#396 – Dann muss Micha Parensen böse kucken

Der 1. FC Union spielt 1:1 in Paderborn und wir finden es in Ordnung so, auch wenn mehr drin gewesen wäre. Dafür wurde der Eisbein-Fluch besiegt und wir sprechen außerdem über "Miteinander reden statt übereinander" und ein Pokalspiel, das nicht stattfand.

Michael Parensen kann auf dem Spielfeld sehr überzeugend sein, Foto: Matze Koch

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Wie viele Punkte holt Union noch bis Weihnachten und was bedeutet das?

Ich bin ein großer Freund von Diskussionen, in denen wir etwas herumspinnen können. So wie beim Thema Traum-Bundesliga, bei dem es darum geht, sich eine Bundesliga zusammenzuspinnen, die wir persönlich attraktiv finden. Also ohne Mannschaften wie Leverkusen, Hoffenheim, Wolfsburg oder Leipzig.

Ganz ähnlich dazu hat Mathias Bunkus vom Kurier über die mögliche Punkt-Ausbeute von Union in den verbleibenden 3 Partien dieses Jahr nachgedacht und was sie bedeuten würde.

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Paderborn könnte Union zu einem Formationswechsel zwingen

Steffen Baumgart ist ein besonderer Unioner, dessen Platz im kollektiven Gedächtnis zu recht ein ganz anderer ist, als es die Daten seiner Union-Karriere vermuten lassen würden: zwei Jahre als Spieler, in einer Zeit, die mit dem Abstieg aus der zweiten Liga endete. Aber schon dass er in diesen zwei Jahren 68 Mal für den Verein spielte, und dabei 23 Tore schoss, deutet an, dass er dabei Eindruck hinterlassen hat. Aber vor allem ist es so, wie die Seite immerunioner.de es beschreibt: “Mit seiner aggressiven und laufintensiven Spielweise wurde er in den Augen vieler Fans zum einzigen Lichtblick dieser Mannschaft auserkoren und erhielt in seinen beiden Spielzeiten die Auszeichnung: ‘Unioner des Jahres’.”

Paderborn 1. FC Union

Steffen Baumgart steht auch 15 Jahre nach seiner Zeit hier als Spieler für Union.

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Das Spiel gegen Paderborn ist das mit Abstand schwerste in der Bundesliga

Im Spielbericht zum 2:0 gegen Köln auf der immer empfehlenswerten Seite fcub.de heißt es:

“Nach meinem Gefühl haben wir in der aktuellen Liga ja gegen den 1. FC Köln die meisten Spiele in der Vergangenheit gehabt. Stimmt aber gar nicht. Es ist Fortuna Düsseldorf, mit großen Abstand sogar. Und dann kommt sogar noch Paderborn vor Köln. Aber trotzdem wehte irgendwie ein Hauch von 2. Liga am Sonntag durch das Stadion An der Alten Försterei, was aber eben zum Glück vor allem am Gegner lag.”

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Das Textilvergehen Tor des Monats für April 2019

Vor einem Monat haben wir unsere neue Rubrik “Textilvergehen-Tor-des-Monats” ins Leben gerufen, zu der wir im Podcast die Idee hatten. Darin wollen wir unter anderem herausfinden, ob wenn Daniel die Kandidaten auswählt, darin irgendwann auch vor allem Fallrückzieher und Fernschüsse vorkommen. Aber auch einfach, was für schöne Tore so fallen. Nun, nachdem der April vorbei ist, ist es Zeit für die zweite Ausgabe.

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Kleine Entscheidungshilfe, um Rot von Unrot zu unterscheiden

Sebastian Polter feierte gestern seinen 28. Geburtstag. Und trotz seines Tores beim erneuten Comeback beim 1:3 gegen Paderborn stand er nicht so im Mittelpunkt wie im Vorjahr. Auch  fiel sein Jubel weniger euphorisch aus. In Bild/BZ wird er mit dem Satz “Nur weil ich wieder da bin, läuft es nicht von allein.” zitiert. Und damit ist eigentlich auch alles gesagt. Denn im Artikel wird schon deutlich, dass der Angreifer noch lange keine Option für die Startelf ist.

