Welche Perspektive hat Lars Dietz bei Union?

Im Kicker schreibt Jan Reinold über Lars Dietz und seine Perspektive bei Union. Dort lesen wir, dass Urs Fischer Einzelgespräche über die Zukunft von Spielern wie mit Dietz oder auch Jakob Busk gern auf dem Trainingsplatz sitzend führt.

Lars Dietz unf Urs Fischer beim 1. FC Uninon

Fischer und Dietz besprechen sich, Photo: Matze Koch.


Dietz sagt im Kicker, dass der Trainer in diesem Gespräch zwar Zufriedenheit mit seiner Entwicklung geäußert habe, die Zeichen aber wohl eher auf einen erneuten zeitweisen Abschied via Leihe stehen. Mögliche Ziele (in der zweiten Liga) für eine Leihe werden dabei aber nicht genannt. Dass Dietz in Konkurrenz mit Marvin Friedrich, Neven Subotic, Keven Schlotterbeck, Nicolai Rapp, Florian Hübner, Michael Parensen und Lennard Maloney (der auch noch verliehen werden soll) aber nicht damit rechnet, so viel Spielzeit zu bekommen, wie für seine Entwicklung nötig wäre, ist sehr nachvollziehbar. Matze Koch lässt in Bild aber mehr Optimismus für Dietz Chancen durchklingen.

Der Kurier schreibt über die Regelschulung bei Union. Während man sich die Änderungen beim Handspiel und anderen Regeln am besten von CollinasErben erklären lässt, war mir tatsächlich neu, dass Spieltags-Kader nun 20 Plätze haben.

Vorschauen auf die Bundesliga-Saison gibt es gerade an immer mehr Orten. Zum Beispiel im Gut Sport Podcast oder bei 11Freunde. Die Prognosen für Unions Platzierung in der Tabelle liegen dabei wenig überraschend meist zwischen Platz 15 und (häufiger) 17 oder 18. In der Vorschau in diesem Text bei N-TV kommt auch etwas Input von uns vor.

Außerdem in dieser Sektion: Berkan Taz hat für Cottbus wieder getroffen, gegen Herthas U23 aber trotzdem 5-2 verloren. Leider sind bei dem Spiel Fans beider Vereine mit menschenverachtendem Verhalten aufgefallen: Homophobie bei Cottbus, …

… und Antiziganismus bei Hertha:

Anderswo in Berlin hat Chrissi Quiring eine Vorarbeit zu Altglienickes 4-1 Sieg beigesteuert (vom Spiel gegen Auerbach gibt es Bilder bei Football & Wildlife Media). Chinedu Ede hat dagegen seine aktive Karriere beendet.

Fantreffen

Das erste Fantreffen der Saison findet am kommenden Dienstag statt – mit Unions sportlicher Leitung in Form von Trainer Urs Fischer und Sportdirektor Oliver Ruhnert.

Stadien

Im kürzlich reaktivierten Union-und-Hertha Blog “Berlin Derby Blog” ist gestern ein Artikel erschienen, in dem ‘@meckakopp’ die Situation der beiden Vereine mit Blick auf ihre jeweiligen Stadien vergleicht, nachdem es neulich ja neue Stellungnahmen der Politik zu Herthas Standortsuche gab. Dabei kommt er zu dem Ergebnis, dass Union die bessere Perspektive, Hertha aber den stabileren Status quo habe. Die Erkenntnis, dass der Ausbau des Stadions an der Alten Försterei dringend notwendig ist, ist natürlich unstrittig.

Und sonst so

Größere Mengen Popcorn kann man sich bereitstellen, wenn man vor hat, das Geschehen bei Tennis Borussia Berlin zu verfolgen, so lange man dabei nicht emotional oder funktional involviert ist.

Denn gestern wurde zunächst gemeldet, der umstrittene Vorstandsvorsitzende Jens Redlich zurückgetreten sei. Doch dann sagte zunächst Redlich, das sei nicht der Fall, und erschien dann auf der Homepage des Vereins ein Statement der “Mehrheit des Aufsichtsrates, des komplette Vorstand und des Ältestenrat”, in dem vom “heutigen „Putschversuch“ der beiden Aufsichtsratsmitglieder Christian Gäbler und Franziska Hoffmann” die Rede war. Die hätten sich unrechtmäßig Zugang zu Geschäftsräumen verschafft, heißt es in der Erklärung unter anderem. Dieses Level an Chaos hat selbst Union in den 90ern nicht geschafft.

Der Tagesspiegel versucht zu notieren, was dabei passiert sein könnte. Zum Beispiel, dass in dem neuen, scheinbar im Vereinsregister eingetragenen Vorstand jemand vertreten ist, den der Verein vor kurzem erst entlassen und beschuldigt hat, mit Geld unverantwortlich umgegangen zu sein, nur um dieses Behauptung vor Gericht untersagt zu bekommen.

Die aktive Fanszene Tebes wolle jedenfalls am Wochenende zu ihrem Verein zurückkehren. Watch this space.

15 Gedanken zu „Welche Perspektive hat Lars Dietz bei Union?

  1. Die im Berlin Derby Blog angesprochene Komponente über das Verhältnis innerhalb der Anhängerschaft halte auch ich für eine der größten Herausforderungen Unions der letzen Jahre.
    Wirft man einen Blick auf Kommentare in Foren und soziale Medien wird einem schon vor dem ersten Spieltag Angst und Bange was den “sozialen Frieden” untereinander angeht.

