Tag Archive for 'Stadion an der Alten Försterei'

Frohes Fest!

Ich muss ein Geständnis machen. Am 23. Dezember würde ich eigentlich nur in ein Stadion gehen, um den 1.FC Union im DFB-Pokal siegen zu sehen. Gerne mit einem späten Tor. Aber diesen Gefallen tut mir mein Verein seit Jahren nicht. Und zwar so verlässlich, dass ich mir schon gar kein Pay-TV mit DFB-Pokal-Übertragungen gekauft habe. Außerdem habe ich das gleiche Problem wie viele andere Männer am 23. Dezember. Wir sind überrascht davon, dass auch dieses Jahr Weihnachten schon am 24.12. ist. Geschenke? Geschenke!

Trotzdem gehe ich seit einigen Jahren zum Weihnachtssingen in das Stadion an der Alten Försterei. Nicht, weil ich besonders gut singen kann. Das genaue Gegenteil ist der Fall. Auch nicht, weil es immer neue Teilnehmerrekorde zu vermelden gibt. Denn Wachstum ist nicht alles. Ich schaue gerne in die Gesichter. Vom Kerzenlicht in der Hand angescheint suchen sie im Gesangsheft die Zeilen, singen konzentriert mit. Die Augen sind groß. Die Gesichter ernst, manchmal gelöst. Ich spüre, wie alle inne halten. Weil alle fühlen, was sie hier zusammenbringt. Zusammenhalt. Und das erste Mal vor Weihnachten spüre ich das, was mir die Werbung seit Wochen entgegenschreit: Besinnlichkeit.

Frohes Fest Euch allen!

Bilder: Stefanie Lamm

Für Freunde der ersten Strophe.

„Eigentlich müsste man sich mal mit Kerzen und Glühwein im Stadion treffen“, sagten sich vor neun Jahren die Mitglieder des Union-Fanclubs „Alt-Unioner“. „Man kommt immer gar nicht dazu, sich vor Weihnachten ordentlich voneinander zu verabschieden.“ So blieb denn an einem 23.Dezember abends ein Stadiontor offen, man konnte noch ein wenig miteinander schwatzen und befand „Jetzt müssen wir aber wirklich singen“. Das war die Geburtsstunde des Weihnachtssingens im Stadion An der Alten Försterei. Waren es anfangs 89 Sänger, rechnen Verein und Alt-Unioner in diesem Jahr mit einem stimmgewaltigen Chor von 15.000 Leuten. Nicht nur Fußballfans sind dabei. „Wir freuen uns über jeden, auch wenn der nur einmal im Jahr kommt, der gemeinsam mit uns Weihnachten einläuten will“ sagt Torsten Eisenbeiser von den Altunionern. Man darf also gerne sangesfreudige Nachbarn, Freunde, Bekannte und Verwandte mitbringen.

Foto: Uwe Strootmann / Im Schatten der Tribüne

Das Stadion öffnet um 17:30 Uhr, ab 18 Uhr spielt der Posaunenchor. Für die, die immer nur die erste Strophe können: Es wird wie in den Jahren davor ein kostenloses Liederheft verteilt! Für die ganz Kleinen gibt´s Geschenke, Kerzen gibt´s für alle. Der Eintritt ist frei. Wer will, darf spenden. Das Geld geht an die Nachwuchsabteilung des Vereins.

Ich bin kein Berliner.

Es ist Zeit für ein Geständnis. Ich komme nicht aus Berlin. Und meine Großmutter stammt nicht aus Schlesien, wie es sich für einen anständigen Berliner gehört. Schlimmer noch: Ich bin Sachse. So, jetzt ist es raus. Vorbei die Zeit, da ich besonders laut berlinerte, um nicht inmitten der Unionfans aufzufallen. Nur echten Sachsen fiel auf, wie ich mich verstellte. Aber wir Auswärtigen, die wir uns in der Alten Försterei “Ostdeutschen” Fußball ansehen wollten, schauten uns nur verstohlen an. Verpfiffen wurde noch nie einer. Denn wir alle wollten doch nur Fußball pur sehen.

