Wie ein Mannschaftsfoto entsteht.

Das alljährliche Mannschaftsfoto. Für die Spieler ist es wahrscheinlich ein noch anstrengenderer Termin als der berüchtigte Laktattest. Auf dem Platz steht die Mannschaft “Fußballspieler” der Mannschaft “Fotografen” gegenüber. Das Team in rot findet seine Ordnung recht schnell, was man über die Fotografen nicht sagen kann. Fotografen sind generell keine Teamplayer und stehen sich meist gegenseitig im Bild. Typische Sätze sind “Kopp runter!”, “Weg da!” und “Rück doch mal zur Seite!” Allerdings verlieren die Köpenicker Fußballspieler bei der Seitenwahl und müssen zur Strafe nun in die Sonne blinzeln. Kein Wunder, dass das zunächst freundliche Lächeln alsbald in angestrengtes Gesichtstillhalten übergeht. Die Presseabteilung assistiert an den Linien und achtet darauf, dass nonverbale Meinungsäußerungen wie das beliebte Blankziehen unterbleiben. Anschließend geht es eins gegen eins, Porträtaufnahmen. Die Fotografen schreiten unter Verrenkungen die Reihe ab. Strafrunden gibt es für die neuen Spieler. Die müssen für ein Extra-Foto auf eher unnatürliche Weise zu sechst einen Ball festhalten. Wer das überstanden hat, darf duschen und hat für die kommendenden 364 Tage fotofrei. Allerdings nur, wenn er über den Rest der Saison in keiner Weise auffällt.

8 Gedanken zu „Wie ein Mannschaftsfoto entsteht.

  1. am besten gefallen mir die Fotos mit den Fotografen drauf. Da ist Action drin. Die andern benehmen sich wie eine nordkoreanische Abordnung.

  2. Danke für die Fotos. Aber mal ehrlich, auch wenn man die Mannschaft nicht kennt, weiß man sofort wer die Spieler sind, die aus der Jugend kommen. Wir brauchen mal Kraftfutter für die Zweete und die A-Jugend! :)

  3. Also war Silvio schon dabei … oder war es wiederum der Unionmitarbeiter, der nicht nur auf dem Mannschaftsfoto sondern auch beim Quatschmachen den Brasilianer mimte und dann übergeretouschiertet wurde? Oder bin ich einfach nur blind und ordne alle Spieler und Betreuer im Mannschaftsfoto brav zu und übersehe den Platzhalter?

  4. gut aufgepasst :) Nee, Silvio war in echt mit dabei. Aber falls sich noch was tut, gibt es auch noch ein Foto mit “Platzhalter”.

  5. Jawoll, Augen und Gehirn funktionieren noch halbwegs :). Danke für Aufklärung und Bilder!

  6. Jetzt müssen schon die Mitarbeiter aus dem Union-Vermarktungsteam als Platzhalter fungieren…

  7. es sieht auf jeden fall besser aus, als hinterher immer so kleine “passbilder” auf´s poster draufzufrickeln, wo dann drunter steht: “nicht mit dabei waren herr x und herr y”.

  8. Pingback: Murmeltiertag? Murmeltiertag! | ***textilvergehen***

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