  2. der artikel unter “berlinderby.blog” zur kapazitätssituation der AF und damit verbundener sorgen und gefahren triff mE voll ins schwarze!

    zitat:

    “Die Wachstumsbegrenzung betrifft also nicht nur potentiell „neue“ Interessenten, sondern auch Freunde, Verwandte und Bekannte von „Alteingesessenen“ (sowie diesen selbst!) und schmälert damit das Erlebnis „1.FC Union“ als Teil der eigenen, individuell-gesellschaftlichen Sozialisierung. Wer ist denn nicht zum ersten mal als Begleitung seines Vaters, Mutter, Bruder, Schwester oder Kumpels bei Union gewesen?”

    in der tat, eine bedrückende situation…
    eine alte freundin von mir, mit der ich in jugend(liebe)tagen öfter in der AF und sogar auswärts (liga staffel B – oh jeh!) war und mit der ich mich vor kurzem mal wieder auf einen plausch über alte zeiten und neues im leben traf, sagte mir, sie hätte unions entwicklung über all die jahre immer mit großer sympathie verfolgt und würde nur zu gern mal wieder mit mir zusammen zu einem spiel gehen.
    ihr war – obwohl sie wusste, dass es bei uns immer voll sein würde – gar nicht klar, dass ich – obwohl vereinsmitglied – so gut wie keine chance habe, ihr diesen wunsch in absehbarer zeit zu erfüllen.

    und sicher kennt fast jeder von euch solche geschichten.
    die sich – im vergleich zu diesem “allerweltsbeispiel” – umso “dramatischer” und bedrückender darstellen, je unionverbundener (ggf. schon seit jahrzehnten) der betroffene ist.

  3. Da Lob ich mir doch unser “Hertha und der KSC, schwule Liebe ist okey”. Politisch in Ordnung Daniel?

  4. ich bin mir jedenfalls sicher, dass du und deine gesinnungsfreunde sich kaum einkriegen werden ob der vermeintlich provokanten genialität dieses, für meine begriffe anno 2019 herrschender realität, etwas altbacken-fade anmutenden tante-schmährufs.

    zumal obendrein der (womöglich gar nicht mal mehr als solcher beabsichtigte) nebeneffekt, den “eigenen schwullesbisch-linksversifft-verlogenen gutmenschenzecken” gleich mit abzuwatschen, euch sicher besonderes vergnügen bereitet.

    so what…:-)
    wer’s mag / braucht…bitteschön!

  5. Mo Mo Mo… Was du aus einem Satz den ich geschrieben so alles über mich weißt…Gesinnungsgenossen…aus der rechten Ecke vermute ich mal? Man man man…klar war das eine mit nem Augenzwinkern gemeinte Provokation für Daniel, auf die er auch cool reagiert hat aber es muss anscheinend immer Leute geben, bei denen sofort der Beissreflex ausgelöst wird und die gleich die grosse Keule rausholen, but so what…

  6. p.s.

    einigen (nicht selten erklärtermaßen “unpolitisch” daherkommenden) mit-unionern soll übrigens dieses hier (vorübergehend) prima gefallen (haben):

    “cottbus und union:
    männerfreundschaft und nation”

    auch das haben und werden wir überstehn. :-)

  7. Mir gefällt der Artikel im “Berlin Derby Blog” auch sehr gut.
    Zu:
    “…möglichst auch die, die „draußenbleiben“ weiterhin irgendwie einzubinden und mitzunehmen.”
    Yeah, ein Public Viewing in Stadionnähe für die, die – in der Übergangsphase, die hoffentlich nur zwei Jahre dauert! – draußen bleiben müssen, wäre ein Träumchen!
    (Wie ist das eigentlich bei St. Pauli – haben die nicht auch nach der Stadionerweiterung dieses Problem…?)

  8. Mich würde auch mal interessieren, welchen Stellenwert die beiden letzten Testspiele gegen Celta Vigo haben. Am Freitag unter Ausschluss der Öffentlichkeit (obwohl man beim Verein tunlichst darauf bedacht ist, diesen Termin unter den Tisch zu kehren (Warum?)) und Samstag dann im Stadion.
    Samstag dann die vermeintliche A-Elf und Freitag die “Reserve”?

  9. dank für die tolle idee, @tarantandy!

    public vewing in stadionnähe – ein phantastischer gedanke – eine gänsehautprovozierende vorstellung!

    das könnte einigen druck aus der sich absehbar noch verschärfenden situation nehmen.
    und darüber hinaus könnte es der zündende gedanke sein, dem das “eiserne buch der andersartigkeit” dereinst ein neues, geiles kapitel zu verdanken hat.

  10. außerdem würde solch ein zusätzlicher menschenstrom gen köpenick das nachdenken der städtischen beamtenschaft iS verbesserung der verkehrsverhältnisse doch sicher noch…befördern? ;-)

    LARS DIETZ, der anscheinend gut drauf ist, könnte einer dieser jungen wilden sein, deren abgang man eines tages besonders zu bereuen hätte.
    er könnte sich als einer dieser kometenhaften aufsteiger entpuppen, mit deren aufglühen niemand rechnen konnte.
    wer weiß das schon vorab…? niemand.

    sicher hat es sein gutes, wenn solch ein anerkannt talentierter anschluss-spieler leihhalber auf möglichst hohem niveau bei einem anderen verein – als nahezu gesetzter – neuzugang spielpraxis sammeln kann.
    auf der anderen seite muss das die identifikation eines spielers mit union nicht unbedingt befördern.
    wir wissen ja, was ein marvin friedrich für einen bock darauf hatte, bei seinem seinerzeit “rechtmäßigen eigentümer” potenziell die bank zu drücken…

  11. Zur Kapazitätssituation an der AF kann nur die FDP mit ihrem Motto helfen: Bauen, Bauen, Bauen. Und möglichst schnell. Aber das liegt ja leider nicht allein in unseren Händen.
    Und ich vermute, dass wir mit 37 000 schon wieder zu klein geplant haben.

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