Suleiman Abdullahi fällt wegen Gehirnerschütterung erst einmal aus

Suleiman Abdullahi bleibt weiterhin vom Pech verfolgt in der Bundesliga-Saison. Er hat tatsächlich eine Gehirnerschütterung und eine Platzwunde im Test gegen Holstein Kiel erlitten. Manager Oliver Ruhnert befürchtet laut Bild, dass der Angreifer bis zu zwei Wochen ausfallen könnte. Außerdem zeichnet der Kurier nochmal nach, wie unglücklich für Suleiman Abdullahi die Zeit seit dem Aufstieg verlaufen ist, an dem er zum Beispiel mit dem Tor in Stuttgart großen Anteil hatte.

Suleiman Abdullahi erlitt eine Gehirnerschütterung im Test gegen Holstein Kiel, Foto: Matze Koch

Suleiman Abdullahi erlitt eine Gehirnerschütterung im Test gegen Holstein Kiel, Foto: Matze Koch

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Ein fast perfektes Außenseiter-Spiel

Union hat gestern gegen den FC Bayern verloren, und dass das nach dem Spielverlauf nicht völlig selbstverständlich war, sagt schon einiges über dieses Spiel, und über Union in der Bundesliga. Denn in dem Spiel, das 2-1 für Bayern ausging, hatte Union eben echte Chancen auch Punkte zu holen.

Union in München

Union war in München auf dem Platz konkurrenzfähig und auf den Rängen dominant, Photo: Matze Koch

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Es ist normal, dass Union in Leverkusen verliert. Aber nicht so.

Dass der 1. FC Union in Leverkusen 2:0 verliert, ist die Bundesliga-Normalität, von der manchmal die Rede ist, wenn es um Unions Ankommen in dieser Liga geht. Aber eben auch nur, was das Ergebnis betrifft. Die Art und Weise, wie Union zu keiner Zeit eine Chance in dem Spiel hatte, war dagegen sehr enttäuschend. Und das ist nicht normal. Auch nicht gegen Leverkusen.

Kai Havertz von Bayer 04 Leverkusen und Christian Gentner vom 1. FC Union Berlin imm Duell

Kai Havertz und Christian Gentner, Foto: Matze Koch

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Rafał Gikiewicz wünscht sich Stimmung die ganze Zeit über

Eine Debatte darüber, ob es richtig ist beim ersten des 1. FC Union in der Bundesliga einen Stimmungsboykott zu organisieren, gibt es, seit die Ansetzung von Leipzig als Gegner in diesem Spiel erschienen ist, und spätestens, seit die Fanszene diesen Boykott angekündigt hat. Mit Rafał Gikiewiczs Instagram Post gestern, in dem der Torwart sich wünscht, dass es keinen stillen Protest sondern das ganze Spiel über frenetische Anfeuerung gibt, hat diese Debatte aber gestern noch einmal mehr Dynamik bekommen.

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Liebe Fans, am Sonntag werden wir alle einen historischen Moment erleben! Wir haben in der letzten Saison sehr hart für diesen Moment gearbeitet! Wir alle, auch Ihr! Für alle Unioner ist das ein besonderer Moment! Euer geplanter Boykott in den ersten 15 Minuten ist nicht gut für uns Spieler. Ihr könnt gerne eine Choreo oder sonst etwas machen. Wir Spieler, zusammen mit Euch Fans, müssen unseren Gegnern zeigen, dass das UNSER Platz ist, UNSER Haus! Sie müssen spüren „Wellcome to Hell“, dass es NIE einfach ist gegen uns zu spielen. Fans, das ist meine persönliche Meinung! Ich bin Ausländer und es interessiert mich nicht, wer unser Gegner ist! Ich will einfach nur MIT EURER HILFE gewinnen. Ihr könnt alles machen, aber ein Boykott wird uns nicht helfen. Wir brauchen Eure Euphorie, Eure Gesänge, Eure Anfeuerungen!!! Alles Liebe Euer Giki

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Union hat erstmals mehr Mitglieder als in den Heimbereich des Stadions passen

Die Mitgliederversammlung gestern in der Ballspielhalle Hämmerlingstraße sollte vor allem Ruhe und Konstanz vermitteln. Die Zahlen, die Union liefert, sind absolut beeindruckend (Einnahmen für die abgelaufene Saison bei 43,978 Millionen Euro und Ausgaben bei 43,783 Millionen Euro). Für die laufende Spielzeit wird mit Einnahmen von 47,076 Millionen Euro bei ähnlich hohen Ausgaben (47,006 Millionen Euro) geplant. Aber jenseits dieser Zahlen gilt bei unveränderter Zielstellung eigentlich das Gleiche wie in den vergangenen Jahren, nur wird es nicht mehr so deutlich formuliert. Mein Eindruck ist, dass es auch gar nicht um die ewige Frage geht, ob sportliche Ziele öffentlich formuliert werden oder nicht. Es geht vielmehr darum, die Mitglieder (fast 3000 mehr. Nun insgesamt 21.395 und damit erstmals mehr, als in den Heimbereich des Stadions passen) mitzunehmen auf diese Reise durch ein sich wahnsinnig schnell veränderndes Profifußballumfeld.

