Fehlstart? Noch ist Union im Pokal nicht ausgeschieden

Fehlstart. Nicht funktionierendes Umschalten im Mittelfeld. Zu viele, zu einfache und kuriose Gegentore. Das ist das, was ich heute als Analyse aus den Berliner Medien mitnehme. Und der einzige Lichtblick? Collin Quaner.

Damir Kreilach, Felix Kroos und Jakob Busk nach dem Abpfiff, Foto: Matze Koch

Ich bin auch unzufrieden mit Punktausbeute von nur einem Zähler aus zwei Spielen. Aber vielleicht haben mich tatsächlich die vergangenen Saisonstarts von Union weichgekocht. Da war immer erst nach fünf oder sechs Spieltagen klar, wie die Mannschaft aussehen und spielen wird. Und genau das gleiche Gefühl habe ich auch jetzt. Schauen wir mal, wie es weiter geht. Oder anders gesagt: Noch sind wir im DFB-Pokal nicht ausgeschieden.

Das schreiben die Berliner Medien:

Fabian Schönheim, Kristian Pedersen und Toni Leistner nach Abpfiff gegen Dresden, Foto: Matze Koch

Wo liegt eigentlich das Problem?

Einen Punkt finde ich interessant und wenn ich hier im Urlaub ansatzweise vernünftiges Internet hätte (es gibt hier nur einen sehr langsamen Telekom-Hotspot beim Bäcker), würde ich mir unter diesem Gesichtspunkt die Spiele gegen Dresden und Bochum noch einmal anschauen. Kann es vielleicht sein, dass die Mannschaft etwas gespalten ist zwischen dem Verhindern von Gegentoren und der Unterstützung der Offensivbemühungen? Oder haben Dresden und Bochum einfach perfekt die Abwehr am Aufrücken verhindert, so dass Bälle in den Zwischenraum gespielt werden konnten?

Darauf lässt dieser Absatz aus dem Tagesspiegel schließen:

Vor allem zwischen Abwehr und Mittelfeld klaffte bei Ballgewinnen des Gegners eine zu große Lücke. ‘Wir haben zu viele zweite Bälle nicht bekommen, weil unsere Achter relativ langsam umgeschaltet haben’, sagte Leistner.

In der BZ sagt Toni Leistner dazu noch:

Verteidiger Toni Leistner (25) über die vier Treffer: ‘Das gefällt mir nicht. Auch weil das zweite Tor in Bochum und gegen Dresden jeweils kurios war. Das muss man verhindern. Den ersten Ball hatten wir gewonnen, den zweiten verloren. Die Absicherung hat gefehlt.’

Was beide Aussagen von Toni Leistner gemeinsam haben, ist das Beklagen der mangelnden Kompaktheit. Und das wird wahrscheinlich auch der Punkt sein, an dem Jens Keller arbeiten wird. Und ob sich Collin Quaner wirklich zurückgemeldet hat, darüber reden wir ernsthaft noch einmal, wenn er mal fünf Spiele hintereinander in der Startelf stand. Ich gönne ihm vom Herzen beide Tore. Aber ein Spiel ist eben keine ganze Saison.

Der Podcast zum 2:2 gegen Dresden

Ich habe den Podcast mangels Internet noch nicht gehört, aber Robert, Hans-Martin und Gero haben gestern im Textilvergehen-Studio in Friedrichshain die aktuelle Episode zur Partie gegen Dynamo aufgenommen: Teve263 – Nah dran ist nicht drin

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