Wie Union in Berlin sichtbar ist

Für viele gilt Union ja als der Kiezklub aus Köpenick. Und das ist selten nett gemeint. Der Verein solle doch alle Berliner vertreten. Ich habe bisher und werde wohl auch nie das Problem daran erkennen. Natürlich kann ein Klub in einem Teil Berlins beheimatet sein, diese Identität herausstellen und trotzdem für alle Berliner offen sein. Umgekehrt kehrt nun auch niemand aus dem Osten Berlins Hertha den Rücken zu, weil auf ihrem Jubiläumstrikot nur Gebäude aus dem Westteil der Stadt zu sehen sind.

Union ist in der ganzen Stadt sichtbar. Sei es durch die vielen Spielankündigungsplakate oder eben durch ein wahnsinnig riesiges Werbeplakat für das neue Trikot:

Okay, wir zoomen mal etwas näher ran an das Haus Landsberger Ecke Danziger (am SEZ):

Foto: ZVG

Ich finde das ganz hübsch. Ansonsten muss ein Verein aus meiner Sicht durch seine Attraktivität auf die Menschen in der Stadt sichtbar werden. Und da sehe ich genug Menschen mit Union-Sachen auf meinem täglichen Weg. Diese Verbindung kann keine Imagekampagne schaffen. Da reicht es auch nicht, einen Turm auf dem Trikot zu haben, wie das Union auch mal hatte. Der Fernsehturm ist nicht Berliner Identität. Der ist erst einmal nur ein riesiges Gebäude in der Stadt. Aber ich habe doch keine Beziehung zu Gebäuden, sondern zu Menschen.

Ich bin sehr gespannt, wie Union weiter damit umgeht. Der Weg über gute Sachen aus dem Fanshop, die ich auch gerne auf der Straße tragen möchte, scheint mir ehrlich gesagt der bessere Weg zu sein (und finanziell sicher auch der lukrativere), um sichtbar in der Stadt zu sein. Und so ein Riesenplakat schadet sicher auch nicht. Ebensowenig wie ein Video, in dem Union sichtbar Köpenick verlässt, um am Ende wieder zurückzukommen.

Christopher Trimmel hat geheiratet

Schon vor ein paar Tagen hat Christopher Trimmel geheiratet. Details gibt es im Kurier zu lesen. Hier ein Bild vom Brautpaar:

Steven Skrzybski lässt es sich auf den Malediven gut gehen. Ich bin vielleicht ein wenig neidisch, weil sich seit Wochen eine U-Bahnbaustelle vor unserem Büro befindet, die mit zusammen mit der Komplettsanierung des gegenüberliegenden Bürogebäudes einen Lärm veranstaltet gegen den die im Minutentakt über Pankow hereinbrechenden Flugzeuge wie ein Säuseln von Blättern im Wind daherkommen. Oh ja, ich wäre jetzt auch gerne irgendwo, wo es sehr ruhig ist.

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Nicht soviel Sinn nach Ruhe hat Kristian Pedersen, der auf einem Jetski an Mallorcas Nordküste entlang düst:

Den Streber-Award des Sommers gibt es für Philipp Hosiner, der sich tatsächlich auf dem Laufband filmen lässt:

Damit provoziert er natürlich Kommentare von seinen Mitspielern:

Und sonst so?

  • Collin Quaner erzählt ein bisschen über Huddersfield im Interview mit Bild/BZ
  • Das Dortmund-Blog schwatzgelb.de macht sich Gedanken über die populistischen Forderungen von Niedersachsens Innenminister Pistorius wie lebenslange Stadionverbote, Stehplatzverbote und personalisierte Tickets und was das eigentlich so für die Bundestagswahl bedeutet.

Ein Gedanke zu „Wie Union in Berlin sichtbar ist

  1. “Der Fernsehturm ist nicht Berliner Identität. Der ist erst einmal nur ein riesiges Gebäude in der Stadt. Aber ich habe doch keine Beziehung zu Gebäuden, sondern zu Menschen.”

    Das sehe ich komplett anders. Der Eiffelturm steht auch nicht in London oder Big Ben in Paris.
    Und was ist mit dem Berliner Bären? Der ziert immerhin unser Logo…
    Ich finde Identität wichtig und würde das so nicht optisch trennen. Vielen Berlinern ist zudem (immernoch) sofort bewusst welches Gebäude wo steht und das gibt dann schon eine gewisse Zugehörigkeitsidentität, sofern man in ost-west denken möchte. Da würde mich ein Funkturm auf blau-weißen Trikots auch nicht wundern.

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