Simon Hedlund tritt gegen Urs Fischer nach

Der frühere Union-Spieler Simon Hedlund ist diese Woche im größten Fußball-Interviewpodcast Schwedens zu Gast. Es geht um seine Zeit als Jugendspieler (irgendwann fing er an, über seine Ernährung nachzudenken) und den derzeitigen sportlichen Aufschwung in Dänemark bei Bröndby. Allerdings sieht der Offensiv-Mann seine Zeit in der dänischen Hauptstadt nur als Zwischenstation auf seinem Weg zu einem größeren Vertrag in Europa. Im Podcast geht es natürlich auch um Hedlunds Zeit in Berlin beim 1. FC Union. Er lobt die Stadt, die Fans und den Verein, teilt aber auch gegen Trainer Urs Fischer aus.

Trainingslager im Sporthotel Klosterpforte, Simon Hedlund und Trainer Urs Fischer, Foto: Michael Hundt/Matze Koch

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Felix Kroos will sich von Fußball nicht unglücklich machen lassen

Die drei Siege, die Union zwischen den beiden Länderspielpausen in der Liga geholt hat, sorgen dafür, dass es auf die beste mögliche Weise während der aktuellen Pause wenig Themen gibt. Denn Union ist so maximal weit von einer Krise weg – und steht stattdessen in dem für Union relevanten Teil der Tabelle quasi an Platz Eins:

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Gikiewicz: “In Deutschland habe ich gelernt: weniger reden – mehr machen”

Rafal Gikiewicz hatte vor kurzem Besuch für die kleine Show Turbokozak und da der Union-Keeper das selbst auf YouTube noch einmal mit deutschen Untertiteln hochgeladen hat, kommen wir nun alle in den Genuss, uns diese wirklich sehr unterhaltsamen 10 Minuten mit Rafal Gikiewicz anzuschauen. Der Torhüter muss dabei allerhand Übungen absolvieren (Lattenschießen und so weiter) und zwischendurch gibt es für den Moderator auch die Chance, ein paar Fragen zu stellen. Wir lernen, dass Gikiewicz keine Chance hat, Elfmeter selbst zu schießen, da Spieler wie Sebastian Polter oder Sebastian Andersson dafür gesetzt seien. Und dass er über die nächste Saison erst nach dem 19. Mai nachdenkt (das wundert uns allerdings nicht). Ich kann nur sagen, dass ich Rafal Gikiewicz noch sehr lange bei Union spielen sehen möchte.

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Jens Keller: Fußballgott oder nicht?

Medial spielte in den vergangenen Tagen die erstmalige Rückkehr von Jens Keller erwartbar die große Rolle. Denn schließlich hat der frühere Uniontrainer nach seiner überraschenden Entlassung im Dezember 2017 die Alte Försterei nicht mehr betreten. Und das, obwohl er noch eine Weile in Köpenick gelebt hatte. Aber es hätte sich auch komisch angefühlt. Eine Frage, die ich mir stelle: Wird Jens Keller heute das Wort Fußballgott hören, wenn er von Stadionsprecher Christian Arbeit aufgerufen wird? Das ist ja ein ganz guter Indikator, der anzeigt, in welchem Verhältnis die Trennung von Union vonstatten ging. Und da ist die Spannbreite von Markus Karl (dem bis heute vorgehalten wird, erst ewige Treue und Vertragsverlängerung geschworen zu haben, um sich dann bei der nächstbesten Möglichkeit einem potentiellen Bundesliga-Aufsteiger anzuschließen) bis hin zu Steffen Baumgart schon sehr groß.

Jens Keller im Gespräch mit dem Vereins-TV AFTV im Mai 2017, Screenshot: AFTV

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Ingolstadt unter Jens Keller kommt Union bekannt vor

Seit Jens Keller bei Ingolstadt Trainer wurde, hat sich die Lage dort gefühlt verbessert. In der Tat hat Ingolstadt in den 9 Spielen seitdem drei Punkte mehr geholt (11 Punkte) als in den 15 davor (8 Punkte). Damit hat Ingolstadt in der Tabelle aber eben nur einen Platz gut gemacht, von 18 auf 17, und hat den Vorhersagen des Projekts 538 zufolge immer noch eine 50-prozentige Chance, abzusteigen.

