Ken Reichel ist der 4. Neue und Union setzt bei den Transfers ganz offensichtlich auf Erfahrung

Gestern hat Union die Verpflichtung von Rafal Gikiewicz (30) für die Torhüterposition bekanntgegeben (Vereinsmitteilung) und vorhin die von Ken Reichel (31) als Linksverteidiger (Vereinsmitteilung). Schauen wir auf die bisherigen Transfers mit Florian Hübner (26) und Sebastian Andersson (26), dann fallen zwei Dinge auf. Erstens, dass Union vor allem auf Erfahrung setzt. Für mich ist das und die Vertragslaufzeit aller Spieler (alle 4 Zugänge haben Verträge bis 2020 erhalten) ein Zeichen dafür, dass man den wahrscheinlichen Umbruch im nächsten Sommer (13 Verträge laufen 2019 aus) elegant über die Bühne bringen möchte und gleichzeitig hofft, den Weggang dreier Leistungsträger (Steven Skrzybski, Toni Leistner und wahrscheinlich auch Kristian Pedersen) mit sicheren Transfers in dieser Spielzeit zu kompensieren.

Was als Zweites auffällt: Manager Oliver Ruhnert muss eine beachtliche Kollektion blauer Lacoste-Polo-Shirts haben. Dieser Hinweis fiel gestern in den Kommentaren. Vielleicht ist das ja sein Vertragsunterschrifts-Glücks-Shirt und löst das Skelett ab, das wir bei Helmut Schulte lange im Hintergrund gesehen haben (ja, viel wahrscheinlicher ist, dass alle Verträge am gleichen Tag unterzeichnet wurden).

Screenshots: AFTV

Hier die Berichte der Berliner Medien zur Verpflichtung von Rafal Gikiewicz:

Jakob Busk hat gestern mehrere Videos seiner persönlichen Saisonvorbereitung gepostet. Auch eine Art, auf die Torhüter-Verpflichtung zu reagieren. Ich bin ehrlich gespannt, wie sich der Kampf um die Nummer 1 im Tor entwickeln wird.

Bild/BZ haben noch ein kurzes Interview mit Florian Hübner im Angebot. Und der Kurier berichtet, dass die Ex-Unioner Björn Jopek und Adrian Nikci jeweils neue Klubs gefunden haben.

Als ich gestern meinen Nachbar im Hausflur getroffen habe, sagte er zu den Transfers von Dennis Daube und Stephan Fürstner in die 3. Liga: “Da muss man sich schon fragen, ob die Kaderqualität hinter der ersten Elf wirklich aufstiegsreif war, wenn die keine Klubs in der Zweiten Liga finden.” Kann man drüber nachdenken. Richtigen Einfluss hatten beide in ihrer Zeit bei Union nicht wirklich. Und gerade bei Stephan Fürstner war das wirklich enttäuschend. Da hatte ich mir tatsächlich mehr erwartet.

Und was geht bei der WM?

Die Spielqualität überzeugt mich im Großen und Ganzen immer noch nicht. Aber für Kenner des Umberto-Witzes gab es gestern was zu lachen:

4 Gedanken zu „Ken Reichel ist der 4. Neue und Union setzt bei den Transfers ganz offensichtlich auf Erfahrung

  1. Ich schrieb es ja schon vor ein paar Tagen, aber nun scheint es sich immer mehr zu bestätigen: wir leiteten gerade den “Umbruch 2020” ein. ^^ Sebastian irrt da in seinem Text. ;)

  2. Zumindest ist bei Zugängen dieser Altersklasse unwahrscheinlicher, dass sie nach einer plötzlichen Leistungsexplosion weggekauft werden. Kann man gut finden oder auch nicht. Alles in allem denke ich, die sind kein Statement in Richtung “Aufstieg jetzt”, aber der wird angesichts der starken Absteiger ohnehin schwer. Für ein Übergangsjahr aber gute Lösungen, und wahnsinnig teuer waren sie vermutlich auch nicht. Vielleicht legt man das Geld beiseite und greift nächsten Sommer richtig an.
    Ein paar der auslaufenden Verträge sollte man vielleicht noch verlängern, um nicht im Winter zu viel Druck zu haben.

  3. Funfact: in den videos von jakob Busk ist auch der Lord höchstpersönlich zu erkennen.

  4. Der Aufstieg 2020 wird tendenziell eher schwerer als der in der kommenden Saison. Mit Hertha, Frankfurt und dem HSV (2. Versuch) balgen sich die finanziellen Schwergewichte um die direkten Aufstiegsplätze und Union muss seine bescheidenen Mittel in Sauerstoffmasken investieren. Schlechte Voraussetzungen für AJ. ^^ ;)

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