Sebastian Polter sieht keine Angst bei Union

Nachdem gestern schon Rafal Gikiewicz mit eindringlichen Appellen an die Mannschaft und einer ambitionierten Einstellung zitiert wurde (BZ), ist es heute im Kurier vor dem Spiel des 1. FC Union gegen den HSV Sebastian Polter, der einer angriffslustigen Attitüde Ausdruck verleiht.

Entscheidend ist dann natürlich, was passieren muss, damit dieser Anspruch auch auf dem Platz wieder umgesetzt wird. Zu den taktischen Voraussetzungen dafür werden wir hier morgen etwas schreiben. Aber es ist offensichtlich, dass es darauf nicht allein und wahrscheinlich nicht mal vor allem ankommt. Die anderen Aspekte, die für Union dazu gehören, gegen Hamburg wieder zu einer besseren Leistung zu finden, lassen sich von außen aber eben oft nur in sehr unbefriedigender Küchenpsychologie ausdrücken. In gewisser Hinsicht bleibt da nichts anderes übrig als auf das Spiel am Sonntag hinzufiebern und dann im Stadion die Atmosphäre aufzunehmen.

Um die Frage zu beantworten, ob Polter wieder wie in Fürth vor Sebastian Andersson in der Startelf stehen wird (davon ist schwer auszugehen), vergleicht der Kurier die Torquoten der beiden. Dieser Vergleich fällt übrigens noch viel klarer zu Gunsten Polters aus, wenn man statt auf die Spiele, an denen beide beteiligt waren, auf die tatsächliche Zeit schaut, die sie gespielt haben. Denn dann zeigt sich, dass Polter pro 90 Minuten Einsatzzeit 0,9 Tore schießt (ein überragender Wert, der vielleicht über eine normale, vollständige Saison nicht zu halten wäre), und Andersson immer noch ziemlich gute 0,4 Tore. Aber wir wissen ja ohnehin: Hauptsache Sebastian.

Außerdem macht sich im Kurier Uwe Seeler Sorgen um den HSV.

Die Bild (print) geht einem Transfergerücht nach, das in den letzten Tagen auf eine sehr zeitgemäße Weise aufkam. Denn auf dem Instagram Profil von Florian Flecker vom österreichischen Erstligisten TSV Hartberg erschien am Mittwoch ein Post, der in Berlin verortet und mit dem Hashtag #eisern versehen war.

Dieser Post wurde dann zwar schnell wieder gelöscht, Matze Koch zitiert in der Bild heute aber Hartbergs Geschäftsführer damit, zu bestätigen dass Flecker in Berlin war und zu vermuten, dass er bei Union unterschrieben hat.

Quattrex

Nach den Recherchen des Kickers zu den immer noch bestehenden Verbindungen von Stuttgarts Präsident Dietrich widmet sich auch 11Freunde der Frage, ob sich daraus ein Interessenkonflikt ergibt, dass Dietrich von sportlichem Misserfolg des VfB gegen Union oder Heidenheim finanziell profitieren könnte.

Meiner Ansicht nach ist ein Interessenkonflikt auf jeden Fall gegeben, auch wenn es vielleicht etwas schwerer ist zu behaupten, dass Dietrich tatsächlich auf den VfB Stuttgart in einer Weise einwirkt, die seine Interessen an Union oder Heidenheim befördert. Weniger klar ist, ob man das zustande kommen dieser Situation auch Union in irgendeiner Weise vorwerfen kann. Soweit wir wissen, stammen die Verträge zwischen Quattrex und Union aus der Zeit vor Dietrichs Amtszeit als Präsident des VfB. Wenn das so ist, hat man sich also nicht in diese potentiell problematische Position begeben, als diese Verträge abgeschlossen wurden. Und für Union entstehen aus der Beziehung zu Quattrex auch keine kontraproduktiven Anreize.

Auf den anderen Plätzen

Und sowohl für die U19 als auch die U17 geht es darum, die letzten Punkte für den Klassenerhalt zu holen.

Einmal Unioner Immer Unioner

Maurice Trapps Erfolg mit dem VfL Osnabrück haben wir vor einigen Tagen schon einmal erwähnt. Die Lausitzer Rundschau (Disclosure: mein Arbeitgeber) hat nun noch ein längeres Interview mit Trapp, der viele Jahre in der Union-Jugend und 10 mal für Union in der 2. Liga gespielt hat.

3 Gedanken zu „Sebastian Polter sieht keine Angst bei Union

  1. Die 1. Frauen haben diesen Sonntag spielfrei (Testspiel am Samstag) und spielen am 5.5.2019 im Stadion An der Alten Försterei gegen Jena II :)

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