Maloney geht in die USA (aber nur kurz zur U20)

Lennard Maloney wurde in die U20 der USA berufen. Ich freue mich einerseits sehr für den Verteidiger. Denn das ist auch ein Zeichen von Wertschätzung. Andererseits denke ich sofort an Eroll Zejnullahus erste Saison unter Jens Keller mit den vielen Berufungen zur kosovarischen Nationalmannschaft, die ihm etwas die Chance genommen haben, sich näher ans Team zu spielen. Das Trainingslager der U20 findet vom 15. bis 22. Juli in North Carolina statt. Damit verpasst er einen Teil des Trainingslagers in Klosterpforte (8. bis 17. Juli) und die Testspiele gegen Norwich und Bordeaux. Auch wenn Maloney objektiv gesehen nicht für einen Stammplatz in der Defensive in Frage kommt, schwächt das seine Position. Es sei denn, es gibt sowieso andere Pläne.

Aprpos Nachwuchs: Danke an diejenigen, die in den Kommentaren gestern noch ein paar ehemalige Spieler aus dem Union-Nachwuchs bei Fürstenwalde entdeckt und das in den Kommentaren geschrieben haben. Ich kenne im Zweifelsfall nur diejenigen, die auch mal den Sprung zu den Profis schaffen.

In den Berliner Medien geht es heute wieder um Personalien, die in der Vorbereitung den Kampf um ihren Platz im Team führen. In der BZ wird Philipp Hosiners Situation im Angriff beleuchtet und im Kurier Eroll Zejnullahus Chancen auf Einsätze im zentralen Mittelfeld bewertet.

In der Haupttribüne gibt es eine Ausstellung zum FDGB-Pokalsieg. Wie man sich die als Normalsterblicher ansehen kann, weiß ich allerdings noch nicht.

Und sonst so?

Ich bin noch etwas berauscht vom qualitativ vielleicht besten WM-Spiel bis jetzt, Brasilien gegen Belgien. Das war Fußball auf extrem hohem Niveau. Dem Mittelfeld mit Hazard und De Bruyne hätte ich noch stundenlang zuschauen können. Solch präzise und scharfe Pässe, das Erkennen von Laufwegen, diese Dribblings …

In dem Zusammenhang vielleicht der Hinweis auf einen der besten Fußballtexte des Jahres. Den hat Romelu Lukaku geschrieben in der Players Tribune: “I’ve Got Some Things to Say”. Es bricht mir das Herz, wie Lukaku den Moment beschreibt, in dem er als Kind bemerkte, dass sie als Familie nicht arm, sondern pleite waren. Wie seine Mutter die Milch mit Wasser streckt, der Strom und das Warmwasser abgeschaltet ist und sie das Brot anschreiben lassen müssen.

Da sind auch zwei Sätze drin, die ich gerne beim DFB an die Wand pinseln würde:

When things were going well, I was reading newspapers articles and they were calling me Romelu Lukaku, the Belgian striker.

When things weren’t going well, they were calling me Romelu Lukaku, the Belgian striker of Congolese descent.

Wer ein paar Sätze von Steven Skrzybski auf Schalke lesen möchte, kann sich das Gespräch mit dem Angreifer auf der S04-Homepage durchlesen.

Ich hätte noch zwei Accounts, die euch gerne ans Herz legen möchte. Einmal auf Instagram @wuerstchenliebe mit wirklich guten Tests von Stadionwürsten:

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Wursttest Nummer 3: Schauinsland-Reisen-Arena getestet am 31.03.2018 MSV Duisburg gegen 1.FC Kaiserslautern 2. Bundesliga Gleichwohl eine gewisse Blässe gemeinhin als vornehm gilt, scheint man in Duisburg der appetitlichen Außenfarbe einer Stadionwurst nur geringe Wichtigkeit beizumessen. Waren die Bratwürste an den Wurstbuden, die den Weg zur Arena säumten, bereits auffällig weiß, so war der Bräunungsgrad der Wurst in derselbigen derart besorgniserregend inexistent, sodass die Würstchen problemlos bei einem Marietta-Slomka-Doppelgänger-Wettbewerb hätten teilnehmen können. Geschmacklich ist die Wurst dann ähnlich unspektakulär wie die moderne 0815-Arena der Meidericher – zweifelsohne wird das Elektro-Grillen hier mehr auf Masse als auf Klasse ausgerichtet – im Zusammenspiel mit angenehm scharfer Currysoße und einem halbwegs knusprigen Brötchen reicht es jedoch für einen Platz im gesicherten Zweitliga-Mittelfeld. Fazit: 2,5 von 5 Sternen! #wuerstchenliebe #worschtdor #duisburg

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Und dann auf Twitter @forgottengoals, wo wir längst vergessene Tore noch einmal sehen können:

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