Felix Kroos will vom Ballbesitzspiel profitieren

Felix Kroos hat im Trainingslager mit der BZ über die Hinrunde gesprochen und ich bin froh, dass er ein paar Dinge anspricht, die dort nicht so gelaufen sind, wie man sich das erhofft hat. Dass Union mit Ballbesitz nichts anfangen konnte, dass er selbst zu torungefährlich war (was aber auch an seiner defensiven Mittelfeldposition lag, muss man anfügen). Wir hatten in der Vergangenheit bereits öfter darüber gesprochen, dass für es für die Mittelfeldspieler merkwürdig war, weil häufig der lange Ball gesucht wurde. Nicht nur von Union, sondern auch vom Gegner und die Kugel damit häufig über sie hinwegflog. Felix Kroos sagt dazu in der BZ:

Ja, weil ich gern den Ball habe. Ich laufe nicht gern hinterher. Allgemein mussten die Mittelfeldspieler einen zu hohen Aufwand betreiben, um überhaupt an den Ball zu kommen.

Ich würde ehrlich gesagt sehr gerne mal ein längeres Interview mit dem Kapitän lesen, der vielleicht nicht gerade derjenige ist, der wortreich und ausladend redet, aber auch den Klartext nicht scheut.

Auf jeden Fall hat sich Felix Kroos von seinem Infekt erholt und trainiert wieder. Wer sich ein bisschen Fußballtennis von gestern ansehen möchte, wird auf AFTV fündig.

Die veränderte Spielweise könnte auch Philipp Hosiner entgegen kommen wie der Kurier schreibt. Das ist natürlich möglich, aber trotzdem muss sich der Österreicher, der sportlich in 1,5 Jahren nicht wirklich zum Zug kam gegen die Konkurrenz durchsetzen. Und die gibt vom Kader her Trainer André Hofschneider eine starke Aufstellung im 4-3-3 an die Hand mit Flügelspielern wie Simon Hedlund, Steven Skrzybski, Akaki Gogia und ins Sturmzentrum drängende Mittelfeldspieler wie Marcel Hartel und Damir Kreilach. Aber neuer Trainer, neues Glück.

Kristian Pedersen gab im Kicker ein kurzes Interview über seine neue Rolle im Mannschaftsrat von Union (nur im Print, aber Auszüge hat die BZ hier abgeschrieben). Für mich die spannendste Antwort ist die auf seine neuen Aufgaben als Linksverteidiger:

Ich muss nicht extremer werden, sondern auch mal zurückbleiben. Dann bekomme ich Hilfe vom linken Mittelfeldspieler. Ich muss allerdings zum richtigen Zeitpunkt pressen.

Ich bin tatsächlich auf das zukünftige Zusammenspiel von Außenverteidigern und den offensiven Außenbahnspielern gespannt. Apropos Pedersen: Bei Eiserne Ketten gibt es eine Zusammenstellung der Zweitliga-Mannschaft der Hinrunde, in der jeder Verein nur einmal auftauchen darf. Als Unioner findet Kristian Pedersen unter Daniels kritischen Augen Platz in dieser Startelf.

Ansonsten gab es von Michael Parensen gestern eine gute Nachricht. Seine Tochter Cleo kam gesund auf die Welt:

Heute um 15 Uhr gibt es den Testkick gegen Wehen-Wiesbaden und damit auch ein Wiedersehen mit Nico Schäfer und Steven Ruprecht. Über letzteren schreibt der Kurier. Ob das Spiel heute live übertragen wird, weiß ich nicht. Zumindest Union hat nichts in die Richtung verlauten lassen, weshalb ich eher nicht davon ausgehe.

Wer schon mal für Ende des Jahres plant, kann sich den Rahmenterminplan des DFB anschauen. Da könnte tatsächlich das letzte Unionspiel auf den Termin des Weihnachtssingens fallen. Auch wenn ich nicht glaube, dass die DFL das so ansetzen wird, da auf Großveranstaltungen gewöhnlich Rücksicht genommen wird. Und zumindest der Union-Twitter-Account sieht das auch so.

Twitter: @DieEisernen

Und sonst so?

Wir hatten schon mehrfach die merkwürdige Rechtssprechung des Nordostdeutschen Fußballverbands nach dem Skandalspiel Babelsberg gegen Cottbus thematisiert. Nun prüft tatsächlich der DFB-Kontrollausschuss das Urteil. DFB-Vizepräsident Rainer Koch begründet das so: “Wir haben erhebliche Bedenken an der Rechtmäßigkeit der Entscheidung des NOFV-Verbandsgerichts. Daher habe ich den DFB-Kontrollausschuss gebeten, diesen Fall eingehend zu prüfen und gegebenenfalls Revision beim DFB-Bundesgericht einzulegen. Rassismus und Diskriminierung haben im Fußball keinen Platz, und deshalb wäre es ein fatales Signal, wenn Vorfälle dieser Art ungeahndet bleiben würden.” Mehr Details gibt es beim RBB, unter anderem darüber, dass das Verfahren wegen “Sieg Heil”-Rufen und Hitlergrüßen im Cottbuser Block ohne Urteil einfach eingestellt wurde.

Was mit dem ehemaligen St.-Pauli-Spieler Deniz Naki nach den Schüssen auf sein Auto passiert ist, erklärt er im Interview mit der Deutschen Welle. Ob er, der in der Türkei wegen seiner Unterstützung für die Kurden bereits angegriffen und angeklagt wurde, noch einmal in die Türkei zurückkehren wird, ist noch nicht entschieden.

Ein Gedanke zu „Felix Kroos will vom Ballbesitzspiel profitieren

  1. Ich warte auf den Profi der zugibt schlecht gespielt zu haben und der nicht gegen den ehemaligen Trainer nachtritt. Gerade als Kapitän darf man gerne intern den Trainer auf Unwägbarkeiten hinweisen. So hat man eher den Eindruck das die Mannschaft in Kauf nahm das Keller geht.

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