Doch das ist jetzt vorbei. Johannes Schneider outet sich im Tagesspiegel nicht nur selbst, sondern uns alle, indem er uns krawallartig zuruft: “Ihr seid keine Unioner!” Doch nicht nur das. Für die Scheiß-Stimmung sind wir auch verantwortlich. Wir alle, die wir bei der Erwähnung des BFC Dynamo nicht Schaum vor dem Mund haben, sondern nur mit der Achsel zucken. Wir sind Fremde und werden es immer bleiben. DDR-Fußball ist für uns wie Dieter Kürten im Aktuellen Sportstudio. Wir haben mal davon gehört. Aber die emotionale Bindung dazu ist genauso stark wie die zu Angela Merkel.

Doch die reine Bloßstellung reicht Schneider nicht. Im Tagesspiegel benennt er auch noch einen Schleuser beim Namen: J. Ein Rheinländer. Eingefleischter Gladbach-Fan. Der sich Union als Zweitklub hält und nun alle Auswärtigen nach Köpenick einschleust. Mit einer gewieften Taktik, gegen die sich die armen Ossis gar nicht wehren können, werden sie vom alten, bösen Kapitalismus unterwandert. Denn die Neuen wollen angeblich nur mal “interessiert umherblicken”.

Wie es der Zufall will, habe ich J. kennengelernt. Letzte Woche. In Mitte natürlich. Beim Italiener. Wo sonst? Wir saßen alle zusammen. Noch wusste ich nichts von dem besonderen Schicksal, das uns beide eint. Wir redeten über Journalismus. Bis wir auf Fußball kamen. “J. ist ein ganz großer Union-Fan. Geht zu jedem Spiel!”, sagte plötzlich mein Gegenüber. Ich sah nach links. J. wurde rot. “Schon. Eigentlich bin ich ja Gladbach-Fan. Aber seit ich in Berlin bin…”, druckste er herum. Nun war es raus. Wir erzählten uns gegenseitig unsere schönsten Union-Geschichten. Wie wir uns vom interessiert dabei stehenden Zuschauer zum Schal schwenkenden Fan wandelten. Wir, die wir Kategorien wie Erstklub und Zweitklub haben. Wir, die bei einem Aufeinandertreffen von Erst- und Zweitklub nicht wissen, wie wir mit unserem Gefühl umgehen sollen. Heim oder Gast? Noch gibt es keine Kategorie für beides.

Und nun? Wie geht es für uns weiter, die wir nicht schon als Kinder an die Alte Försterei geschleppt wurden? Wir müssen stark sein. Wir müssen dazu stehen. Wir sind nicht von hier. Wir sind keine Berliner. Aber wir sind Unioner. Nicht wegen der Legende des unterjochten Klubs in der DDR. Sondern wegen Schneeschippen, Oberliga, Stadion bauen und jetzt auch Stadion kaufen. Heimat ist vor allem Gefühl und Liebe. Und glücklicherweise nicht Herkunft.

Infografikmassaker: Die Stadionbetriebs AG

Natürlich hätten wir die bisherigen Anteile an der “An der Alten Försterei” Stadionbetriebs AG gerne so originell dargestellt wie es der Spielbeobachter mit seinen Grafiken vormacht. Alleine unser Talent bricht sich an der ominösen Excel-Grenze. Deshalb gibt es beim Textilvergehen nur Torten. Aber es wird gegessen, was auf den Tisch kommt und wir hatten ja früher auch nichts. Nicht einmal Tortendiagramme.

 Aktuelle Anteile an Stadionbetriebs AG

Bei einem aktuellen Stammkapital von 3,5 Millionen Euro entsprechen die Anteile folgenden Beträgen.

