Keine Krise und kein Defätismus

Die Mannschaft des 1. FC Union ist vor dem Spiel gegen den SC Freiburg heute Nachmittag für einen Abend nach Bad Saarow gefahren, um sich auf die Partie vorzubereiten, lesen wir berichtet von Matze Koch im Kicker. Damit, dass es nicht nach Kienbaum ging, wollte man vielleicht schon allen Krisen-Deklarationen, die in diesem Moment ja auch falsch wären, aus dem Weg gehen.

1. FC Union vs SC Freiburg

So oder so ähnlich. Union gegen Freiburg 2016. Photo: Tobi/unveu.de

Es braucht auch nicht Freiburgs Trainer Christian Streich um Union zu sagen, dass das Ergebnis heute großen Einfluss auf die tatsächliche und gefühlte Lage von Union in dieser Bundesliga-Saison haben wird. Was man spielerisch und taktisch davon erwarten kann, haben wir gestern hier geschrieben. Aus der Ausgangslage könnte man eine Situation konstruieren, in dem der Druck, erreichbare Siege zu holen, die Mannschaft gerade in den Spielen, in denen sie Chancen hat, lähmen könnte.

Aber das wäre nicht nur etwas defätistisch gedacht, sondern würde auch den Kernpunkt dieser Saison verfehlen: Union – die Mannschaft und das Umfeld des Vereins – haben in dieser Liga nichts zu verlieren. Und können darin einfach gewinnen wollen, Spaß haben (dazu eignen sich Spiele gegen Freiburg ja sowieso) und so viele gute Momente mitnehmen, wie es geht.

Die Morgenpost spricht davon als von einem erhofften Befreiungsschlag.

Union Rafal Gikiewicz

“Hoffentlich steht er morgen im Tor und sitzt nicht drauf,” sagte eine Person aus unserem Team zu diesem Bild. Screenshot: Instagram Stories Rafał Gikiewicz

Darüber, dass natürlich neben Keven Schlotterbeck oder Joshua Mees auch Rafał Gikiewicz eine Freiburger Vergangenheit hat, und dass diese Vergangenheit längst nicht nur glücklich (verlaufen) ist, schreibt der Kurier.

Hörer-Service

Den Podcast von Plattsport mit den Parensens haben wir hier neulich schon erwähnt. Hier aber nochmal ein Hinweis auf die Podcast-Kuration unseres Hörers Dominic:

Darin sammelt er Podcast-Folgen, in denen es um Union geht, die aus Podcasts stammen, in denen das nicht sowieso immer der Fall ist. Die kann man dann im eigenen Podcast-Client abonnieren und muss sie sich so nicht einzeln suchen, sondern Dominic das für sich machen lassen.

Und sonst so

Zum Schluss noch ein Nachtrag aus Sport Inside vom WDR von Mittwoch: In einem Beitrag über die zunehmende wirtschaftliche Polarisierung in der Bundesliga und im Fußball überhaupt kommt auch Dirk Zingler prominent zu Wort. Seine Aussagen zur Ausrichtung des Fußballs und zur Rolle von Union dabei sind natürlich nichts neues, und vielleicht stilisiert der Beitrag Union ein wenig sehr. Aber er tut das durchaus ein wenig ironisch gebrochen und ist überhaupt sehenswert.

2 Gedanken zu „Keine Krise und kein Defätismus

  1. An alle Podcasts und Fremdwörter Freunde. Heute im aktuellen Programm Heft “Lupo der Woche” lesen.

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