Hannes Teubner: “Es war Lärm, ich stand mittendrin, es war fantastisch!”

In der Bild erzählt Christian Ziege, wie sehr Union sich auf Kevin Prince Redondo freuen kann. Spoiler Alert: Wir können uns sehr freuen. Das ist schön. In der Zwischenzeit fährt eine kleine Union-Delegation nach Bologna, um symbolisch das neue Trikot zu holen.

Dabei ist Hannes Teubner (links im Bild). Manche kennen ihn als Coolhansen. Bei Union ist er der Mann für digitale Medien und den Vereins-Kanal AFTV. Steffis Text über Hannes erschien im Juni 2014 im Köpenicker Magazin Maulbeerblatt.

Der Container rechts neben der Haupttribüne diente als Büro des Greenkeepers, später als Arbeitsplatz der Stadionregie, und der Pop-Art-Künstler Andora hat auch mal drin übernachtet. Jetzt stehen dort zwei Schreibtische, aber auch ein gemütliches Sofa. Um das Tipp-Kick-Spiel auf dem Regal ist eine Alte Försterei aus Papier gebastelt. Union spielt gegen Hertha, für immer. Eine Kaffeemaschine zischt und brodelt, auf der Tasse darunter steht: Maschinenraum. Die Abteilung Multimedia hat hier ihr Zuhause gefunden, Hannes Teubner seine Bestimmung.

Und was so schön nach spielen aussieht, ist eigentlich Arbeit: Das Tipp-Kick war Requisit für das Video zum Derby. „Martin aus dem Fanshop kommt manchmal vorbei, und dann gibt’s auch mal eine kurze Partie. Aber Du siehst, ich liege uneinholbar vorn!“ Dann ist der Kaffee durch, und Hannes erzählt, wie ihm das mit Union passiert ist.

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Foto: Stefanie Fiebrig

Aufgewachsen ist Hannes in Dresden. Sein Vater stammt aus Aue. „Er hatte diese fixe Idee, seine Sympathie für Wismut Aue an seinen Sohn zu übergeben. Ich bin durch eine relativ harte Schule gegangen, in einer Dresdner Schulklasse, in der alle einem erfolgreichen Dresdner Verein zujubelten, und du bist derjenige, der permanent gegen den Abstieg spielt.“

Fußballinteressiert sei er gewesen, sagt Hannes. Fußballfan war er nicht. Nach dem Studium ging er nach Berlin. „Ich habe in Pankow gewohnt und wäre nie auf den Gedanken gekommen, nach Köpenick zu fahren, um Fußball zu kucken.“ Dass es doch irgendwann geklappt hat, war beinahe Zufall. „Weil nämlich Union zu mir kam, in den Jahnsportpark.“

Das Spiel gegen Haka Valkeakoski wurde sein erstes Union-Spiel. Er wollte sich die Partie zu Hause ansehen, der Fernseher lief schon, als ihm auffiel: „Das sind zwei S-Bahnstationen, da fahre ich vielleicht mal hin. Vielleicht gibt’s ja noch eine Karte.“ Die Karte hat er bekommen. „Ich kann mich an das riesengroße Transparent erinnern: Wir brauchen die Alte Försterei zum Leben. Und eine Blockfahne ist über uns gewesen. Es war Lärm, ich stand mittendrin, es war fantastisch!“

Zu einem der nächsten Heimspiele ist er in die Alte Försterei gefahren. „Ich bin auf die Ge-gengerade und hab mich dort oben an diesen Platz gestellt, Höhe Mittellinie, letzte Reihe, vor die Balustrade. Wow!, dachte ich. Hier gehörst du hin. Es ist wirklich so, wie es Nick Hornby erzählt. Wie wenn man sich in eine Frau verliebt. Du kannst das nicht planen. Und dann fing die ganze kaputte Sache an, mit Dauerkarte und Vereinsmitgliedschaft.“

Wie bei vielen anderen hat das, was Hannes studiert hat, mit dem, was er heute arbeitet, nicht mehr viel zu tun. „Ich bin Diplom-Soziologe. Ich hab aber sehr schnell festgestellt, dass aus mir kein Wissenschaftler wird.“ Noch an der Uni hat er mit einem Grafiker zusammen gearbeitet, dessen Entwürfe er in Photoshop umgesetzt hat. Öffentlichkeitsarbeit und Multimedia hat er dabei gelernt. „Später war ich Produktmanager bei einer Musiksoftware-Firma und dann habe ich mich in der Multimedia-Produktion selbstständig gemacht.“