1. FC Union Berlin: 2.004.100 €
Röfa Mobilbeton: 682.500 €
Hinze Stahl: 577.150 €
vierC Print: 229.600 €
Thomas Koch: 6.650 €

Anteile nach komplett erfolgreicher Kapitalerhöhung:

Sollten alle 10.000 vinkulierte Namensaktien zu 500 € an Sponsoren und Mitglieder verkauft werden, fließt der Stadionbetriebs AG ein zusätzliches Kapital von 5 Millionen Euro zu. Das Stammkapital erhöht sich auf 8,5 Millionen Euro. Dann verschieben sich die Anteile wie folgt:

Hier sind die 58% Stimmanteile sichtbar, von denen Dirk Zingler im Interview mit der Berliner Zeitung sprach, wenn alle 10.000 Aktien verkauft werden. Wenn man sich neben dem enormen Stimmanteil die Beschränkung von vinkulierten Namensaktien ansieht, wird klar welches Potential in dieser Kapitalerhöhung steckt. Änderungen werden nicht nur wegen der hohen Hürden (Änderung des Stadionnamens nur mit 2/3-Mehrheit der Aktionäre) nahezu unmöglich. Die Grundannahme hinter diesem Schritt der Kapitalerhöhung lautet, dass sich die spezielle Kultur des 1. FC Union Berlin im Stadion gründet. Wenn alles so klappt, wie sich das vorgestellt wird, können wir also nächstes Jahr folgende Plakette ans Stadion hängen: “Geschütztes Kulturgut seit dem 1.1.2012″.

Eine innere Aktionärsversammlung.

Irgendwie ist das schade. Da schaffen die Jungs ohne gelernten Stürmer (okay, Christian Stuff) nach sieben Monaten endlich einen Auswärtssieg und hinterher interessiert sich kaum einer dafür. Andererseits müssen wir aber auch zugeben: Zu Recht! Denn was Dirk Zingler der Berliner Zeitung erzählt hat, ist der feuchte Fantraum: Occupy Dein Stadion. Oder wie Bunki es formuliert: “Kauf auf, kauf auf, 1.FC Union!”

In der Küche sitzen und reden: Steffi, Bunki, Robert und Sebastian.

Themen:

Begrüßung; Bunki war in Braunschweig, auch dort wird gebaut; Unions Aufstellung ohne echten Stürmer: Defensiv oder mal was anderes?; Schapapang (Video); Ede quasi ein Weltstar; Spielanalyse; Zoundi die neue Allzweckwaffe?; Union aggressiv; Was die fehlende Direktverbindung zwischen Tirana und Baku mit der Alten Försterei zu tun hat; Braunschweig spielt wie Union in der Aufstiegssaison; Stadionbetriebsgesellschaft: Aus einer GmbH wurde eine AG; Wer ist Mitglied im Aufsichtsrat (wir lesen die Namen vor); Ziel und Zweck der AG; Bisherige Anteilseigner der AG: 1.FC Union 57,26%, Röfa 19,5%, Hinze Stahl 16,49%, VierC 6,56% und Thomas Koch 0,19%; Kapitalerhöhung mittels vinkulierter Namensaktien an Mitglieder und Sponsoren; Der Fan gibt wieder Geld. Aber gerne; 10.000 Aktien sind machbar; Kalkulierte Wachstumsgrenze zur Identifikationsbewahrung; Wir alle wünschen uns Club-Mate als Brustsponsor; Verwirrung, wie die Kapitalerhöhung funktioniert. So erklärt es Wikipedia, Wir haben irrtümlich angenommen, der Verein würde seine Anteile verkaufen. Das stimmt aber nicht; Wir werden alle Aktionäre; Nächste Podcasts nur noch mit unseren Bankberatern.

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(Länge: 61:25 Min; Dateigröße: 52,9 MB)

Geile Atmosphäre. Keine Punkte.

