Vielleicht fangen wir erst einmal mit einem korrekten Satz Trikots an

Union verliert 2:3 in Düsseldorf. Und, so bitter es auch klingt: Das hat sich das Team komplett selbst zuzuschreiben. Zu uninspiriert war die erste Halbzeit und nach einer starken Leistung in der zweiten Hälfte, in der das Spiel gedreht wurde, hat dann das gefehlt, was Union noch in der vergangenen Saison so stark gemacht hat. Eine Strafraumverteidigung, die dem Gegner ab 30 Meter vor dem Tor sagt: Mach dort, was du willst, aber hier kommst du nicht weiter! Oder wie es Daniel bei Eiserne Ketten schreibt: Union spielt bei Führungen keinen defensiven Ballbesitzfußball und schenkt den Ball in solchen Phasen zu leichtfertig weg.

Das Daumendrücken von Steven Skrzybski gestern hat jedenfalls nicht geholfen:

Auf geht's Männer, holt euch den Sieg 💪🏼🔴⚪️ @1.fcunion

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Bevor es ernst wird.

Wenn ich es irgend einrichten kann, gehe ich zum Trainingsauftakt. Trainingsauftakt ist wie kurz bevor am Weihnachtsbaum die Lichter angezündet werden. Der goldene Vorhang im Kino International. Die Vorband von den Pixis. Man bereitet sich auf Großes vor und weiß doch, dass noch ein bißchen Zeit ist bis dahin. Deshalb kuckt man erstmal in Ruhe Nickis, wer noch alles da ist und wie die neuen Jungs so aussehen. Wir müssen uns ja erst noch aneinander gewöhnen.

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Wie Union in Berlin sichtbar ist

Für viele gilt Union ja als der Kiezklub aus Köpenick. Und das ist selten nett gemeint. Der Verein solle doch alle Berliner vertreten. Ich habe bisher und werde wohl auch nie das Problem daran erkennen. Natürlich kann ein Klub in einem Teil Berlins beheimatet sein, diese Identität herausstellen und trotzdem für alle Berliner offen sein. Umgekehrt kehrt nun auch niemand aus dem Osten Berlins Hertha den Rücken zu, weil auf ihrem Jubiläumstrikot nur Gebäude aus dem Westteil der Stadt zu sehen sind.

Union ist in der ganzen Stadt sichtbar. Sei es durch die vielen Spielankündigungsplakate oder eben durch ein wahnsinnig riesiges Werbeplakat für das neue Trikot:

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Die drei Unioner und die Gangster-Debatte

Union hat gestern die erste Verplfichtung bekanntgegeben. Aus Köln kommt Marcel Hartel und erhält einen Vertrag bis 2020. Er ist im Mittelfeld zentral und auf den Flügeln einsetzbar (Kurier). Was Jens Keller mit ihm vorhat, werden wir im Sommer sehen. Aber mehr Tempo im Mittelfeld, wie der Kurier vermutet, dürfte sicherlich ein Teil des Planes sein.

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Teve293 – Quiring leuchtete wie ein Gänseblümchen auf dem Teppich

Union verliert 0:1 gegen Heidenheim und beendet damit sicher die Saison auf dem 4. Platz. Wir reden (nicht so viel) über das Spiel, die Verabschiedung von Spielern, Kaderbaustellen, das neue Trikot und das Drachenbootrennen.

Foto: Matze Koch

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Neuer Linksverteidiger, Relegation und Trikotlaunch

Die Familie will an den Badesee bevor die Unwetter kommen, deswegen heute mal in aller Kürze, was in den letzten 24 Stunden bei Union los war:

Jens Keller wurde offiziell den Medien vorgestellt und das wurde darüber geschrieben:

bei uns gab es diesen kleinen Live-Ticker von der Pressekonferenz. Und Fotos gibt es bei union-foto.de

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Teve240 – Eroll hatte das schönste Halloween-Kostüm

"Zurück zu den Basics", hatte Sascha Lewandowski vor dem 2:0 in Heidenheim ausgegeben und einen neuen Kapitän bestimmt. Ex-Spielführer Damir Kreilach zeigte sich befreit, stand aber etwas im Schatten von Zejnullahus Trikot-Verwechslung.


Foto: Matze Koch

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Hannes Teubner: “Es war Lärm, ich stand mittendrin, es war fantastisch!”

In der Bild erzählt Christian Ziege, wie sehr Union sich auf Kevin Prince Redondo freuen kann. Spoiler Alert: Wir können uns sehr freuen. Das ist schön. In der Zwischenzeit fährt eine kleine Union-Delegation nach Bologna, um symbolisch das neue Trikot zu holen.

