Wir lernen die Neuzugänge kennen und warten auf Marvin Friedrich

Bis zum Ende des Kurztrainingslagers in Bad Saarow hat es Union noch nicht geschafft, die Verhandlungen über eine Wieder-Verpflichtung von Marvin Friedrich abzuschließen. Der Kicker schreibt, dass sich Union und Augsburg mit einer festen Ablöse von zwei Millionen und erfolgsabhängigen Zusatzklauseln, die diese auf drei Millionen erhöhen könnten, einander annähern. Dann muss natürlich auch noch eine Einigung zwischen Union und Friedrich über seinen neuen Vertrag zustande kommen, bis Friedrich vielleicht Anfang der nächsten Woche wirklich wieder bei Union aufläuft. Der Kicker schreibt außerdem, dass Union sich auch mit Magdeburg über den Wechsel von Marius Bülter verständigen könnte. Wenn mit ihm tatsächlich noch ein offensiver Flügelspieler kommt, erscheint es unausweichlich, dass mindestens einer der bisherigen Spieler auf der Position Union verlässt.

Sheraldo Becker

Sheraldo Becker ist einer der neuen Flügespieler; Photo: Matthias Koch

Im nächsten Teil der Vorbereitung wird dann auch Rafał Gikiewicz dabei sein. Der seine nach dem Nationalmannschafts-Einsatz am Ende der Saison nachgeholten freien Tage unter anderem genutzt, um sich neu tätowieren zu lassen. Und vielleicht kommt dabei auch das Union-Logo vor. Wir sind auf die ersten Photos gespannt.

Abgesehen von Marvin Friedrich sucht Union vielleicht auch noch einen Verteidiger. ESPN berichtet, dass eine Ausleihe des amerikanischen Nationalspielers Erik Palmer-Brown im Raum steht. Der steht bei Manchester City unter Vertrag und war zuletzt ausgeliehen an NAC Breda (NAC wie in NOAD-ADVENDO Combinatie, also NOAD = Nooit Ophouden Altijd Doorzetten – dt.: Niemals aufhören, immer weitermachen – und ADVENDO = Aangenaam Door Vermaak En Nuttig Door Ontspanning – dt.: Angenehm durch Unterhaltung und nützlich durch Entspannung).

Ansonsten haben wir weiter Gelegenheit, die Neuen bei Union kennen zu lernen. Der Kurier und die Berliner Zeitung schreibt über Robert Andrich und dessen Onkel, der in der Oberliga gespielt hat und dem Training in Bad Saarow einen Besuch abgestattet hat. Was Robert Andrich dazu sagt, klingt ein bisschen wie bei Felix Kroos, wenn er über Toni spricht.

In den verschiedenen Berliner Medien lesen wir über Sheraldo Becker, der sich auf die Bundesliga freut:

Für das Köpenicker Magazin Maulbeerblatt hat Steffi ein schönes Portrait von Steffen Baumgart geschrieben. Darin erklärt er, wie er zum Fußball im Allgemeinen, dem unterhaltsamen, offensiven Fußball den er spielen lässt im Besonderen und der gemeinsamen Arbeit mit anderen als Voraussetzung für dessen gelingen steht.

Bei Sport1 gibt es ein Interview mit Torsten Mattuschka.

Mit dem Fahrrad zu Union

Wenn am Samstag mit dem Heimspiel gegen Brøndby die Saison offiziell eröffnet wird, treffen sich auch wieder Unioner und Unionerinnen, um gemeinsam mit dem Rad zum Stadion zu fahren. Die Treffpunkte dazu stehen hier.

Leben retten ist kein Verbrechen

Zum Schluss ein Statement von Christopher Trimmel, der auf Instagram diesen Aufruf teilt, die Menschen um Carola Rackete zu unterstützen, die im Mittelmeer Flüchtende retten und dafür kriminalisiert werden:

Und sonst so

Der FSV Mainz hat ein Video produziert, mit dem “ein Saisonmotto zum Leben erwacht” sein soll. Vielfältigkeit dabei auch zu zeigen, und nicht nur zu behaupten, ist dabei aber nicht gelungen:

Über die Förderung des Frauenfußballs haben wir hier gestern geschrieben. Beim RBB gibt es ein Interview mit Matthias Rudolph, dem Trainer von Turbine Potsdam, der kritisch über die Entwicklung spricht.