Beim Spiel gegen den FC St. Pauli gab es für Unioner aus dem Spiel heraus wenig Grund zur Freude. Dazu war die Partie am Ende zu eindeutig. Das ist dann immer der Moment, wo unser Freund Jan auf der Gegengerade trotzig sagt: “Ich gehe nicht zum Fußball. Ich gehe zu Union.” Und ehrlich gesagt ist das beim aktuellen Tabellenstand das perfekte Statement zum Spiel. Flutlicht. Stehplatzstadion. Heiserkeit. Fußball pur eben.

In der Küche sitzen und reden: Steffi, Hans-Martin und Sebastian.

Themen:

Intro; Mannschaftsaufstellungen durch Stadionsprecher Christian Arbeit; Spieleinschätzung; Ahmed Madouni über Pressing (O-Ton: 10:47 Min); Markus Karl fand die Atmosphäre geil (O-Ton: 13:47 Min); Das Herz von St. Pauli hat gefehlt; Trainer André Schubert macht den Mike Büskens (O-Ton: 21:37 Min); Sebastian findet ihn als Trainer toll; Etat-Tabelle Zweite Liga (Vorletzter: SC Paderborn); Union fehlt noch etwas nach ganz oben, findet Torsten Mattuschka (O-Ton: 26:41 Min); Finden auch: BZ, Bild, Kurier, Tagesspiegel; Findet auch Uwe Neuhaus (O-Ton: 29:20 Min); Trainerkritik wegen der Auswechslung Savran für Mosquera; John-Jairo sollte mal mit Kenan telefonieren (Theaterkritik); Standards bei Union jenseits von Torsten Mattuschka (Du bist der beste Mann!); Uwe Neuhaus hat ein Bankproblem; Dafür ist Jan Glinker wieder eine Bank (Kicker-Statistik); Union gegen Pauli, die etwas andere Atmosphäre (fliegende Bierbecher, Kaugummis und Feuerzeuge); Michael Parensen verlängert und wir spielen sein Lied (55:22 Min); Keule in neuer Garderobe jetzt mit besseren Chancen bei Maskottchenrennen; Braunschweig – Macht’s noch einmal Jungs.

Vielen Dank für die O-Töne von Ahmed Madouni, Markus Karl, Uwe Neuhaus und André Schubert an AFTV, das Klubfernsehen des 1. FC Union Berlin.

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(Länge: 72:30 Min; Dateigröße: 62,5 MB)

Bilder: Stefanie Lamm

Tagesordnungspunkt: Zukunft

Spatzen haben es im Moment sehr schwer beim 1.FC Union. Schließlich mussten sie die ganze Zeit von den Dächern pfeifen (hier, hier und hier). Erst gestern gestattete der Verein den Berufsträllerern eine kurze Verschnaufpause und verkündete: Wir berufen eine außerordentliche Mitgliederversammlung zur Stadionzukunft ein.

Die Einladung selbst lädt zu Spekulationen ein und bietet sich als Einstieg in das Fach Kreml-Astrologie an. Denn wer sich Klarheit beim Blick auf die Tagesordnung erhofft hat, wird enttäuscht. Dort steht fett zwischen Begrüßung und Schluss eingeklemmt nur “Zukunft des Stadions an der Alten Försterei”. Dieses Thema pfoffen auch die armen Spatzen im scharfen Herbstwind vom Dach der Geschäftsstelle. Von “richtungsweisenden Veränderungen, welche die Fußballkultur im Stadion an der Alten Försterei betreffen”, ist bedeutungsschwanger die Rede. Es benötigt nicht viel Phantasie, um von dort eine Verbindung zur heiligen Kuh der Unioner herzustellen: Die Unantastbarkeit des Stadionnamens. Präsident Dirk Zingler selbst gab sein Wort, dass die Mitglieder über eine Änderung entscheiden würden.