Foto: Matze Koch

Was er anfangs bei Union nebenher gemacht hat, ist inzwischen sein Beruf. „Als 2009 der Aufstieg in die zweite Liga perfekt war und die Idee entstand, dass man Multimedia anders aufzieht, kam die Frage an mich, ob ich das übernehmen würde. Ich habe keine Sekunde gezögert.“

Fußball ist anders, seitdem. „Meine allerliebste Stimmung am Spieltag ist, wenn das Stadion vorbereitet wird und noch keiner hier drin ist. Wenn der Brezelverkäufer seinen Brezelstand aufbaut. Wenn die Jungs von den Greenkeepern anfangen, noch einmal nachzukreiden. Wenn die Rollbanden angeschlossen werden. Jeder geht seiner Arbeit nach. Es ist eigentlich noch leer. Aber du merkst, dass so eine Spannung drin liegt. Das konnte ich vorher nicht haben.“

Hannes‘ Stammplatz im Stadion gibt es seit dem Umbau nicht mehr. „Weil mir Eldi dort einen Pfeiler hingebaut hat. Dieser Pfeiler ist unverrückbar.“ Seit der Eröffnung der großen Tribüne arbeitet Hannes aber während des Spiels in dem Container auf der Gegengeraden. „Die Leute, die dort hinten stehen, sind immer noch die gleichen wie damals. Man kennt sich und grüßt sich noch. Der Kreis schließt sich sehr schön, weil ich jetzt wieder von dort aus Fußball kucke, wo das alles für mich angefangen hat.“

Trikot-Design egal, Hauptsache es gibt auch eine Triple-XL

Lorenz Maroldt vom Tagesspiegel hat in seinem täglichen Newsletter auf die aktuelle Verteilung der Lottogelder in Berlin aufmerksam gemacht. Leider findet sich in der Liste der Begünstigten nicht der 1. FC Union Berlin, der nach einer Absprache mit den Regierenden für den Bau seines Nachwuchsleistungszentrums Lottomittel erhalten soll. Es hängt also wie schon seit langem wahrscheinlich immer noch an der Grundstücksfrage.

Was ich über die vielen Jahre beim Fußball gelernt habe: Wenn im Sommer nichts los ist, wird über die neuen Trikots gelästert. Seit gestern geistern Screenshots durch das Netz, die angeblich die neuen Shirts der Profis zeigen. Verifiziert hat die Bilder niemand. Die Meinungen dazu gehen trotzdem weit auseinander. Alles wie immer also. Dabei wissen wir doch alle, dass ein Trikot nur gut ist, wenn es auch die Version für uns Durchtrainierte in XXXL gibt. Alles andere ist Kokolores, um Ex-Trainer Uwe Neuhaus zu zitieren.


Screenshot via viele bei Facebook

Offiziell werden die Trikots am 20. Juni vorgestellt. Bilder wird es von der Promo-Reise nach Italien zum Ausrüster sicher schon vorher geben. Schlaflose Nächte werde ich wegen des Trikots sicher nicht haben, da müsste schon mehr kommen 😊

Da wir gerade bei Terminen sind:


Foto: Die Waldseite/Facebook

In Bild/BZ geht es um Benjamin Kessel. Wir erfahren, dass er 1,91 Meter groß ist, seine Freundin Alina heißt, er im Friedrichshain eine Wohnung hat und noch nicht weiß, ob er in der Innenverteidigung oder auf rechts spielt.

Der andere Neuzugang Dennis Daube hat sich gestern eine Facebook-Page zugelegt. In seinem ersten Post verabschiedet er sich nach elf Jahren bei St. Pauli von Hamburger Fans. Dabei kommt er so ehrlich und bodenständig rüber, dass ich ihn sehr gerne bei uns in Berlin begrüße. Außerdem hat er ein sensationelles Foto gepostet, das ihn als Bengel in braun-weiß zeigt.

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Foto: Dennis Daube/Facebook

Der Kurier gratuliert Damir Kreilach zur Hochzeit. Dem schließen wir uns natürlich an. Heiratet nicht auch Roberto Puncec in diesem Sommer? Ich verliere bei der großen Unionfamilie langsam den Überblick.


