“Mit Urs an deiner Seite wirst du niemals untergehen”

Als Unions Trainer Urs Fischer und Sportdirektor Oliver Ruhnert vor zwei Wochen darüber gesprochen haben, den Vertrag des Trainers gern über die laufende Saison hinaus verlängern zu wollen … war das schon längst geschehen (Vereinsmitteilung).

Urs Fischer 1. FC Union

Trainer Urs Fischer bleibt planmäßig bis mindestens 2021 bei Union, Photo: Matze Koch

Weiterlesen

Rafal Gikiewicz über Frust: “Wir müssen das aushalten.”

Ich kann mir förmlich vorstellen, wie Rafal Gikiewicz vor den Reportern stand und sich über die Niederlage in Leverkusen und auch die zuvor gegen Bremen echauffiert hat (Berliner Zeitung/Kurier). Vielleicht mit den Armen gestikulierend, wie wir das häufig nach Spielen sehen, wenn Torwarttrainer Michael Gspurning zum Keeper geht und sich nach Niederlagen erst einmal durch einen Schwall Wörter durchschwimmen muss, bis er beim Torhüter ankommt. Gikiewicz nervt das Hinterherlaufen, das Nicht-in-die-Zweikämpfe-kommen. Vor allem das hat uns ja beim Zuschauen in den ersten 20 bis 30 Minuten so sehr das Gefühl gegeben, Union hätte gar keine Chance. Bei allem Frust, der raus muss, finde ich vor allem den Punkt zur Frustrationstoleranz wichtig, über den Rafal Gikiewicz sagt: “Das ist das Lieblingswort von Freiburg-Trainer Christian Streich. Wir müssen das aushalten und weiter arbeiten, uns nicht runterziehen lassen.” Das gilt nicht nur für die Mannschaft. Das gilt für uns alle.

Torwart Rafal Gikiewicz redet nach dem Spiel auf Torwarttrainer Michael Gspurning ein, Foto: Matze Koch

Weiterlesen

Platzverweise waren mit “Alles auf Rot” nicht gemeint

Das Thema “3 Platzverweise für Union in nur 5 Spielen” beschäftigt die Berliner Medien. Dabei ist allerdings sehr interessant zu beobachten, wie unterschiedlich jeweils die Schwerpunkte gelegt werden. Anlass ist natürlich die Rote Karte gegen Sebastian Polter beim 0:2 gegen Leverkusen. Dabei überhöht die Berliner Zeitung das Foulspiel an Julian Baumgartlinger zu dem spielentscheidenden Moment am Sonnabend. Angesichts der Harmlosigkeit von Union in der Offensive an diesem Tag ist mir das etwas zu hoch gegriffen. Im Zweifelsfall hat die Rote Karte vor allem dazu geführt, das nichts mehr herumgerissen wurde. Will heißen, schlechter ist es dadurch nicht geworden. Nur eben auch nicht besser.

Sebastian Polter spricht mit Schiedsrichter Robert Hartmann, nachdem dieser ihm die Rote Karte gezeigt hat, Foto: Matze Koch

Weiterlesen

Was Keven Schlotterbeck von Neven Subotic lernt

Ich lasse die Champions League seit einiger Zeit links liegen. Nicht aus prinzipiellen Gründen, sondern weil ich etwas gelangweilt davon bin, dass die immer gleichen Klubs aufeinander treffen und eine Paarung wie Bayern gegen Arsenal gefühlt häufiger vorkommt als die von Schalke gegen Dortmund. Und die Reform mit mehr festen Startplätzen für geldkräftige Verbände hat das aus meiner Sicht noch verschärft. Selbst zur Gegnerbeobachtung habe ich gestern Abend nicht geschaut. Dabei hat Leverkusen bei der 1:2-Niederlage gezeigt (Kicker-Spielbericht), dass sie nicht nur durch Dortmund verwundbar sind, sondern sich durch Abwehrschnitzer auch gegen Lokomotive Moskau in Bedrängnis bringen. Ich bin gespannt, ob Urs Fischers Herangehensweise ähnlich wie gegen Dortmund sein wird. Er könnte (aber wird es sicher nicht) heute um 12.30 Uhr auf der Pressekonferenz verraten (live auf AFTV).

Weiterlesen

Daniel Mesenhöler kann sich für seine gute Leistung im Pokal nichts kaufen

Da hat der Kurier heute eine wirklich berührende Überschrift für seinen Text über Daniel Mesenhöler gewählt: “Das war wohl mein letztes Spiel für Union …” Der Keeper, der das Rennen um den Stammplatz im Tor knapp gegen Jakob Busk verlor, sagte diesen Satz nach dem Ausscheiden im Pokal gegen Leverkusen. Jens Keller hatte dieses Jahr von Beginn an klargestellt, dass der Keeper, der nicht in der Liga Stammtorhüter wird, dafür im Pokal zwischen den Pfosten stehen wird. Mit dem 1:4 am Dienstag ist diese Stammplatzgarantie abgelaufen. Sollte sich Jakob Busk nicht verletzen oder andere Umstände eintreten, dürfte Daniel Mesenhöler recht haben. Es war sein letztes Spiel für Union. Denn sein Vertrag läuft im Sommer 2018 aus und er ist zu gut, um als zweiter Keeper zu bleiben.

Weiterlesen

Ein Ergebnis, das nicht die Wahrheit vom Spiel erzählt

Union verliert 1:4 in Leverkusen. Und ich muss ehrlich zugeben, dass mich das Ergebnis aufregt. Nicht weil Union verloren hat. Aber mich nerven die zwei Tore zum Schluss, als der Schiedsrichter einen unberechtigten Elfmeter pfiff und auch noch durch einen direkten Freistoß das vierte Tor fiel. Weil diese beiden Tore zu diesem Zeitpunkt nicht gepasst haben. Und ich möchte auch nichts davon hören, dass Union vielleicht die Cleverness und Coolness gefehlt hat, die Leverkusen gezeigt hat.

Weiterlesen

Der Abstand ist kleiner geworden

Vor ziemlich genau 14 Jahren stand ich hinter dem Zuckertor im Stadion an der Alten Försterei und sah Union gegen Leverkusen im DFB Pokal spielen. Wir waren beeindruckt und Leverkusen stand damals auf Platz 1 der Bundesliga. Bei Union spielten Baumgart und Ristic, im Tor hatte Robert Wulnikowski gerade Sven Beuckert als Stammkraft abgelöst.

Weiterlesen

Pokalabend ohne Kater

An das Pokalspiel, das für Union heute Abend in Leverkusen ansteht, hat wohl kaum jemand in den letzten Wochen allzu viele Gedanken verschwendet. Außer vielleicht den Spielern, für die es eine Chance ist, sich zu zeigen. Ansonsten ist Leverkusen keine so große Bühne wie Dortmund im letzten Jahr, stellt aber auch bessere Mittel gegen den Kater zur Verfügung, mit dem Union damals gegen Düsseldorf verlor.

Weiterlesen

Ich bin noch nicht mit Freuen fertig und jetzt geht es schon gegen Leverkusen

Mir geht das alles zu schnell. Ich bin noch nicht einmal mit dem Freuen über den Sieg gegen Fürth fertig und schon soll ich Vorfreude auf das Pokalspiel in Leverkusen empfinden. Da bin ich ernsthaft unflexibel. Aber es hilft auch nichts. Schon um 11 Uhr gibt es heute die Pressekonferenz mit Jens Keller zu der Partie:

Weiterlesen