Dabei ist Hannes Teubner (links im Bild). Manche kennen ihn als Coolhansen. Bei Union ist er der Mann für digitale Medien und den Vereins-Kanal AFTV. Steffis Text über Hannes erschien im Juni 2014 im Köpenicker Magazin Maulbeerblatt.

Der Container rechts neben der Haupttribüne diente als Büro des Greenkeepers, später als Arbeitsplatz der Stadionregie, und der Pop-Art-Künstler Andora hat auch mal drin übernachtet. Jetzt stehen dort zwei Schreibtische, aber auch ein gemütliches Sofa. Um das Tipp-Kick-Spiel auf dem Regal ist eine Alte Försterei aus Papier gebastelt. Union spielt gegen Hertha, für immer. Eine Kaffeemaschine zischt und brodelt, auf der Tasse darunter steht: Maschinenraum. Die Abteilung Multimedia hat hier ihr Zuhause gefunden, Hannes Teubner seine Bestimmung.

Und was so schön nach spielen aussieht, ist eigentlich Arbeit: Das Tipp-Kick war Requisit für das Video zum Derby. „Martin aus dem Fanshop kommt manchmal vorbei, und dann gibt’s auch mal eine kurze Partie. Aber Du siehst, ich liege uneinholbar vorn!“ Dann ist der Kaffee durch, und Hannes erzählt, wie ihm das mit Union passiert ist.

hannes
Foto: Stefanie Fiebrig

Aufgewachsen ist Hannes in Dresden. Sein Vater stammt aus Aue. „Er hatte diese fixe Idee, seine Sympathie für Wismut Aue an seinen Sohn zu übergeben. Ich bin durch eine relativ harte Schule gegangen, in einer Dresdner Schulklasse, in der alle einem erfolgreichen Dresdner Verein zujubelten, und du bist derjenige, der permanent gegen den Abstieg spielt.“

Fußballinteressiert sei er gewesen, sagt Hannes. Fußballfan war er nicht. Nach dem Studium ging er nach Berlin. „Ich habe in Pankow gewohnt und wäre nie auf den Gedanken gekommen, nach Köpenick zu fahren, um Fußball zu kucken.“ Dass es doch irgendwann geklappt hat, war beinahe Zufall. „Weil nämlich Union zu mir kam, in den Jahnsportpark.“

Das Spiel gegen Haka Valkeakoski wurde sein erstes Union-Spiel. Er wollte sich die Partie zu Hause ansehen, der Fernseher lief schon, als ihm auffiel: „Das sind zwei S-Bahnstationen, da fahre ich vielleicht mal hin. Vielleicht gibt’s ja noch eine Karte.“ Die Karte hat er bekommen. „Ich kann mich an das riesengroße Transparent erinnern: Wir brauchen die Alte Försterei zum Leben. Und eine Blockfahne ist über uns gewesen. Es war Lärm, ich stand mittendrin, es war fantastisch!“

Zu einem der nächsten Heimspiele ist er in die Alte Försterei gefahren. „Ich bin auf die Ge-gengerade und hab mich dort oben an diesen Platz gestellt, Höhe Mittellinie, letzte Reihe, vor die Balustrade. Wow!, dachte ich. Hier gehörst du hin. Es ist wirklich so, wie es Nick Hornby erzählt. Wie wenn man sich in eine Frau verliebt. Du kannst das nicht planen. Und dann fing die ganze kaputte Sache an, mit Dauerkarte und Vereinsmitgliedschaft.“

Wie bei vielen anderen hat das, was Hannes studiert hat, mit dem, was er heute arbeitet, nicht mehr viel zu tun. „Ich bin Diplom-Soziologe. Ich hab aber sehr schnell festgestellt, dass aus mir kein Wissenschaftler wird.“ Noch an der Uni hat er mit einem Grafiker zusammen gearbeitet, dessen Entwürfe er in Photoshop umgesetzt hat. Öffentlichkeitsarbeit und Multimedia hat er dabei gelernt. „Später war ich Produktmanager bei einer Musiksoftware-Firma und dann habe ich mich in der Multimedia-Produktion selbstständig gemacht.“


Foto: Matze Koch

Was er anfangs bei Union nebenher gemacht hat, ist inzwischen sein Beruf. „Als 2009 der Aufstieg in die zweite Liga perfekt war und die Idee entstand, dass man Multimedia anders aufzieht, kam die Frage an mich, ob ich das übernehmen würde. Ich habe keine Sekunde gezögert.“