Dirk Zingler beim Bericht des Präsidiums, Foto: ZVG

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Der Transfer von Suleiman Abdullahi zu Union ist aus verschiedenen Perspektiven bemerkenswert

Wir wussten ja, dass Union Stürmer X sucht, der als Backup oder neben Sebastian Andersson stürmen kann, so lange Sebastian Polter wegen seines Achillessehnenriss keine Option ist. Dieser Stürmer X ist Suleiman Abdullahi (21 Jahre, der gestern von Eintracht Braunschweig ausgeliehen wurde und und dessen Vertrag sich bei Ziehen der Kaufoption bis 2022 verlängern würde, Vereinsmitteilung). Das ist in mehrfacher Hinsicht ein bemerkenswerter Transfer. Denn einerseits kann ich mich nicht erinnern, wann Union zuletzt einen verletzten Spieler (Abdullahi laboriert noch an einer Sprunggelenksverletzung) unter Vertrag genommen hat. Und gleichzeitig ist er ganz klar mehr als nur ein Backup oder Stürmer Nummer 3 hinter den beiden Sebastians. Er ist ein Spieler, von dem sich Union verspricht, ihn weiterzuentwickeln und davon in Form einer Ablöse zu profitieren. Das sagt die vereinbarte Vertragslaufzeit bis 2022 aus, wenn die Kaufoption gezogen wird. Und diese Kaufoption ist gleichzeitig die Minimierung des Risikos für Union in diesem Fall. Ein wirklich erstaunlicher Transfer.

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Fußballfans und Deutsche Bahn: Eine komplizierte Beziehung

Nachdem Frankfurt gestern 1:0 in Nürnberg gewonnen hat, darf Union also in der nächsten Saison erneut probieren, gegen die Franken zu gewinnen. Relegation ist, wenn der Zweitligist verliert (vielleicht deshalb ehrlicherweise einfach nur zwei Aufstiegsplätze vergeben). Heute wird klar, ob das auch nach unten gilt, wenn Duisburg zu Hause versucht, das 0:2 aus dem Hinspiel gegen Würzburg auszugleichen. Mit dabei Ex-Unioner Robert Wulnikowski im Tor der Würzburger (Kurier). So sah der Keeper übrigens vor über 12 Jahren als Nummer 1 bei Union aus. Definitiv mehr Haare als jetzt:

Robert Wulnikowski im Spiel gegen Ahlen 2003, Foto: Tobi/unveu.de

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Das Schweigen im Walde

Bilder in der Audio Slideshow von unveu.de und union-foto.de

Komisch war die Totenstille hier. Auf der Bank dachte ich, das ist wie früher, als ich auf dem Dorf gespielt habe. Aber geil war es nach den zwölf Minuten. Das ist wenigstens Fußball. Vorher war es ein bisschen arschlos.

Torsten Mattuschka ging es wie allen im Stadion an der Alten Försterei beim Zweitligaspiel gegen Bochum. Ein Gefühl wie früher bei Spielen im Berliner Pokal gegen Teams wie Norden-Nordwest Wedding vor einigen hundert Zuschauern. Jedes einzelne Wort auf dem Platz war zu hören. Jeder Ruf, jeder Schrei. Von den 14000 auf den Rängen hingegen kam nichts. Der Grund war die Aktion 12:12 Ohne Stimme keine Stimmung.

Beinahe körperliche Schmerzen verursachte dann das schnelle Tor nach etwas mehr als zwei Minuten. Ein reflexhafter Jubel. Mehr war nicht drin. Selbst Stadionsprecher Christian Arbeit schwieg. Umso gewaltiger dann der Ausbruch, als mit Ablauf der selbstauferlegten Schweigefrist das Tor mit gut zehnminütiger Verspätung nachgefeiert werden konnte.

Die Aktion wird beim nächsten Heimspiel am Freitag (7.12.) wiederholt. Torsten Mattuschka weiß jedenfalls, was auf ihn zukommt.

Gegen Kaiserslautern wird die Bude schön voll sein. Obwohl die ersten zwölf Minuten wieder katastrophal sein werden. Aber danach macht es umso mehr Spaß.

Anmerkung: Ich konnte den Ton leider nicht richtig auspegeln. Deshalb hat sich ein Rauschen auf die ersten 12.12 Minuten gelegt. Einfach nach Ablauf der Schweigefrist die Lautstärke hochziehen :)

Wie es geht

„Das Mittel der Repression, des Stadionverbots, ist für uns kein Mittel zur Lösung von Problemen, die tief in der Gesellschaft verwurzelt sind. Wir sind davon überzeugt, dass unser Weg der Kommunikation der richtige ist, denn nur er schafft Verständnis für die Belange der Fans und des Vereins. Nur wer erkennen kann, welchen Schaden er mit seinem Verhalten anrichtet, wird zu der Einsicht gelangen, dass er sein Verhalten ändern muss. Das Stadionverbot ist aber der letzte Schritt, wenn wir unmittelbar Schaden vom Verein abwenden müssen. Genau dann müssen und werden wir ihn auch gehen. Keine der Maßnahmen alleine ist geeignet, die Probleme, die in letzten Wochen aufgetreten sind, zu lösen. Beides zusammen – Kommunikation wenn möglich, Repression wenn nötig – ist in unseren Augen der richtige Weg.“

Präsident Dirk Zingler als Reaktion auf die Vorkommnisse der letzten Zeit.

Spannend wird sicherlich sein, zu sehen, was konkret passiert und wie die beschlossenen Maßnahmen umgesetzt werden. Interessant wird auch die Wahrnehmung durch die unterschiedlichen Fangruppen sein, die sich bereits intensiv mit dem Thema auseinandersetzen. Auf jeden Fall ist es ein Prozess, der die Identität der Fans des 1. FC Wundervoll prägen wird.