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Union hat es selbst in der Hand, die Konkurrenz auf Abstand zu halten

Ich finde es durchaus spannend, wie das 1:3 gegen Paderborn im Nachhinein bewertet wird. So fragt sich die Bild/BZ (noch nicht online), ob Union seine erste Krise in dieser Saison hätte. Betrachten wir nur die nackten Ergebnisse, müssen wir das klar verneinen. Wenn nach 2 Niederlagen hintereinander schon das gefragt wird, müssen wir mal kurz die Maßstäbe checken. Schauen wir ein bisschen auf die Spielweise des Teams gerade in Heimspielen, könnte man vielleicht schon auf die Idee kommen. Aber ehrlich gesagt bin ich auch hier entfernt davon, von einer Krise im Sinne des Wortes zu sprechen. Denn Krise ist der Höhepunkt einer gefährlichen Situation. Und die einzige Gefahr, die ich aktuell sehe, ist die, dass Union Gefahr läuft, eine gute Position im Aufstiegskampf zu verspielen und auf ein Herzschlagfinale zusteuert. Aber das ist Sport und gehört dazu.

Grischa Prömel hält seinen Paderborner Gegenspieler beim Freistoß auf Abstand, Foto: union-berlin.com

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#366 – Marcel Hartel spielt, was er gut kann, nämlich Cello

Union hatte beim 1:3 gegen Paderborn durchaus Chancen, das Spiel für sich zu entscheiden. Wir versuchen zu ergründen, warum das nicht geklappt hat. Außerdem diskutieren wir dank juristischer Fachkompetenz im Podcast den aktuellen Stand beim Versuch des Bundeslandes Bremen über Gebühren den Mehraufwand für Polizei-Einsätze beim ortsansässigen Fußballverein SV Werder einzutreiben. Auch wenn das trocken klingt, war es doch eine unterhaltsame Diskussion.

Marcel Hartel gegen 3 Paderborner Spieler, Foto: Tobi/unveu.de

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Union hat verdient verloren, war aber bei weitem nicht chancenlos

Als Stadionsprecher Christian Arbeit gestern zum Ende der Mannschaftsaufstellung den Gästetrainer Steffen Baumgart begrüßte und “Fußballgott” sehr laut von den Rängen zurück schallte, war ich mir sicher, dass das Spiel gegen Paderborn ein legendärer Fußballnachmittag werden würde. Das Wetter war erstmals richtig frühlingshaft. Und es herrschte ein herrlich aufgeregtes Treiben im Stadion. Die herrliche Frühlingsluft füllte die Lungen und die Gesänge und Anfeuerungen ließen sich fantastisch an. Dazu eine feine Choreo auf der Gegengeraden. Allein, es sollte vor allem für Steffen Baumgart ein legendäres Spiel werden.

Paderborns Trainer Steffen Baumgart vor Anpfiff, Foto: Stefanie Fiebrig

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Sebastian Polter ist zurück, und den Rest möchte ich gerne vergessen.

Das Allerschlimmste ist: Ich mag Steffen Baumgart. Ich fand ihn als Spieler gut, ich bewundere, was er als Trainer in Paderborn geschafft hat. Die Sache ist bloß, dass ich An der Alten Försterei immer gewinnen will. Immer. Immer. Immer. Paderborn vor Steffen Baumgart war nicht ernst zu nehmen. Eine Quatschmannschaft mit Quatschtrainern und Quatschfußball. Das hätte von mir aus gerne so bleiben dürfen. Heute waren sie gut, und vor allem besser als Union. Und es regt mich wirklich auf, das zugeben zu müssen.