Fußball ist anders, seitdem. „Meine allerliebste Stimmung am Spieltag ist, wenn das Stadion vorbereitet wird und noch keiner hier drin ist. Wenn der Brezelverkäufer seinen Brezelstand aufbaut. Wenn die Jungs von den Greenkeepern anfangen, noch einmal nachzukreiden. Wenn die Rollbanden angeschlossen werden. Jeder geht seiner Arbeit nach. Es ist eigentlich noch leer. Aber du merkst, dass so eine Spannung drin liegt. Das konnte ich vorher nicht haben.“

Hannes‘ Stammplatz im Stadion gibt es seit dem Umbau nicht mehr. „Weil mir Eldi dort einen Pfeiler hingebaut hat. Dieser Pfeiler ist unverrückbar.“ Seit der Eröffnung der großen Tribüne arbeitet Hannes aber während des Spiels in dem Container auf der Gegengeraden. „Die Leute, die dort hinten stehen, sind immer noch die gleichen wie damals. Man kennt sich und grüßt sich noch. Der Kreis schließt sich sehr schön, weil ich jetzt wieder von dort aus Fußball kucke, wo das alles für mich angefangen hat.“

Trikot-Design egal, Hauptsache es gibt auch eine Triple-XL

Lorenz Maroldt vom Tagesspiegel hat in seinem täglichen Newsletter auf die aktuelle Verteilung der Lottogelder in Berlin aufmerksam gemacht. Leider findet sich in der Liste der Begünstigten nicht der 1. FC Union Berlin, der nach einer Absprache mit den Regierenden für den Bau seines Nachwuchsleistungszentrums Lottomittel erhalten soll. Es hängt also wie schon seit langem wahrscheinlich immer noch an der Grundstücksfrage.

Was ich über die vielen Jahre beim Fußball gelernt habe: Wenn im Sommer nichts los ist, wird über die neuen Trikots gelästert. Seit gestern geistern Screenshots durch das Netz, die angeblich die neuen Shirts der Profis zeigen. Verifiziert hat die Bilder niemand. Die Meinungen dazu gehen trotzdem weit auseinander. Alles wie immer also. Dabei wissen wir doch alle, dass ein Trikot nur gut ist, wenn es auch die Version für uns Durchtrainierte in XXXL gibt. Alles andere ist Kokolores, um Ex-Trainer Uwe Neuhaus zu zitieren.


Screenshot via viele bei Facebook

Offiziell werden die Trikots am 20. Juni vorgestellt. Bilder wird es von der Promo-Reise nach Italien zum Ausrüster sicher schon vorher geben. Schlaflose Nächte werde ich wegen des Trikots sicher nicht haben, da müsste schon mehr kommen 😊

Da wir gerade bei Terminen sind:


Foto: Die Waldseite/Facebook

In Bild/BZ geht es um Benjamin Kessel. Wir erfahren, dass er 1,91 Meter groß ist, seine Freundin Alina heißt, er im Friedrichshain eine Wohnung hat und noch nicht weiß, ob er in der Innenverteidigung oder auf rechts spielt.

Der andere Neuzugang Dennis Daube hat sich gestern eine Facebook-Page zugelegt. In seinem ersten Post verabschiedet er sich nach elf Jahren bei St. Pauli von Hamburger Fans. Dabei kommt er so ehrlich und bodenständig rüber, dass ich ihn sehr gerne bei uns in Berlin begrüße. Außerdem hat er ein sensationelles Foto gepostet, das ihn als Bengel in braun-weiß zeigt.

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Foto: Dennis Daube/Facebook

Der Kurier gratuliert Damir Kreilach zur Hochzeit. Dem schließen wir uns natürlich an. Heiratet nicht auch Roberto Puncec in diesem Sommer? Ich verliere bei der großen Unionfamilie langsam den Überblick.


Foto: Damir Kreilach Fanpage/Facebook

Teve203 – Kaiserslautern ist wie Hoyerswerda. Nur mit Betzenberg.

Die Idee lag nahe: Kaiserslautern mit der Leipzig-Taktik besiegen. Aber zack! Kommt die Realität an und streckt die Zunge heraus. Union verliert 0:1. Weil der FCK sich geschickt angestellt hat und den Jungs von Norbert Düwel offensiv nicht viel einfiel.

Foto: Matze Koch auf Instagram

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Intro

00:00:00

Das 0:1 in Kaiserslautern

00:04:40

Verabschiedung

00:26:59

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