Zum DFB-Pokalspiel in Verl kommt der Video-Assistent mit dem Van

Im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen Verl am Mittwoch wird der Videoassistent zum Einsatz kommen. Bisher war das ab dem Viertelfinale der Fall. Doch der Pokal hat nicht nur seine eigenen Gesetze, sondern immer auch unterschiedliche Infrastruktur bei den gastgebenden Vereinen. Deshalb fehlt an manchen Orten die geforderte Glasfaserverbindung (da können wir im Kupferkabel-Deutschland alle ein Lied von singen). Deshalb gibt es laut Kicker in Verl und an zwei anderen Spielorten den Videoassistenten vor Ort. Das ist eine erprobte Lösung, die auch schon in Relegationsspielen zum Einsatz kam und Anlass bietet, etwas mehr Abwechslung in die Anti-Videobeweis-Gesänge zu bringen.

"Schiri, wir wissen, wo der Videowagen steht!", Twitter: @_campinho_

“Schiri, wir wissen, wo der Videowagen steht!”, Twitter: @_campinho_

Union-Trainer Urs Fischer warnt vor Verl

Urs Fischer nimmt das Spiel in Ostwestfalen allerdings sehr ernst und sagte auf der Pressekonferenz vor dem Spiel (gibt es auf AFTV):

“Ich habe eine Mannschaft gesehen, die immer wieder hoch  anläuft und den Gegner zu pressen, eine Mannschaft, die versucht, Fußball zu spielen. Sie haben sehr schnelle Leute auf der Seite und stehen in der Organisation kompakt. Das wird eine ganz schwierige Aufgabe.”

Wie fast schon traditionell bei Pokalspielen unter der Woche wird die Frage nach der Rotation gestellt (Bild, Kurier, Morgenpost) Die ist auch berechtigt, wenn wir uns anschauen, dass Union nach der Partie nicht zurück nach Berlin fährt, sondern in Bielefeld bleibt und von dort nach Bremen reist. Der Reisekader wird laut Urs Fischer 22 bis 23 Spieler umfassen.

Mit ein paar Semestern Forsthaus-Astrologie als Erfahrung entnehme ich den Aussagen von Urs Fischer, dass es den einen oder anderen Wechsel geben wird, wir aber keine komplette Rotation sehen werden. Dazu ist der Pokal auch viel zu lukrativ und die Verl als Regionalligist ernstzunehmen. Das ist schließlich keine Thekentruppe in der 4. Liga.

Daniel Teixeira bei Unions Auftritt in Verl 2001. Foto: 1. FC Union Berlin

Daniel Teixeira bei Unions Auftritt in Verl 2001. Foto: 1. FC Union Berlin

1520 Unionfans fahren zum DFB-Pokal-Spiel nach Verl

Weil die Frage aufkam: 1520 Tickets des 5000 Personen fassenden Stadions gingen an den 1. FC Union Berlin. Das und noch mehr Infos rund um die Pokal-Partie hat der Kicker zusammengefasst. Dass Christopher Trimmel Verl ganz gut auf einer Deutschlandkarte einzeichnen kann (Respekt dafür!) und Michael Parensen noch gute Kontakte in Ostwestfalen hat, weiß der RBB. Eine anfeuernde Kolumne nach der hohen Niederlage in Dortmund hat der Kurier im Angebot.

Mein erstes richtiges Auswärtsspiel war tatsächlich die Regionalliga-Partie in Verl 2001, die Union nach dem sicheren Aufstieg 1:2 verloren hat. Aber immerhin konnte ich mit Daniel Ernemann abklatschen.

Abklatschen mit Daniel Ernemann im Juni 2001, Foto: 1. FC Union Berlin

Abklatschen mit Daniel Ernemann im Juni 2001, Foto: 1. FC Union Berlin

Neues von Rafal Gikiewiczs Vertragsverhandlungen

Bereits gestern schrieb die Bild, das Unions Keeper Rafal Gikiewicz das erste Angebot von Union abgelehnt hat. Das kommt jetzt nicht überraschend, denn das Angebot stammte aus dem Dezember. Und seit Januar darf Gikiewicz als Free Agent ohne Erlaubnis von Union frei mit allen Klubs über einen neuen Vertrag verhandeln. Das ist der echte Test des eigenen Marktwerts.

Die Rahmenbedingungen sind ansonsten bekannt. Gikiewicz befindet sich in einem Dreieck, das aus den Eckpunkten Geld, sportliche Herausforderung und passt für die Familie gebildet wird. Er kann aber immer nur 2 Punkte gleichzeitig komplett haben. Dazu kommt Unions Doktrin, dass Spieler für 1. und 2. Bundesliga unterschreiben sollen. Das passt eigentlich nicht zu Gikiewicz, der gerne in der Bundesliga bliebe.

Rafal Gikiewicz muss sich entscheiden, was ihm für den nächsten Vertrag am wichtigsten ist, Foto: Matze Koch, Montage: Textilvergehen

Rafal Gikiewicz muss sich entscheiden, was ihm für den nächsten Vertrag am wichtigsten ist, Foto: Matze Koch, Montage: Textilvergehen

3 Gedanken zu „Zum DFB-Pokalspiel in Verl kommt der Video-Assistent mit dem Van

  1. “Die Rahmenbedingungen sind ansonsten bekannt. Gikiewicz befindet sich in einem Dreieck, das aus den Eckpunkten Geld, sportliche Herausforderung und passt für die Familie gebildet wird. Er kann aber immer nur 2 Punkte gleichzeitig komplett haben.”

    Wenn beide Vertragspartner eine Kröte schlucken müssen, ist eigentlich alles in Ordnung – bei Union wird es dann wohl Geld sein, denn von der Verpflichtung für die 2. Liga kann auch aus Gründen der Fairness gegenüber allen anderen Spielern nicht abgewichen werden.

  2. Na ja, bei entsprechend gutem Willen auf beiden Seiten ist auch das Thema 2. Liga lösbar: Ausstiegsklausel mit festgeschriebener Ablösesumme. Aber dazu müsste Gikiewicz bereit sein, etwas von seiner aktuell sehr guten Verhandlungsposition aufzugeben. Und er muss dabei davon ausgehen, dass sich schon ein anderer Verein findet, der bereit ist, dieses Geld für ihn auszugeben (was dann ggf. nicht für ein entsprechend höheres Gehalt und/oder Handgeld zur Verfügung steht). Zumal falls die Entscheidung 1. oder 2. Bundesliga erst im Mai fallen sollte.

    Aber man kann halt nicht alles kriegen und die Option an sich, im Zweifel wechseln zu können, hat auch einen Wert.

  3. Ich frag mich ja, was raphas Problem ist.

    Köpenick ist nicht weit von Polen entfernt (man sieht auf Instagram immer wieder, wie oft er mit der Familie rüber fährt)
    Wenig Geld verdient er hier auch nicht (natürlich weniger als in england oder Frankreich, aber trotzdem genügend um danach nicht mehr arbeiten zu müssen)
    Und er ist fest gesetzt als Torwart Nummer 1.

    Also im Grunde frag ich mich, wo er sportlich hin möchte? Will er Stammhüter der polnischen Nationalmannschaft werden? Ja dann muss er einen Club finden der Championsleague spielt und bei dem er immer auf dem Rasen steht.
    Will er mehr Kohle? Dann hätte er von Anfang an nicht zu Union kommen dürfen.
    Seine Kinder werden auch immer älter und ich glaub nicht, das er Bock hat seine Familie zu vernachlässigen. Dafür ist er zu sehr Vater.

    Ich seh bei dem Bengel irgendwie nicht durch.

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