Blog State of the Union

Unions veränderte Spielweise lässt sich durch eine neue Statistik gut belegen

Dass Union dieses Jahr größtenteils einen anderen Stil spielt als noch in der Vorsaison, ist leicht erkennbar und vor allem dem vorhandenen Personal geschuldet. Christoph Biermann hat sich in 11FREUNDE mit einem Phänomen beschäftigt, welches sich in der ganzen Liga, aber besonders drastisch bei Union, beobachten lässt. Es gibt einen messbaren Druckabfall im Spiel der meisten Bundesligisten. Drucksituationen, also Situationen in denen ein Gegenspieler dem ballführenden Spieler auf mindestens 3,5 Meter nahe kommt, haben abgenommen.

Produzierte jedes Bundesliga-Team in der Saison 2019/20 noch durchschnittlich 167 Situationen dieser Art in 90 Minuten, sind es in der laufenden Saison nur noch 144. Union verzeichnet dahingehend den größten Rückgang. Lag das Team von Urs Fischer in der letzten Saison mit 172 Aktionen in denen Druck auf den Gegner aufgebaut wurde noch über dem Liga-Schnitt, kommen die Eisernen in der aktuellen Spielzeit nur auf 126 Aktionen. Das ist ein minus von 26 Prozent.

„Letztes Jahr waren wir gefühlt bei jedem Angriff im Pressing“ (Christopher Trimmel über die veränderte Spielweise)

Waren vorher vor allem lange Bälle auf Sebastian Andersson und anschließender Gegnerdruck ein probates Mittel, wird sich nun häufiger nach vorne kombiniert. Insgesamt bieten die Zahlen also keine ganz neue Erkenntnis. Dafür unterstreichen sie aber zumindest die Wahrnehmung, die wohl die meisten beim Schauen von Union-Spielen hatten.

Zu ergänzen ist allerdings, dass im Artikel nur Werte bis zum 18. Spieltag miteinbezogen wurden. Ich kann daher nicht wirklich einschätzen, ob sich die Spielweise bspw. durch die Verletzungen von Awoniyi und Becker wieder etwas mehr in Richtung mehr Gegnerdruck geändert hat. Aktuelle Zahlen findet ihr hier.

Die nächsten Spiele werden auch über für die Kaderzusammensetzung für die nächste Saison entscheidend sein

Viele Medien berichten über Unions mögliche Europapokalteilnahme und ihre Auswirkungen.

So wird in der Print-Ausgabe des Kickers das anstehende Spiel gegen Eintracht Frankfurt sowie die darauf folgenden Partien als Aufhänger genutzt um einerseits über eine mögliche Europapokalteilnahme und anderseits über mögliche Abgänge zu spekulieren. Robert Andrich und Marvin Friedrich (beide Vertrag bis 2022) gelten dabei als Tafelsilber und als Mittel um das coronabedingte Defizit aus dem vergangenen Geschäftsjahr von rund 7,5 Mio. Euro auszugleichen.

In diesem Zusammenhang berichtet der Kicker auch von einer Ausstiegsklausel bei Marvin Friedrich.

Erfahrene Antreiber: Christopher Trimmer und Christian Gentner, Foto: Matze Koch

In der BZ wird dagegen mal nachgerechnet auf wieviele Europapokalminuten der aktuelle Union-Kader kommt. Mit Christian Gentner (51 Spiele/ 4010 Spielminuten) und Christopher Trimmel (37 Spiele/ 2542 Spielminuten) kommen die beiden ältesten Akteure auch auf die meisten Minuten im Europapokal. Zudem hat Urs Fischer schon drei schweizerische Mannschaften (Zürich, Thun, Basel) im Europapokal betreut. Am Ende des Artikels wird zudem Unions hohes Durchschnittsalter (zweitältestes Team der Bundesliga) als möglicher Vorteil im Kampf um Europa angesehen. Ich finde solche Statistiken immer schwierig und sehe in ihnen, um es mit Jürgen Klinsmanns Worten zu sagen, wenig Mehrwert.

Und sonst so

Eine Union-Kneipe braucht Unterstützung. Wer helfen will, kann gerne spenden!

Außerdem gibt es mal wieder neue Union-Sticker.

Und einen sehr tollen und aufmunternden Videoclip…

Zudem hat eine britische Sportjournalistin über einige persönliche schlimme Erfahrungen im Rahmen von ihr begleiteten Fußballspielen geschrieben.

9 Kommentare zu “Unions veränderte Spielweise lässt sich durch eine neue Statistik gut belegen

  1. Wuhleblut

    Das coe hat gerne Freikarten vom Verein an Fans mit Vollpreis verkauft.
    Gerne kann die wortwörtliche Assi-Kneipe in der dahinter liegenden alten Spree untergehen.
    Als hätten die kein Geld auf der hohen Kante.

    • Es ist nicht nur das COE das Hilfe braucht. So ziemlich alle Kneipen sind betroffen. Ich gehe gerne ins ULURU wo Rayk und Jens auch Hilfe brauchen.

      Zu den Aufklebern: wird schwer die in DM zu bezahlen ;-)

    • Ich hätte noch ein paar alte DM Stücke z.H. ;)

  2. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Mone so etwas macht, was du ihr da vorwirfst.

    Es brauchen viele Kneipen Hilfe. Das ist leider so.

    Eisern
    Jan

  3. Jimmy Hoge

    Dankeschön für den Bericht über meinen Tweet! Hoffentlich hilft es,dem Coé zu helfen!

  4. Das Kommunismusdesign der Aufkleber will sich mir nicht wirklich erschließen. Gruselig.

    • silberhacke

      samt FDJ-sonne und gestrecktem ährenkranz … alter … rätselhaft beliebiger folkloremix.

  5. Warum dann für DM und nicht Mark der DDR?

  6. Zürcher

    Kommentar zum Artikel: Thema Europapokal.
    Wieso nicht? Mit erfahrenen Trainer und motivierter Mannschaft. Und ja, mit Doppelbelastung aber dafür käme auch ein wenig Geld rein in dieser schwierigen Corona Zeit. Union hat nichts zu verlieren sondern kann nur gewinnen. Vielleicht würde sich auch der eine oder andere Spieler einen möglichen Wechsel nochmals überlegen.

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