Foto: Damir Kreilach Fanpage/Facebook

Teve203 – Kaiserslautern ist wie Hoyerswerda. Nur mit Betzenberg.

Die Idee lag nahe: Kaiserslautern mit der Leipzig-Taktik besiegen. Aber zack! Kommt die Realität an und streckt die Zunge heraus. Union verliert 0:1. Weil der FCK sich geschickt angestellt hat und den Jungs von Norbert Düwel offensiv nicht viel einfiel.

Foto: Matze Koch auf Instagram

On Air:

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Shownotes

Intro

00:00:00

Das 0:1 in Kaiserslautern

00:04:40

Verabschiedung

00:26:59

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Gewinnbringende Urlaubsvertretung

Die Belegschaft des Textilvergehens wird in den Urlaub fahren und sehr wahrscheinlich ohne Internet sein müssen. Das ist einerseits ein erneuter Hilferuf für die Versorgung des ländlichen Raums mit leistungsfähigem mobilen Netz, aber anderseits auch sehr erholsam. Damit die kommenden zwei Wochen sinnvoll überbrückt werden, bieten wir doppelten Service: Vertretung und Gewinnspiel.

Wir haben fußballaffine und fußballhassende Freunde gefragt, ob sie das Textilvergehen in unserer Abwesenheit betreiben und dafür viele Zusagen erhalten, so dass hier täglich etwas Neues geschehen wird. Die einzige Auflage war, dass ein Fußball dabei sein sollte. Es kann also sein, dass ein Herthaner die Namen der letzten blau-weißen Meisterelf tanzen wird. Wir lassen uns überraschen und freuen uns auf neue Einblicke. Der Service der Kommentierten Presseschau wird ebenso weitergeführt.

Da es beim letzten Mal so gut ankam, verlosen wir erneut ein Trikot von Union, das uns von doyoufootball zur Verfügung gestellt wurde. Besonders denjenigen dürfte es gefallen, die das vorherige Trikot sowieso schon immer besser fanden. Dank der Unterstützung der Presseabteilung hat die Mannschaft der letzten Saison das Trikot signiert.

Wer das Trikot in der Größe XXL sein eigen nennen möchte, sollte uns bis zum 8.8.2010 um 24 Uhr einen Kommentar unter diesem Text hinterlassen und/oder bei Facebook ein “Gefällt mir” bei diesem Beitrag. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen und Eure E-Mail Adressen werden wir niemals weitergeben und nur zur Kontaktaufnahme im Falle des Gewinns benutzen.

Ein Trikot für den Herrn an der Mittellinie, bitte!

Die gute Nachricht vorweg: Das Trikotgewinnspiel ist entschieden! Das schicke rote Heimspieltextil des 1.FC Union Berlin für die Saison 210/11 hat einen neuen Eigentümer.

Interessant war seine Ermittlung. Ich habe die Namen aller Gewinnspielteilnehmer auf einen Zettel fünf Zettel kopiert. Ausgeschnitten. Kleingefaltet. Alle neunzig! Ins Goldfischglas gelegt. Gewartet, dass der Mann die Speicherkarte für das Videoaufnahmegerät findet. Goldfischglas geschüttelt. Los gezogen. Blind! Dem Mann gereicht. Vergessen, dass der ja filmte. Fallenlassen. Kaputtgelacht. Der Oscar für den dollsten Kurzfilm … na, wir üben noch.

Achso, jetzt wollt ihr wissen, wer gewonnen hat?

Losfee. Ein guter Beruf.

Trikotgewinner werden.

Gestern wurden die neuen Trikots vorgestellt. Heute gibt es das Heimtrikot in rot zu gewinnen. Es kommt in der elfensicheren Größe XL daher, zusammen mit einem Sportbeutel von Doyoufootball und einer goldenen Spielführerbinde.

Alles, was Ihr dafür machen müsst: Unter diesem Text einen Kommentar mit einer gültigen E-Mail Adresse hinterlassen und/oder auf der Facebook-Seite des Textilvergehens ein “Gefällt mir” unter dem Trikotgewinnspielankündigungstext hinterlassen. Schluss ist am Sonntag, den 11. Juli, um 24 h. Das Kleingedruckte gibt es unter dem Bild.

