eigentlich wollte Union gestern gegen Twente Enschede testen, doch die Polizei sagte das ab, weil aus ihrer Sicht Sicherheitsbedenken bestanden hätten. Manager Oliver Ruhnert ärgerte sich über die Art und Weise, wie die Polizei hier agierte, die sich nicht einmal die Mühe machte, mit Union eine Lösung zu finden: “Ich empfinde das als Unart, diese Thematik einfach so zu entscheiden. Man muss erwarten dürfen, dass im Vorfeld solcher Spiele dann auch mit den Sicherheitsbeauftragten und den Vereinen direkt kommuniziert wird, um eine Möglichkeit zu finden, wie man diese Spiele stattfinden lassen kann.” (Vereinsmitteilung) Auch die Berliner Medien berichten darüber und über das Testspiel Union gegen Union (2:0 für Union), das stattdessen stattfand.

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