Damit es zu Hause läuft: Neuer Rasen für die Alte Försterei

Das aktuell weite Gefühlsspektrum von Unionfans konnte ich gestern in kurzer Zeit erleben. Ich saß an diesem erstmals in diesem Jahr so warmen späten Nachmittag draußen im Garten mit unserem Hausmeister und zwei Nachbarn. Er stellte mir ein Bier hin und fragte: “Was ist denn mit deiner Stimme los, Basti? Du klingst wie im Stimmbruch.” Ich erklärte ihm, dass ich seit dem 1:3 gegen Paderborn keine Stimme mehr hätte. “Ach, dit haste dir anjetan?”, antwortete er fragend um dann in einem fast väterlichen Ton fortzufahreen: “Ich erzähle dir doch schon seit Jahren, dass die zu blöd zum Aufsteigen sind.” Mein Hausmeister ist toll. Er ist witzig, hat immer ein offenes Ohr und ist wahnsinnig hilfsbereit, wenn ich mich mal wieder handwerklich bescheuert anstelle. Also wenn ich beispielsweise auf eine Stromleitung bohre oder mir Werkzeug borgen muss, das eigentlich jeder zu Hause hat. Aber er gehört garantiert nicht zum Team Pfanne heiß. Das bewies nicht nur sein mitleidiger Blick, als ich ihm meine Reisepläne für den letzten Spieltag in Bochum vorstellte.

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Union hat erstmals in der Geschichte mehr Mitglieder als ins Stadion passen

Heute um 18 Uhr spielt Union die Benefiz-Partie beim FC Rot-Weiß Erfurt. Die Berliner Zeitung glaubt nicht, dass die Partie ein richtiger Kracher wird. Einerseits weil sich der Erfurter Verein wirklich in einem bedauernswerten Zustand befindet (aktuell soll zumindest der Etat für die laufende Saison gedeckt sein) und am Wochenende beim Tabellenletzten aus Rathenow verloren hat. Und andererseits weil Union wohl eher mit der zweiten Garde antreten wird. Das Spiel soll Geld in die Kassen von Erfurt spülen. Aber wahrscheinlich wird es eher tröpfeln. Die Verkaufszahl des Sondertrikots (ihr erinnert euch an das Ketchup-Senf-gefleckte Stückchen Stoff) liegt bei mageren 200 Stück. Aber immerhin überträgt der MDR die Partie im Livestream. Das wird vielleicht weniger Zuschauer ins Steigerwaldstadion locken, aber vielleicht gibt es zumindest etwas Geld für die Übertragung.

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Beim Verkehrskonzept für den Stadionausbau geht es auch um ein Parkhaus und einen zweiten S-Bahn-Ausgang

Der RBB hat nach dem Artikel von Bild/BZ gestern zum Thema Stadionbau auch noch einmal bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung nachgefragt, wie das mit dem Planungsrecht für den Stadionausbau aussieht und ebenfalls die Aussage bekommen, dass es damit dieses Jahr nichts wird. Denn indirekt wird die Sprecherin der Verwaltung noch mit diesem Satz zitiert: “Vorgeschlagene Maßnahmen wie eine Straßenbahnwendestelle, ein zusätzlicher Westabgang am S-Bahnhof Köpenick und ein neues Parkhaus befänden sich noch in der Abstimmung.” Ich bin gespannt, was am Ende daraus wird. Der zweite Ausgang des Bahnhofs ist ja schon lange ein Thema, schon allein als Fluchtweg, falls am ersten Ausgang etwas passiert. Aber er würde natürlich bei einem höheren S-Bahn-Takt auch dafür sorgen, dass potentielle Stadionbesucher schneller den Bahnsteig verlassen oder betreten können.

Blick auf die Waldseite nach dem Stadionausbau, Foto: 1. FC Union Berlin

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Das Planungsrecht für den Stadionausbau kommt nicht diesen Sommer, aber es wird kommen

Im Prinzip hat die Bild/BZ eine schlechte Nachricht und gleichzeitig eine gute. Die schlechte Nachricht: Für den Ausbau des Stadions wird es in diesem Sommer kein Planungsrecht geben. Das sagt die zuständige Senatsverwaltung. Grund würden die gravierenden Verkehrsprobleme sein, die mit dem Ausbau erwartet werden. Das ist aus meiner Sicht allerdings größtenteils nicht durch Unions Bauvorhaben verursacht, sondern durch die Vernachlässigung des Ausbaus der Verkehrsinfrastruktur in einem stark wachsenden Bezirk. Deshalb sind nun alle an einer möglichen Lösung beteiligten Partner im Gespräch (beispielsweise Senatsverwaltung für Verkehr, BVG, Deutsche Bahn, Union, Planungsbüro). Die Forderung im Nahverkehrsplan des Senats, eine Straßenbahnkehre für Sonderverkehr am Spieltag zu bauen, interpretiere ich als Teil dieser Bemühungen.

