Blog State of the Union

Einfach nur gewinnen. Dann können wir uns das Rechnen sparen.

Die wichtigste Nachricht des Tages ist die von gestern: Dass nämlich Sebastian Polter vom Sportgericht nur mit der Mindestsperre für rohes Spiel (2 Partien Sperre) belegt wurde. Zusätzlich gab es noch eine Geldstrafe von 5.000 Euro. Mehr dazu hier in der Meldung von Union. Die Geldsperren des Sportgerichts sind häufig nicht nachvollziehbar und überhaupt nicht transparent. In dem Falle rege ich mich nicht auf und glaube, dass die relativ hohe finanzielle Strafe die Spielsperre kompensiert, und damit Union die Möglichkeit gibt, im letzten Spiel in Fürth Sebastian Polter einzusetzen.

Aber gegen Braunschweig und Heidenheim muss Union auch ohne Sebastian Polter spielen. Und dass das ohne Probleme geht, haben wir nicht nur in der Hinrunde gesehen. Was vielleicht anders ist und auch nicht unterschätzt werden sollte: Union fehlt vielleicht der Zielspieler, den vorher sonst Collin Quaner gegeben hat. Aber hier gibt es einerseits Alternativen im Kader oder eine veränderte Spielweise in der bewährten Grundformation des 4-3-3.

  • Der Kurier war so höflich, uns alle Aufstiegsvarianten als Flussdiagramm aufzuzeichnen, allerdings mit der Grundbedingung, dass die Spiele gegen Heidenheim und in Fürth gewonnen werden. Ich bin ja gerne Optimist, aber das so im Nebensatz fallen zu lassen? Ich erinnere mich noch zu gut, wie Mainz mal locker nebenbei in der Alten Försterei aufsteigen wollte, weil es für Union ja um nichts ging …
  • Ich bin da eher bei Damir Kreilach, der in Bild/BZ die Marschroute ausgibt: Drei Mal gewinnen, dann ist alles drin. Und das Schöne: Es erspart uns die Rechnerei.
Foto: Stefanie Fiebrig

Die zweite News von gestern war diese hier: U19-Keeper Lennart Moser erhält Profivertrag. Er soll aber weiterhin bei der U19 zum Einsatz kommen, weshalb ich jede Spekulation über Veränderungen bei der bisherigen Torhüterriege lassen würde.

 

Beim Webvideo-Projekt Refugee11 ist die kurze Episode mit Eroll Zejnullahu online. Sie geht vor allem um das Warten:

Mehr Hintergrund zu Refugee11 gibt es hier.

Und sonst so?

  • Daniel hat bei The Set Pieces über die Geschichte von Union geschrieben: Doing it their own way: The Union Berlin Story
  • In Darmstadt können wir gerade zuschauen, wie es abläuft, wenn der Profifußball versucht, Kommunen Geld für Stadien abzupressen. Ich habe dazu ein gespaltenes Verhältnis. Ich finde es gut, Rahmenbedingungen zu schaffen (Grundstücke zu verpachten, Infrastruktur ringsherum zu entwickeln). Aber ich halte es für grundfalsch, dem Profifußball Geld hinterherzuwerfen. Doch die Subvention des Profifußballs hat eine lange Tradition in beiden Deutschlands: Sei es durch das von Steuergeldern finanzierte Bauen von Stadien zu Weltmeisterschaften oder die Finanzierung von Klubs und Spielern durch Budgets von volkseigenen Betrieben/Kombinaten.

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