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Der Abschied von Taiwo ist wohl nur noch eine Frage der Zeit

Gestern fand der obligatorische Medizincheck für die Bundesliga-Spieler von Union in der Charité statt. Da Taiwo Awoniyi leider nicht an den Leistungstests teilnahm, wird sein Wechsel in die Premier League, zu Nottingham Forest, wohl immer konkreter.

Vermutlich werden wir spätestens in den nächsten Tagen mit einem Abschied der sympathischen Grinsebacke, die uns insbesondere in der letzten Saison mehr als nur ein Lächeln bereitet hat, klarkommen müssen. 20 Tore in allen Wettbewerben werden ähnlich schwer zu ersetzen sein wie die gute Laune, die Taiwo kontinuierlich verbreitet hat.

Ich war zugegebenermaßen überrascht, wie schnell sich das nicht ganz risikoarme Investment von kolportierten 6,5 Millionen Euro ausgezahlt hat. Auch wenn gerade die körperlichen Anlagen schon lange beeindruckend sind, war ich mir nicht sicher ob Taiwo dies auch so konstant in Tore ummünzen könne. Er tat es mehr als beeindruckend, spielte eine überragende Saison und war Unions Zielspieler in der Offensive. So einen Spieler 1:1 zu ersetzen wird selbst einen Manager-Magier wie Oliver Ruhnert sehr schwerfallen. Aber wie auch bei den Abgängen von Robert Andrich oder Max Kruse, die ebenfalls überragende Einzelspieler sind und einen sehr großen Einfluss auf Unions Spiel hatten, wird es auch diesmal im Kollektiv gelingen. Davon bin ich überzeugt und davon sollten wir alle überzeugt sein. Schließlich sind immer noch Oli und Urs da. Lehnen wir uns also einfach zurück und lassen uns überraschen, wie es die nächsten Wochen vor Saisonstart weitergeht.

Union beginnt die Vorbereitung auf die neue Spielzeit

Während Taiwo also fehlte ist ein Teil von Unions Bundesliga-Kader gestern in die Vorbereitung auf die Saison 2022/23 gestartet. Neben vielen bekannten durfte Urs Fischer und sein Trainerteam auch noch ein paar neue Gesichter begrüßen. So konnte Neuzugang Jamie Leweling bereits ohne Schmerzen einige Runden auf dem Trainingsplatz drehen und hofft darauf, bald ins Teamtraining einzusteigen. Torwart-Neuverpflichtung Lennart Grill hat dagegen ein klares Ziel: So viel wie möglich zu spielen. Übersetzt bedeutet die kleine Kampfansage, dass er die Nummer eins werden möchte. Milos Pantovic hat derweil unterstrichen, dass er ein Mannschaftsspieler ist.

Immerunioner

Grischa Prömel hat von den Berlinerinnen und Berlinern, die abgestimmt haben ein Abschiedsgeschenk bekommen und ist zu Berlins Profifußballer der Saison 2021/22 gewählt worden. Damit ist er nach Steven Skrzybski, Rafa Giekewicz und Christopher Trimmel der vierte Unioner in Serie, dem dieses Ehre zu teil wird. Auch von unserer Stelle Herzlichen Glückwunsch, Grischa!

Sebastian Polter, der diese Auszeichnung in der Spielzeit 2014/15 im Union-Trikot erhielt, wechselt derweil vom VfL Bochum zum Reviernachbarn nach Gelsenkirchen und könnte zusammen mit Simon Terrode und Marius Bülter eine ziemlich Ex-Union-lastige Offensive bilden.

Und sonst so?

Laut Kurier ist Union an Linksverteidiger Philipp Max interessiert. Der ehemalige deutsche Nationalspieler könnte die linke Seite beackern und würde von PSV Eindhoven (wie Timo Baumgartl) kommen.

Am Sonntag wurden die SpecialOlympics 2022 in der Alten Försterei eröffnet.

Und, die DFL denkt mal wieder weit und sinnvoll voraus.

 

4 Kommentare zu “Der Abschied von Taiwo ist wohl nur noch eine Frage der Zeit

  1. Wären Verträge über mehr als zwei Jahre realistisch, oder wäre diese zu teuer, zu riskant? Solange es bei zwei Jahresverträgen bleibt, werden wir damit leben müssen, Talentschaufenster zu sein.

    • Das dürfte immer darauf ankommen, wer bei den Verhandlungen am längeren Hebel sitzt und wer sich welche Entwicklung erhofft. Tendenziell werden Spieler mit hoher Ablöse aber längere Verträge erhalten, ablösefreie Spieler kürzere.

  2. Maria Draghi

    Im ersten Moment dachte ich angesichts des Max-Artikel im Kurier: „Wow, da hat es endlich mal einer der Berliner Union-Journalisten geschafft, Neues und Wichtiges exklusiv vor allen anderen zu veröffentlichen.“ War ja keine Quelle in dem um 21:24 Uhr veröffentlichten Artikel genannt.

    Bis sich herausstellte, dass Florian Plettenberg (Sky) die Nachricht bereits 18 Uhr getwittert hatte.

    Sehr schade, aus zweierlei Blickrichtungen.

  3. Thomas Koepnick

    Anstatt Philipp Max zu kaufen, würde ich eine Verlängerung mit Bastian Oczipka begrüßen. Wenn er mal gespielt hat, hat er gekämpft und war immer für gefährliche Flanken gut.

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