Jenseits des Stadionnamens, der sicher nicht als alleinige Finanzierungsquelle taugen würde, geistern weitere Optionen herum, wie Geld für die neue Haupttribüne inklusive Funktionsgebäude (kolportierte Kosten zwischen 13 und 17 Millionen Euro) zu beschaffen wäre:

  • Sponsoren gehen für den Kauf von Logen und Business-Seats in Vorkasse
  • eine Bank gibt einen günstigen Kredit
  • Fan-Anleihe
  • Kapitalaufstockung der Stadionbetriebsgesellschaft mit einer Änderung der Gesellschaftsform (z.B. Aktiengesellschaft)
  • Einstieg eines Investors

Meinen persönlichen Überlegungen nach, fallen einige Optionen heraus. Eine Fan-Anleihe birgt drei Probleme. Sie ist ein Bankgeschäft, das von einem entsprechenden Institut durchgeführt werden muss. Das verdient naturgemäß daran. Die Summe der Anleihe muss durch die Fans aufgebracht werden. Dies scheint in einem traditionell strukturschwachen Gebiet wie Berlin bzw. Ostdeutschland schwer möglich. Vor allem, wenn der Blick auf den Erfolg der Hertha-Genuss-Scheine fällt. Von “geheimen” Investoren hat Union zudem wahrscheinlich genug. Letztes Problem: Auch Anleihen müssen zurückgezahlt werden. Gegen einen Einstieg eines Investors spricht neben der noch frischen ISP-Erfahrung auch der Wunsch nach Unabhängigkeit und nach Mehreinnahmen für den Verein. Nicht für einen Investor.

Zu deutlich sind die schlechten Erfahrungen mit Stadion-Neubauten in Dresden, Aachen oder Bielefeld. Dirk Zingler hat von Anfang an deutlich gemacht, mit dem Tribünenbau nicht die Zukunft des Vereins riskieren zu wollen. Andererseits prägt der bisherige Stadionausbau zwar nachdrücklich die Stimmung bei Union, bringt aber wenig Geld. Das wird auch bei Union mit dem Verkauf privilegierter Plätze verdient. Aus diesem Grund halte ich es für plausibel, dass Sponsoren in Vorkasse gehen würden. Zumal diese ausdrücklich mit einem separaten Brief zur außerordentlichen Mitgliederversammlung eingeladen wurden: “…werden wir unsere Mitglieder darüber umfassend informieren. Gerne begrüßen wir auch Sie an diesem besonderen Tag.”

Ein Bank-Kredit für die Stadionbetriebsgesellschaft bzw. der Einstieg einer Bank in die Gesellschaft wäre auch denkbar. Der Verein selbst ist aufgrund der Verpflichtungen gegenüber Michael Kölmel sicher nicht besonders kreditwürdig. Interessant wird es, wenn es vielleicht darum geht, die Gesellschaftsform und damit die Stimmrechte an der Stadionbetriebsgesellschaft zu ändern.

Die entscheidende Frage zur Mitgliederversammlung lautet für mich: Wird nur über die Zukunft des Stadions informiert oder soll sie vielleicht doch auch beschlossen werden, vielleicht im Gefühlsüberschwang nach einer emotionalen Rede? Darüber schweigt sich die Einladung aus. Auf meine Nachfrage, ob vielleicht doch abgestimmt wird, gibt es aus dem Forsthaus nur die vielsagende Antwort: “Es wird zunächst informiert.” – “Es soll also nicht abgestimmt werden?” – “Es wird zunächst informiert.” Klar, das ist die offizielle Sprachregelung. Es klingt aber auch so, als ob der Fuß in der Hintertür steckt.

Zaubertor, da kannste nich’ meckern!

Länderspielpause ist vorbei und Union fiedelt den FC Ingolstadt weg. Und ganz nebenbei verblassen dank des zauberhaften Kohle-Tusche-Silvio-Tores die Erinnerungen an Kostadin Vidolov.

