Ein letztes Mal dieses Jahr: Auf geht’s Union, kämpfen und siegen

“Auf geht’s Union, kämpfen und siegen!” Mehr möchte ich heute zum Spiel gegen Düsseldorf nicht sagen. Denn allen ist klar, dass es heute einfach nur darum geht, ein letztes Mal die Arschbacken zusammenzukneifen. Ich werde vor dem Fernseher sitzen oder stehen (das hängt vom Spielverlauf ab), schreien und fluchen. Entspannen, Weihnachtslieder singen und einen Rückblick auf dieses Jahr können wir ab morgen. Vorher ist noch einmal Kampf angesagt.

Rafal Gikiewicz dirigiert seine Vorderleute, Foto: Matze Koch

Das sind die Vorberichte der Berliner Medien:

Neue Podcast-Episode der Alten Podcasterei

Gestern hat die Alte Podcasterei eine neue Episode perfekt passend für die Auswärtsfahrt nach Düsseldorf herausgebracht. Es geht noch um das Spiel gegen Hoffenheim und wir bekommen wieder das volle Programm mit O-Tönen aus dem Block und viel starker Meinung zum Spiel. Ich fand es interessant, wie das Thema “Neue Capos” diskutiert wurde. Denn hier scheinen sich sehr unterschiedliche Wege zu zeigen, wie sich Menschen auf der Waldseite motivieren lassen. Die einen wollen angemeckert und die anderen positiv motiviert werden. Das ist eventuell ein bisschen verwirrend, wenn die Art der Ansprache wechselt. Ich bin gespannt wie das im Rest der Saison so weiter geht. Außerdem geht es in der Episode auch noch einmal um die Frage, warum gegen Hoffenheim nicht protestiert wurde.

Was gehört eigentlich in eine Halbzeitpause bei Union?

Auf fcub.de gibt es einerseits auch noch den Spielbericht zu Hoffenheim, der mangels vieler diskutabler Situationen aus dem Spiel sehr viel über die Geschichte des Vereins aus Hoffenheim erzählt. Weiter hinten im Text gibt es einen Diskussionsbeitrag dazu, ob das Totengedenken in der Halbzeitpause sein muss oder uns nur abstumpft? Und wie das mit Schwerkranken sei. Prinzipiell stellt sich die Frage, ob die Halbzeitpause der passende Ort dafür ist.

Stadionsprecher Christian Arbeit liest in der Halbzeitpause Nachrichten von Unionern vor Foto: Matze Koch

Ich verstehe die Diskussion, teile aber nicht die Meinung dazu, denn ich finde, dass es ein bisschen verkürzt, wenn wir nur über Totengedenken oder Schwerkranke sprechen. Für mich ist die Halbzeitpause der Ort, in dem wir nicht nur Abschied nehmen, sondern auch Grüße hören. In dem das Leben gefeiert wird mit Hochzeiten, Geburten und Geburtstagen von Unionerinnen und Unionern, die das mögen und denen das ein Anliegen ist, andere mit diesen Grüßen zu beschenken.

Und wie bei fcub.de steht, gehört zum Leben immer auch der Tod dazu. Und deswegen empfinde ich das auch als vollkommen richtig, wenn das Mitgliedern und Fans wichtig ist, dass sie ihr Schicksal nicht nur publik machen können, sondern auch Mitgefühl aus der Unionfamilie bekommen. Der Applaus als Umarmung und das Gefühl, in solchen Momenten ebensowenig alleine zu sein, wie in solchen, in denen es was zu feiern gibt. Ich verstehe aber auch jede Person, die dazu ein anderes Gefühl hat.

Etwas Lektüre zum Thema Trauer und Fußball gibt es beim gleichnamigen Projekt. Und etwas von Stadionsprecher Christian Arbeit zu dem Thema im Podcast “The End”.

11 Gedanken zu „Ein letztes Mal dieses Jahr: Auf geht’s Union, kämpfen und siegen

  1. Genau richtig, deine Einschätzung zum Thema Gedenken und Würdigen von Unionern in der Halbzeitpause. Ich mag mir die Alte Försterei nicht vorstellen, mit der Halbzeitbeschallung anderer Stadien. Wir sind eine Familie.
    Auf ein schönes Spiel bei den Fortunen, hoffentlich drei Punkte. EISERN UNION u.n.v.E.U. 🏐

  2. Auf geht’s: Punkte eintüten und ab in die Pause.

    (kleiner Hinweis: im Layout des Blogposts schein etwas “verstellt” zu sein: das Bild im Kopfbereich der Seite zeigt nicht den gewohnten Hintergrund)

  3. Ich fand die Grüße in der Halbzeitpause irgendwie immer schon deplaziert unabhängig davon, ob es sich dabei um Geburtstags-/ Hochzeitsgrüße, Todesmeldungen oder Kopf-Hoch-du-schaffst-das-Meldungen handelte.

    Ich persönlich bin dann mit dem Quatschen mit dem Nebenmann, dem Lesen des Programmhefts, Bier holen, Bier wegtragen usw. beschäftigt. Da erfreue ich mich an Wummes Musik und spitze die Ohren noch für wichtige Infos.

    Aber die oben genannten Durchsagen stören mich dabei zumeist und wirken auf mich wie ein Fremdkörper.

  4. Eure Prognosequalitäten sind allerdings eher bescheiden… Die Pfanne wurde eingerollt, als es gerade erst spannend wurde. Jetzt 1 Punkt statt 9 möglichen bzw. 6 hier avisierten…

  5. Bescheidenes Wochenende, aber positiv in die Zukunft schauen, der nåchste Gegner sind die Dosen. Und Tabellenführer können wir ja.

  6. als ewiger (zweck-)pessimist hatte ich es geahnt.
    und wie immer natürlich gehofft, es würde ganz anders kommen.
    mit einem punkt wäre ich heute glücklich geworden.

    doch dann…fuck!!! – das WIE dieser niederlage, das ist mir heute schon heftig an die nieren gegangen und im laufe des abends schwer lastend gen magen gewandert…

    bescheidene erste, prima zweite halbzeit von den jungs.
    man hat gesehen, dass sie den sieg wollten.
    hoffentlich kann die mannschaft das rasch “aus den kleidern schütteln”.

    manchmal ist fußball einfach riesengroßes, mieses, fieses arschloch!

    allen unionern eiserne grüße und ein friedliches fest.
    eisern!

  7. Die Grüße und Todesmeldungen – so traurig sie sind – sollten auf alle Fälle beibehalten werden! Sehr bewegend, sehr verbindend. Ich habe immer Gänsehaut beim gemeinsamen dreifachen “Eisern Union!”.
    Euch allen trotz der nun zwei Niederlagen in Folge schöne Feiertage!

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