Keller Union

Einiges an Jens Kellers Ingolstadt Mannschaft erinnert an sein Union, Foto: Matze Koch

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Zwischen dem Spiel gegen Bochum vor einem Jahr und heute liegen Welten

Das Spiel gegen Bochum nachher um 13 Uhr nutzen Kurier und Bild/BZ (noch nicht online) für Rückblicke. Dabei sind es aber ganz unterschiedliche Ereignisse, auf die beide Medien zurückschauen. Gemeinsam ist ihnen nur, dass sie mit dem VfL Bochum zu tun haben. Beim Kurier fällt der Blick auf das Spiel gegen den VfL vor einem Jahr. Es war das letzte Spiel von Jens Keller. Und so oberflächlich manche Betrachtungen auf diese Trainerentlassung (“Wie kann man einen Trainer nur feuern, wenn man auf Platz 4 steht?” und so weiter), so oberflächlich mag es auch Gemeinsamkeiten geben bei Platzierung und Konkurrenzsituation in der Tabelle. Allerdings fragt sich eigentlich wohl niemand, ob Urs Fischer fest im Sattel sitzt.

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Treffen sich zwei Union-Kapitäne beim Berliner Fußballverband

Nachher um 13 Uhr beginnt das Spiel gegen Regensburg. Meine Erwartungen sind etwas gedämpft. Oder anders gesagt: Ich habe die Pfanne nicht mehr so heiß. Das liegt weniger daran, dass Präsident Dirk Zingler unter der Woche als vorrangige Aufgabe den Klassenerhalt ausgerufen hat (der Kurier nimmt das Thema noch einmal auf). Es liegt mehr an der Frage, dass ich mir gestern Abend mal angeschaut habe, wie Düsseldorf aktuell spielt. Und sie strahlten dabei diese Selbstverständlichkeit aus, die Union teilweise in der vergangenen Rückrunde zeigte. Und es ist diese Selbstverständlichkeit, die seit Monaten schon fehlt und die nicht einmal einmalige Erfolgserlebnisse zwischendurch in Gang bringen können.

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Der Jahresrückblick 2017: “So ‘ne Scheiße, wir steigen auf”, Stadionausbau und eine immer wieder ans Herz gehende Geschichte

Weil es heute, einen Tag vor dem Weihnachtssingen gar nicht so viel zu erzählen gibt, dachte ich, dass es vielleicht Zeit für einen kleinen Rückblick wäre. Was war eigentlich dieses Jahr so los bei Union? Denn der Trainerwechsel mit all seinen Nebengeräuschen hat das Zeug, die Bewertung dieses Unionjahres sehr zu dominieren. Zwei Texte rund um die Entlassung von Jens Keller waren in den Top10 der meistgeklickten Texte dieses Jahres beim Textilvergehen, dieser hier ganz weit vorne an Nummer 1. Aber es gab viel mehr, was uns dieses Jahr bewegt hat. Das hier nämlich:

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Vom Ballast befreit ins Jahr 2018

Lasst uns jetzt gemeinsam ein bisschen runterkommen. Uns vom aktuellen sportlichen Geschehen lösen. Sei es räumlich wie Philipp Hosiner in Dubai, Felix Kroos in New York, Steven Skrzybski in Madrid oder Toni Leistner im Schnee in Schweden. Wir nehmen die guten Sachen von 2017 mit rüber ins neue Jahr und lassen die schlechten und toxischen Dinge hier. Wir befreien uns von jedem Ballast. Spürt ihr es schon? Seid ihr jetzt auch so entspannt wie Roberto Puncec am Strand? Bereit, um ins Jahr 2018 zu schweben?

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“Ich persönlich will das Wort ‘Aufstieg’ eigentlich die nächsten Wochen gar nicht mehr hören”

Ich fremdele gerade ein bisschen mit meinem Verein. Das hat nicht alles etwas mit selbstgemachtem Elend zu tun. Aber vieles eben schon. Da ist dieses Kicker-Interview des Präsidenten, in dem er ohne Not von “schwerwiegenden Gründen” spricht, die zu Kellers Entlassung geführt hätten. Was sofort zu einer Replik von Keller-Berater Thomas Eichin führte, die im Gegensatz zum Interview aber für alle online im Kicker zu lesen war, weshalb der Großteil vor allem Eichins Sicht, aber nur sehr verkürzt die Sicht von Zingler mitbekommen haben dürfte, die ja nur für Kicker-Käufer zu lesen war. Und zusammengefasst kommt dann so etwas wie hier im Kurier raus. Vielleicht nicht das, was man von Vereinsseite nach den Zingler-Interviews erwartet hat:

Screenshot: Berliner Kurier

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