Das Kleingedruckte: Rechtswege und andere Umwege sind ausgeschlossen. Schmeicheleien, Heirats- und sonstige Angebote werden zwar entgegengenommen, haben aber keinen Einfluss auf die Verlosung. Die E-Mail Adressen werden auf keinen Fall veröffentlicht oder an Dritte weitergegeben. Die Auslosung wird, wenn es klappt, gefilmt. Im Idealfall können wir das Trikot zum offiziellen Trainingsauftakt überreichen.

Zum Schluss ein Dankeschön an Doyoufootball, die uns das Trikot zur Verfügung gestellt haben.

Was neues zum Anziehen.

Bis nach Südafrika drang die Kunde von den neuen Trikots des 1. FC Wundervoll, die am 6. Juli offiziell vorgestellt werden sollen. Nun ist der endgültige Entwurf, wie aus gut informierten Kreisen bestätigt wurde, bereits aufgetaucht.

Bild: ZVG

Nichts hat so sehr Tradition beim 1. FC Union Berlin wie die Diskussion um das Union-Rot. Seit jährlich die Trikotsdesigns gewechselt werden, begleitet den Verein ebenso jährlich diese Kontroverse. Sie dient den Anhängern zur Abgrenzung vom Hertha-Rot oder Tebe-Rot. Manche mögen sich noch an ein BFC-Rot erinnern, von dem sich abgegrenzt werden muss.

Doch auch mit dieser Tradition wurde gebrochen. Nun wird über ein Grün auf Auswärtstrikots diskutiert. Die Bestimmung des Union-Grün ist ideologisch noch nicht vollständig abgeleitet und abgesichert, aber es scheint wohl etwas mit der “immergrünen Alten Försterei” zu tun zu haben.

Anmerkung: Für mich ist das Auswärtstrikot braun. Grund für mich und knapp 10% der männlichen Stadionbesucher: Rot-Grün-Sehschwäche.

Teve022 – Erste Halbzeit: Nicht viel. Zweite Halbzeit: Gar nüscht.

Nachdem wir Flo zum Spiel befragt hatten, war alles gesagt. Wir haben dann trotzdem noch ein bisschen weiter erzählt. Aus Gewohnheit eher. Über Auswechslungen, die wir nicht verstanden haben, über das ewige Stürmer-Thema, über Abschlussschwäche, über Wetter, über Zufriedenheit mit Spielverläufen. Das haben wir aber alles rausgeschnitten & weggeworfen, denn das einzig skandalöse an dem Spiel waren doch eigentlich: die Trikots! Endlich mal wieder ein Podcast über die wichtigen Dinge im Leben: Anziehsachen! Textilvergehen galore!

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Shownotes

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Sie konnten zueinander nicht kommen

Eigentlich sollte hier nur der Kommentar von MalerMario stehen. Denn mehr als sein “Zwei Monate später…” gibt es eigentlich nicht dazu zu sagen. Nach vielen Ungereimtheiten hat sich der Verein vom “Hauptsponsor” ISP getrennt. Als Grund für die Trennung werden “falsche Angaben des Vertragspartners beim Zustandekommen des Vertrages” genannt. Dagegen gibt es nicht viel zu sagen. Was damit gemeint ist, bleibt allerdings unklar. Ist damit die Unklarheit über die Registrierung der ISP bei der Handelskammer von Dubai oder Adschman gemeint? Ist es die Herkunft der Gelder? Oder tatsächlich die Vergangenheit des ISP-Aufsichtsratschefs Jürgen Czilinsky als Hauptmann im Dienste des Ministeriums für Staatssicherheit?

Letzten Endes kann es fast egal sein, was den Ausschlag gegeben hat, denn Bauchschmerzen hatten sehr viele bereits bei der Bekanntgabe des Vertrages mit der ISP. Dafür stellen sich andere Fragen, die heute auf der Pressekonferenz nicht beantwortet wurden. Es wurde bereits eine Rate von einer Million Euro gezahlt. Wieviel dieser Summe muss zurückgezahlt werden und wurde diese Summe bereits ernsthaft verplant? Dazu gab es keinen Kommentar. In der Pressemitteilung ist lediglich die Rede davon, dass der laufende Spielbetrieb nicht beinflusst werde, “da die im Lizenzierungsverfahren eingereichte Etatplanung den ISP-Vertrag nicht beinhaltete”. Das beruhigt die in Lizenzfragen arg gebeutelte Unionseele. Es bleibt trotzdem zu hoffen, dass man einen normalen Hauptsponsor als “Backup” in der Tasche hat. Es darf auch gerne ein normaler Baumarkt sein.