Zu Gast sind Mathias, Hans-Martin und Robert. Wir diskutieren viel. Ganz viel. Deswegen gibt es heute die Themen mal in einer etwas anderen Form.

Themen

Die Stadionbauer-Organisatorin Sylvia Weisheit geht und wir sagen “Tschüss”. Jan Glinker ist die neue alte Nummer eins. Bunki informiert über Karim Benyaminas zweites Länderspiel. Wir diskutieren Unions Spielsystem gegen Ingolstadt. 4-4-2 oder 4-1-4-1 oder 4-1-3-2 oder 4-1-3-1-1? Bunki schweift zum FC Bayern ab. Tusche und Silvio gehören zusammen wie Fix und Fax. Santi Kolk versteht keinen Spaß. “In der Alten Försterei wird Fußball eher gearbeitet” – Klischee oder Realität? Hat Union ein gefühltes Auswärtsproblem? An einem 4:1 gibt es auch etwas zu kritisieren, findet Hans-Martin. Wir machen eine Trinkpause. Wir haben eine Idee, wie Jérôme Polenz und Uwe Neuhaus wieder ganz nah zueinander finden. Robert und Hans-Martin wetten, wer mehr Tore schießt: Mosquera oder Terodde. Hans-Martin hat dabei eine Idee, warum Simon Terodde keine Tore schießt. “Pyrotechnik legalisieren – Emotionen respektieren” – wie ist der Stand der Initiative?

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“Scheißtag. Sport frei!”

0:4 zu Hause gegen Fürth. Das spricht eine deutliche Sprache. Dazu noch ein beinahe schon traditionell verschossener Elfmeter gegen Fürth und ein wie letztes Jahr begeisterter Gästetrainer. Logisch, die Atmosphäre in der Alten Försterei gefällt mit drei gewonnenen Punkten gleich doppelt so gut. Torsten Mattuschka nennt das einen “Scheißtag” und verabschiedet sich mit “Sport frei!”

Weiterhin ferienbedingt dezimiert diskutieren wir mit Hans-Martin das Spiel gegen Fürth, die Vertragsverlängerung von Christopher Quiring und die Bauchpinselei von Fürths Trainer Michael Büskens.

Viel mehr Platz als die Niederlage nimmt die mediale und union-interne Diskussion um Dirk Zinglers Dienst beim Wachregiment des MfS ein. Wir bewerten zunächst noch einmal den Fakt an sich und schauen uns anschließend die Berichterstattung dazu vor allem in der Berliner Zeitung an. Dabei geht es um die Frage, ob dem freien Journalisten Matthias Wolf Hetze unterstellt werden kann. Ein weiteres Thema ist die Rede von Stadion- und Pressesprecher Christian Arbeit vor Spielbeginn, in der er seine Meinung zur Berichterstattung äußert. Dazu kommt noch ein anonymer Text im Stadionheft. Diesen Punkten stellen wir Thesen von Uwe Bremer (Berliner Morgenpost) gegenüber. Zum Schluss geht es noch um die Frage, ob Dirk Zingler nun als Präsident angeschlagen ist oder nicht.

Wir hoffen, dass sich der nächste Podcast nach dem Pokalspiel in Essen vor allem wieder um sportliche Themen dreht.

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O-Töne

  • 00:19 Min Mannschaftsaufstellung Fürth
  • 01:54 Min Mannschaftsaufstellung Union
  • 16:48 Min Christoph Menz über mögliche Aufholjagd
  • 18:57 Min Zusammenschnitt von Menz und Mattuschka über mögliches Spielergebnis
  • 26:14 Min Uwe Neuhaus und Michael Büskens über Atmosphäre bei Union
  • 62:55 Min Christian Arbeits Rede vor Anpfiff

Bilder:

Bilder: Stefanie Lamm

Aller Anfang ist leicht.

Saisonauftakt. Für Fans und Mannschaft der entspannteste Moment des gesamten Jahres.