So soll das ausgebaute Stadion an der Alten Försterei aussehen, Foto: 1. FC Union Berlin

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Die Alte Försterei wird fit gemacht für Sonder-Straßenbahnen zum Spieltag

Die Pressekonferenz vor der Partie in Kiel (Freitag, 18.30 Uhr) findet ausnahmsweise heute, also einen Tag vor dem Spiel statt, weil sowohl Pressesprecher Christian Arbeit als auch sein Kollege bei der Pressesprechertagung der DFL waren.

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Genug Material, um Unions Pläne zu kommentieren, liegt jetzt jedenfalls bereit

Seit gestern läuft das Beteiligungsverfahren zur Baugenehmigung für die Stadionerweiterung. Das bedeutet nicht nur, dass die Allgemeinheit die Vorhaben kommentieren kann, sondern auch, dass genauere Pläne dazu veröffentlicht wurden.

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Das neue Stadion an der Alten Försterei im Querschnitt, Screenshot: Architekt FACHXWERK

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Es wird mal wieder Zeit, an die Boone’schen Regeln zu erinnern

Nach dem 2:2 gegen Duisburg kam die interessante Frage auf, welche Rolle Felix Kroos und Marcel Hartel eigentlich im Spiel eingenommen hatten. Denn war es schon so etwas wie ein unausgesprochener Konsens, dass entweder Kroos oder Hartel oder Robert Zulj die Position hinter der Spitze spielen würden. Es also ausgeschlossen wäre, alle gleichzeitig auf dem Platz zu sehen. Wie Daniel bei Eiserne Ketten verdeutlicht, spielte Felix Kroos auf der Position im Zentrum und Marcel Hartel auf links. Allerdings war er nicht der typische Außenbahnspieler, sondern zog viel ins Zentrum. Und nach Kroos’ Auswechslung übernahm er dessen Position im Zentrum.

Foto: Stefanie Fiebrig

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Hätte schlimmer kommen können. Trotzdem bin ich mürrisch.

Wenn man nach dem Spiel so rumsteht und “hm, hm” knurrt, aber mehr so Richtung “grmpf”, weil man sich eine geraume Zeit auf der Siegerstraße wähnte, dann gegentorbedingt alles in Unordnung auseinanderfiel und am Ende ein glückliches Unentschieden draus wurde, ist die Stimmung etwas gedämpft. Auch wenn es hätte schlimmer kommen können. Meine Szene des Spiels war diese hier nach dem Abpfiff: Daniel Mesenhöler dreht sich Richtung Waldseite und holt sich den Applaus ab, mit dem wir ihn im Sommer nicht verabschieden konnten. Ganz kurz nur, ein Wimpernschlag, weniger als verdient, aber doch besser als nichts.

Union Berlin ist wieder da!

Union gewinnt das Spiel gegen den FC St.Pauli, und ab dem dritten Tor wundert sich das Heimpublikum eigentlich nur noch. Das mündet in den Gesang “Union Berlin ist wieder da!”, der exakt zwei Minuten vor dem Gegentor angestimmt wird. Karma womöglich, damit wir nicht übermütig werden. Aber das Gefühl hält trotzdem an: Was Urs Fischer da in vergleichsweise kurzer Zeit auf den Platz zusammengefügt hat, ist bemerkenswert. Stabilität, Besonnenheit, aber auch allerhand geplatzte Knoten. Und Sebastian Andersson. Aber das habe ich ja gleich gesagt :)

Das Stadion steht noch, Unions Startelf gegen St. Pauli noch nicht

Nachdem die ersten Meldungen über den Brand im Stadion am Donnerstagabend betonten, wie schnell die Feuerwehr es gelöscht hatte, vermittelten Bilder davon gestern doch einen dramatischeren Eindruck. Auf der Pressekonferenz vor dem Spiel versicherte Union jedoch, dass das Stadion in voller Kapazität, wenn auch nicht ganz unbeeinträchtigt, bereit für das Spiel am Sonntag sei.

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