8 Gedanken zu „Wir lernen die Neuzugänge kennen und warten auf Marvin Friedrich

  1. Lässt sich Gikiewicz da wirklich sein Bein tätowieren? Sieht für mich am Ende des Bildes eher nach einer Hand aus?!?

  2. Was ich in dem Zusammenhang bzw. dem ganzen Thema Tickets/Dauerkarten usw. besonders erschreckend finde, oder vielleicht eher traurig denn überraschend ist es dann doch nicht: auf Viagogo finden sich bereits erste Kartenanbieter, teilweise sogar schon für Rückrundenspiele (Bayern) – und das können angesichts noch nicht gestartetem Ticketverkauf eigentlich nur Dauerkartenbesitzer sein (oder Spekulanten für den „freien“ Verkauf an Mitglieder).

    https://www.viagogo.de/Sport-Tickets/Fussball/1-Bundesliga/1-FC-Union-Berlin-Karten

    Ich würde persönlich nie eine Karte über Viagogo oder ähnliche Plattformen kaufen (dann lieber in der Kneipe mit anderen Unionern), habe es nur interessehalber mal aufgerufen, aber es zeigt für mich halt wieder eindrucksvoll, dass das Argument wonach jemand beim Ticketkauf privilegiert sein sollte, nur weil er/sie in der Saison 2018/19 im Besitz einer Dauerkarte war, grenzwertig bleibt. Bei dem schnöden Mammon, der da auf der Straße liegt, bleibt bei dem ein oder anderen vermutlich die Vereinsliebe dann doch auf der Strecke 😕
    (Das Beispiel zur „Gerechtigkeitsproblematik“ hatte ich ja schon einmal erwähnt: Dauerkartenbesitz seit 1,2,3 Jahren versus 10 Jahre Mitgliedschaft ?!?)

  3. Viagogo ist ne richtige Drecksplattform. Die haben noch gar keine Karten – aber Du kannst schon welche kaufen. Sie rechnen damit, dass jemand über Viagogo eine irgendwann verkaufen wird. Und je näher der Termin rutscht, umso teurer werden die – das Mehrgeld streicht dann viagogo ein und nicht der Verkäufer. Falls jemand nun ein Ticket bei viagogo kauft und dafür x-hundert Euro ausgibt, niemand über viagogo aber ein Ticket verkauft, bekommt der Käufer…nichts. Auch nicht sein Geld zurück. Klagen gegen die kann man nicht, da sie in der Schweiz oder weiß der Fuchs wo sitzen.

    Aber im Prinzip gebe ich Dir recht, das wird mit den Tickets schnell gehen, dass die auf dem Schwarzmarkt landen. Hat man letztes Jahr schon beim Weihnachtssingen gesehen, als ne Stunde nach Verkaufsbeginn die ersten Karten auf ebay für 40€ verkauft wurden.

    Aber was man dagegen machen kann, weiß ich auch nicht. Personalisieren und beim Einlass Ausweis kontrollieren. Schön ist aber auch anders…

    U.N.V.E.U.

  4. Eine „softe“ Form der Personalisierung wäre wenn beim Einlass das Ticket (da nur Mitglieder eines kaufen sollen dürfen ist dieses ja theoretisch eh zuordenbar) und der Mitgliedsausweis gescannt würden (muss ja nicht der Perso sein). Wenn kein Match, dann kein Einlass. Der logistische Aufwand wäre überschaubar, ein Scan mehr beim Einlass.
    Das würde den Schwarzmarkt zwar nicht verhindern, aber zumindest stark erschweren, wenn sich der Ticketzweitkäufer jedes Mal den passenden Mitgliedsausweis „ausleihen“ müsste.

  5. Und wenn jemand doch kurzfristig verhindert ist, ließe sich ein Ticket ohne weiteres über einen legalen Zweitmarkt des Vereins weiterverkaufen (bei ausverkauften Spielen an Mitglieder, sonst freier Verkauf).

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